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Sonnenlichtlein
Hallo!
Aufgrund meiner neu wieder aufkommenden Panik habe ich mich dazu entschieden, mir hier zusätzlich Unterstützung zu holen.
Ich bin weiblich, 34 Jahre alt und bin seit 6 Jahren Panikanfällig, hauptsächlich auf Krankheiten und den Tod, das Sterben bezogen.
Ich war zu Beginn der Erkrankung in Therapie, stationär sowie auch anschließend ambulant und zusätzlich in tiefenpsychologischer Betreuung.
Konnte meine Medikation dann alleine absetzen, und mir ging es auch sehr lange gut.
Jetzt aber passiert in meinem Leben gerade ganz viel, und ich fühle dass sich da immer mehr und mehr Löcher, Tiefs und Baustellen offenbaren.
Werde demnächst wieder eine Therapie beginnen und bin auch bereits dabei, diverse Dinge zu verändern...
Natürlich sind aber auch diese Veränderungen und Aufbrüche von Panik begleitet...
So weit, so gut, ich freue mich hier zu sein.
Liebe Grüße,
Sonnenlichtlein

25.11.2016 18:07 • 08.04.2017 x 2 #1


7 Antworten ↓


alice01
Hallo Sonnenlichtlein,
herzlich Willkommen hier im Forum.
Ich finde es gut und wichtig wieder professionelle Begleitung zu holen. Das Forum als Unterstützung ist da sicher auch sehr hilfreich und sei es nur um in schlechten Phasen auf Verständnis zu stoßen, was meist bei den Menschen im direkten Umfeld leider nicht auf diese Weise anzutreffen ist.

Ich wünsche dir einen guten Austausch!

26.11.2016 08:43 • #2


A


Ambulant und zusätzlich in tiefenpsychologischer Betreuung

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SirBozzy27
Hallöchen. Ich habe seit 2,5 generalisierte Angststörung und stehe quasi am Beginn meiner Panikkarriere. Begonnen hat alles mit der Panikattacke während einer Vorlesung und seit dem gehts rapide bergab. Natürlich konnten auch Ärzte nichts finden mein Problem, dass es plötzlich heiß wird am Nacken und Kopf. So schnell es auch kommt, so schnell geht es dann auch wieder wenn ich versuch es zu unterdrücken. Wie die meisten, will ich aber trotz CT, EKG usw nicht glauben, dass es nix schlimmes ist und nur die Psyche. Naja, in 2 Wochen startet meine Therapie und parallel nehm ich Antidepressiva. Morgen geh ich zum Psychiater für eventuelle Trankquelizer. Sodass mal die Angst unterdrückt wird bis die Medis wirken und Therapie beginnt. Zwar geh ich derzeit wieder raus und stelle mich dem inneren Schweinehund, aber je mehr ich das tu, desto größer die Angst bei den Angstanfällen. :/ liebe grüße aus Österreich

27.11.2016 19:44 • x 1 #3


Sonnenlichtlein
Hallo!
Das mit den seltsamen Hitzewellen am Kopf habe ich auch. Meistens so im Bereich des Hinterkopfes, fühlt sich immer an als sei dort eine Art Hitzestau.
Echt unangenehm!

27.11.2016 20:23 • #4


SirBozzy27
Vergeht das bei dir dann auch immer, sobald du aufstehst und versuchst dich abzulenken? Klappt bei mir meistens. Bei mir ist es auch so, je mehr Erfolge ich habe, desto eher kommt dann was. Hatte gestern und heut ansich gute Tage und seit ner Stunde leid ich wieder unter der Angst :/ leider ist mein Hausarzt in diesen Sachen nicht der richtige. Und dazu muss man erwähnen, dass diese ich vermute mal generalisierte Angststörung erst vor 2,5 Wochen anfing. Wobei wenn ich so reflektiere über das letzte Jahr, war ne Angst schon immer da. Besonders nach den Anschlägen in Paris. Seit dem begleitete mich immer so ein Missgefühl bei Menschenansammlungen. Bei uns in Graz für jemand mit dem Auto durch die Innenstadt und ich ging dort zur Abendschule. Da prägte sich schon die Angst ein dieich wohl unterdrückte. Heuer dann schon beim Arzt gewesen, weil ich Angst vor nem Herzinfarkt hatte. Herzangst oder wie man das nennt. Erhöhter Herzschlag. Ich verzichtete auf Energydrinks und trank vermehrt Wasser und gut wars wieder mit der Angst. Den Sommer dann litt die Oma an Gehirnblutung und ausgelöst durch nen Hirntumor. Parallel während sie auf der intensivstation lag starb der andere Opa an Lungenembolie. Natürlich war ich der starke und paukte noch für Prüfungen. Nun aber glaub ich sagte der Körper und die Psyche, dass es nicht mehr so weiter geht.

27.11.2016 20:41 • x 1 #5


Sonnenlichtlein
Deine Geschichte klingt fast wie meine... O_O

Mein Vater hatte als er in Rente ging einen Herzinfarkt, der war aber zum Glück behandelbar.
Meine Tante väterlicherseits verstarb im Schlaf an Herzversagen.
Meine Oma mütterlicherseits hatte auch ihr ganzes Leben mit dem Herz zu tun.
Als meine Panikstörung das erste mal in Erscheinung trat, war es bei mir dann logischerweise auch die Herzneurose.
War in Therapie und hatte lange auch eine gute Zeit, mit immer mal wieder kleineren Angsteinbrüchen.
Zwischenzeitlich hatte mein Vater eine Lungenembolie, und ist an einer degenerativen Hirnerkrankung erkrankt.
Mein Couson väterlicherseits verstarb vor kurzem sehr plötzlich nach dem Sport ... Ebenfalls das Herz.
Gentechnisch setze ich jetzt nur noch auf meine Mutter - die ist bis auf Rheuma und Depressionen sehr fit und gesund.
Meine Angst ist voll wieder ausgebrochen, mit allen erdenklichen Symptomen...
Ich versuche, mich nicht unterkriegen zu lassen.
T_T

Bei mir sind alle Symptome immer mal da, mal weg. Am schlimmsten sind momentan das Ohrensausen, der Druck am Hinterkopf, das Gefühl von Benommenheit und die Angst, ich könnte wie mein Vater ein krankes Gehirn haben.

27.11.2016 22:14 • #6


B
Hallo SirBozzy27,

Du schreibst in Deinem Beitrag, dass Du es nicht glauben kannst, das es nur die Psyche ist..... Ich kann Dir aus eigene gemachte Erfahrungen sagen, das ich mehrere Wochen am Bett gefesselt war, oder sogar 2 mal im Krankenhaus war....einmal zur Bluttransfusion und zum anderen 3 Wochen im Krankenhaus und mehrmals beim ärztlichen Notdienst.......das kam alles von der Psyche........die körperliche Symptome waren teilweise schlimmer als physisch (körperlich ) bedingt.

Alles in allem, die Psyche, oder das psycho-vegetative Nervensystem, ( das unter anderem unsere Atmung, Herzschlag usw. steuert, was wir nicht direkt beeinflussen
können ) kann sehr heftig werden und ist nicht zu unterschätzen.

Es gibt da Möglichkeiten, darauf Einfluss zu nehmen.....hast Du schon mal was von Selbsthypnose gehört? Das könnte was für Dich sein......,

Liebe Grüsse

Bertina

28.11.2016 11:15 • x 2 #7


SirBozzy27
So ein Mist und unhöflich von mir, die Texte einfach so stehen zu lassen. Nach den Monaten ist mir das nun auch bewusst, wenn auch manchmal die Angststörung siegt und mir der böse Geist ins Ohr flüstert, wie krank ich doch sei. Panikattacken hab ich keine mehr, sofür Angstschube die mich versuchen daheim zu isolieren. Ich habe nun einen sehr guten Freund an der Uni bei dem ich mich zumindest sicher fuhle. Zwar ist die Angst da und in Vorlesungen muss ich immer am Rand sitzen um schnell fliehen zu können, nötig wars bis jetzt aber noch nicht die Psyche ist ein faszinierendes Wesen und wie man sieht oft eigenständig!

Wie gehts dir Sonnenlichtlein? Unsere Geschichten gleichen sich tatsächlich! Leider dann auch unser gesundheitlicher Werdegang. Kannst du schon besser umgehen damit? Habe mit dem Psychotherapeuten gelernt, Panikattacken frühzeitig zu erkennen und abzuwehren klappt perfekt! Vielleicht auch, weil ich mich einer solchen bewusst gestellt habe! Ich bat sie förmlich um ihre volle Härte! Klar ich krümmte mich und es war alles andere als schön, aber wie sagte mein Arzt von ner Panikattacke ist noch keiner gestorben. Ich habe diese also gelernt, verstanden und besiegt. Danach suchte sich die Angst neue Wege des Terrors. Über Symptome. Weiß gar nicht was schlimmer ist! Ständig zwickt etwas, derzeit kurzer Tinnitus in Ruhephasen. Aber ich ertappe mich manchmal, wie ich förmlich darauf warte und damit rechne.

Genug geplappert! Ich bin wieder hier, weil meine Angstschübe mich versuchen zu lähmen und ich den Austausch einfach super finde. Sich gegenseitig Kraft geben und Newbies vielleicht vor schlimmeren bewahren. Aber vermutlich hören sie, wie auch ich damals, nicht auf andere.

08.04.2017 01:02 • #8





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Univ.-Prof. Dr. Jürgen Margraf