Ich muss dann doch nochmal dazu schreiben.
Zitat von Schari1969: Einfach mal die Ängste ernst nehmen.
Das tun glaube ich alle, die hier geschrieben haben - wenn nicht, hätten wir ja nichts geschrieben.
Zitat von Anduin: Die Frage ist, was kann man leisten um keine Angst mehr zu haben.
Dazu muss man wissen, wovor man
genau Angst hat. Ja, ich verstehe das "Bild" was Du hier zeichnet und was dir im Kopf rum spukt. Das ist aber meiner Meinung nach nichts anderes als eine große, diffuse Fantasie einer extrem düsteren Zukunft, bei der es unendlich viele Variablen gibt.
Ich kann Angst davor haben, dass ich einen Gehirntumor bekomme. Ich kann Angst davor haben, dass ich im Alter verarme. Ich kann Angst davor haben, dass die AfD 30% bekommt. Ich kann Angst davor haben, dass es mehr Naturkatastrophen gibt. Ich kann Angst davor haben, dass irgendwann Wasser rationiert ist.
Mit all diesen Ängsten kann ich irgendwie umgehen, weil ich konkret daran arbeiten kann.
Du kannst an der durch deine diffuse Zukunftprophezeiung erzeugten ohnmächtig machenden Angst aber nicht mehr arbeiten, weil sie eine bereits fertig abgeschlossene Entwicklung - bei der aber völlig offen ist ob sie auch nur teilweise eintreten wird - als Tatsache voraussetzt. Das ist beinnahe schon Fatalismus, der keine andere Möglichkeit mehr zulässt.
Du muss m. M. n. das diffuse und die Ohnmacht aus deinen Ängsten rausnehmen und die einzelnen Teile aus denen sich das düstere Bild zusammensetzt - oder besser entwickelt - getrennt und nüchtern betrachten.
Man kann nicht mit negativen Gedanken an negativen Gefühlen arbeiten.
Konkret hieße das: was wäre der nächste Schritt zu der von dir befürchteten Entwicklung, wie wahrscheinlich ist, dass dieser eintritt, welche Alternativen gibt es(!) und (was) kannst Du ggf. dazu beitragen, dass es nicht so kommt. Es ist auch deine Zukunft und Du kannst sie wie jeder andere auch mitbestimmen.