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Guten Morgen,
ich bin seit Ende Januar krank geschrieben und warte auf meinen Platz in der Tagesklinik in der ich vor 3 Jahren schon mal war.
Mein Therapeut von der Tagesklinik und meine Psychiaterin ( die ich gewechselt habe weil ich so unzufrieden war weil sie mich so unter Druck gesetzt hat. beim neuen habe ich erst am 2 Mai einen Termin) haben mir gesagt ich soll mich nicht krank schreiben lassen bis ich in die Tagesklinik gehe. Ich soll arbeiten gehen oder mich stationär aufnehmen lassen weil da die Wartezeiten kürzer sind.
Ich habe aber so Angst davor mich stationär aufnehmen zu lassen und für paar Wochen komplett aus meinem Umfeld und Alltag raus gerissen zu werden. Außerdem habe ich zwei Katzen und wüsste nicht wie ich es machen soll.
wie läuft so eine Klinik stationär ab ?
Hat man sein eigenes Zimmer ?
Kann man dort seine Wäsche waschen ?
Irgendwie bin ich schon am überlegen mich stationär aufnehmen zu lassen aber mein Gefühl, vielleicht ist es aber auch die Angst, sagen mir nein…
Ich will halt unbedingt wieder in die Tagesklinik weil vor 3 Jahren hat sie mir gut getan und ich hätte einen Bonus in der Tagesklinik. Ich hätte nämlich die gleichen Therapeuten und müsste sozusagen beim erzählen nicht wieder bei null anfangen .



Ich bitte um Rat

28.03.2022 09:22 • 14.05.2022 x 2 #1


88 Antworten ↓


Hallo,

ich war letztes Jahr in der Tagesklinik (5 Wochen) und ein halbes Jahr später stationär (8 Wochen). Davor hatte ich jahrelang Angst (stationär). Jetzt weiß ich nicht mehr, warum, es war so hilfreich. Natürlich muss man Glück haben mit der Klinik.

Ein Einzelzimmer hatte ich nur gegen Aufpreis, sonst gab es Zweitbettzimmer.
Wäsche waschen durfte ich nicht.

Das mit den Katzen verstehe ich. Kannst du jemanden bitten, sie zu füttern etc? Vielleicht mal eine Anzeige schalten oder Nachbarn fragen. Von einer offenen Station darfst du ja täglich weg, am Wochenende sogar über Nacht. Vielleicht kannst du die Katzen dann sogar selbst betreuen.

Von Ärzten unter Druck setzen lassen würde ich mich gar nicht, zur Not den Arzt wechseln.

Alles Liebe

28.03.2022 10:29 • x 3 #2



Stationäre Therapie statt Tagesklinik?

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Grace_99
Hm, schwierige Entscheidung für dich.

Hast du keine Freunde die sich um die Katzen kümmern können oder Familie, Catsitter?

Ich war stationär und habe Tagesklinik im Anschluss abgelehnt, da ich gesättigt war von Therapie und Problemen anderer.

Keine Ahnung ob du ein Einzelzimmer hast, kommt auf die Klinik an. Ich war in einem 2-Bett Zimmer, war okay. Balkon, eigenes Badezimmer. Waschmaschine gab es auf der Station.

28.03.2022 10:30 • x 5 #3


Hallo,

Danke für eure Antworten. Ich bin einfach so unentschlossen. Aber mir geht es heute auch besonders schlecht und weis nicht ob es sinnvoll ist in diesem Zustand eine Entscheidung zu treffen. Das mit den Katzen würde ich irgendwie schon hinbekommen aber die würden mir extrem fehlen die sind auch so anhänglich wie Hunde und lass sie so ungern allein. Abgesehen davon sind meine Eltern auch krank und ich kümmere mich um die. Klar meine Geschwister die verheiratet sind und zwei Kinder haben ( ich bin Single ) könnten nach denen schauen aber ich erledige immer alles was Ärzte und so angeht und die haben kein Plan von nichts. Ich weis auch dass ich mal an mich denken muss, vor allem jetzt. Meine Befürchtung ist dass wenn ich in die stationäre gehe, ich mir ständig Kopf um meine Eltern und um meine Katzen mache und dort nicht abschalten kann.


