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201819.01




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Klar kann man Selbstliebe für "falsch" halten, für narzisstisch, für nicht erstrebenswert oder was auch immer.

Die Liebe zu sich selbst ist etwas, was einem passiert, ein Gefühl eben.
Etwas, was man erlebt.

Entweder man macht diese Erfahrung mit sich selbst oder man kennt die Erfahrung nicht.
Wenn man sie nicht kennt, dann kann man zwar darüber reden, aber man weiß dann eigentlich gar nicht, wovon man redet.

Kann man von Traurigkeit reden, wenn man nie traurig gewesen ist, die Traurigkeit nicht kennt?
Man kann.
Aber welche Bedeutung kann dann das Gesagte haben?
Nur für sich selbst, also für den, der darüber redet, ohne zu wissen, wovon er redet, erfüllt dieses ahnungslose Darüber-reden einen Zweck, aber mit der "Materie" an sich hat das gar nichts zu tun.

Der Weg dorthin?
Sicherlich sehr unterschiedlich.
Viele Wege führen nach Katapulkolim.

Auf das Thema antworten


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  20.01.2018 10:26  
Immun hat geschrieben:
Liebe bedeutet für mich. Das man alles tut, dass man Glücklich ist. Alles für ein macht, wenn es andere nicht schadet. Und ich finde diese Einstellung genau richtig. Genau das sollte man für sich selber wollen und auch alles dran setzten.


Nein, also für mich ist das nicht die Definition von Liebe. Liebe bedeutet für mich das Gefühl, mich nach jemanden zu sehnen, wenn er nicht da ist, Angst um ihn zu haben, wenn es ihm schlecht geht, das Verlangen nach körperlicher Zärtlichkeit mit der Person, Geborgenheit im Beisein dieser Person u.ä.

Ich tue alles für mich, was mich zufrieden und glücklich macht. Dafür brauche ich mich nicht zu lieben. Das ist selbstverständlich für mich.

Immun hat geschrieben:
Akzeptieren bedeutet für mich, dass man was duldet. Finde ich ein zu wenig, was wie man sich selber sehen soll.

Akzeptieren beinhaltet, dass man sich wegen seinen Fehler und Unzulänglichkeiten nicht schlecht fühlt, sondern sie als einenTeil seiner Persönlichkeit und Identität ansieht. Wenn man dazu in der Lage ist, geht es einem automatisch gut.



  20.01.2018 10:34  
War ein sehr, sehr langsamer Prozess.



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  20.01.2018 11:29  
Das Thema Selbstliebe ist für mich eine Fremdsprache.

Ich kenne dieses Gefühl nicht. Ich kann nicht sagen dann und dann habe ich mich geliebt.



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  20.01.2018 11:40  
Selbstliebe setzten ja viele mit Arroganz gleich.



  20.01.2018 12:35  
Ich denke dass es zwischen Selbstliebe und Akzeptanz Unterschiede gibt.

Akzeptanz hört sich für mich eher negativ behaftet an, so wie "So bin ich/so ist das nun mal", ob man damit glücklich ist oder nicht.

Selbstliebe ist eher so was wie "Selbstwertschätzung". Man ist mit sich selbst, mit seiner Einstellung zu sich und seinen zb Handlungsweisen, Lebensführung und Gewissen im Reinen. Man wertschätzt sich selbst wie man ist, man versucht sich selbst glücklich zu machen und sich tief im Inneren ausgeglichen und gut zu fühlen.

Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Denn für das Gefühl der Selbstliebe muss man auch an sich arbeiten. Zum Beispiel innere Konflikte zu lösen, bestimmte Situationen abzuschaffen oder zu verbessern, über sich selbst zu reflektieren und auch lernen mit sich selbst zufrieden zu sein. Also sich beispielsweise sagen "Danke dass es mich gibt. Danke dass ich gesund bin. Danke dass ich die Fähigkeit habe, für mich und für andere Gutes zu tun" usw. Daraus schöpfe ich täglich Kraft.

Es ist nicht so dass man vor dem Spiegel steht und denkt "Boah, bin ich toll!". Im Gegenteil. Man sollte bescheiden und einfach dankbar dafür sein, dass man existiert und man dieses Gefühl auch an andere weitergeben kann, indem man sowas fühlt wie "Schön dass es dich gibt und ich mein Leben und meine Liebe mit dir teilen darf".

Amen! :-}



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  20.01.2018 14:05  
Veritas hat geschrieben:
Sehe Ich auch so wie HannaZ und Schlaflose. Akzeptieren ist der bessere Ausdruck, lieben kann Ich nur andere. Wenn ich mich selbst lieben würde, hätte Ich 'ne Dauer-Mola.


:mrgreen:
Sehr gelacht. Vielen Dank.
Das wäre dann selbst begehren - quasi die Königsdisziplin....

Danke1xDanke


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  20.01.2018 15:22  
marya hat geschrieben:
,
Akzeptanz hört sich für mich eher negativ behaftet an, so wie "So bin ich/so ist das nun mal", ob man damit glücklich ist oder nicht.


Akzeptieren heißt annehmen. Wenn man sich so annimmt, wie man ist, ist man mit sich im Reinen.

Ich denke, dass wir eigentlich alle dasselbe meinen, nur dass der Begriff "Liebe" für manche nicht der richtige für diesen Zusammenhang ist.


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