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illum
Halli Hallo,

Kann/Darf man prinzipiell den ambulanten Psychiater wechseln, während man in Behandlung ist?

Kurz zur Vorgeschichte:
Gefühlt die halbe (Klein)Stadt kennt meinen Psychiater, um von ihm abzuraten, die Praxis ist immer leer und selbst meine Freundin, die bereits mal bei ihm war, hatte mir dringend von ihm abgeraten, aber ich Idiot hab vorher gedacht, dass die Einschätzungen (auch im Internet) vielleicht täuschen, aber nun sitze ich bei einem Arzt, der Menschen ignorant wie Sch. behandelt, nicht zu Wort kommen lässt und widerwortelos seinen Stiefel durchziehen will und die andere Praxis, also der andere Psychiater der Stadt sagt mir (das Sekretariat), dass sowas bei ihnen nicht geht, wenn man bereits woanders in ambulanter Behandlung ist den Arzt zu wechseln?!

Denn im Grunde verschreibt er mir trotz Rücksprache mit meinem Psychologen nix mehr bzw. sieht keine Behandlung bei meiner Angststörung/Depression, weil ich das Escitalopram wegen einer Gastritis abbrechen musste und es bei Duloxetin genauso angefangen hat. Dabei meinte mein Psychologe noch, es sei geklärt und ich sollte es mal mit dem Opipramol probieren. Aber Nein. Gibt's nicht.

Ich hätte mich da durchquälen müssen - ohne Pantoprazol. So ist die Compliance nicht vorhanden - sprich den Mund zu halten und zu machen was er sagt, deshalb bringt es nicht.

Es kann doch nicht sein, dass ich da jetzt in der Falle sitze mit einem empathielosen Arzt, der gut und gerne mein Vater sein könnte, so wie er mich nicht zu Wort/Gehör kommen lassen möchte und nicht behandelt werde, während mir der andere Arzt sagt ich könne nicht zu ihm wechseln, weil ich woanders in Behandlung sei?

Ist der sozialpsychiatrische Dienst dort vielleicht hilfreich, um die Situation zu lösen oder was machen die?

06.05.2024 11:25 • 09.05.2024 #1


10 Antworten ↓


Z
Du kannst jederzeit wechseln, das ist gar kein Problem.
Du machst einfach woanders den Termin aus und gehst hin.

06.05.2024 11:27 • x 2 #2


A


Arztwechsel nicht möglich?

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illum
@Zinny

Das heißt ich sollte dann besser nicht erwähnen, dass ich bereits woanders mal in Behandlung war und wechseln möchte?

Ich hätte jetzt gedacht, dass es vielleicht besser ist ehrlich zu sein, weil ich ja nun auch schon zwei Medikamente probiert hatte und es das dann ggf. zum Thema werden könnte warum ich ausgerechnet ein altes sedierendes AD wie Opipramol oder Trimipramin wegen dem anticholinergen Effekt gegenüber den SSRI bevorzugen würde, die meine Magenprobleme nur verschlimmern.

06.05.2024 11:35 • #3


Kentucky
Zitat von illum:
während mir der andere Arzt sagt ich könne nicht zu ihm wechseln, weil ich woanders in Behandlung sei?

Ich denke, dass es eine Art Notlüge ist...da diese andere Praxis sicher *überlaufen ist* , wenn dein derzeitiger Psychiater so ein Blödmann ist, wo niemand sich gut betreut fühlt.
Mehr als arbeiten können Sie auch nicht, und das Patientenaufkommen ist nun mal überall sehr hoch.
Wir haben nicht genug Fach-Ärzte.
Versuche es bei einem *normalen Allgemeinmediziner* und schildere dem dein Problem.
Sie können / dürfen...auch Psychopharmaka verschreiben.
Bei schwerwiegenden psych. Erkrankungen überweisen sie jedoch auch lieber an einen Psychiater. Versuch´s einfach.

06.05.2024 11:59 • #4


illum
Zitat:
Ich denke, dass es eine Art Notlüge ist...da diese andere Praxis sicher *überlaufen ist* , wenn dein derzeitiger Psychiater so ein Blödmann ist, wo niemand sich gut betreut fühlt.


@KenTucky

Mir wurde am Telefon auch gesagt, dass das Problem mit dem Arzt bekannt und sehr bedauerlich sei, aber es nicht anders ginge, weil sie nicht alle von ihm übernehmen könnten.

Na ja.

Zitat:
Versuche es bei einem *normalen Allgemeinmediziner* und schildere dem dein Problem.
Sie können / dürfen...auch Psychopharmaka verschreiben.
Bei schwerwiegenden psych. Erkrankungen überweisen sie jedoch auch lieber an einen Psychiater. Versuch´s einfach.


Ja, so war es bei meiner HÄ.

Ich hatte sie drum gebeten und sie meinte sie kennt sich damit (der Dosierung) nicht aus und hat mich dann wieder an ihn zurückverwiesen.

Vielleicht sollte ich es bei dem anderen nochmal versuchen, ohne zu erwähnen, dass ich bereits woanders war.

06.05.2024 12:08 • #5


Kentucky
Zitat von illum:
sie meinte sie kennt sich damit (der Dosierung) nicht aus und hat mich dann wieder an ihn zurückverwiesen.

Komisch. Es gibt ja auch Beipackzettel und die Rote Liste für Ärzte.
Um welches Medikament ging es denn da ?
Andersherum: wozu gibt es Fachärzte. Nur haben wir davon zu wenig.

Ich würde doch schon sagen, wie es wirklich ist. Also schon von den Erfahrungen mit den anderen Ärzten erzählen.
Lieber ehrlich und bei der Wahrheit bleiben.

06.05.2024 12:42 • #6


V
Ich denke auch, dass du den Psychater wechseln kannst. Aber ich würde das vorher mit der Krankenkasse klären. Denn auch, wenn du dem neuen Psychater nicht sagst, dass du die Therapie bei einem anderen abgebrochen hast, die Krankenkasse weiß das natürlich

06.05.2024 12:46 • #7


Z
@illum
Also ich sage dann immer Ich brauche einen Termin.. Wenn gefragt sage ich Ich war bisher dort in Behandlung, benötige nun aber einen neuen Psychiater für die Medikamemteneinstellung oder so.
Und die medikamentöse Vorgeschichte kläre ich dann erst im Termin.

06.05.2024 16:05 • #8


V
Ich habe das auch hinter mir. Ich habe damals vorsichtshalber bei der Krankenkasse angerufen und gefragt, ob ich den Psychater bzw. den Psychotherapeuten wechseln darf. Dort sagte man mir, dass ich das natürlich kann. Ich könnte ja auch jeden Arzt wechseln. Trotzdem ist es besser, sich bei der Krankenkasse absichern.

06.05.2024 16:15 • #9


illum
@KenTucky

Zitat:
Komisch. Es gibt ja auch Beipackzettel und die Rote Liste für Ärzte.
Um welches Medikament ging es denn da ?


Opipramol.
Und auf die Rote Liste hatte ich verwiesen.

Ihre Antwort war, dass sie sich jetzt nicht von mir dazu drängen lässt Medikamente zu verschreiben, von denen sie keine Ahnung hat.

Dass es die Absprache mit dem Psychologen gab und ich ihn anrufen könnte, falls sie Zweifel hätte, interessierte sie nicht. Sie hat mich zurück an den Psychiater verwiesen. Der sei der Facharzt.

Zitat:
Ich denke auch, dass du den Psychater wechseln kannst. Aber ich würde das vorher mit der Krankenkasse klären. Denn auch, wenn du dem neuen Psychater nicht sagst, dass du die Therapie bei einem anderen abgebrochen hast, die Krankenkasse weiß das natürlich

@Violetta

Danke für den Hinweis. An den kassenärztlichen Dienst hatte ich nicht gedacht. Die wären ja theoretisch auch dazu in der Lage mich zeitnah an Ärzte zu vermitteln, die Kapazitäten haben.

Hoffentlich nicht 150 km entfernt...

@Zinny

Ok, Danke. Ich denke so werde ich das nochmal versuchen und dann erst im persönlichen Gespräch erwähnen, dass aktuell praktisch keine Behandlung durch den anderen Arzt stattfindet und er demnach freie Hand hat - was ja auch die Wahrheit ist.

Er hat mich ja auch ohne weiteren Termin oder Medikationsplan vor die Tür gesetzt und gesagt ich sollte mal lieber drüber nachdenken stationär zu gehen, weil es bei ihm ambulant nichts bringt - um danach zu erwähnen, dass noch nie jemand in der Klinik gesund geworden ist...

Nun ja.
Ich werde es mal angehen und versuchen mich davon nicht so verunsichern zu lassen.

06.05.2024 16:29 • x 1 #10


kritisches_Auge
Weiß jemand ob man bei einem Wechsel der Krankenkasse die neue Krankenkasse fragen muss ob sie die Stunden die von der vorherigen Kasse bezahlt wurden, auch automatisch übernimmt oder muss ein neuer Antrag gestellt werden?

09.05.2024 11:50 • #11


A


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