» »


201816.01




65
3
Berlin
44
Der Titel sagt es eigentlich schon. Ich bin neugierig, wie oder wodurch ihr (nach einem langen Leidensweg) erkannt habt, dass ihr völlig in Ordnung seid, so wie ihr seid. Natürlich nur, falls ihr das überhaupt erkannt habt.

Auf das Thema antworten


906
2
Wien
458
  17.01.2018 00:10  
Mir hat es sehr geholfen, mich mit meinen schwierigen bzw. negativen Eigenschaften auseinanderzusetzen und diese zu akzeptieren.
Ich habe von mir selbst nämlich immer gefordert, dass ich solche Eigenschaften nicht haben darf - ansonsten wäre ich ein ganz schlechter Mensch.
Als ich dann aber mal genau hingeschaut habe, habe ich erkannt, dass diese so von mir gefürchteten Eigenschaft überhaupt nicht schlimm sind, sondern vor allem eins: menschlich. Seitdem fühle ich wieder wie eine ganze Person, davor habe ich mich als unvollständig empfunden und darunter gelitten.

Danke6xDanke


12318
7
BaWü
8073
  17.01.2018 01:34  
Ist eben das ganze Geheimnis. Sei dir deiner selbst bewusst, und dann wird's schwierig mit Ängsten. Apropos, wenn noch ein paar klitzekleine Ängste übrig bleiben, nun, wär ja langweilig, seine Neurosen nicht bissle pflegen zu dürfen.

Hört sich doch sehr liebevoll an, wenn man so mit sich umgehen darf.



  17.01.2018 19:27  
Gar nicht, bin schon so auf die Welt gekommen, ist wohl so angeboren.
Naja, jedenfalls fange ich an zu lernen, dass ich eben nur diese eine Person bin und ich wohl oder übel so mit mir leben und akzeptieren muss so wie ich bin.

Danke1xDanke


  17.01.2018 21:38  
Sich selbst lieben hört sich für mich eigenartig an ... ich denke mal ... sich so zu akzeptieren, wie man nun mal ist und dass es einem ein riesengroßes Stück egal ist ... was andere von einem denken ... trifft es eher :wink:
Einen großen Anteil hat meine Therapeutin seit 2 Jahren und meine Familie ... und die Erkenntnis ... größtenteils nur im JETZT zu leben weil man eh nichts ändern kann.

Danke1xDanke


16358
3
6****
5063
  18.01.2018 13:42  
Mich selbst zu lieben habe ich nie gelernt, will ich auch nicht. Für mich ist jemand, der sich selbst liebt ein Narziss. Aber wie schon gesagt wurde, geht es darum, sich so zu akzeptieren, wie man ist.



2
  18.01.2018 14:08  
Also ich finde es ist ein ganz großer Irrtum, dass Menschen, die sich selbst lieben, narzisstisch sind. Gerade das Gegenteil ist der Fall: Wenn man sich selbst wirklich liebt, dann kann man auch gut für andere da sein. Wie willst du andere wirklich lieben, wenn du dich selbst gar nicht liebst? Das geht nicht.

Mir helfen verschiedene Sachen dabei, meine Selbstliebe zu entwickeln. Einmal finde ich es wichtig, regelmäßig gezielt Übungen zu machen, die dir helfen, in die Selbstliebe zu machen. Du kannst dich zum Beispiel selbst umarmen und dabei versuchen, dich in das Gefühl der Selbstliebe bewusst hineinzufühlen. Zum anderen ist es wichtig, darauf zu achten, wenn dir der innere Kritiker gerade mal wieder erzählen will, dass du nicht liebenswert bist.

Mehr Tipps und Übungen zum Entwickeln von Selbstliebe findest du zum Beispiel in diesem Blog, der hat mir selbst sehr geholfen bei meiner Selbstliebe: http://erliebe-dich.de/selbstliebe-entwickeln/

Liebe Grüße, Mila



16358
3
6****
5063
  18.01.2018 14:23  
MilaJ123 hat geschrieben:
Wie willst du andere wirklich lieben, wenn du dich selbst gar nicht liebst? Das geht nicht.


Was in diesem Artikel steht, ist das, was ich als mich selbst AKZEPTIEREN nenne. Liebe ist etwas völlig anderes.



4726
1
RGB-West
3544
  19.01.2018 01:17  
Sehe Ich auch so wie HannaZ und Schlaflose. Akzeptieren ist der bessere Ausdruck, lieben kann Ich nur andere. Wenn ich mich selbst lieben würde, hätte Ich 'ne Dauer-Mola.



  19.01.2018 01:47  
Akzeptieren bedeutet für mich, dass man was duldet. Finde ich ein zu wenig, was wie man sich selber sehen soll.

Liebe bedeutet für mich. Das man alles tut, dass man Glücklich ist. Alles für ein macht, wenn es andere nicht schadet. Und ich finde diese Einstellung genau richtig. Genau das sollte man für sich selber wollen und auch alles dran setzten.
Zitat:
r mich ist jemand, der sich selbst liebt ein Narziss

Genau diese Einstellung hat mir meine Mutter vermittel und auch, dass es Arrogant ist, wenn man stolz auf was ist, was man geschafft hat.
Ist das wirklich richtig? Es hat nicht wirklich zu in Gesunden Selbstbewusstsein geführt.

Was Ihr als Selbstliebe sieht( HannaZ, Veritas und Schlaflose). Sehe ich als Arrogant , eingebildet.

Ein Narziss ist nur in der Lage sich selber zu lieben. Mangel an Empathie usw keine Rücksicht auf andere nimmt. Andere Fertigmacht, um sich selber besser dazustellen.

Danke1xDanke


  19.01.2018 20:13  
Klar kann man Selbstliebe für "falsch" halten, für narzisstisch, für nicht erstrebenswert oder was auch immer.

Die Liebe zu sich selbst ist etwas, was einem passiert, ein Gefühl eben.
Etwas, was man erlebt.

Entweder man macht diese Erfahrung mit sich selbst oder man kennt die Erfahrung nicht.
Wenn man sie nicht kennt, dann kann man zwar darüber reden, aber man weiß dann eigentlich gar nicht, wovon man redet.

Kann man von Traurigkeit reden, wenn man nie traurig gewesen ist, die Traurigkeit nicht kennt?
Man kann.
Aber welche Bedeutung kann dann das Gesagte haben?
Nur für sich selbst, also für den, der darüber redet, ohne zu wissen, wovon er redet, erfüllt dieses ahnungslose Darüber-reden einen Zweck, aber mit der "Materie" an sich hat das gar nichts zu tun.

Der Weg dorthin?
Sicherlich sehr unterschiedlich.
Viele Wege führen nach Katapulkolim.



16358
3
6****
5063
  20.01.2018 10:26  
Immun hat geschrieben:
Liebe bedeutet für mich. Das man alles tut, dass man Glücklich ist. Alles für ein macht, wenn es andere nicht schadet. Und ich finde diese Einstellung genau richtig. Genau das sollte man für sich selber wollen und auch alles dran setzten.


Nein, also für mich ist das nicht die Definition von Liebe. Liebe bedeutet für mich das Gefühl, mich nach jemanden zu sehnen, wenn er nicht da ist, Angst um ihn zu haben, wenn es ihm schlecht geht, das Verlangen nach körperlicher Zärtlichkeit mit der Person, Geborgenheit im Beisein dieser Person u.ä.

Ich tue alles für mich, was mich zufrieden und glücklich macht. Dafür brauche ich mich nicht zu lieben. Das ist selbstverständlich für mich.

Immun hat geschrieben:
Akzeptieren bedeutet für mich, dass man was duldet. Finde ich ein zu wenig, was wie man sich selber sehen soll.

Akzeptieren beinhaltet, dass man sich wegen seinen Fehler und Unzulänglichkeiten nicht schlecht fühlt, sondern sie als einenTeil seiner Persönlichkeit und Identität ansieht. Wenn man dazu in der Lage ist, geht es einem automatisch gut.



  20.01.2018 10:34  
War ein sehr, sehr langsamer Prozess.



153
7
78
  20.01.2018 11:29  
Das Thema Selbstliebe ist für mich eine Fremdsprache.

Ich kenne dieses Gefühl nicht. Ich kann nicht sagen dann und dann habe ich mich geliebt.



  20.01.2018 11:40  
Selbstliebe setzten ja viele mit Arroganz gleich.




  20.01.2018 12:35  
Ich denke dass es zwischen Selbstliebe und Akzeptanz Unterschiede gibt.

Akzeptanz hört sich für mich eher negativ behaftet an, so wie "So bin ich/so ist das nun mal", ob man damit glücklich ist oder nicht.

Selbstliebe ist eher so was wie "Selbstwertschätzung". Man ist mit sich selbst, mit seiner Einstellung zu sich und seinen zb Handlungsweisen, Lebensführung und Gewissen im Reinen. Man wertschätzt sich selbst wie man ist, man versucht sich selbst glücklich zu machen und sich tief im Inneren ausgeglichen und gut zu fühlen.

Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Denn für das Gefühl der Selbstliebe muss man auch an sich arbeiten. Zum Beispiel innere Konflikte zu lösen, bestimmte Situationen abzuschaffen oder zu verbessern, über sich selbst zu reflektieren und auch lernen mit sich selbst zufrieden zu sein. Also sich beispielsweise sagen "Danke dass es mich gibt. Danke dass ich gesund bin. Danke dass ich die Fähigkeit habe, für mich und für andere Gutes zu tun" usw. Daraus schöpfe ich täglich Kraft.

Es ist nicht so dass man vor dem Spiegel steht und denkt "Boah, bin ich toll!". Im Gegenteil. Man sollte bescheiden und einfach dankbar dafür sein, dass man existiert und man dieses Gefühl auch an andere weitergeben kann, indem man sowas fühlt wie "Schön dass es dich gibt und ich mein Leben und meine Liebe mit dir teilen darf".

Amen! :-}



389
4
125
  20.01.2018 14:05  
Veritas hat geschrieben:
Sehe Ich auch so wie HannaZ und Schlaflose. Akzeptieren ist der bessere Ausdruck, lieben kann Ich nur andere. Wenn ich mich selbst lieben würde, hätte Ich 'ne Dauer-Mola.


:mrgreen:
Sehr gelacht. Vielen Dank.
Das wäre dann selbst begehren - quasi die Königsdisziplin....

Danke1xDanke


16358
3
6****
5063
  20.01.2018 15:22  
marya hat geschrieben:
,
Akzeptanz hört sich für mich eher negativ behaftet an, so wie "So bin ich/so ist das nun mal", ob man damit glücklich ist oder nicht.


Akzeptieren heißt annehmen. Wenn man sich so annimmt, wie man ist, ist man mit sich im Reinen.

Ich denke, dass wir eigentlich alle dasselbe meinen, nur dass der Begriff "Liebe" für manche nicht der richtige für diesen Zusammenhang ist.


« Zwang sich selber Fertig zu machen Stinke ich wirklich ? » 

Auf das Thema antworten  18 Beiträge 

Foren-Übersicht »Phobien Forum »Spezifische Phobien & Zwänge


 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 

Ich habe gelernt.

» Gedichte, Gedanken, Zitate & Weisheiten

3

1475

10.11.2009

Gelernt die Angst zu Akzeptieren

» Agoraphobie & Panikattacken

28

7316

11.03.2016

Angeboren , oder gelernt?

» Agoraphobie & Panikattacken

28

1617

16.11.2008

15 Jahre Angststörungen und nichts gelernt !?

» Agoraphobie & Panikattacken

4

3185

04.02.2008

habt ihr gelernt Gefühle zu zeigen?

» Agoraphobie & Panikattacken

17

1301

01.10.2008








Phobien Forum