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JP88

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Hallo Zusammen,

ich leide unter extrem starken Sozialphobien, und irgendwie hilft kein Medikament was ich verschrieben bekommen habe

Als erstes hatten wir Risperidon ausprobiert, das half auch ein wenig, das war schon mal ein Anfang,
leider bekam ich starke Nebenwirkungen unteranderen das Restless-Legs-Syndrom,
also haben wir weitere Medikamente aus der Gruppe ausprobiert Seroquel, Olanzapin und Amisulprid, da fehlt noch eins, komm aber nicht mehr auf den Namen,
die letzten Medikamente haben alle nicht gewirkt,
im Gegenteil nach jeden Absetzen haben sich die Sozialphobien noch mal verstärkt.

Jetzt haben wir was anderes ausprobiert, bekomme jetzt Lyrika, das wirkt ganz anders und unterdrückt zumindest ein wenig die negativen Gedanken,
wie was denken die anderen gerade über mich,
aber die ich bezogenen Gedanken sind weiterhin in voller stärke da,
das Risperidon hat die Ich bezogenen Probleme eigentlich ganz gut unterdrück,
der selbst Hass ist deutlich zurück gegangen.

Mein Psychiater wollte erstmal das Lyrfika alleine ausprobieren, bevor er mit Kanonen weiter schießt,
ich gehe aber mittlerweile davon aus,
das ich mehrer Medikamente nehmen muss, zb. eine Mischung aus Risperidon und Lyrika vielleicht,
das Lyrika soll auch das Restless-Legs-Syndrom unterdrücken.

Aber mir fehlt gerade die Kraft noch mehr auszuprobieren, und dann funktioniert das wieder nicht,
ich kann einfach nicht mehr.

Hatte schon mal jemand so extreme Sozialphobien, und mit welchen Medikamenten Mix habt ihr das Problem in den Griff bekommen?

LG.JP88

21.01.2018 10:37 • 29.04.2019 #1


12 Antworten ↓


Tommy36


Hallo JP88,

die Frage ist wirklich nicht leicht zu beantworten. Ich habe bislang die Erfahrung gemacht, dass Medikamente (Psychiater) gegen soziale Ängste allein nicht ausreichen. Komme momentan ganz gut mit Sertralin klar. Zumindest verspüre ich mehr Antrieb und eine stimmungsaufhellende Wirkung. Durch eine ambulante Verhaltenstherapie konnte ich aber mehr Fortschritte erzielen, Gespräche/Analyse, Konfrontation mit meinen Ängsten, die ja ganz unterschiedlich ausfallen. Ich hab viele Jahre nur Medikamenten vertraut, mich aber trotzdem nicht aus dem Haus getraut. Mit der Therapie und unterstützender Medikamenteneinnahme schaffe ich mittlerweile Dinge, die damals undenkbar waren.

Hast du schonmal an Psychotherapie gedacht oder Erfahrungen damit?

21.01.2018 12:12 • x 1 #2


TomTomson

TomTomson


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Hör auf deine Genesung von Medikamenten abhängig zu machen, das ist der grösste Fehler den du machen kannst. Du kannst sie unterstützend verwenden. Aber zu erwarten dass du ein Medikament nimmst und dann alles in Ordnung ist, ist Wunschdenken und wird dich nur noch mehr in der Angst gefangen halten. Aus der Angst heraus gibt es nur einen Weg, dich aktiv mit der Angst befassen, sie analysieren, ergründen und konfrontieren. Du kannst genau so gut lernen alleine ohne Medikamente mit den negativen Gedanken klar zu kommen, dies ist eh viel gesünder und stärkt langanhaltend dein Selbstvertrauen.
Klar, wenns gar nicht geht muss man zu Medikamenten zur Unterstützung greifen aber eben nur zur Unterstützung, mit der Angst und deinen negativen Gedanken befassen musst du dich trotzdem. Und je länger du dich davon versteckst und es vor dir herschiebst, desto schlimmer wird es. Also warte nicht auf ein Wunder und arbeite daran, das ist der einzige Weg.

21.01.2018 12:29 • x 1 #3


JP88


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Ja habe eine Verhaltenstherapeutin, das Problem ich bin eigentlich nicht Therapiefähig,
die Therapeutin hat es mit mir echt nicht leicht,
mach jetzt bald noch eine Gruppen Therapie, aber ich muss diese starken Sozialphobien irgendwie erträglicher machen

Auf SSRI komm ich gar nicht klar, das ist bei mir wie ein Dämon der mich zerreißt,
der Körper will sich dann bewegen aber das Gehirn will das nicht,
ich werde wahnsinnig davon, denke es zerreißt mich.

