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Flousen

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Guten Morgen,
ich wollt einfach mal Schreiben das der Umgang mit der Angst machbar ist, und dieses auch Ohne Medikamente!
Ich selbst schleppe jetzt seit 10 Monaten die Agoraphobie mit, ich habe total ängstlich auf jede Situation reagiert, bis ich endlich gelernt habe nicht auf jedes Körpersymptom zu achten den auf das ständige achtsam sein wird man es nie unter kontrolle bekommen wenn man ständig auf die signale seines körpers hören würde! Man sollte es so hin nehmen wenn einem Morgens Schwindlig ist, ja und? Die chance überhaupt umzukippen ist 1:10000 .... Das Herzrasen was manche spüren, Nein es ist kein Herzinfarkt, hattet ihr schonmal einen? Habt ihr genau die selben Symptome? NEIN! Man bekommt auch dies nicht, den man schüttet massiv Adrenalin aus da ist die Chance genauso 1:10000 ... Als ich in meiner Ersten Harten Konfrontation drine war fingen meine Hände an zu kribbeln, ich dachte Ohje gleich geht es los, und meine Therapeutin meinte nur "Mein Lieber so schnell passiert dir nix und du müsstest selbst merken das es nur die Angst ist"
und somit ging es langsam weg!

Hört mit eurem ständigen Symptome Gegoogle auf und verbringt nicht 12h am Tag die zeit im Forum, den das nachlesen macht einen viel Kränker als man überhaupt ist, man bildet sich städts Dinge ein mehr nicht, und unsere Psyche ist anfällig darauf!
Egal wie man sich fühlt einfach weiter Leben jeder Mensch hat Phasen wo es einem schlecht geht!
Einfach raus in die Welt und Leben! Genießt jeden Schritt! Die Angst ist sinnfrei drückt sie beiseite!

Jeder Mensch muss seinen eigenen Schweinehund nur zu überwinden Lernen, jeder der diese Krankheit seit längerer Zeit hat weiss selbst das alles Harmlos ist und nur unsere "Gedanken" zu Krass sind!

Ich Hoffe der ein oder andere Lernt daraus, ich weiss nicht ob diese Worte schonmal verfaßt wurden aber ein 2tes Mal wird es nicht Schaden

Schönen Montag noch ..

06.01.2014 08:59 • 11.03.2016 x 6 #1


28 Antworten ↓


Carlotta_09


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Hallo Flousen,

du sprichst mir aus dem Herzen.

Auch ich wache jedem Morgen auf und denke: Na, was haben wir denn heute?
Einfach nur schrecklich.
Klar, dass ich damit irgend ein nettes Symptom aufwecke!

Natürlich weiß ich, dass man seine Symptome nicht überbewerten bzw. Dr.Google seine Ruhe lassen soll, aber das sagt sich alles so einfach!
Habe selbst schon so einiges durch. Denke manchmal, ich gewöhne mich nie daran.

Na ja, es kann nur noch besser werden.

Dir liebe Grüße
Carlotta

06.01.2014 10:26 • x 1 #2


Rohdiamant


Hallo Flousen,
ich finde deinen Beitrag gut. So was kann man nicht oft genug sagen. Wünsch dir weiterhin viel Erfolg.

06.01.2014 10:28 • #3


hoperful


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Ja, vielen Dank für deinen Beitrag.
Man kann es wirklich nicht oft genug sagen.
Ich habe auch aufgehört nach Krankheiten zu googeln und es hilft bei meinen Krankheitsängsten.
Was ich auch gemerkt habe, ich habe z. B auch Agoraphobie.
Angst verspüre ich vor allem wenn ich mit dem Zug fahren muss, vor allem wenn diese Voll sind:(
Wenn ich ein paar Tage hintereinander fahre gewöhne ich mich dran und empfinde es als nicht mehr soo schlimm. Nun hatte ich zwei Wochen Pause, da ich Urlaub hatte und wenn ich jetzt wieder ans Zugfahren denke, kribbelt es vor Angst:(

06.01.2014 10:34 • #4


rose


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hallo, flousen,

toll, wie du das so meisterst,
aber nicht jeder ist in der lage.

diese pauschalisierung ist falsch.

