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J
Hallo zusammen,

ich habe seit nun fast schon einem Jahr starke Depressionen und komme nicht raus.
Mir fehlt die Kraft, der Antrieb, der Mut etwas zu machen. Ideen habe ich viele, z.B. ein Buch lesen, Sport machen, raus gehen, aber am liebsten döse ich vor mich hin, liege auf dem Bett. Selbst ein Buch zu lesen fällt mir schwer.

Ich bin so instabil und sensibel, dass schnell alles viel zu viel für mich wird und dann habe ich das Gefühl, als ob ich die Kontrolle verliere. Das Gefühl ist für mich kaum aus zu halten. Deshalb nehme ich auch Prometazin.

Zurzeit ist zu dem mein Tagesrhythmus durcheinander. Heute habe ich von morgens sieben Uhr bis abends neun Uhr geschlafen.

Ich war bereits zwei mal stationär dieses Jahr in Behandlung und werde Anfang nächstes Jahres zur Tagesklinik.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiter helfen.

Gruß

Levent

14.12.2015 03:03 • 09.12.2020 #1


25 Antworten ↓


denise 79
Hallo Levent,

Geht mir auch oft so, zum Glück wohne ich noch zuhause und hab nicht die Möglichkeit durchgehend zu schlafen oder nichts zu tun.
Setzen dir ziele, etwas was du gerne machst, hobbys, interessen, neue Bekanntschaften, einen Flirt. Such dir etwas was ich motiviert aktiver zu sein.
Die neu Aneignung eines Tages und schlaf Rhythmuses ist auch hilfreich, schwer umzusetzen aber nicht unmöglich einfach weiter am Ball bleiben und immer wieder versuchen es hinzubekommen, such dir eine Beschäftigung die dir nicht erlaubt zu schlafen, oder bitte jemanden darauf zu achten wann du schläfst und wann nicht

Lieber gruß Denise

14.12.2015 03:15 • x 1 #2


A


Starke Depression, Medikamente, Klinik - bitte helft mir!

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Techno54
Hi Levent
Die Tagesklinik ist schon mal super. Da bekommst du einen geregelten Tagesablauf.
Versuche mal dir einen Tagesplan zu machen. Schreib drauf zum Beispiel, um 12:00 spazieren gehen und stell einen Wecker. Geh dann raus, und wenns
nur für ein paar Minuten ist am Anfang. Danach kannst andere Sachen dazu schreiben.
Bei meiner Tochter hat das gut funktioniert.
Schönen Tag und liebe Grüße
Techno

14.12.2015 06:26 • x 1 #3


Annika1984
Hallo Levent,

so etwas kenne ich auch. Zum Glück habe ich meine Kinder, so dass ich gar nicht den ganzen Tag schlafen kann.

Wie gesagt ist es wichtig, dass du versuchst einen Tagesrhythmus einzuhalten. Wohnst du alleine, oder hast du jemanden? Vielleicht kannst du dir irgendwas suchen, was dich zwingt morgens aufzustehen. Irgendwas wo du nicht drum herum kommst. Vielleicht kannst du auch andere Leute da mit einbeziehen.

Liebe Grüße

Annika

14.12.2015 18:31 • x 1 #4


J
Hallo Denise,
neue Bekanntschaften und ein Flirt klingt klasse, aber ich habe keine Ahnung wie ich das machen soll.
Mir fehlt die Motivation und die ausreichende Bereitschaft Zielen nach zu gehen, aber ich werde mir da Gedanken machen. Danke.

Hallo Techno,
vielen Dank für dein Ratschlag. Dass mit dem Tagesplan werde ich mal ausprobieren.

Hallo Annika,
ich wohne mit meiner Mutter zusammen. Ich werde mal mit ihr darüber reden, dass man gemeinsam mehr unternimmt. Danke.

16.12.2015 07:30 • #5


J
Was kann ich tun um motivierter zu sein?

16.12.2015 07:32 • #6


R
Hallo Levent,
der Antrieb oder die Motivation ist der Knackpunkt einer Depression - leider. Bei mir gibt es Phasen, in denen ich irgendwie mehr Antrieb habe und dann wieder welche, in denen gar nichts geht. Man sagt Der Hunger kommt mit dem Essen., und auch das ist schwer umzusetzen oder überhaupt gleichbleibend zu erhalten.
Für mich ist wichtig, jeden Tag eine Kleinigkeit zu tun, die ich mir vornehme. An manchen Tagen wird eben was Großes draus und an manchen Tagen bleibt es eine kleine Unternehmung. Ich habe durch die Therapie gelernt, daß bereits ein geregelter und stehts gleich ablaufender positiver Tagesrythmus dazu beitragen kann, mehr Antrieb zu entwickeln. Das funktioniert bei mir insoweit, daß ich nicht mehr unter die Grenze rutsche, mich nicht um mich selbst kümmern zu können. (Lebe allein mit jetzt erwachsener Tochter, der ich allerdings gesundheitlich nicht viel zumuten kann.)
Zitat:
Mir fehlt die Motivation und die ausreichende Bereitschaft Zielen nach zu gehen...
Versuche nicht, dir zu große Ziele zu stecken oder dir mehr vorzunehmen, als du leisten kannst. Mache das umgekehrt und sei dann stolz und überrascht, wenn du übers Ziel hinaus kommst.

