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laika
Hallo,
ich bin neu hier! Habe mich schon kurz bei den neuen Mitgliedern vorgestellt und mich hier ein bisschen eingelesen!

Ich wollte euch fragen, ob ihr gelernt habt Gefühle zu zeigen! Auch negative und über Ängste, Sorgen und Probleme zu sprechen?

Bei mir st es so, dass ich durch meine Eltern vermittelt bekommen habe "Wenn du über Probleme sprichst, bekommst du noch mehr!" Ich habe gelernt nach Außen hin immer die starke und selbstsichere zu spielen und komme (leider) auch so rüber, obwohl es meinem Inneren nicht entspricht! Deswegen verheimliche ich bis heute jede noch so kleine Sorge vor meinen Eltern, um ihnen keinen Grund zu liefern, mich fertig zu machen! Leider ist es auch so, dass mich zwischenmenschliche Beziehungen sehr überfordern und einengen! Ich habe auch erst vor kurzem angefangen mit den Menschen die mir am Herzen liegen, über meine Angststörung zu reden, mir nicht andauernd Ausreden einfallen zu lassen wenns um gemeinsame Aktivitäten geht, ist gar nicht so einfach! Die Scham vor mir selbst ist noch immer da!!

Ich würd mich freuen, wenn ihr mal schreiben würdet wie es bei euch ist!

Liebste Grüße,
Laika

01.10.2008 15:56 • 01.10.2008 #1


17 Antworten ↓


Hi

Ich bin zum Schauspieler geworden, ich mache immer vor mir gehts gut obwohl es manchmal ja nicht so ist.
Gefühle zeige ich eigentlich nur vor meinem Mann
Gestern zb war ich so down lief den ganzen Tag mit einem Gesicht rum.....dann rief meine Mutter an und ich spielte als wäre alles ganz ok.

01.10.2008 16:23 • #2



Habt ihr gelernt Gefühle zu zeigen?

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"Das müssen die Nachbarn ja nicht gleich mitkriegen" oder "das geht Niemanden was an" sind die beiden Sätze die mich in meiner Kindheit und Jugend begleitet haben und nach denen bei uns zu Hause gelebt wurde. Allerdings betraf das seltsamerweise nur uns Kinder ... mein Vater rastete aus, wann immer und wo immer er wollte, aber wir sollten nach außen das Bild der glücklichen Familie demonstrieren. Ich durfte nie weinen, wenn mir nach Weinen war - war ich gut drauf, mein Vater aber nicht, durfte ich auch nicht gut gelaunt sein. Liebe wurde auch nicht gezeigt - daraus resultiert bei mir ein ausgeprägtes nicht Vorhandensein von Selbstvertrauen ... ich habe über die Jahre lernen müssen, dass ich durchaus meine Meinung sagen oder über meine Gefühle darf, ohne dafür dumm angesehen zu werden - im Gegenteil, man nahm mich sogar ernst. Ich leide immer noch unter mangelndem Selbstbewußtsein und werde es wohl auch für den Rest meines Lebens, aber Gefühle zeigen ist für mich ganz wichtig geworden und das bringe ich auch meinen Kindern bei! Sie erleben tagtägliche die gesamte Spannbreite meines Gefühlslebens - sie müssen mich morgens in Ruhe lassen, wenn sie vom Kiga oder Schule heim kommen wird erstmal gedrückt und geküsst und wenn Nachmittags dafür auch nochmal Zeit ist wird wieder gekuschelt. Geht es mir mal schlecht, dann dürfen sie das ruhig sehen - auch wenn es Tränen sind. Mir geht es ja dann auch wieder besser ... ich muß es den Kindern nur erklären. Genauso müssen sie ihre Tränen niemals zurückhalten - oder ihre Wut - ihre Freude. Bei uns werden Gefühle ausgelebt. Ich weiß was es heißt dies nicht zu dürfen - das will ich meinen Kindern nicht antun.
Ich rede auch offen über meine Angst zu Freunden und Bekannten. Es ist ja nichts Schlimmes. So verstehen sie mich ja auch besser ...