Vorhin war ich mit meinem Pflegehund laufen und hab mich mit einer bekannten dort getroffen. Heute gehts mir ja schon den ganzen Tag schlecht und hab mich trotzdem gezwungen heute morgen Kaffee trinken zu gehen, zu kochen und dann nochmals raus zu gehen mit dem Hund. Als ich dort war, hab ich eine Panikattacke bekommen. Meine Bekannte kam dazu und ich hab alles überspielt. Bin auch geblieben bis es besser wurde und dann erst heim. Jetzt bin ich auf der Couch und fühl mich schlecht dass ich rum liege, aber ich hab doch heute schon einiges gemacht aber irgendwie fühlt es sich nicht an als wäre es genug. Und wie kann man bitte stolz sein dass man trotz Panik in der Situation geblieben ist ? Ich bin einfach nur ausgelaugt, sauer und traurig auf mich

28.03.2022 17:32 • x 1 #4


portugal
Also ich fand TK besser. Um 16.30 war Schluss und ich konnte zuHause schlafen, ich hatte Depressionen, keine Panikattacken.

Wieso sollst Du Dich nicht krankschreiben lassen, was war denn die Begründung ?

28.03.2022 17:37 • x 4 #5


Ich glaube er meint es sei kontraproduktiv zuhause zu bleiben.
Ich muss dazu sagen dass er mit mir gern Spaß macht und ein humorvoller Therapeut ist. Und das hat er mir geschrieben:

Hallo Herr x.,
kurz aber knackig würde man es so formulieren:
krankgeschrieben noch viele Wochen auf die Tagesklinik zu warten, kommt
nicht in Frage.
Entweder nicht arbeitsfähig und dann bald auf die Station
oder
in die Tagesklinik kommen wollen, aber dann bis dahin wieder arbeiten
gehen!
So, jetzt heißt es scharf überlegen!

28.03.2022 17:42 • x 1 #6


silverleaf
Hallo this_is_me,

grundsätzlich kommt es ja durchaus vor, dass Patienten nach einem vollstationären Klinikaufenthalt einen teilstationären Tagesklinikaufenthalt anschließen, das geht und wird auch nicht selten gemacht.

Jetzt sehe ich in Deinem speziellen Fall aber ein eventuelles Problem, das ich vorher mit der Krankenkasse klären würde:

Für den Aufenthalt in der Tagesklinik braucht es für die Genehmigung bei der Krankenkasse ja eine medizinische Begründung, die in der Ein-/Überweisung dargelegt wird.
Du hast, wenn ich Dich richtig verstanden habe, die Genehmigung Deiner Krankenkasse für den teilstationären Aufenthalt bereits bekommen (Tagesklinik) und stehst auf der Warteliste der Tagesklinik. Teilstationär bedeutet für die Krankenkassen: Die Patientin ist so krank, dass sie eine teilstationäre Behandlung benötigt, aber noch so funktional, dass sie keine 24h-Betreuung benötigt.

Wenn Du jetzt einen vollstationären Behandlungsplatz beantragst, muss auch dieser ja ebenfalls medizinisch begründet werden, u.a. damit, dass eine 24h-Betreuung notwendig ist.
Und es kann sein, dass Du Deine Genehmigung für die Tagesklinik damit erstmal wieder verlierst, weil die Krankenkasse sagt, dass sich die Indikation für die Ein-/Überweisung geändert hat, eine Verschlimmerung eingetreten ist, die einen vollstationären Aufenthalt nötig macht.
Wenn sie jetzt die vollstationäre Behandlung genehmigen, wird oftmals argumentiert, dass erstmal das Ergebnis der vollstationären Behandlung abgewartet werden muss, bevor Anschlussbehandlungen genehmigt werden können.
Die Krankenkasse muss für die Genehmigung der vollstationären ja erstmal davon ausgehen, dass die Behandlung erfolgreich sein wird und können nicht vor dem Abschluss der vollstationären Behandlung bereits die teilstationäre Anschlussbehandlung genehmigen.

Das heißt nicht, dass Du nicht nach der Klinik in die Tagesklinik kannst, aber es kann sein, dass das Genehmigungsverfahren für die Tagesklinik von vorne anfängt und von der vollstationären Klinik aus neu beantragt werden muss, nämlich als Anschlussbehandlung.

Etwas anderes ist es, wenn Du während der Wartezeit in die Psychiatrie gehst/ gehen musst, aber da Deine Ärztin Deinen Gesundheitszustand so einzuschätzen scheinst, dass sie Dir sogar vorschlägt, arbeiten zu gehen, scheint das eher nicht anzustehen, oder habe ich Dich da falsch verstanden?

Es ist also aus menschlich/pragmatischer Sicht verständlich, dass Deine Ärztin nicht möchte, dass Du während der Wartezeit gar nichts machst, aber aus medizinischer Sicht und der Sicht der Krankenkassen könnte das zum Problem werden.

Ich würde daher bei der Krankenkasse nachfragen, ob Dir die Genehmigung für die Tagesklinik erhalten bleibt, da ich es schon von Mitpatienten, die in Deiner Situation waren, gehört habe, dass diese ihren Platz in der Tagesklinik erstmal aufgeben/ nach hinten verschieben mussten.

Was Deine Fragen zur vollstationären Klinik angeht, kann ich mich meinen Vorrednern anschließen:
Es hängt von der Klinik ab.
In der Klinik, in der ich war, gab es Einzel- und Doppelzimmer. Wer diese bekam und wer zuzahlen musste und wer nicht, war individuell unterschiedlich geregelt.
Waschmaschinen gab es.

LG Silver

28.03.2022 17:43 • x 6 #7


silverleaf
Ups, sorry, zeitliche Überschneidung...

Zitat von this_is_me:
Entweder nicht arbeitsfähig und dann bald auf die Station
oder
in die Tagesklinik kommen wollen, aber dann bis dahin wieder arbeiten
gehen!
So, jetzt heißt es scharf überlegen!

Das heißt für mich, so, wie ich es auch gedacht habe: erstmal entweder oder,
und nicht vor der Tagesklinik einen stationären Aufenthalt, sondern erstmal stattdessen,
und danach sieht man weiter.

LG Silver

28.03.2022 17:49 • x 3 #8


Ja genau, so habe ich es auch verstanden. Entweder jetzt in die Station gehen oder arbeiten bis ich in die Tagesklinik darf.
Also mit meiner Krankenkasse habe ich telefoniert und die hatten mich gefragt ob ich mir vorstellen kann bis zur Tagesklinik arbeiten zu gehen. Habe daraufhin geantwortet dass ich das nicht weiß. Momentan nicht, aber sollte es mir in ein paar Wochen besser gehen dann auf jeden Fall und wir haben es auch so stehen gelassen. Bis jetzt hat mich ja der Hausarzt krank geschrieben, als ich dann beim Psychiater war, hab ich eine schlechte Erfahrung gemacht und Arzt gewechselt. Und die AOK weis auch Bescheid dass ich mich jetzt wieder vom Hausarzt krank schreiben lasse bis ich meinen Termin beim neuen Psychiater am 2 Mai habe.
Vor 3 Jahren habe ich es auch so gemacht dass ich krank geschrieben war bis ich in die Tagesklinik bin.
Bin so verwirrt.

Weis nicht was ich tun soll ..

Und die Panikattacke heute hat mir den Rest gegeben

28.03.2022 18:05 • x 3 #9


Ich würde versuchen über den Hausarzt weiter krankgeschrieben zu werden.
Ich bin seit August 2020 (!) Krankgeschrieben, erst 8 Monate vom Hausarzt, dann erst vom Facharzt

28.03.2022 18:08 • x 4 #10


silverleaf
Zitat von this_is_me:
Hallo Herr x.,
kurz aber knackig würde man es so formulieren:
krankgeschrieben noch viele Wochen auf die Tagesklinik zu warten, kommt
nicht in Frage.

Nun ja, das ist seine Einschätzung und Empfehlung als Dein Therapeut.
Dieser Empfehlung musst Du ja nicht nachkommen, sprich: Du kannst es ja trotzdem so machen, wenn Du das möchtest.

Wie lange musst Du denn auf die Tagesklinik warten?

LG Silver

28.03.2022 18:10 • x 4 #11


Das hatte ich auch vor.
Ich hab beim Psychiater angerufen und gesagt die sollen meinen Termin streichen weil ich nicht mehr zu dieser Ärztin möchte.
Dann fragte mich die Arzthelferin ob ich wieder arbeiten gehe und meinte nein. Dann sagte sie das sie mich zu einem anderen Arzt schicken kann aber erst am 2 mai. Und wenn das der Hausarzt mitmacht dass er mich so lang krank schreibt dann wäre das ok.
Ich bereue es so sehr dahin gegangen zu sein. Ich bin nur hin weil die Therapeutin bei der ich ein Vorgespräch für die tiefenpsychologische Therapie hatte, mir empfohlen hat zum Facharzt zu gehen um checken zu lassen ob die Tabletten gut sind die ich nehme und dass es immer besser sei vom Facharzt krank geschrieben zu werden.
Vor 3 Jahren war ich auch 7 Monate nur vom Hausarzt krank geschrieben.

Ich weis echt nicht was ich tun soll

28.03.2022 18:12 • x 1 #12


Zitat von silverleaf:
Nun ja, das ist seine Einschätzung und Empfehlung als Dein Therapeut. Dieser Empfehlung musst Du ja nicht nachkommen, sprich: Du kannst es ja ...

