Pfeil rechts

Bis jetzt bin ich ja immer schön brav arbeiten gegangen und hab die Zeit dort auch immer irgendwie rumgekriegt, trotz Panikattacken. Oft hab ich dran gedacht, mich krank schreiben zu lassen, aber nach feierabend bin ich dann doch immer stolz, es geschafft zu haben. also eigentlich wollt ich weiter arbeiten gehen u einmal die woche zur psychotherapie

aber nen therapeuten zu finden, ist ja wahnsinnig schwer. mit ner wartezeit von paar monaten käm ich ja klar aber alle die ich bisher anrief, nehmen nicht mal neue patienten. ich hab aber auch kein bock mehr,mir das täglich anzutun. deshalb überleg ich, mal bei so ner tagesklinik anzufragen.

jetzt meine frage: wie habt ihr das eurem arbeitgeber verklickert? man ruft ja kaum morgens an, sagt dass man krank ist u schickt dann krankenschein einfach mal für 8 wochen, oder? aber wenn man vorher mit dem chef redet dass man mal 2 monate weg is, ist es ja auch blöd, ihm nicht zu sagen, warum. aber eigentlich will ich das nicht sagen. kann ich auch lügen u was von ner körperlichen krankheit erzählen? eigentlich gehts ja meinen chef nix an oder?

22.08.2012 20:36 • 27.06.2014 #1


13 Antworten ↓


Hallo Nadeschda,

ich rate Dir zur Offenheit. Führe ein offenes Gespräch mit Deinem Chef und erklär ihm Deine Lage. Sag ihm das Dir die Arbeit Spass macht und es Dir wichtig ist dafür auch zu 100% fit zu sein.

Ich bin auf meiner Arbeit damals auch offen damit umgegangen, dann kommt es auch nicht zu missverständnissen wenn Du mal krankgeschrieben bist.

Ich kenne Deinen Chef ja nicht. Meiner war halt sehr verständnisvoll. Hat mich natürlich auch zum Amtsarzt geschickt, aber das ist ja auch kein Weltuntergang und legitim bei längeren Ausfallzeiten.

Gruß fenn

22.08.2012 21:53 • #2



Klinik- was sagt ihr dem Arbeitgeber?

x 3


Ich plane nicht in eine Klinik zu gehen, aber in meiner Firma bin ich offen mit meinem Panikproblem umgegangen... Jeder hat doch irgendwas .. bei uns: Neurodermities, Burn Out, Allergien, Herzanfall, Schwangerschaft und sogar Krebs ... Da fällt mein PA-Problem kaum sonderlich auf.

22.08.2012 22:35 • #3


Hallo Gina,

mußt doch aber zugeben das man sich damit besser fühlt,oder

Dann können die Kollegen auch anders damit umgehen wenn es einen mit ner PA erwischt. Mir hat das ein wenig mehr Sicherheit gegeben wenn man mal davon absieht das ich im Gefängnis gearbeitet habe als Aufseherin. Das sind Angstattacken nicht angebracht.

22.08.2012 23:47 • #4


Meinem Chef würde ich es sofort anvertrauen (seine Frau war auch monatelang in einer psychosomatischen Klinik). Aber meinen Kollegen: ne - auf keinen Fall - das wäre sehr unklug. Die wissen zwar, dass ich mich wegen Krankheiten ab und zu im Internet schlau mache, es kamen schon abfällige Bemerkungen. Traurig, wenn man mit Menschen den ganzen Tag verbringt und kann nicht offen reden. Ich bin schon froh, wenn die mein Guten Morgen erwidern.

22.08.2012 23:52 • #5


Hallo Lena,

in meinem Kollegenkreis kamen auch blöde Bemerkungen, kleine Spitzen mal hier mal da, hab denen nie was getan, war immer ne nette Kollegin die auch für andere schon eingesprungen ist.

Irgendwann ist mir mal der Kragen geplatzt und ich habe einem Koll. ganz deutlich gesagt das er mit meinem Leben garantiert nicht tauschen möchte und ich ihm wünsche das er niemals erfährt was es heißt mit permanenten Ängsten zu leben und immer einen Balanceakt zu vollführen.

Seitdem war Ruhe, zumindest vornerum.

Hintenrum wird eh immer getratscht

Und ganz ehrlich ? Das Leben einiger vieler Leute hier ist schwer genug, da sch..... ich drauf was andere denken.

22.08.2012 23:59 • #6


Hallo fennek, deine Einstellung ist schon richtig. Aber ich wünsche mir, von allen gemocht oder wenigstens akzeptiert zu werden. Wahrscheinlich trägt dies auch noch zu meiner Angsterkrankung mit bei. Manchmal hab ich schon morgens Herzrasen, wenn ich in die Firma muss.

23.08.2012 00:06 • #7


Ja Lena das hatte ich damals auch und ich muß gestehen ja heute auch selber noch manchmal. Aber man kann nun mal nicht allen Menschen gefallen, ich meine : Du bist doch schließlich wer. Deine Werte und Ideale sind doch nicht weniger wert als die von anderen.