Das SSRI auch helfen weiß ich, das Problem, ich habe schon alle ADs durch,
und komme mit dem Doxepin am besten klar, das Doxepin unterdrückt meine Depression zu 100%,
gut bin ziemlich Antriebslos, aber das ist okay,
besser als starke Depressionen.

Ist eigentlich nur eine Willenssache, wenn es mir Psychisch gut geht,
bin ich auch sehr aktiv,
nur belasten mich die Sozialphobien aktuell so extrem.

21.01.2018 12:30 • #4


ichwillheiraten


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Ich bin auch ein wenig verwundert darüber dass du ein Medikament suchst, das dir den Knopfdruck verspricht.

Ich hatte damals auch extreme soziale Phobien. Ich bin nur durch Konfrontation da raus gekommen. Immer kleine Schritte gegen und immer mehr steigern. Zudem habe ich Tagebücher geführt zu etlichen Themen.

21.01.2018 13:35 • x 1 #5


JP88


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Ich versuche die Situation mal zu erklären.

Aktuell ist es so das ich das Bild was ich ihm Spiegel sehe verabscheue, das bin nicht ich, das was ich da sehe ist einfach ein Haufen sch**ße,
das portiere ich nach draußen, ich denke alle sehen den Abschaum und hassen ihn genau so wie ich ihn hasse.

Aktuell ist die Sozialphobie auf einen Level was ich so niemals erwartet habe, leide schon Jahre unter Sozialphobien und kam damit eigentlich auch halbwegs klar,
aber das was ich gerade durchmachen muss ist extrem, und weit ganz ganz weit weg von starken Sozialphobien,
wenn die Medikamente das zumindest so weit lindern können, das ich nur noch unter starken Sozialphobien leiden würde,
wäre das ein Gewinn an Lebensqualität der gigantisch wäre.

Die Therapeutin ist mit so starken Sozialphobien auch überfordert, sie weiß gar nicht mehr wo sie ansetzen soll,
die Situation ist gerade so hart das du permanent an Suizid denkst.

Ich erhoffe mir von der Therapie auch das meiste, aber seit 3 Monaten bin ich in ganz schlimme Sozialphobien abgerutscht.

Hoffe ihr könnte das nachvollziehen, bin ja komplett bei euch und wäre auch euere Meinung wenn es nur starke Sozialphobien wären.

21.01.2018 13:56 • x 1 #6


mathi90

mathi90


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Ich hab auch schon seit Jahren mit einer Sozialen Phobie zu kämpfen, ich hab von meiner Psychiaterin letztes Jahr Escitalopram bekommen das bei mir auch ganz gut wirkt, aber wie einige hier schon geschrieben haben, Medikamente alleine sind keine Lösung sondern können nur eine Hilfestellung sein sie können dir einen Weg vorgeben aber gehen musst du ihn alleine. Vielleicht suchst du dir einen neue Therapeutin die sich mit SP besser auskennt, eine Gruppentherapie finde ich bei SP sehr sinnvoll.

21.01.2018 22:47 • #7


cupcake5566


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Hallo ,

ich hätte mal eine Frage an dich, leide auch an starker Sozial Phobie und Depression. Bin momentan dabei mir eine neue Neurologin zu suchen und einen Therapie Platz da ich umgezogen bin. Darf ich Fragen was du arbeitest? Bei mir ist es nämlich so das ich an Arbeiten gar nicht denken kann da ich auch sehr schlechte Erfahrungen in der Arbeitswelt gemacht habe und mir das große Probleme bereitet. Bekomme momentan auch noch keinerlei finanzielle Unterstützung da ich nicht weiß was mir da zusteht, oder woran ich mich wenden kann Wie ist das bei dir so?

01.03.2018 02:10 • #8


Jan_

Jan_


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Zitat von JP88:
Aktuell ist es so das ich das Bild was ich ihm Spiegel sehe verabscheue, das bin nicht ich, das was ich da sehe ist einfach ein Haufen sch**ße,
das portiere ich nach draußen, ich denke alle sehen den Abschaum und hassen ihn genau so wie ich ihn hasse.


Da würde ich ja fast sagen dass die soziale Phobie nicht das ursächliche Problem ist?
Beziehungsweise ja nicht die soziale Phobie an sich der Ansatzpunkt zum Behandeln ist, sondern dein Selbstwert, deine Selbstwahrnehmung, deine Grundannahmen.
Die soziale Phobie folgt ja (mindestens teilweise) daraus, oder wird Poten..