Ich war glaub ich im Februar dort und er meinte bis zu 4 Monate.
Wenn ich jetzt auf die stationäre möchte, geht das doch bestimmt auch nicht von heut auf morgen und müsste paar Wochen warten oder ?

28.03.2022 18:14 • x 1 #13


silverleaf
Zitat von Nicky78:
Ich bin seit August 2020 (!) Krankgeschrieben, erst 8 Monate vom Hausarzt, dann erst vom Facharzt

Ich denke auch, dass da so einiges möglich ist. Ist auch meine Erfahrung.

Würde Dein Therapeut es denn akzeptieren, wenn Du Dich gegen seine Empfehlung entscheiden würdest, den Weg über die Krankschreibung zu gehen, oder würde er die Behandlung abbrechen?

Zitat von this_is_me:
Vor 3 Jahren habe ich es auch so gemacht dass ich krank geschrieben war bis ich in die Tagesklinik bin.

Und wie war das für Dich, hast Du damit gute Erfahrungen gemacht?

LG Silver

28.03.2022 18:15 • x 4 #14


silverleaf
Zitat von this_is_me:
Wenn ich jetzt auf die stationäre möchte, geht das doch bestimmt auch nicht von heut auf morgen und müsste paar Wochen warten oder ?

Ja, in der Tat, vollstationäre Wartezeiten können brutal lang sein. Je nach Klinik oftmals mehrere Monate.

Habe ich Dich richtig verstanden: die Wartezeit für den Platz in der Tagesklinik ist ca. 4 Monate?

Innerhalb von 4 Monaten einen vollstationären Platz zu bekommen und den Aufenthalt auch abzuschließen, halte ich für unwahrscheinlich.
Ich würde warten, glaube ich. Gerade auch, weil Du den Therapeuten dort schon kennst und 4 Monate im Kontext von Klinik-Wartezeiten leider nicht lang sind bzw. teilweise sogar noch deutlich länger sind.

LG Silver

28.03.2022 18:19 • x 3 #15


silverleaf
Was ich damit meine:

Es ist sicherlich möglich, innerhalb von 4 Monaten einen vollstationären Platz zu bekommen, aber so ein Aufenthalt dauert ja auch meistens zwischen 6 und 12 Wochen.

LG Silver

28.03.2022 18:21 • x 3 #16


Also ich denke ihm bleibt nichts anderes übrig wie das zu akzeptieren. Wie gesagt, er ist sehr humorvoll und hat das bestimmt nicht böse gemeint. Aber trotzdem hat es mich unter Druck gesetzt.

Genau, im Februar hieß es dass die Wartezeit 4 Monate dauert.

Vor 3 Jahren als ich dort war und dann raus bin, ging es mir ein Jahr ganz gut: eigentlich so gut wie schon lange nicht mehr

28.03.2022 18:23 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Sorry mir ist noch eingefallen…
Die stationäre ist ja neben der Tagesklinik und mein Therapeut ist auch Oberarzt. Also ich meine sogar dass er mit den Patienten in der stationären zusammen arbeitet.
Aber wenn die Wartezeiten für die stationäre so lange sind, warum empfiehlt er mir dann als Alternative in die stationäre zu kommen ?

28.03.2022 18:25 • x 1 #18


silverleaf
Wartezeiten variieren von Klinik zu Klinik, es gibt auch Kliniken mit 13 Monaten Wartezeit und länger.
Wenn die Wartezeiten in dieser Klinik deutlich kürzer sind, ist das ja grundsätzlich gut.

Ich glaube, Dein Therapeut wollte damit, dass Du Dich selber einmal ganz ehrlich fragst. Wie schlecht geht es mir wirklich? Was kann ich noch leisten und was nicht mehr? und dann die dementsprechenden Konsequenzen ziehst. Er scheint ja zu den liebevoll provokanten Therapeuten zu gehören.

LG Silver

28.03.2022 18:28 • x 3 #19


Ja genau, so würde ich ihn auch beschreiben. Liebevoll provokant. Das beschreibt ihn ganz gut.

Habe ihm geschrieben das ich für meine Verhältnisse echt viel mache. Ich koche zuhause und esse jeden Tag zuhause statt zu meinen Eltern rüber zu gehen. Habe mittlerweile ein Pflegehund und gehe einmal am Tag so alle 2-3 Tage mit ihm raus ansonsten gehe ich ohne Hund spazieren. Aber ich kann mich zwischenzeitlich immer ausruhen und auf Arbeit geht das nun mal nicht …

er hat auch nicht mehr geantwortet .. morgen hab ich einen Termin beim Hausarzt. Bin nur noch bis morgen krank geschrieben..
was soll ich ihr sagen ?

28.03.2022 18:31 • x 1 #20



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