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Ich fange mal ganz von Anfang an.
Also ich bin ende der 70´er geboren. War ein Unfall und daher bin ich mit 3 Jahren bei meinen Großeltern gelandet. Mutter hatte sich nach Bayern verkrümelt und Vater, naja, bei seinen Eltern konnte er halt immer noch so leben als wenn er 18 ist damals.
Ich bin im Schatten meines Vaters aufgewachsen da er ein Schläger in unserer Stadt war. Wie der Vater so der Sohn hieß es immer. Also war egal was passiert war oder wer es war. Bei uns wurde geklingelt.
Das ging sogar soweit das ein Schulfreund aus der 2. Klasse damals einem Mädchen in den Bauch geschlagen hatte und ich ein paar meter daneben stand. Alle hatten gesagt das Ich das war und nicht der andere. Und damals habe ich 30 Schläge mit dem Gürtel bekommen von meinem Opa. Mit dem Kommentar während er zugeschlagen hat:"Du wirst nicht wie dein Vater!".
Alle Beteuerungen hatten nichts genutzt.
Die Lehrerin hatte mich im 2. Schuljahr in den Haaren gezogen und mir eine geknallt. Darauf hin hatte mein verstorbener Opa sie auch in den Haaren gezogen. Ab da war sie nett zu mir.
Er starb dann und meine Noten wurden schlechter, hab keine Hausaufgaben mehr gemacht. Und meine Lehrerin verfrachtete mich an einem Normalen Tisch. Also kein Tisch wo ein Drittklässler sitzen sollte und egal was war sie piesackte mich ewig.
Danach wurde ich auf die Gesamtschule geschickt. Weil das ja so gut für mich wäre hieß es. Die erste Frage die mein neuer Klassen Lehrer stellte war das ich "SoUndSo" heiße. Ich sagte ja.
Konnte ja nicht wissen das diese Aussage mein Untergang war beschlossen hatte.
Ich kam dann mit 11 zu meiner Mutter. Am Anfang fand ich es ganz witzig nach der Schule zu kochen. Aber als sie dann immer dreister wurde und immer mehr verlangte (Flur wischen, Katzenklo säubern etc.) fing ich natürlich an Bockig zu werden.
Mein Lehrer gab mir immer schlechtere Noten und keiner meiner Klassen Kameraden konnten es verstehen. Es kam immer nur "Der hat dich auf dem Kicker!". Wusste aber nicht warum.
Eines Tages, mein Onkel hatte Geburtstag habe ich es dann erfahren.
Zwei meiner Tanten waren vor Jahren bei ihm in der Klasse und hatten dem Geld geklaut und ihn ewig zum Heulen gebracht. Na klasse, dachte ich mir. Der nächste sch. wegen deiner Familie.
Habe dann angefangen nicht mehr zur Schule zu gehen.
Wir sind dann in die Nachbarstadt umgezogen und ab dem Punkt hatte meine Mutter Narrenfreiheit. Niemand mehr da der ihr sagt was SIE für ihr Kind machen muss.
An meinem 14 Geburtstag sagte Sie zu mir: "Wenn du essen willst geh arbeiten!". Nun war es damals so das sie als Alleinstehende Frau etwa 2200DM verdient hatte. Netto!
Für damalige Zeiten echt nicht übel.
Irgendwann kam ich nach Hause und sie hatte Elektrische Zahnbürsten gekauft. Nicht für mich. Für sich und ihren Freund. Ich hatte seit 2 Jahren keine Hose, Tshirt oder sonstwas bekommen und bin darauf zusammen gebrochen.
Saß Nachts auf der Couch und hab ne Volle Panik Attacke bekommen.
Mit voller Hyperventilation und allem was dazu gehört. Zum Glück war ich damals beim Jugend Rot Kreuz und als ich die Plastiktüte zum Mund führte fühlte die sich schon wie ein Pelz in meinen Händen an.
Während andere auf Partys gingen und Mädchen kennen lernten machte ich mir jeden Tag Gedanken drüber was ich Morgen esse. Es war keine schöne Zeit...
