NamenlosX

Hallo @ all

Ich wollte mal wissen, ob jemand von euch gerade in einer Therapie ist oder sogar eine abgeschlossen hat.
Mich würd nur mal interessieren, was da einen so gefragt wird, oder generell was dort in der "Praxis" abgeht und
was machen die überhaupt für jemanden der an einer Phobie leidet. Danke schonmal, wenn jemand ein paar antworten weiß, wäre cool.

24.09.2002 23:11 • 07.10.2002 #1


9 Antworten ↓


Udo G.1


Hi Sabrina!Gut finde ich die Frage:was machen die ueberhaupt?Nicht viel,aus meiner Sicht,ausser Reden.Hab 2 Therapien gemacht,leider erfolglos.Suche z.Z. einen "Guten Therapeuten".LG Udo.

25.09.2002 00:17 • #2


L.


hallo sabrina,

ich moechte dich nicht nur mit udos meinung stehen lassen, die ist doch schon ein wenig demotivierend (was ich nachvollziehen kann, wenn man keinen erfolg hatte).

es gibt menschen, denen bringt diese therapie sehr viel und sie lernen mit ihren ängsten oder was immer sie auch haben, umzugehen oder sie haben das große glück, daß sie sie sogar loswerden.

in einer therapie ist es ratsam, die hosen runterzulassen, sonst kann man dir nicht helfen. du mußt ehrlich zu dir sein und ehrlich zu dem therapeuten. du entscheidest aber, was du erzählst und was nicht...soviel wie möglich ist gut. es wird versucht, einen weg zu finden, um den ängsten bzw. verdrängten gefühlen zu arbeiten oder aber auch versucht zu lernen mit den angsmachenden situationen umzugehen.

du solltest dir deshalb deinen therapeuten auch genau aussuchen. du kannst dir einen termin machen und wenn du dich nicht wohl fühlst, kannst dir dir einen anderen "ansehen" usw..ich glaub bis zu 3-5 verschiedene...

ich hoffe, das reicht erstmal für einen kurzen einblick.

viel glück

L.

25.09.2002 08:19 • #3


Udo G.1


:Du hast schon recht,wollte Sabrina auch nicht die Hoffnung nehmen,nur kann ich von mir persoenlich berichten,dass ich keinen Erfolg(serlebnisse)hatte.Schuld sind dann immer die Probanden,oder?Ich dachte auch,so viel wie moeglich aus meinem Leben zu erzaehlen waere das beste-ein Trugschluss.Man sollte sich den/die Therapeut(in) wirklich genau ansehen.Udo.

25.09.2002 14:47 • #4


L.


hallo udo,

ja. das ist tatsächlich sehr schwierig..ich hatte bisher auch noch nicht wirklich erfolg. ich kenne aber einige, die eben großen erfolg hatten. ich bin auch eher frustriert...schwierig, optimistisch zu bleiben...aber was ist die alternative? für mich gibts da keine wirkliche...also weiter....

dir viel glück
L.

25.09.2002 15:05 • #5


hans1


hi, eine frage, wie oft und wie lange geht ihr zur therapie und was tut ihr ausserhalb noch gegen eure probleme ?
hans

30.09.2002 00:32 • #6


L.


ich bin drei jahre einmal pro woche zur therapie gegangen und dann war sie vorbei....naja, weil die krankenkasse nur ein höchstmaß an stunden zahlt...außerhalb...ich versuche, die gerlernten dinge zu leben bzw. zu fühlen...schwer sehr schwer...
symptomatisch hat sich nicht aber auch gar nichts verändert (5 Jahre) wobei ich hier auch sagen muß. ich habe keine sozialphobie. ich habe einen reizmagen heftigster art. mir geht es eigentlich nie gut und dadurch fängt man auch an, leute und öffentliche orte zu meiden...

30.09.2002 12:08 • #7


andre2


hi,
ist man auch sozphob, wenn man alle symptome hat, aber nicht sich selbst die schuld attribuiert,
sondern glaubt, wegen äußerlichkeiten von allen ausgegrenzt zu werden: effekte als nur sekundär und "zufällig
identisch mit der "krankheit" namens SP.

andre.

30.09.2002 12:33 • #8


roberta


Hallo Andre! Wenn dem so wäre, wie du schreibst, würden meine Probleme auch nicht auf SP beruhen. Phasenweise sehe ich die Sache wohl ähnlich wie du, vielleicht ist es ja auch so, aber dann sehe ich doch auch Menschen, die trotz ihrer Äußerlichkeiten geschätzt u./o. geliebt werden. Das beruhigt, oder? Grüsse, Roberta

30.09.2002 18:50 • #9


andre2


ja, der einwand macht seinen stich.
allerdings beobachte ich dann bei mir eine, wie ich finde unpathologische zurueckhaltung in der begegnung mit anderen,
sprich: nicht mit der tuer ins haus fallen, von seinen eigenen projekten erzaehlen, als seien sie das wichtigste der welt, etc.
und genau dieses müssen die vom ausserlichen design her benachteiligten uebermaessig leisten, sich via innenwelt
interessant machen. anerkennung durch andere als selbstverständlich voraussetzen. ich tue das nicht, ohne dass
ich deshalb schon auf self-fulfilling-prophecies aus wäre. ich nähere mich zurückhaltend - wohl auch ohne sp-angst - und
werde zurückgewiesen. man hält einen solchen kommunikations- typus für schwach.
das macht einsam. denn so kann ich mich nicht mal sp nennen, würde auch da ausgeschlossen werden...

grus, andre

07.10.2002 12:12 • #10



Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf


Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag