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Hallo ihr lieben.

Hat hier jemand Erfahrung damit Tavor in einer Klinik zu entziehen ?
Wie ist der Ablauf ?
Wie stelle ich den Antrag und wie ist der Ablauf in der Klinik ?
Über antworten wäre ich sehr sehr dankbar.

02.02.2020 14:32 • 02.02.2020 x 1 #1


15 Antworten ↓


saga1978
Zitat von VanessaK:
Hallo ihr lieben. Hat hier jemand Erfahrung damit Tavor in einer Klinik zu entziehen ? Wie ist der Ablauf ? Wie stelle ich den Antrag und wie ist der Ablauf in der Klinik ? Über antworten wäre ich sehr sehr dankbar.



Hallo ich habe 2018 einen Entzug vom Diazepam gemacht. Bei mir lief leider einiges schief. Dein Arzt kann dir eine Einweisung mit Brief geben und du besorgst dir den Termin. Gut wäre auf jeden Fall wenn du danach eine stationäre Therapie machst
Lg

02.02.2020 16:30 • #2



Hallo VanessaK,

Erfahrungen im stationärem Entzug von Antidepressiva

x 3#3


Szegfue
Es gibt auch Suchtberatungsstellen, die dir helfen können. Zum Beispiel bei der Auswahl der Klinik und wie man einen Antrag stellt.

02.02.2020 16:43 • #3


Zitat von Szegfue:
Es gibt auch Suchtberatungsstellen, die dir helfen können. Zum Beispiel bei der Auswahl der Klinik und wie man einen Antrag stellt.


Wenn ich die nicht unbedingt brauche für einen Antrag würde ich gerne drauf verzichten.

02.02.2020 16:48 • #4


Zitat von saga1978:
Hallo ich habe 2018 einen Entzug vom Diazepam gemacht. Bei mir lief leider einiges schief. Dein Arzt kann dir eine Einweisung mit Brief geben und du besorgst dir den Termin. Gut wäre auf jeden Fall wenn du danach eine stationäre Therapie machstLg


Stimmt es eigentlich das mein ein ersatzmedikament bekommt ? Ich habe bei den Tavor Entzügen gelesen das sie stattdessen Diazepam bekommen.

02.02.2020 16:49 • #5


saga1978
Zitat von VanessaK:
Stimmt es eigentlich das mein ein ersatzmedikament bekommt ? Ich habe bei den Tavor Entzügen gelesen das sie stattdessen Diazepam bekommen.



Also das kann ich mir nicht vorstellen da es Benzodiazepine sind es sollte ausgeschlichen werden, denn wenn du da Diazepam bekomm würdest is ja die nächste Abhängigkeit da. Wie lange nimmst du es schon

02.02.2020 17:06 • x 1 #6


Orangia
Zitat von VanessaK:
Stimmt es eigentlich das mein ein ersatzmedikament bekommt ? Ich habe bei den Tavor Entzügen gelesen das sie stattdessen Diazepam bekommen.

Das wäre ja vom Regen in die Traufe.
Ich bekam Lyrica /Wirkstoff Pregabalin als Ersatz und fahre damit sehr gut.

02.02.2020 17:09 • x 2 #7


Flame
Ich habe in der Psychiatrie einen Tavorentzug gemacht und es wurde durch Diazepam ersetzt weil man Diazepam in Flüssigform verabreichen kann (also Tröpfchen für Tröpfchen reduzieren kann) und weil Diazepam länger braucht um sich im Körper abzubauen.

Es war nicht einfach dieser Entzug aber mir ging es eh sehr schlecht zu dieser Zeit,deswegen fiel das bei mir nicht so arg in´s Gewicht.
Ich bekomme wie @Orangia nun auch seit knapp 2,5 Jahren Lyrica,habe es aber leider nicht direkt im Anschluss an den Tavorentzug bekommen (habe vorher noch über 1 Jahr lang einige Abstürze in Richtung Angst und Depression hingelegt).

Ich würde auf jeden Fall dazu raten,nach dem Entzug (am besten schon währenddessen) auf ein anderes beruhigendes Medikament umzusteigen.
Die Rückfallgefahr ist sonst sehr hoch.

Falls die in der Klinik sich darauf nicht einlassen wollen,kann man das später mit dem Hauspsychiater besprechen.

02.02.2020 17:15 • x 2 #8


Zitat von Flame:
Ich habe in der Psychiatrie einen TAvorentzug gemacht und es wurde durch Diazepam ersetzt weil man Diazepam in Flüssigform verabreichen kann (also Tröpfchen für Tröpfchen reduzieren kann) und weil Diazepam länger braucht um sich im Körper abzubauen.Es war nicht einfach dieser Entzug aber mir ging es eh sehr schlecht zu dieser Zeit,deswegen fiel das bei mir nicht so arg in´s Gewicht.Ich bekomme wie @Orangia nun auch seit knapp 2,5 JAhren Lyrica,habe es aber leider nicht direkt im Anschluss an den Tavorentzug bekommen (habe vorher noch einige Abstürze in Richtung Angst und Depression hingelegt).Ich würde auf jeden Fall dazu raten,nach dem Entzug oder schon währenddessen auf ein anderes Medikament umzusteigen.Die Rückfallgefahr ist sonst sehr hoch.Falls die in der Klinik sich darauf nicht einlassen wollen,kann man das später mit dem Hauspsychiater besprechen.


Das Problem ist das ich eine Erkrankung an der Bauchspeicheldrüse habe. Und es kein Psychopharmaka gibt was nicht auf die Bauchspeicheldrüse schlägt. Deswegen erst habe ich Tavor genommen. Wie lange ging dein Aufenthalt? Und wie lange der Entzug wenn ich fragen darf ?

02.02.2020 17:17 • #9


Flame
Der Aufenthalt ging über 8 Wochen,davon 4 Wochen vollstationär.
Der Entzug dauerte etwa 6 Wochen.

Hast Du es mal mit hochdosiertem Baldrian probiert?
Das wirkt natürlich lange nicht so umfassend wie Tavor aber es hat eine beruhigende Wirkung und ist rein pflanzlich.
Und warum sollst Du unbedingt Tavor ausschleichen,wenn Du keine Alternativen hast aufgrund der Bauchspeicheldrüsenerkrankung?

Würde Dir evt. ein anderer Psychiater das Tavor weiterverschreiben?

Den Entzug schafft man aber die Zeit danach ganz ohne Medikamente ist halt ein Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz um es mal bildlich darzustellen...

02.02.2020 17:20 • #10


Zitat von Flame:
Der Aufenthalt ging über 8 Wochen,davon 4 Wochen vollstationär.Der Entzug dauerte etwa 6 Wochen.Hast Du es mal mit hochdosiertem Baldrian probiert?Das wirkt natürlich lange nicht so umfassend wie Tavor aber es hat eine beruhigende Wirkung und ist rein pflanzlich.Und warum sollst Du unbedingt Tavor ausschleichen,wenn Du keine Alternativen hast aufgrund der Bauchspeicheldrüsenerkrankung?Würde Dir evt. ein anderer Psychiater das Tavor weiterverschreiben?Den Entzug schafft man aber die Zeit danach ganz ohne Medikamente ist halt ein Drahtseilakt ohne Sicherheitsnetz um es mal bildlich darzustellen...


Meine Ärzte verschreiben es mir weiter. Aber ich merke einfach das ich immer mehr brauche und das kann nicht die Lösung sein. Mhh okay ich hab oft gelesen das so ein Entzug 3 Wochen geht.

02.02.2020 17:25 • #11


Ich würde den Entzug nicht vollstationär machen, da er meist viel zu kurz ist, und der richtige Entzug erst danach anfängt, wenn du aus der Klinik kommst. Bei uns gibt es an der Klinik ein ambulantes Suchtzentrum. Schau lieber mal da nach. Da wird es schön langsam gemacht, man braucht nur eine gewisse Zeit.

02.02.2020 17:31 • x 2 #12


Flame
Bei mir wurde der Entzug sehr langsam gemacht,vielleicht fand ich es auch deswegen recht erträglich...
Ich hatte vorher in der Woche so etwas 2 mg eingenommem (meistens 0,5 mg bei Bedarf).

Ich weiss ja nicht,wieviel Du davon einnimmst aber dass man die Dosis eines Medikamentes mit der Zeit steigern muss,ist ja nicht ungewöhnlich.
Und solange Du es gut verträgst,ist doch eigentlich alles gut oder?

Klar ist es ohne Medikamente schöner.
Aber bei uns Angsgstörten geht es eben häufig nicht ganz ohne...

Ein Pfleger in der Psychiatrie hat mir mal erzählt,dass über 90 Prozent derer,die Medikamente ausschleichen früher oder später wieder rückfällig werden.
Ich will Dir damit keine Angst machen aber man sollte es wissen,finde ich...

02.02.2020 17:33 • #13


Zitat von DominikDO:
Ich würde den Entzug nicht vollstationär machen, da er meist viel zu kurz ist, und der richtige Entzug erst danach anfängt, wenn du aus der Klinik kommst. Bei uns gibt es an der Klinik ein ambulantes Suchtzentrum. Schau lieber mal da nach. Da wird es schön langsam gemacht, man braucht nur eine gewisse Zeit.


Ich würde mich schon darum kümmern wenn ich zuhause ankomme das ich direkt weiter in Therapie gehe. Ob ambulant oder stationär.

02.02.2020 17:34 • x 1 #14


Zitat von Flame:
Bei mir wurde der Entzug sehr langsam gemacht,vielleicht fand ich es auch deswegen recht erträglich...Ich hatte vorher in der Woche so etwas 2 mg eingenommem (meistens 0,5 mg bei Bedarf).Ich weiss ja nicht,wieviel Du davon einnimmst aber dass man die Dosis eines Medikamentes mit der Zeit steigern muss,ist ja nicht ungewöhnlich.Und solange Du es gut verträgst,ist doch eigentlich alles gut oder?Klar ist es ohne Medikamente schöner.Aber bei uns Angsgstörten geht es eben häufig nicht ganz ohne...Ein Pfleger in der Psychiatrie hat mir mal erzählt,dass über 90 Prozent derer,die Medikamente ausschleichen früher oder später wieder rückfällig werden.Ich will Dir damit keine Angst machen aber man sollte es wissen,finde ich...


Ich fühle mich einfach nicht mehr wohl mit der Dosierung. Und dem Medikament.
Möchte es ohne versuchen. Auch wenn ich nicht gezwungen bin. Habe auch das Gefühl das es gar nicht mehr wirkt. Meine Angstzustände sind wieder da.

02.02.2020 17:37 • #15


Flame
Gut,das sind natürlich zwei triftige Gründe dafür,einen Entzug anzugehen.

Es wurde ja schon erwähnt: je langsamer das vonstatten geht,desto besser.
Das ist die oberste Regel.
Am besten in "Mäuseschritten" reduzieren und damit langsam aber sicher auf null.

02.02.2020 17:40 • #16




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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf