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Hallo,

sagt mal Bitte, bin ich in einer Klinik für Psychosomatik richtig mit einer Diagnostizierten generalisierten Angsterkrankung? wie sind eure Erfahrungen? Und kann man es auch ohne Antidepressiva schaffen wieder angstfrei zu Leben.
Habe zur Zeit eine Art Dauerangst verbunden mit Übelkeit,Durchfall,Verspannungen und schwere Beine., Bin jetzt schon seit Januar krankgeschrieben und mache mir langsam richtig Sorgen das dieser Zustand nie wieder weggeht.


freue mich auf viele Antworten

LG Stevi

19.04.2017 16:49 • 24.04.2017 #1


17 Antworten ↓


Hallo,

Ich habe zwar keine diagnostizierte Angststörung aber diagnostizierte Erschöpfungsdepression in Verbindung mit innerer Unruhe, PA und Angst. Ich selbst nehme keine AD, obwohl der Neurologe sie mir empfohlen hat. Ich habe sie liegen, brauche sie aber soweit nicht. Den Weg schaffe ich auch alleine, zumindest ist das der Plan.

Was hast du den seit Januar für dich getan? Die AU ist ja dafür da, dass man für sich etwas ändert oder in Angriff nimmt. Therapie, Ausgleich schaffen etc.?

Ich habe für mich die Homöopathie als Unterstützung gewählt und bis vor kurzem Neurexan und Magnesium genommen. Die Ängste werden langsam besser und die Unruhe ebenfalls. Geholfen hat mir dabei die Natur und der Wille, dass es eben so nicht bleiben kann. Habe eine Therapie angefangen und gehe zum Joga.

19.04.2017 17:58 • #2



Psychosomatische Klinik bei Angsterkrankung

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Hallo Dreschi,

ja also ich habe seit Januar schon einiges für mich getan, habe mir ein Ergometer zugelegt auf dem ich mich fast jeden Tag 30 min trainiere. Habe meine Ernährung umgestellt und nehme seit ca. 6 Wochen Lasea, Neurexan, Magnesium und Omega 3. Hilft aber alles nicht wirklich, Leider.
Schon morgens im Bett geht es los mit mein Ängsten, tendenziell wird es dann ab 18 Uhr etwas besser.

LG Stevi

19.04.2017 18:13 • #3


Hast du schon an Therapie gedacht oder geschaut, ob du einen Platz bekommen kannst? Ggf ja auch stationär, wenn das was für dich sein sollte. Denke, dass man grundsätzlich auch trotz seinen Ängsten raus gehen sollte und den Schweinehund besiegen, der sagt "zu hause auf dem Sofa ist super". Das was du beschrieben hast sind dich schon gute Schritte. Meine Therapeutin meinte, dass es eben einfach so lange dauert wie es dauert. Finde ich auch äußert unbefriedigend. Bin sehr ungeduldig, auch mit mir selbst leider.

Mein Hausarzt sagte zu den Medis, dass sie dir auch nur einen Teil des Weges helfen. Den Rest musst du trotzdem alleine machen. Wenn einige Menschen Medis brauchen um überhaupt in Therapie zu kommen und die ersten Schritte zu machen, okay. Aber für mich ist es nichts. Dann gehe ich lieber den vollständigen weg alleine, auch wenn es schwieriger ist oder länger dauert.

Wie schaut es mit entspannungübungen und sowas aus? Joga oder Atemkurse?

19.04.2017 18:40 • #4


ich Bekomme sehr bald ein Platz in einer Berliner Klinik, hoffe dann natürlich sehr auf Besserung. Mit den Medikamenten sehe ich ähnlich wie dein Hausarzt, es muss auch ohne gehen.Nur zur Zeit fällt mir eigentlich alles schwer, aber ich zwinge mich einfach, muss ja auch ,mein kleinen Sohn versorgen und zur Kita bringen. Entspannungsübungen kenne ich noch von meiner Bandscheiben Reha, das müsste ich wieder Auffrischen.
Hoffentlich. gibt es noch ein Leben nach der Angst...

19.04.2017 18:59 • #5


Das gibt es bestimmt, nur der Weg dahin is anstrengend und ätzend

Versuch mal bei YouTube ein paar Videos in Richtung progressive Muskelentspannung oder autogenes Training. Mir helfen einige von denen ganz gut, wenn die Unruhe mal wieder zu viel wird.

Freut mich, dass dein Sohn dein Leben am laufen hält

19.04.2017 19:07 • #6


Perle
Hallo Stevi,

Du hast Dir sicher Gedanken darüber gemacht wie es überhaupt zur GAS kommen konnte. Was sind denn Deiner Meinung nach die Gründe bzw. Auslöser dafür?

LG, Perle

19.04.2017 19:14 • #7


Zitat von Perle:
Hallo Stevi,

Du hast Dir sicher Gedanken darüber gemacht wie es überhaupt zur GAS kommen konnte. Was sind denn Deiner Meinung nach die Gründe bzw. Auslöser dafür?

LG, Perle


Hallo Perle,

ich habe mir darüber sehr viele Gedanken gemacht, ein großer Auslöser der Ängste ist der Krebs Tod meiner lieben Eltern und meines Bruders. Alle sind innerhalb von vier Jahren gegangen. Habe das nicht verarbeitet und selbst Krankheitsängste entwickelt.

LG Stevi

19.04.2017 19:20 • #8


Perle
Das tut mir sehr leid. Meine Ängste sind damals auch massiv durch Verluste unterschiedlicher Art entstanden. Mir haben meine Aufenthalte in einer Psychosomatischen Klinik gut geholfen. Ich würde Dir aber dennoch raten, parallel schon mal nach einer ambulanten Therapie Ausschau zu halten, die Wartezeiten sind mitunter sehr lang.

LG, Perle

19.04.2017 19:27 • #9


Zitat von Perle:
Das tut mir sehr leid. Meine Ängste sind damals auch massiv durch Verluste unterschiedlicher Art entstanden. Mir haben meine Aufenthalte in einer Psychosomatischen Klinik gut geholfen. Ich würde Dir aber dennoch raten, parallel schon mal nach einer ambulanten Therapie Ausschau zu halten, die Wartezeiten sind mitunter sehr lang.

LG, Perle



vielen Dank, dann werde ich mich die nächsten Tagel auf die Suche begeben.
hast du eine Ahnung welche Therapie das sein könnte?

LG

19.04.2017 19:32 • #10


Perle
Ich habe sowohl eine Verhaltenstherapie gemacht als auch tiefenpsychologische Psychotherapie. Ich könnte mir vorstellen, dass die Verhaltenstherapie ein erster Ansatz für Dich sein könnte.

19.04.2017 19:41 • #11


lässt sich das kombinieren? denke ich benötige auch beides.

19.04.2017 19:44 • #12


Perle
Das würde den Menschen vermutlich überfordern aber das ist meine eigene Meinung. Mir ist zumindest nicht bekannt, dass es eine anerkannte Therapiekombination gäbe.

19.04.2017 19:51 • #13


Zitat von Perle:
Das würde den Menschen vermutlich überfordern aber das ist meine eigene Meinung. Mir ist zumindest nicht bekannt, dass es eine anerkannte Therapiekombination gäbe.



OK, Danke sehr

19.04.2017 19:54 • #14


frodo911
Hallo Stevi, kann dir den Schritt in die Klinik zu gehen nur empfehlen. Ich war auch für 8 Wochen in einer psychosomatischen Tagesklinik (Berlin) und es hat mir wirklich geholfen. Schwierig ist natürlich die Zeit danach bzw. das Durchziehen des Erlernten im Alltag.

23.04.2017 07:44 • #15


Zitat von frodo911:
Hallo Stevi, kann dir den Schritt in die Klinik zu gehen nur empfehlen. Ich war auch für 8 Wochen in einer psychosomatischen Tagesklinik (Berlin) und es hat mir wirklich geholfen. Schwierig ist natürlich die Zeit danach bzw. das Durchziehen des Erlernten im Alltag.



Danke schön, heute ist es soweit, muss 6 Wochen stationär.... hoffe auf weniger Angst und Rückenschmerzen....

LG Stevi

24.04.2017 07:58 • #16


Zitat von Stevi_2000:
Hallo,

sagt mal Bitte, bin ich in einer Klinik für Psychosomatik richtig mit einer Diagnostizierten generalisierten Angsterkrankung? wie sind eure Erfahrungen? Und kann man es auch ohne Antidepressiva schaffen wieder angstfrei zu Leben.
Habe zur Zeit eine Art Dauerangst verbunden mit Übelkeit,Durchfall,Verspannungen und schwere Beine., Bin jetzt schon seit Januar krankgeschrieben und mache mir langsam richtig Sorgen das dieser Zustand nie wieder weggeht.


freue mich auf viele Antworten

LG Stevi


Ja kann man! Wichtig dabei nicht zu lange warten und eine Therapie bei den richtigen Ärzten beginnen, bedeutet nicht
zu einem Neurologen rennen weil die für Therapie keine Zeit haben in den Praxen und meist nur medikamentös
Behandeln, suche bei einem Facharzt für psychotherapeutische Medizin.

Dann so schnell wie möglich Therapie beginnen und den Willen aufbringen um sich darauf einzulassen, eigene
Initiativen und Vorstellungen einbringen, mal Anfragen ob man nach dem 12 Schritte Programm therapiert werden
kann, auch nach 12 Schritte Kliniken indem man eine Reha beginnt (teilweise 8 bis 16 Wochen)!

Selbsthilfegruppen besuchen und regelmäßiges teilnehmen (Beispiel EA Emotions Anonymous), und sich selber immer
und immer wieder sagen dass AD und Benzos bei Angst und Panikstörung nutzlos sind, im ersten Moment einer
schlimmen Panik erscheinen diese Pillen als einzige Lösung, glaube es mir dass es nicht so ist! Das eigene Verhalten
spiegelt sich wieder und man muss sich bewusst machen das immer neue Veränderung im Verhalten gute und schnelle
Erfolge bringt, dein eigenes Verhalten hat dir in der Vergangenheit diese Störung erschaffen.

Wenn es geht und möglich ist an einer Familienaufstellung teilnehmen, es gibt Angebote übers Wochenende mit
Unterbringung. Oder mal ganz raus aus dem Trott und ein Seminar (Woche oder Wochenende) in einem Kloster, meist
viele Manager die so etwas machen!

24.04.2017 08:17 • #17

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petrus57
Zitat von Stevi_2000:
Habe meine Ernährung umgestellt und nehme seit ca. 6 Wochen Lasea, Neurexan, Magnesium und Omega 3.


Es wäre schon wenn es so einfach wäre. Aber Sport ist schon mal ein guter Ansatz. Mir hat damals Citalopram sehr gut geholfen.

24.04.2017 08:25 • #18



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