Grüße

16.12.2015 07:57 • x 1 #7


J
Hallo zusammen,
ich danke vielmals für die Hilfe. Leider bin ich noch immer sehr kraftlos und depressiv.
Ich habe mich beim Fitnessstudio angemeldet, aber ich möchte die ganze Zeit auf dem Bett rumliegen und nicht aufstehen, was ich letzten Endes auch so mache.
Vielleicht hat jemand noch Ideen was ich tun könnte.
Liebe Grüße

17.02.2016 02:41 • #8


KimberlyMarie
Zitat von Levent:
Hallo zusammen,
ich danke vielmals für die Hilfe. Leider bin ich noch immer sehr kraftlos und depressiv.
Ich habe mich beim Fitnessstudio angemeldet, aber ich möchte die ganze Zeit auf dem Bett rumliegen und nicht aufstehen, was ich letzten Endes auch so mache.
Vielleicht hat jemand noch Ideen was ich tun könnte.
Liebe Grüße


Hey, Levent!

Wie sieht es denn mit deinem Schlafrhythmus derzeit aus ? Wenn er immer noch so außer Bahn ist, empfehle ich dir , einen konsequenten schlafentzug zu machen (mehr als 24 Stunden wach bleiben ), um das in eine geregelte Bahn zu lenken . Hilft mir Persönlich sehr gut , wenn ich mal wieder schlaflos bin .
Des Weiteren kann ich mich nur den Anderen hier anschließen - Kleine Ziele setzen, sich , auch wenn es schwer fällt, vor die Haustür begeben und vielleicht mal spazieren gehen, Menschen mit einbeziehen, die dich motivieren und dir gegebenenfalls mal in den Hintern treten ,falls sich der innere Schweinehund mal wieder meldet . Sport wäre auch eine gute Lösung. Du musst dich nicht einmal in einem Fitnessstudio anmelden, es gibt auch genügend Übungen für daheim.
Versuche, dir deine Ziele immer vor Augen zu führen und belohne dich auch für kleine Dinge, die du geschafft hast .

Liebe Grüße

17.02.2016 04:55 • x 1 #9


K
Belohnen, womit denn?

Mir geht es auch wie Levent.

Man liest die guten Ratschläge, kann sie aber schlecht umsetzen.
Wenn ich mich motivieren könnte, bräuchte ich keine Belohnung, oder?

Gut gemeint, aber durchführbar? Fuer jemanden mit Depression? Obwohl, dieses 24 Std. Dings kam mir auch schon in den Sinn.
Und ich war wacher als je zuvor. Hat also nicht funktioniert. Der Körper geht dann an die Reserven. Ergebnis: Gewichtsabnahme bis zu zehn Kilo und man ist gereizt bis aufs Blut. Sicher, irgendwann will der Körper seinen Schlaf! Aber nicht zu der Zeit, die wir uns wünschen. Wenn alles so einfach wäre...

Aber die Ratschläge sind sehr lieb gemeint. Danke.

17.02.2016 05:23 • x 1 #10


KimberlyMarie
Zitat von Kathi 1970:
Belohnen, womit denn?

Mir geht es auch wie Levent.

Man liest die guten Ratschläge, kann sie aber schlecht umsetzen.
Wenn ich mich motivieren könnte, bräuchte ich keine Belohnung, oder?

Gut gemeint, aber durchführbar? Fuer jemanden mit Depression? Obwohl, dieses 24 Std. Dings kam mir auch schon in den Sinn.
Und ich war wacher als je zuvor. Hat also nicht funktioniert. Der Körper geht dann an die Reserven. Ergebnis: Gewichtsabnahme bis zu zehn Kilo und man ist gereizt bis aufs Blut. Sicher, irgendwann will der Körper seinen Schlaf! Aber nicht zu der Zeit, die wir uns wünschen. Wenn alles so einfach wäre...

Aber die Ratschläge sind sehr lieb gemeint. Danke.


Ja, die Umsetzung ist der haken an der ganzen Sache . Im Endeffekt darfst du die Motivation nicht als Belohnung sehen .. ich belohne mich , zum Beispiel, mit einem Gewissen, dass ich heute etwas mehr ,als an anderen Tagen geschafft habe.

