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Hallo
Ich bin neu hier, und bin froh das ich mal offen über mein Problem schreiben kann.
Mein Problem ist das ich Angst habe meine Wünsche offen zu sagen, da ich Angst vor negativen Reaktionen habe. Ich "drehe mich wie ein Fähnchen im Wind" da mich die Mitmenschen dadurch nicht richtig einschätzen können wissen diese oft nicht wie sie sich gegenüber von mir richtig verhalten sollen.
Am meisten habe ich das Problem mit Menschen die mir nahe stehen, ich komme zwar relativ gut mit den Menschen aus, da ich mich total auf diese Menschen einstelle und das ist ja praktisch für mein Umfeld, ich bin immer für sie da, in allen Situationen, ohne eine Gegenleistung zu verlangen, allerdinge erwarte ich von diesen Menschen das sie mir die Wünsche von den Augen ablesen (Was sie natürlich nicht können, da sie nicht hellsehen können) Wenn sie mir die Erwartungen nicht erfüllen, dann fange ich an rumzumotzten und erpresse sogar emotional, und das die Menschen das nervt ist wohl klar.

Ich hoffe das jemand meinen Beitrag liest und seine Meinung dazu gibt.
LG Lonche

27.01.2005 13:32 • 02.02.2005 #1


3 Antworten ↓


Hallo du Neuer,
man ist nur eine Persönlichkeit, wenn man eine eigene Meinung hat.
Wenn du so weiter machst, bist du ein nicht mehr zu entwirrendes Knäuel.
Bilde dir zu den Dingen eine Meinung und versuche es, diese zu vertreten. Es muss ja nicht von heute auf morgen geschehen. Aber probiere dich nach und nach aus und warte die Reaktionen ab.
Du wirst sehen, das Ergebnis ist nicht schlecht und nach und nach, wirst du eine Persönlichkeit.

Es ist nicht gut, allen zu gefallen!

PS: Habe diesen Prozess in meiner "Menschwerdung" auch hinter mir.
LG staunebär(in)

27.01.2005 16:44 • #2



Falsche Bescheidenheit

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Hallo Staune bär

Danke für die netten Worte, ich werde an meiner Einstellung arbeiten. Jetzt wo ich weiß was ich alles falsch gemacht habe, denke ich fällt es mir leichter.

LG Lonche

27.01.2005 19:28 • #3


Hallo Lonche,

Ich bin ganz schön überrascht, so ein Statement hier zu lesen! Es zeugt von viel Mut und Selbsterkenntnis. Alle Achtung!

Das ist ein wichtiger Schritt. Meiner Erfahrung nach macht es nun aber keinen Sinn, an den Symptomen rumzudoktern. Mir ging es früher ähnlich. Mein Problem war, dass ich nirgends anecken wollte. Das hat mich aber daran gehindert, eine echte Beziehung zu den Menschen aufzubauen. Man kommt nie über Oberflächlichkeiten hinaus. Das macht ziemlich unzufrieden.
Wenn man eine Vertrauensvolle Beziehung zu jemandem hat, kann man ihm auch seine Meinung sagen. Eigentlich kommt das dann ganz von selbst.
Das geht nur, wenn man sich dem anderen zuwendet, sich für ihn interessiert, und auch etwas von seinem Inneren preisgibt. So etwas braucht seine Zeit und nimmt je nachdem, mit wem man es zu tun hat, ganz unterschiedliche Formen an.
Der größte Fehler, man machen kann, ist, seine Probleme in den Mittelpunkt des Denkens zu setzen. Man fängt an, sich nur um sich selbst zu drehen. Das geht immer schneller und schneller, bis man ganz wirr im Kopf wird. Ich habe das über Jahre so gemacht, ohne auch nur einen Schritt weiter zu kommen.
Konzentriere Dich auf die Menschen um Dich herum. Frage Dich, was sie bewegt, was ihnen Sorgen macht und wo Du helfen kannst.
Es klingt paradox, doch so findest Du zu einer eigenen Persönlichkeit!

Liebe Grüße,

Nico

02.02.2005 21:51 • #4




Dr. Reinhard Pichler