rose

06.01.2014 11:06 • #5


hoperful


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Flousen, wie darf ich mir das Vorstellen, die Konfrontation, ich vermeide es nämlich die Panik zuzulassen. Ich leide seit 10 Monaten an der Angst und PA störung. So richtige Attacken hatte ich nur in den ersten Wochen der Erkrankung, danach habe ich gelernt diese zu unterdrücken, so dass es mir möglich war, einigermaßen wieder am Leben teilzunehmen. NUn ist es aber so, dass ich immer noch Angst vor der Angst habe, weil ich die Panikattacke in der Öffentlichkeit nicht zulassen kann, ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren, Angst vor den Leuten zu weinen, Angst dass ich auffalle etc.Aber genau das hält die Erkrankung aufrecht sagt meine Therapeutin. Denn mein Gehirn lernt nicht dass bei einer PA nichts passiert ich wahrscheinlich noch nicht mal auffallen werde. Kannst du die PA in der Öffentlichkeit zulassen?
VG

06.01.2014 11:23 • #6


Flousen


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Erstmal freue ich mich über eure Einträge

Liebe hoperful,
die Panikattacken zu unterdrücken mag in diesem moment dir Helfen, aber auf langfristige weise wird sie das nicht Stopen,
es ist so, wenn du Panikattacke draussen bekommst, halte sie aus dir passiert überhaupt nix, setze dich irgendwo hin und bleib locker, mich Interessiert es nicht ob ich sie Draussen bekomme, ich war vor ein Paar Monaten 65 Km auf Reise mit einer Gruppe von 12 Leuten, habe mitten in der Nacht Panik bekommen wollte weg dort, und letzten endes hab ich das Wochenende geschafft!
Das hat mir denk ich die Kraft gegeben, und somit hab ich gelernt sie zu zulassen, und unterdrücken ist nicht das richtige, je öfter sie kommen desto mehr lernt man keine angst vor ihnen zu haben.
Liebe Grüße

06.01.2014 12:38 • #7


hoperful


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ja das sagt meine Therapeutin auch, wenn ich sie zulassen, in der Panik bleibe, mich aber nicht hochsteiger, sondern diese bewusst als "nur harmlose Panik" erlebe, merkt das Gehirn es sich und es wird immer weniger, und die Pa dauern immer kürzer. Inzwischen weiß ich ja dass ich nicht umkippen kann, aber in dem MOment der Panik sind die Symptome so unangenehm, der schnelle Herzschlag und vor allem der Drang weglaufen zu wollen oder zu weinen. Draußen hätte ich auch nicht so das Problem, meist kommen die Anflüge aber in geschlossenen Räumen wie in Zügen, das ist Horror für mich, vor allem der Gedanke die Leute könnten merken mir mir stimmt was nicht.
Ist denn bei dir die angst vor der Angst durch das Zulassen weniger geworden, bekommst du noch Panikattacken, falls ja hat sich da was geändert?
VG

06.01.2014 12:49 • #8


Flousen


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Also durch das zulassen geht es mir aufjedenfall besser, klar denk ich oft daran das es mich überrumpeln kann aber ich kann mich doch nicht einschließen nur weil ich davor Angst habe! Ich hab sehr selten Panik mehr Angst/Symptome bin sehr oft nevös und angespannt, steigere mich selten im Symtome noch rein, ich empfind sie eher als Harmlos!

Mit dem zug fahren hab ich auch noch Probleme ich fahre nicht alleine, ich bin eine zeit jeden 2ten tag gefahren mit einer/meiner Freundin und somit ging das alles ziemlich gut, setz ich dan wieder aus gehts mir wieder wie am ersten tag, es ist meist eher der einstieg und ab und an die fahrt aber das lässt sich kontrollieren

06.01.2014 13:30 • #9


hoperful


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Ok. Mit dem Zugfahren habe ich die größten Probleme, meine FH ist ca. 40 km von meiner Stadt entfernt. Das heißt ich muss, oder ich sollte dreimal die Woche mit der Regional bahn fahren, die Fahrt dauert ca. 35 Min., die Hinfahrt ist mit einer großen Nervosität verbunden, die Rückfahrt komischerweise nicht mehr. Im Seminar bin ich meist ruhiger, nur wenn vorne vor den anderen etwas vorgestellt werden muss, kommt wieder die Angst hoffentlich bekomme ich jetzt keine Panik.
habe schon teilweise mit dem Gedanken gespielt mein Studium aufgrund meiner Angsterkrankung aufzugeben, aber bis jetzt ziehe ich es durch, bin im 5. Semester, die Leistungen sind sehr gut, und es macht Spaß (wenn die Angst nicht wäre). Es gibt ja Leute, denen man die Panik gar nicht anmerkt, die können sogar noch eine Präsentation halten, aber ich denke selbst das kommt erst mit der Übung. Ich hatte in meiner Pa immer das Gefühl, ich werde verrückt und kann nicht klar denken.

06.01.2014 13:43 • #10


Flousen


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Die Rückfahrt bei mir ist auch immer Entspannt, nur die Hinfahrt ist schwierig!
Brich das studium blos nicht ab den somit stärkst du deine Angst und sie wird sich daran hochziehen!

Das Gefühl von verrückt werden kenne ich auch, ich fühle mich so das mir keiner helfen könnte, das ist nur in dieser Phase so und es legt sich nach 5-10 Minuten wieder!

06.01.2014 14:02 • #11


sonne32


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Huhu,
Eure Beiträge finde ich sehr interessant und sie passen genau zu meinen derzeitigen Gedanken und meinem Vorhaben. Habe schon seit fast 20 Jahren mit Ängsten zu tun...agoraphobie, Angst vor Krankheiten, plötzlich auftretenden panikattacken und häufigen körperlichen missempfindungen. In dieser Zeit habe ich die Angst oft unterschiedlich erlebt und es gab bzw. gibt ganz unterschiedliche Phasen. Mittlerweile stelle ich mich jedoch fast jeder Herausforderung, bin sogar im letzten Jahr zweimal in den Urlaub geflogen. Ja, ich gehe in jede Situation und würde nie mehr etwas wegen der Angst meiden. Aber und das war für mich erst nicht verständlich, die Angst wurde nicht weniger. Warum? Die letzten Wochen habe ich mich nicht nur darüber geärgert, sondern mich gefragt, warum das so ist. Und genau das ist es, meiner Ansicht nach, was hier schon beschrieben wurde. Wenn die Angst kommt, gehe ich falsch mit ihr um, ich akzeptiere sie nicht, sondern versuche sie nach wie vor zu unterdrücken. Dafür habe ich meine persönlichen Strategien, telefonieren, ablenken... Und genau das ist falsch! Ich lerne nicht, dass ich mit der Angst alleine, bewusst wahrgenommen, fertig werde und dass sie gar nicht so schlimm ist. Die vermeidungsstrategien sagen mir nämlich "Gott sei dank, dass ich euch habe, sonst hätte ich die Angst nicht aushalten können" . Also wird die Angst wieder als etwas ganz schlimmes abgespeichert. Jedenfalls werde ich jetzt daran arbeiten, gehe ohne Handy aus dem Haus und versuche alleine mit der Angst klar zu kommen, indem ich sie herzlich begrüße, wenn sie kommt. Ich bin gespannt...
Liebe Grüße an euch

06.01.2014 21:47 • x 2 #12


hoperful


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Ja und genau das ist so schwierig für mich.
Ich habe so richtige Pa von Anfang bis Ende nur sehr wenige Male durchgestanden, und das war in den ersten Tagen meiner Erkrankung, als ich dann Anflüge von PA verspürte oder immer noch verspüre lenke ich mich ab, was ja nicht sein dürfte, so dass die Pa nicht richtig ausbricht.
ich bin mir bewusst darüber, dass mir in der Panik nichts passiert, trotzdem kann ich das Gefühl nur sehr schwer aushalten, es ist schrecklich. Das ist der Grund warum ich auch immer noch Beschwerden habe wie Schwindel, Druck auf den Ohren, Konzentrationsschwierigkeite etc. Es ist noch die Angst vor der Angst die sich abgespeichert hat:(

06.01.2014 22:18 • #13


Thea


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In manchen Situationen ist es aber auch sehr schwierig, eine PA auszuhalten.
Wenn ich meine Betablocker nicht hätte, dann würde ich regelmäßig im Auto PA bekommen. Diese dann dort durchzustehen, finde ich schon sehr gefährlich. Man kann ja auch nicht einfach mal überall schnell anhalten, wenn einem danach ist.
Ohne Betablocker hätte ich vielleicht nie wieder angefangen, Auto zu fahren, was dann eine ganze Menge Einschränkungen zur Folge hätte.
Wie soll man in der Situation mit der Angst umgehen ?

07.01.2014 12:28 • #14


Flousen


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Betablocker für deinen Blutdruck?
Naja wie es jeder Therapeut sagt, ausshalten nur so wird es besser

07.01.2014 19:30 • #15


Thea


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Nein, die Betablocker habe ich gegen das Herzrasen bekommen.
Würde sich der Therapeut auch mit in das Auto setzen, in dem ich eine PA auf der Autobahn bekomme ?

08.01.2014 16:23 • #16


Flousen


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Also ich weiss nicht genau was deine Angst is aber ich hatte Panikattacken auf der Autobahn und ja ich hab sie überstanden

08.01.2014 16:30 • #17


Carlotta_09


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@Sonne32
Habe deinen Beitrag regelrecht "verschlungen". Vielen Dank dafür!
Du sprichst davon, dass du die Angst begrüßt (musste fast darüber lachen = nicht bös gemeint).
Aber genau das ist mein Problem: Ich habe selten das Gefühl Angst zu haben, leide aber trotzdem an ständig wechselnden Symptomen.
Werde mich jetzt einfach mal deiner Strategie anschließen, hört sich auf jeden Fall vielversprechend an!

An all die anderen, die mit PA nicht klarkommen: Was bei mir gut funktioniert ist, wenn ich mich während eine PA auf meinen Atem konzentriere. D.h. langsam und tief Ein- und Ausatmen. Konnte so die letzten Attacken gut aushalten. Sie wuchsen nicht bis zur totalen Panik an, sondern ebbten sanft wieder ab. Ein Versuch wäre es also wert!

Grüße alle ganz herzlich!

08.01.2014 18:30 • #18


Thea


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Carlotta,
aber genau dieses kontrollierte Ein-und Ausatmen läßt mich noch verrückter werden. Dann bemerke ich auch diese Extraschläge extrem und dann spult sich das ganze Programm durch. Deshalb quälen mich ja diese Anfälle vor allem nachts oder wenn ich in Ruhe bin.

Auch ich habe vor so einer PA nie ein Angstgefühl. Ich gehe normal ruhig ins Bett und plötzlich fängt es an, manchmal aus dem Schlaf heraus.

09.01.2014 16:16 • #19


Carlotta_09


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Liebe Thea,

ich kann das sehr gut verstehen. Bei mir war es so, dass ich auf ein Buch aufmerksam geworden bin, in dem es um die angstlösende Tiefenatmung geht.

Habe nun also begonnen zu Üben, um für die nächste PA gewappnet zu sein. Als es dann wieder zu einer Attacke kam habe ich versucht, das gelernte umzusetzen. Ich muss gestehen, dass ich dachte: Bitte geh schnell weg, ich atme doch jetzt ganz bewusst. Hab mich aber weiterhin auf die Atmung konzentriert. Und siehe da - die Panik wurde weniger und weniger, bis sie schließlich ganz weg war. Danach war ich mächtig stolz auf mich.

Ich muss aber auch sagen, dass ich es bei der nächsten PA nicht geschafft habe. Die hatte ich nachts und das fällt es mir immer noch sehr schwer. Irgendwie macht mir die Dunkelheit zu schaffen.

Die letzte PA habe ich ebenfalls "weggeatmet". Es klappt also wirklich!

Ich denke, wenn du dich wirklich nur auf deinen Atem konzentrierst, spürst du diese Extraschläge vermutlich kaum mehr. Man kann sich nicht gleich stark auf zwei Dinge konzentrieren.
Ich weiß es kostet Überwindung, die Symptome bei einer PA zu ignorieren, aber ich wünsche dir den Mut, es einmal auszuprobieren!

Ganz liebe Grüße

09.01.2014 17:44 • x 1 #20




Dr. Reinhard Pichler

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