Ja, ich denke , es ist durchführbar. Selbst für jemanden, mit Depressionen.

Andere Menschen, die Verständnis mit sich bringen, mit einbeziehen wäre auch eine gute Lösung oder einmal mit einem Therapeuten reden .. damit hätte man auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen : Zum einen hat man professionelle Hilfe an seiner Seite, zum anderen hat man regelmäßige Termine, die man ( auch wenn es unendlich schwer fällt) wahrnehmen kann und aus den eigenen 4 Wänden kommt.

17.02.2016 05:49 • x 1 #11


J
Hallo KimberlyMarie und Kathi,

vielen Dank für eure Hilfe. Ich denke, ich brauche noch viel Zeit und werde in kleineren Schritten voran kommen.

Liebe Grüße

18.02.2016 22:56 • #12


aldia249
Hey levent und auch an die anderen,
Kann euch folgende 2 Bücher empfehlen, die mir sehr geholfen haben:

1. Stephan S. Ilardi - Depression ist heilbar

2. Matthias Wengenroth - das Leben annehmen

Liebe grüße und alles Gute! !

18.02.2016 23:03 • x 1 #13


J
Hallo zusammen,

könnt ihr mir bitte noch paar Ratschläge geben. Es sind nun schon mehrere Monate. Ich gehe auch zur Tagesklinik. Ich habe mir auch ein Buch über Depressionen gekauft.

Ich fühle mich ehlend, kraftlos, freudelos. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich verstehe, dass die Depression nicht auf einmal weg geht, aber ich brauche ein Weg zumindest.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Gruß

17.03.2016 21:55 • #14


J
Ich bin ja kein Arzt, aber kann es sein, dass das Prometazin (sedierendes Neuroleptikum) nicht das Richtige gegen deine Depressionen ist? Hast du es schon einmal mit einem reinen Antidepressivum versucht? Zum Beispiel Wellbutrin, das hilft mir recht gut. Es steigert den Antrieb und macht insgesamt bessere Laune. Ich würde an deiner Stelle mal mit einem Facharzt über deine Medikation sprechen - ob du nicht etwas Anderes oder etwas Zusätzliches nehmen solltest. Medikamente sind freilich nicht alles, aber das richtige Medi macht einen oft erst therapiefähig und hilft einem aus dem Gröbsten heraus.

18.03.2016 09:44 • x 1 #15


aldia249
Ich kann juwi nur zustimmen.
Da du ja aktuell in der Tagesklinik bist, würde ich vielleicht wirklich mal mit einem der Ärzte dort sprechen.
es macht ja auch keinen Sinn, dass du in der TK bist und das Gefühl hast, es bringt dich kein Stück weiter.
Vielleicht sollte wirklich die Medikation neu besprochen werden.
Mit den falschen Medis richtest vielleicht mehr Schaden an der Stimmung an.
Gute Besserung an dich

18.03.2016 10:16 • x 1 #16


KimberlyMarie
Zurzeit werde ich auch mit Promethazin behandelt . Ich kann dir nur aus meiner Sicht sagen - lass das Zeug am besten weg . Es macht nur müde und stellt dich ruhig. Das ist nicht Sinn der Sache . Bei mir hat es das alles nur noch schlimmer gemacht .

LG

11.04.2016 15:59 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

J
Mein erster Beitrag in diesem Thema ist circa sechs Monate her und es hat sich nichts geändert.

Wenn ich in 6 Monaten keine Veränderung herbeiführen konnte, dann werde ich es in weiteren 6 auch nicht schaffen.
Ich brauche unbedingt eine höhere Sertralin Dosis und zwar 100 mg. Zurzeit nehme ich nur 50 mg.
Ich war letzte Woche bei meiner Psychiaterin und sie war leider dagegen.

Wie kann ich sie überreden?

Insgesamt bin ich seit 1,5 Jahren nun in diesem vegetativen Zustand.

Habt ihr noch eine Idee? Was kann ich tun?

26.06.2016 08:17 • #18


Schlaflose
Die Dosis einfach selbst erhöhen und sehen, ob das hilft. Und dann natürlich auch den Arzt wechseln, denn bei einer höheren Dosis musst du ja mehr verschrieben bekommen.

26.06.2016 09:18 • x 1 #19


J
Mein nächster Termin ist am 1.8. und ich könnte selbstständig die Dosis schrittweise auf 100 mg erhöhen und darauf hoffen, dass bei meinem Termin die Dosis erhöht wird. Dann hätte ich es vorweg genommen.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob es unbedenklich ist.

Ich geh am besten nächste Woche mit meiner Schwester zu meiner Psychiaterin und versuche sie zu überreden. Vielleicht klappt es ja. Das ist ja kein Zustand bei mir.

26.06.2016 09:57 • #20


A


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