Ich habe mir das damals in der Klinik abgewöhnt immer zu hinterfragen wie ich wohl auf andere wirke. Ich bin ich, ein wenig crazy manchmal aber trotzdem o.k.

Und lieber komme ich mit weniger Leuten klar aber die mögen mich wenigstens so wie ich bin und katalogisieren mich nicht nach meiner "Krankheit".

23.08.2012 00:15 • #8


danke für eure antworten.

@ fennek: naja, ich ahb ne direkte chefin. die is vorne rum immer sehr nett aber hinten rum redet sie auch mal schlecht über kollegen. also auch nicht sehr kompetent als führungskraft. hätte die überhaupt ne schweigepflicht? dann der chef der über ihr ist, ist sehr nett. hat auch für uns immer ein offenes ohr. wenn, dann würd ich wohl gleich zu ihm gehen

@ gina: ja da hast du böllig recht. fände es auch schöner, damit offen umgehen zu können. aber meine kollegen sind eh so überkritisch, intolerant u lästermäuler, dass ich denen das nie erzählen würde. die haben was gegen ausländer, gleichgeschlechtlich, ökos u überhaupt. könnt ihr euch vorstellen wie das dann wird, sich als psycho zu outen

@ lena: na, du verstehst dann ja mein problem, von wegen arbeitskollegen...

23.08.2012 16:37 • #9


hallo, nadeschda
in was für einem Drecksladen bist du eigentlich gezwungen zu arbeiten? Klar, mit deinen
Sorgen kannst du dich unmöglich drum kümmern, was da sonst so alles im Argen ist.
Aber wenn ihr einen Betriebsrat habt, würde ich mich zunächst mal an diesen wenden und
fragen, was in deinem Betrieb an tariflichen Regelungen oder an Betriebsvereinbarungen zum Thema Langzeitkrankheit besteht. Ansonsten greift das Gesetzbuch. Und nach diesem
bist du nicht verpflichtet, genau zu sagen, was dir fehlt, dein Arbeitgeber muss nur wissen,
wie lange du vermutlich ausfällst und deine Krankmeldung rechtzeitig vorliegen haben.
Ich würde im Zweifel zum Chef persönlich gehen und sagen, dass ich ernsthaft erkrankt
bin, im Moment noch keine genaue Diagnose habe, deshalb auch noch nicht mehr dazu sagen kann und will, dass es mir aber auf jeden Fall sehr schlecht geht und ich für weitere
Untersuchungen auf unbestimmte Zeit ausfallen werde. Auf lange Sicht würde ich mich auch
fragen, ob dieser Arbeitsplatz der richtige für mich wäre, oder ob er womöglich mitt ein
Auslöser für meine Ängste ist. Was deine Kollegen angeht, und du in der Lage wärst, im
Zweifel zu kämpfen, so fange beim ersten blöden Kommentar ein Mobbing-Tagebuch, aber
vermutlich wäre es besser, in deinem Fall erst mal nur an dich selbst zu denken. Mit deinem Arzt könntest du besprechen, ob er dir mit einem Attest fürs Arbeitsamt unter
den genannten Umständen bestätigen könnte, dass eine Weiterbeschäftigung dort für
deinen Gesundheitszustand unzumutbar wäre. Wünsche dir viel Kraft und alles Gute

23.08.2012 20:01 • #10


Es ist immer richtiger, wenn man schon weiß das man länger ausfallen wird, dies so rechtzeitig wie möglich dem Chef mitzuteilen. Wieso und warum musst du nicht sagen, aber eine Erklärung sollte man schon abgeben. Wenn du in die Klinik gehst oder eine Kur beginnst, dann ist das ja der erste Schritt für dich. Ob und wie lange ein Chef eine Erkrankung mitmacht, hängt ja von mehreren Faktoren ab. Erstmal davon ob der Chef findet, dass du korrekt damit umgehst und rechtzeitig informierst, alles nachvollziehbar ist, du sonst ein wertvoller und leistungsfähiger Mitarbeiter bist und ob er davon ausgeht, ob du hinterher wieder voll einsetzbar bist. Wenn du nicht offen kommunizierst, macht es die Situation für dich nur schlimmer und wenn kein Verständnis für dich hat,ernenn du etwas sagst, dann kannst du davon ausgehen, dass er noch weniger Verständnis hat, wenn du nix sagst und einfach nicht mehr kommst.

23.08.2012 21:20 • #11


Schlaflose
Zitat von Prinzessin22580:
s ist immer richtiger, wenn man schon weiß das man länger ausfallen wird, dies so rechtzeitig wie möglich dem Chef mitzuteilen. Wieso und warum musst du nicht sagen, aber eine Erklärung sollte man schon abgeben


Es wird sich nicht vermeiden lassen, dem Arbeitgeber mitzuteilen, warum man ausfällt. Zumindest mal war es bei mir so, dass mit der Bewilligung der Reha Formblätter dabei waren, die man dem Arbeitgeber sofort vorzulegen hatte. Es wird ja immerhin für 6 Wochen Lohnfortzahlung anfallen, die man ja nur im Krankheitsfall bekommt. Dann musste man auch eine Bescheinigung aus der Klinik hinschicken, um zu beweisen, dass man die Reha tatsächlich angetreten hat. Ich bin allerdings im Öffentlichen Dienst, vielleicht ist es da anders.

Viele Grüße

24.08.2012 15:32 • #12


@ eddie: da hast du absolut recht, das is nicht mein traumjob u ich gehör da auch nicht hin. aber im moment brauch ich den job noch. ich lerne nebenbei meinen traumberuf auf ner privatschule. muß aber halt bis ich fertig bin, auch irgendwie geld verdienen u deshalb bin ich dort. hab auch schon in anderen firmen gearbeitet, aber in meinem aktuellen job verdien ich besser. was natürlich ein argument ist, weil ich auch die privatschule bezahlen muß. aber klar fühl ich mich auch oft schei., einen job machen zu müssen nur des geldes wegen. da fühlt man sich irgendwie so unfrei. andererseits denk ich mir, is ja nur ne begrenzte zeit u die muß ich halt irgendwie rumkriegen. aber hatte das auch schon in verdacht, dass mir der job auf die psyche schlägt. danke für deine lieben wünsche.
ach ja u die idee find ich gut, erstmal zu sagen ich hab noch keine diagnose.

@ prinzessin: stimmt, da hast du schon recht. lieber offen zu sein. sonst wirds wahrscheinlich echt komplizierter.

@ Schlaflose: aber ist reha nicht wieder was anderes als tagesklinik? okay, im öffentlichen dienst bin ich nicht. aber vllt sollt ich echt mal den betriebsrat fragen. haben die ne schweigepflicht?

24.08.2012 17:10 • #13


Hey ich möchte auch gerne über meine Lage schreiben,
ich habe jetzt seit 7 jahren angst und panikattacken. zum erstenmal sind sie 2007 aufgetreten. ich hoffe ich kann hier ehrlich und offen schreiben ohne kritik zu ernten , da mir das hier schon schwer genug fällt. ich bin von 3 kindern der älteste und auch der einzige der nicht von meinem stiefvater ist. heisst wir haben alle drei die gleiche mama nur ich einen anderen vater was mir meine geschwister auch als kinder oft zu spüren gegeben haben. sprüche wie ....das ist nur mein richtiger papa aber nicht deiner...waren an der tagesordnung. mein richtiger papa wollte nie was von mir wissen wobei die sehnsucht ihn kennenzulernen immer sehr gross war. da ich der älteste war musste ich auch immer gerade stehen wenn unruhen zwischen uns kindern waren, da ich ja der älteste bin habe ich nachzugeben etc...ich bin oft mit meinem stiefvater aneinander geraten, weil ich aber auch früh drauf geachtet habe wie geht er mit mir um und wie mit meinen geschwistern. ich kam mir schon benachteiligt vor. sogar meiner mama is das mal aufgefallen und sie sagte ihm...behandel ihn wie die anderen oder geh...dazu muss ich jetzt aber sagen...er ist ein guter mensch und auch ein guter vater. er hat mich seit mein 2 lebensjahr aufgezogen war auch ewige jahre mein fussballtrainer was auch oft schwierig war...

2007 ist dann mein richtiger vater an krebs gestorben was mich total geschockt hat weil er auch niemanden irgendetwas gesagt hat. ich habe mir immer die option offen gehalten ihn kennenzulernen. ich kann mich dran erinnern das er auch mal bei meiner mutter angefragt hatte ob ich ihn sehen mag und ich wollte nicht aus angst. ich habe leider auch vieles schlechtes gehört von meiner mutter was er ihr angetan haben soll...was da dran war weiss ich nicht. jetzt werd ich ihn nie kennenlernen und das tut immernoch weh.
gleichzeitig hat mich meine damalige freundin auch nach 2 jahren mit meinem fussballtrainer(nicht mein vater) betrogen, sie war betreuerin in unserer mannschaft und ich habe es nicht gemerkt. zu dem zeitpunkt war ich schon 20 jahre in dem verein und das war alles für mich. ohne eingebildet zu klingen war ich immer einer der besten in der mannschaft. ich war stürmer habe damals in der berlin auswahl gespielt hatte angebote von grossen bzw bekannten vereinen. mein vater sagt mir oft im nachhinein das ich doof war das ich mich nicht durchgebissen habe ich höre das an jeder ecke....ich konnte es nicht mehr hören. damals war meine ausbildung in düsseldorf und ich wurde extra zum spiel eingeflogen um zu spielen und sonntags wieder zurück.
durch die betrügerei meiner damaligen freundin habe ich meine freundin verloren, mein verein ( keine bindung mehr), und freunde( die obwohl sie es wussten nichts gesagt haben).
eine woche später hatte ich meine erste attacke und seitdem ist alles anders. ich arbeite seit 11 jahren in einem grossen unternehmen und bin sehr oft krank. ich merk gerade das ich keine kraft habe weiter zu schreiben bzw zu denken . ich werd an dieser stelle einfach später weitermachen ...

27.06.2014 09:26 • #14



x 4




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag


Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf