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Hi zusammen,

ich komme gerade das 3. mal aus der klinik. ich war 3x in 3 jahren in der klinik, jeweils für 3 monate. eine klinik war mist, die andere,in der ich 2x war ist eigendlich gut u es kommen leute aus dem ganzen land da hin,da gibts ne extra angst station.

ich hatte jeden tag expo und das programm war echt straff. in der klinik ging es gerade so. da habe ich gemacht, was sein musste und es ging mir dort recht gut.
kaum daheim kann ich wieder gar nix mehr.

die theorie sitzt,ich weiß wie es theoretisch geht und was ich machen muss, aber es geht nicht. bin seit nem monat wieder daheim,
ich zwinge mich 1x am tag raus, einkaufen oder spazieren,aber eben nur das und auch nur dann, wenn ich nen guten tag habe, in dem moment, wo ich mich sicher fühle.
aber es ist nicht so, dass ich immer,zu jeder uhrzeit raus kann.

zug hab ich in der klinik geübt,es war die hölle, und jetzt alleine schaffe ich es nicht, einfach in den schei. zug zu steigen.die angst ist zu groß.
ja ich werde nicht sterben,aber trotzdem hab ich todesangst.
ich lieg seit nem monat im bett rum, total isoliert und mache nix.

was soll ich noch tun?? nochmal ne andere klinik? in der klinik gehts ja, nur allein daheim nicht.
ich muss doch mal wieder arbeiten und leben,aber ich trau mich nicht, damit anzufangen... ich mache immer die gleichen kleinen übungen hier, blos nix mehr als sein muss...
liegts an meiner einstellung, dass ich nicht gesund werde, oder?
ich will die panik immernoch weg haben, ich will nicht damit leben lernen und das aushalten.
kaum kommt ein anflug, bin ich mich sofort am ablenken. ich gebs mir nicht dreckig...

ideen?? bin echt ratlos

18.03.2012 22:13 • 20.03.2012 #1


5 Antworten ↓


Hallo Mixi,

ich muss mich ebenfalls jeden Tag sehr überwinden, nach draußen zu gehen, sei es zur Arbeit oder sei es bspw. zu einem Spaziergang. Auch mein Aktionsradius hat sich leider ziemlich begrenzt und manchmal würde ich mich am liebsten vor allem verstecken. Aber ich will leben, ich will etwas erleben.... und daraus schöpfe ich meine Kraft, mich trotz Angst immer wieder aufzuraffen und immer wieder aufzustehen.

Was mir sehr hilft: ich nehme jeden Tag morgens einen halben Betablocker - die Angst bzw. die innerliche Erregung hat dadurch ziemlich abgenommen. Die Gedanken sind zwar dann dennoch da, aber die innere Unruhe ist nicht mehr so schlimm. Und so hangele ich mich von Tag zu Tag, kleine Minischritte, die mir dann Mut machen, einen größeren Schritt zu machen.

Würdest Du es damit vielleicht auch mal probieren wollen? Und was wäre denn ein erster Minischritt, den Du Dir zutrauen und vorstellen könntest?

Lieben Gruß, vielleicht können wir uns ja mal zusammen einen Schritt vornehmen?!
TinaLina

18.03.2012 23:34 • #2



3x Klinik, alles beim Alten

x 3


Hallo Mixi,haben die in der Klinik Dir nicht eine ambulante Hilfe empfohlen?Die gibts über die Diakonie und hilft Dir bei den täglichen Aufgaben.Sprich doch mal mit Deiner Thera od Hausarzt drüber evtl hilft auch die Krankenkasse.