Warum verabscheust du dich? Warum glaubst du du wärst nichts wert?
Weil du 'nichts leistest'? Nicht alles perfekt machst? Nicht perfekt bist?

02.03.2018 17:34 • x 1 #9


Jan-Felix


hallo
also das Medikament das bei Sozialer Phobie am besten hilft ? Alprazolam , sprich Xanax.
Kannst ja mal googeln , gerade das Thema Sucht ist bei diesem Medikament das größte Problem.
Lg

02.03.2018 19:41 • #10


Jassiiie30

Jassiiie30


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Also ich nehmen jetzt seit einer Woche Xanax ne halbe Tablette und jeden Morgen eine propranolol und ich hab auch schon sämtliche Medikamente ausprobiert leide auch an soziale Phobie und mittlerweile ist es so schlimm geworden das ich sogar letztens beim Zahnartzt ne Panik Attacke bekommen hatte jetzt nehm ich die Tabletten seit einer Woche hatte heute wieder nen Zahnarzt Termin ich fühlte wie die Panik Attacke kommen wollte also dieses anfangen Unwohlsein dieses gedankenkarusell doch wie ein Wunder konnten die Symptome nicht durchkommen also starkes Herzklopfen zittern ! Ich nehm sie jetzt mal weiter und werde mehr in Situationen hineingehen wo ich richtige Panik bekomme nur um zu testen ich werde es dann hier berichten! Liebe Grüße aus Belgien

Jassiiie

06.03.2018 22:16 • #11


stern80


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Medikament bei sozialer Phobie u Trennung

Hallo,

ich bin schon seit Jahren immer wieder mal in Therapeutischer Behandlung und war auch schon mehrmals in medikamentöser Behandlung. Ich habe mit Sicherheit eine soziale Phobie, leide unter all den allgemein bekannten Symptomen, habe so gut wie keine Freunde und schwitze Blut und Wasser wenn ich mit jemandem rede, besonders in einer Gruppe. Oft bekomme ich kein gescheites Wort heraus und haben Blackouts.
Dies wurde aber nie wirklich behandelt. Ich bin so ein wenig allein gelassen damit.

Außerdem tue ich mich sehr sehr schwer mit der Verarbeitung von Veränderungen im Leben. Derzeit mache ich eine für mich furchtbare Trennung von meinem Ex durch und bin nervlich total am Boden, körperlich bin ich nur am Zittern und mir geht es richtig richtig schlecht.

Ich denke mir würde ein Medikament helfen das mich allgemein im Alltag stärker macht, eins das mich nicht alles so schwarz sehen lässt und mir hilft diese Dinge besser zu verarbeiten. Ich will nicht wegen allem gleich am Boden zerstört sein. Ich möchte besser damit klar kommen das sich das Leben nun mal immer wieder verändert, für mich jedes Mal eine Katastrophe...

Mir wurde mal Sertralin empfohlen, leider hatte ich damit die ersten paar Tage Schwindel und mein Arzt tauschte es gegen das nächste aus und gegen das nächste usw. Wir haben keins gefunden das mir was gebracht habe. Ich glaube heute das der Arzt da einfach falsch ran gegangen ist...

Hat jemand eine Idee?

29.04.2019 23:14 • #12


Rico23

Rico23


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Hallo, ich leide auch sehr unter einer sozialen Phobie wie auch mit PanikAttacken Depressionen usw. Das volle Programm leider. Dein Arzt ist da sehr wohl falsch ran gegangen, weil es völlig normal ist das man die ersten 1-2 Wochen Nebenwirkungen hat die sich dannach wieder meistens legen. Du hättest n Medikament ich schätze anti depressiva mindestens 4-6 Wochen einnehmen sollen und gucken ob es dann besser wird. Mein Tipp Wechsel den Arzt und probier ein Medikament über einen längeren Zeitraum aus und guck wie es dann dir geht. Bei Sozialphobie sind Citalopram und Sertralin ganz gut. Nehme gerade sertralin die ersten 3 tage nur Nebenwirkungen dann haben sie sich gelegt. Nehme es seit fast 3 Wochen und es wird langsam besser. Guck welches du gut verträgst wobei es wie gesagt normal ist bei den meisten das man in der einschöeichphase paar Nebenwirkungen hat. Lg Rico.

29.04.2019 23:25 • #13



Dr. Reinhard Pichler


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