Tobi2703
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ich (m30) schreibe hier, weil ich gerade ziemlich feststecke und hoffe, Erfahrungen von Menschen zu lesen, die Ähnliches durchgemacht haben.
Ich bin aktuell krankgeschrieben wegen starker psychischer Belastung (Angst, Erschöpfung, Schlafprobleme, Panikattacken, Überforderung uvm.). Der Hauptauslöser ist meine Arbeit – allein der Gedanke daran triggert massive Angst. Ich habe das Gefühl, dass mein Körper und Kopf einfach nicht mehr können.
Ich hatte bereits ein Erstgespräch beim Psychologen, mit Verdacht auf mittelschwere Depression und ADHS, Empfehlung zur ambulanten Behandlung. Ein Psychiatertermin steht noch aus. Bis jetzt hat sich innerlich noch nicht viel gebessert, eher im Gegenteil: Die Ungewissheit macht mir extrem zu schaffen.
Was mir aktuell am meisten Angst macht, ist die Zeit bis zum nächsten Hausarzttermin. Ich habe große Angst, nicht ernst genommen zu werden oder „allein gelassen“ zu werden – obwohl objektiv eigentlich nichts dagegen spricht. Gleichzeitig merke ich, dass mir Abstand zur Arbeit im Moment Sicherheit gibt. Der Gedanke, bald wieder funktionieren zu müssen, versetzt mich regelrecht in Alarmzustand.
Ich frage mich ständig:
Hattet ihr auch diese Angst vor der Verlängerung der Krankschreibung?
Wurde es bei euch ruhiger, nachdem klar war, dass ihr erstmal weiter raus seid?
Wie seid ihr mit dieser Ungewissheit umgegangen?
Und wie ging es für euch perspektivisch weiter (ambulant, stationär, Jobwechsel etc.)?
Ich weiß rational, dass ich gerade Zeit brauche – aber emotional fühlt es sich sehr instabil an. Mir würde es sehr helfen zu hören, wie andere diese Phase erlebt haben.
Danke fürs Lesen.
• • 15.02.2026 #1