01.10.2008 16:53 • #3


Hallo,

also ich habe gar kein Problem damit über meine Ängste zu reden.
Ganz fremden Leuten binde ich das natürlich nicht auf die Nase aber Leute in meinem Umfeld wissen schon welche Probleme ich habe.
Es gibt nichts wofür man sich schämen müsste.
Da kann jeder hinkommen.

Liebe Grüße
Catwoman

01.10.2008 16:54 • #4


Gefühle.. Emotionen...
Ich habs immer unterdrückt bis ich krank wurde.

Es hat lange gedauert bis ich überhaupt wahrnehmen und unterscheiden konnte...

Warum ich es nie machen konnte und wollte hat viele Gründe.. Familiär war es eben der Grund dass keiner Interesse daran hatte und mich für einen Simulant hielt..
Dann zog ich mich immermehr zurück, fing an Computerspiele zu spielen.. Dann hieß es ich bin süchtig..Meine Suche nach Menschen die mich verstehen wurde nicht gesehen..

Wenn mich jemand fragt wie es mir geht, dann weiß ich heute ganz genau dass er entweder Gut, Nicht gut oder Geht so hören will.
Diese Frage ist nurnoch eine Floskel der Höflichkeit... Fängt man dann wirklich an zu erzählen, dann springt einem das Desinteresse des Gegenüber förmlich ins Gesicht.. Da mich sowas verletzt sage ich immer dass es mir gut geht, ganz unabhängig davon wie es mir wirklich geht..

Die meisten merken es jetzt - Jahre später - nichtmal, dass ich sie nur "anlüge"...

Ich habe mittlerweile gelernt, über meine Ängste etc zu sprechen und könnte jedem Fremden meine ganze Lebensgeschichte erzählen..
Doch eines gibt es was mir für immer verloren gegangen ist.. Das Vertrauen.. Das Vertrauen darin, dass der oder die Gegenüber es emotional wirklich ernst mit mir meint, egal auf welche Ebene...

01.10.2008 17:09 • #5


laika
vielen Dank für eure Antworten!!

snoopy, das mit der Schauspielerei kann ich absolut nachvolliehen! Ich brauche ewig um mich zu öffnen! und muss absolutes Vertrauen haben (was nur bei den wenigsten leuten geht).

@ Hoffnung, an deinem Beitrag hab ich mich schon ein Stück selbst erkannt! Nur bei uns ist die Mutter die extrem dominante, für die man immer Verständniss haben muste, wenn sie ausgeflippt ist! Liebe und Zärtlichkeit habe ich schon bekommen, aber nur wenn ich "gut drauf" war. Wenn einer von uns geweint hat, gabs Ärger! Ich finde es schön was du über den Umgang mit deinen Kindern schreibst! Es ist richtig toll, dass du nicht die alten Verhaltensmuster deiner Eltern übernommen hast! Das ist für viele gar nicht so einfach!

01.10.2008 17:11 • #6


laika
scherlock das mit dem Vertrauen ist bei mir auch so ne Sache... Ich sage auch oft lieber, dass alles o.k. ist auch wenns mir schlecht geht! Ich denke dann immer, wenn ich jemandem sage, wie es in mir aussieht, würde ich ihm Angriffsfläche bieten! Bei meinem Freund ist es zum Glück anders aber es war ein langer Weg bis dahin

01.10.2008 17:21 • #7


es freut mich dass du wenigstens einen menschen an deiner seite hast.... es gibt durchaus auch welche die haben garkeinen :/

01.10.2008 17:27 • #8


hallo und willkommen

bei mir ist es ehr anders rum, war immer ein mensch der immer das gesagt hat was ich meinte, als kind war ich halt die die nie auf den mund gefallen ist, war immer stark auch heute eigentlich wir ängstle sind eh eigentlich super stark. nur über die letzten jahre wurde ich immer belächelt ach haste wieder was neues kennen wir ja ach anja jajaja.
man nimmt mich nicht erst kann mich manchmal auch nicht so ausdrücken und seit dem halte ich den mund. ausser bei meiner familie.
das einzige mal wo ich nicht mehr belächelt worden bin war als iich krebs hatte da hatten sie dann alle mitleid mit mir was ich fast noch schlimmer fand. heute bin ich eine kranke frau und werde wieder belächelt d bist ja gesund chemo hat es gerichtet usw soll mich nicht so anstellen.ich sage nichts mehr

01.10.2008 17:31 • #9


Zitat von laika:
vielen Dank für eure Antworten!!

snoopy, das mit der Schauspielerei kann ich absolut nachvolliehen! Ich brauche ewig um mich zu öffnen! und muss absolutes Vertrauen haben (was nur bei den wenigsten leuten geht).

@ Hoffnung, an deinem Beitrag hab ich mich schon ein Stück selbst erkannt! Nur bei uns ist die Mutter die extrem dominante, für die man immer Verständniss haben muste, wenn sie ausgeflippt ist! Liebe und Zärtlichkeit habe ich schon bekommen, aber nur wenn ich "gut drauf" war. Wenn einer von uns geweint hat, gabs Ärger! Ich finde es schön was du über den Umgang mit deinen Kindern schreibst! Es ist richtig toll, dass du nicht die alten Verhaltensmuster deiner Eltern übernommen hast! Das ist für viele gar nicht so einfach!


Ich habe mir geschworen, dass meine Kinder das bekommen, was ich als Kind soooooooooooooooooo sehr vermißt habe. Sie sind so schnell groß und müssen und werden ihren eigenen Weg gehen - dann brauchen sie mich nicht mehr. Aber ich will sie zu starken selbstbewußten Menschen heranziehen. Natürlich muß ich auch meckern, aber ich erkläre dann auch, dass ich das nicht tue, um sie zu ärgern und sie traurig zu machen, sondern damit sie Fehler kein 2.Mal machen und auch was dabei lernen. Meine Große hat Legasthenie und ich muß ihr sehr oft sagen, dass sie trotzdem was ganz Besonderes ist - ich könnte ihr auch sagen, wie blöd sie doch ist - das hat mein Vater mir immer gesagt und ich habe keine Legasthenie! Aber dann wäre sie irgendwann genauso unglücklich wie ich es war und das will ich nicht! Die Kindheit prägt uns doch so sehr - sie sollte schön und unbeschwert sein. Die schwierigen Dinge kommen schnell genug auf einen zu ...

01.10.2008 18:05 • #10


da hast du recht hoffnung , leider konnte ich meinem sohn nicht die unbeschwerte kindheit geben aus bekannten gründen wo ich mir heute eigentlich vorwürfe mache obwohl es total dumm ist.
er ist ein kind was sich sehr gut selbst beschäftigen kann und sehr intiligent ist und das amcht ihm bei seinen gleichaltrigen zu einem besserwisser, er ist eigentlich wie ich leider

01.10.2008 18:12 • #11


Du siehst Dich selbst aber doch nicht als schlechten Menschen.

Mein Sohn ist auch "allein" groß geworden! Ich mußte damals bei meinem Vater im Büro arbeiten und hatte den Knirps den ganzen Tag mit! Kein Spielplatz oder Nachmittage mit Freunden ... er hat sich dann auch immer selbst beschäftigt und statt Kinderbüchern Landkarten und Lexikon gelesen! Er ist überdurchschnittlich intelligent (haben wir testen lassen) und weiß auch alles besser ... ich fand das nie toll und er läßt das auch heute manchmal noch raushängen!

01.10.2008 18:40 • #12


laika
ich finde nicht dass ihr da was falsch gemacht habt! o.k. ich bin keine mama und kann das vielleicht nicht so gut beurteilen, aber ehrlich gesagt finde ich Kinder ganz toll, die sie sich selbst beschäftigen können, die es schaffen, sich in eine Phantasiewelt zu versetzen, ohne Fernsehn und den ganzen Comuterspielen! Kindliche Phantasie ist auch ein Stück Unbeschwertheit, die uns Erwachsenen mit der Zeit verloren geht! Ausserdem haben eure Kinder Liebe bekommen und das ist sooooo wichtig! Und was die Intelligenz angeht, liegt ja nicht nur an der Entwicklung, sondern auch an den guten Genen

01.10.2008 18:51 • #13


Bei den beiden Kleinen achte ich auch darauf, dass sie ihre Phantasie zum Spielen benutzen - Du solltest unseren Flur manchmal sehen ... die seltsamsten Gebilde aus Bausteinen, Schuhen, Kartons und sonst was stehen das und ich höre nur "HALT! Du machst unser Prinzessinenschloß kaputt!"

01.10.2008 18:56 • #14


laika
das ist so süß!!
Ich bin mir sicher, dass Kinder, die so liebevoll aufwachsen, auch später im Erwachsenenalter die Mama brauchen! Wenn sie Liebeskummer haben, Eheprobleme, Job, was auch immer... und wenn dann die Mama der erste Ansprechpartner ist und sie auch gerne ihre Kinder in deine Obhut geben, dann ist das die schönste Bestätigung die du bekommen wirst!!

01.10.2008 19:39 • #15


Zitat von Hoffnung40:
Zitat von laika:
vielen Dank für eure Antworten!!

snoopy, das mit der Schauspielerei kann ich absolut nachvolliehen! Ich brauche ewig um mich zu öffnen! und muss absolutes Vertrauen haben (was nur bei den wenigsten leuten geht).

@ Hoffnung, an deinem Beitrag hab ich mich schon ein Stück selbst erkannt! Nur bei uns ist die Mutter die extrem dominante, für die man immer Verständniss haben muste, wenn sie ausgeflippt ist! Liebe und Zärtlichkeit habe ich schon bekommen, aber nur wenn ich "gut drauf" war. Wenn einer von uns geweint hat, gabs Ärger! Ich finde es schön was du über den Umgang mit deinen Kindern schreibst! Es ist richtig toll, dass du nicht die alten Verhaltensmuster deiner Eltern übernommen hast! Das ist für viele gar nicht so einfach!


Ich habe mir geschworen, dass meine Kinder das bekommen, was ich als Kind soooooooooooooooooo sehr vermißt habe. Sie sind so schnell groß und müssen und werden ihren eigenen Weg gehen - dann brauchen sie mich nicht mehr. Aber ich will sie zu starken selbstbewußten Menschen heranziehen. Natürlich muß ich auch meckern, aber ich erkläre dann auch, dass ich das nicht tue, um sie zu ärgern und sie traurig zu machen, sondern damit sie Fehler kein 2.Mal machen und auch was dabei lernen. Meine Große hat Legasthenie und ich muß ihr sehr oft sagen, dass sie trotzdem was ganz Besonderes ist - ich könnte ihr auch sagen, wie blöd sie doch ist - das hat mein Vater mir immer gesagt und ich habe keine Legasthenie! Aber dann wäre sie irgendwann genauso unglücklich wie ich es war und das will ich nicht! Die Kindheit prägt uns doch so sehr - sie sollte schön und unbeschwert sein. Die schwierigen Dinge kommen schnell genug auf einen zu ...


So ist es bei mir auch
Ich hab mir geschworen mein Kind bekommt die Liebe zu spüren
Meine mutter nahm mich nie in den Arm oder sagte das sie mich lieb hat NIE
Aber bei meinem Kind mach ich alles anders ich knuddel ihn dauernd und sage ihm wie lieb ich ihn habe!
Weil mein Kind nicht so fühlen soll wie ich, ich hatte niue das Gefühl meine Mutter liebt mich.
Aber mein Kind weiß das ich ihn liebe.

01.10.2008 20:01 • #16


..gute frage..ja ich hatte es mir im laufe de rzeit angelernt gefühle zu zeigen und auch in worte zu fassen, doch leider habe ICH die erfahrung gemacht, dass es fehler waren und entwickle mich wieder zum gegenteiligen...weil e seinafch nicht so weh tut..diese verletzungen..gerade wieder aktuell erfahren bei "freunden"und def.die schn**** voll so langsam..ich kann nichts empfehlen was besser ist

01.10.2008 22:11 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

laika
ich denke, dass wir in dem Irrglauben sind, so Verletzungen zu vermeiden! Auf manche Bekanntschaften oder sog. "Freunde", kann es auch zutreffen und hilfreich sein! Aber andererseits provozieren wir es dadurch auch, weil man dann nicht so sehr auf jm. Rücksicht nimmt, der nach Außen hin immer stark und unangreifbar sieht! Wenn die Menschen uns keine Sensibilität zugestehen, behandeln sie uns auch so! Leider! Und uns bestätigt das nur noch mehr!

01.10.2008 22:35 • #18



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