Die Jahre verstrichen und es wurde immer schlimmer. Ich bin dann mit 19 ausgezogen und in ein neuer Pfad des Lebens begann für mich. Früher ging einfach nicht, des Geldes wegen. Eine Ausbildung hatte ich nicht. Niemand der mich unterstützte...etc...Die Liste ist lang.
Mit 20 Traf ich dann eine Frau. Durch die ich dann die Kraft gefunden hatte eine Ausbildung zu machen. Sie Akzeptierte meine "Ich bin ein Einzelgänger" Einstellung und wir kamen ganz gut klar.
2003 wurde sie dann Schwanger weil wir es so wollten. Ich hatte nen festen Job der mehr als gut bezahlt wurde. Ich hatte mich auch nie beschwert das obwohl ich so immens gut verdiente nie Geld da war. Konnte damals nicht wissen das ihre Eltern nen Sparklub beklaut hatten und ich mit meinem Lohn denen ihre Schulden bezahle.
Mein Sohn wurde älter und 2006 bin ich dann nach einem Riesenstreit ausgezogen.
Das Fazit war das sie einen leichten blauen Fleck am Auge hatte und bei den Grünen angegeben hatte das ich ihr 10mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe und während sie auf dem Boden lag ich noch etwa 10-20 mal reingetreten habe. Die Polizistin die das aufgenommen hatte sagte bei meiner aussage:"Also nach diesen Angaben hätte Ihre Lebensgefährtin ganz anders aussehen müssen.".
Nicht falsch verstehen, ich heiße das nun nicht gut. Aber was reicht das reicht und da hätte sie nicht so ungläubig übertreiben müssen. Einfach mal die Wahrheit....das wär´s
Wie das leben nun einmal so spielt habe ich etwa 6 Monate später eine neue Frau kennen gelernt.
Der Sex war Phänomenal und alles, aber auch echt wirklich alles stimmte. Sie hat mich abgöttisch geliebt.
Als meine Ex das dann mitbekommen hat hieß es:"Entweder dein Sohn oder sie!". Also wofür habe ich mich entschieden?
Meinen Sohn.
Jetzt sagte meine Neue zu mir das sie nen Kind von mir haben will. Zur Erinnerung an uns Zwei. Ohne Verpflichtung.
Wer´s glaubt...
Ich Depp habe ihr damals geglaubt.
Der kleine kam dann im 6. Monat mit 6oo Gramm zur Welt. Ich wär beinahe selbst gestorben als ich ihn im Inkubator sah.
Ich bin ab da fast jeden Tag zu Ihr ins Krankenhaus, dann zu Ihr (hab die Katze gefüttert), dann meistens noch einmal ins Krankenhaus und dann wieder zurück zu mir. Wo im übrigen ihr Hund war der auch noch raus musste.
Alles in allem bin ich fast jeden Tag 38Km mit dem Rad gefahren.
Und wofür? Das ich Nichts habe!
GAR NICHTS!
Ich darf weder meinen Jüngsten noch meinen Ältesten sehen. Meine Vorherige Ex hat natürlich alles raus bekommen und mir wegen "Rumh." den Umgang mit meinem Erstgeborenen verboten.
Und meine neue Freundin fing auch auf einmal ein Leben ohne mich an. Ich habe geheult und gebettelt. Nichts hat geholfen.
Ich habe damals angefangen Extrem zu saufen. Eine Kiste am Tag war gar nix.
Davon bin ich nun schon seit 2 Jahren runter. Aber die Gedanken drehen sich immer noch um meine Kinder.
Die Paniktüte (Seitdem ich 15 habe ich immer eine Plastiktüte dabei im falle einer Hyperventilation) habe ich immer mit. Das war alles vorbei bis ich mal wieder verarscht wurde.
Ich habe letztes Jahr eine Weiterbildung zum Elektriker gemacht. Aber auch auf der Arbeit muss ich immer daran denken das ich nun alleine bin und es auch wohl bleiben werde.
Ich kann einfach kein Vertrauen mehr aufbauen. Auch nicht zu Bekannten. Habe immer das Gefühl das die mich hintergehen. Und deshalb bin ich alleine.
Auch wenn es nun keiner liest oder es gelöscht wird. es tat gut das mal auf zu schreiben....

04.04.2013 03:25 • 04.04.2013 #1


4 Antworten ↓


Dubist
Deine Geschichte ist ne sagen wir mal Story, wo ein Mensch einfach schon am Anfang schlechte karten in die Hand gedrückt bekommt.
Aber irgendwas läßt mich Hoffnung spüren bei deinem schreiben.
Du hast eine WEiterbidlung gemacht, das ist doch schonmal viel mit der Story!
zahlst du denn unterhalt, machst du antiagressionstherapie?
Wenn du dich posetiv veränderst, dann sehen das auch andere.
Ganz bestimmt.
ein guter name ist natürlich was ganz anderes, wie wenn man heißt wie der schlimmste schwerverbrecher.
und so hast du eben ganz schlechten start gehabt.
Aber icfh glaube es gibt auch noch bei dir Hoffnung.
Aber Frauen schlagen das geht gar nicht, hoff du weißt das.
denn dann ist auch kein wunder, wenn man kids nicht sehen darf.
Aber mach ne Therapie, veränder dich, dann darfst auch wieder deine kinder sehen und zahl den unterhalt, den den kindern zusteht.
kümmer dich um dich und auch dann um andere,
wenn menschen sehen das du dich veränderst wirst nicht alleine bleiben-
Dubist

04.04.2013 12:24 • #2



Durch schwere Kindheit Probleme im Leben

x 3


Wieder eine schlimme Lebensgeschichte. Ich frage mich immer wieder, warum Eltern ihren Kindern so einen schlechten Start geben.

Fakt ist aber, dass Du als (hoffentlich eingetragener?) Vater ein RECHT hast, Deine Kinder zu sehen. Notfalls wird das durch das Jugendamt durchgesetzt. Deinen Zeilen entnehme ich, dass Du ein Kämpfer bist. Deshalb solltest Du anfangen, um Deine Kinder zu kämpfen. Bald, sehr bald sogar, denn desto jünger die Kinder sind, umso schneller vergessen sie leider auch. Wenn Du Deine Kinder sehen darfst, schöpfst Du neuen Mut. Vertrauen wieder aufbauen zu können, ist natürlich auch wichtig, aber ein langer Weg.

Alles Gute für Dich!

04.04.2013 14:39 • #3


Dubist
auch kinder brauchen ihren Papa und wenn der papa hilfe brauchzt, dann soll er eben Therapie machen um seine Kinder sehen zu können.
Ich wollte dir sagen, es geht hier nicht um schuld, im falle wenn du auch fehler gemacht hast.
Dubist wertvoll, ein Kämpfer, hast es gewagt hier die Wahrheit niederzuschreiben.
Egal was andere denken.
Du bist auch ein Mensch der soviel durchgemacht hat. das es an ein Wunder grenzt, das du noch arbeiten gehen kannst.
Nun ist der nächste kampf kontakt zu den Kindern zu bekommen.
Ein vater zu sein, das kann man lernen, ist ncht leic ht, wenn man selber keinen vater hatte.
Aber du hast die wahl, du kannst es mal besser machen.
Du denkst, da ist keine aussicht.
oh doch, wenn du dich an die auflagen hälst, wenn du Therapie machst und man merkt du tust alles, damit es deinen Kindern gut geht, willst ihnen zeigen was Vaterliebe ist und tust Alles dafür,
dcnan wird man dir auch die kinder wieder näherbringten-und vielleicht wer weiß steht dann eines tage eine versöhnung ins haus mit der mutter des kindes.
Oder zumindest ein neuer ehrlicheer und guter umgang.
das wünsch ich dir.
duibst

04.04.2013 14:58 • #4


Echt schlimm, deine Geschichte. Kann mich nur den Worten meiner Vorgänger anschließen und wünsche dir alles Gute bei deinem Weg.

04.04.2013 17:20 • #5




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