19.03.2012 07:23 • #3


hi ihr zwei,

also ambulant hab ich gerade nix...die wartelisten sind ätzend lang... psychiater hab ich auch noch keinen.
momentan hab ich nur den hausarzt, der mir aufschreibt,was ich ihm sage...der hat auch keine ideen mehr und meinte, ich soll halt therapie machen. würd ich ja auch gern

kleine mini schritte mache ich jeden tag.aber immer die selben. ich gehe zur bank, in den Tbk und in den edeka.also eins davon mach ich jeden tag. das sind etwa 15 minuten in meinem ort mit dem rad. aber ich traue mich eben keinen tacken mehr.
einfach mal rumlaufen, mich verabreden, in ne bus oder zug hocken, never....

hier langweile ich mich zu tode und ärgere mich über mein nix tun. aber es ist wohl noch nicht sooo schlimm daheim allein, sonst würd ich ja mal was tun und kämpfen,
ich bevorzuge immernoch mein bett, allein mit dem tv, dafür ohne angst,
als raus zu gehen und panik zu haben. was unternehmen macht ja keinen spaß.es ist immer mit panik verbunden.
also weiß ich gerade nicht recht, wofür ich raus soll... um panik zu haben??

beta blocker weiß nicht...hab ich noch nix von gehört. ich brauch erstmal nen psychiater, der noch ideen hat. hab schon so viele medis ausprobiert. in der regel waren die nebenwirkungen zu groß...
bin nicht scharf drauf, aber ich muss weiter was ausprobieren. das ding ist, ich bekomm von neuen medis auch panik, bis ich weiß ob nebenwirkungen da sind oder nicht... aber die ersten stunden die erste woche, wenn ich s geschluckt habe sind furchtbar.... ich hasse medis,aber geht wohl nichtmehr ohne.....

aber nur zugedröhnt rumrennen??

19.03.2012 21:25 • #4


Das ist eben der Nachteil an der Klinik, das das ja immer ein geschützter Raum ohne Alltag ist. Vielleicht hilft dir ein Aufenthalt in einer Tagesklinik mehr. Da kannst du die Theorie auch in kleinen Schritten anwenden und wenn du dann im Anschluss ambulant weiter machst, dann stehst du nicht in allem alleine da. Ein Hausarzt der dir aufschreibt was du willst ist wirklich nur für den Notfall was, aber bietet Null Perspektive. Aber vielleicht kann er dir helfen einen Platz in einer Tagesklinik zu finden in deiner Nähe. Eine weitere stationäre Aufnahme wird dir vermutlich nur wieder in der zeit des Aufendhaltes helfen aber nicht dich begleiten auf dem weg selbstständig zurecht zu kommen. Auch wenn die Wartelisten bei Therapeuten und Psychatern lang ist, lass dich drauf setzten damit du weiter kommst.

19.03.2012 21:54 • #5


tja deine idee mit der tagesklinik ist gut. die hatte man in meiner klinik auch.
direkt im anschluss ans stationäre sollt ich dort tagesklinisch hin.gleisch am nächsten tag und das so lange, bis ich stabil bin.

haken: 20 min mit dem zug von mir entfernt. und das ist der kack. ich bin am 1. tag hingefahren,aber wie...2 züge zu spät,mit handy am ohr und todesangst... den ganzen tag in der klinik kam ich davon nicht runter. nach hause hab ich mich von meiner mutter fahren lassen und das wars dann. am nächsten tag bin ich nicht in den zug rein und am übernächsten wurde mein therapieplatz gestrichen, weils eben patienten da draußen gibt, die auch tatsächlich dort hin gehen
und das wars jetzt. ich kann absolut nicht zug fahren. ich hab da so nen horror vor. bus geht noch weniger und auto hab ich keins.näher gibts keine klinik. und so steh ich jetzt da....
ich hangel mich von tag zu tag..


ich hab in der klinik sogar (ohne es zu wollen) nen neuen freund gefunden. das könnte eine ganz große sache werden. er ist perfekt. aber er wohnt da, wo die klinik ist. also 20 min mit dem zug von mir.
er kommt nicht zu mir, weil er meine angst nicht unterstützen will (super) und ich komm nicht zu ihm.... und so schreiben wir nur den ganzen tag.
also nichtmal für ne neue liebe mit schmetterlingen und glücksgefühlen kann ich mich zu irgendwas überwinden. das ist doch echt zum knochen kotzen...
ich glaub ich funktionier nur in der klinik oder wenns mal um leben und tot geht

hilfeeee

20.03.2012 01:17 • #6





Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf