Hallo Kimmy!
Zitat:Wie oft und in welchen Abständen war dein Therapeut mit dir üben und mußtest du die Übungssituationen immer alleine aussuchen?
Wir haben in einigen Sitzungen spontan entschieden, ob wir uns auf den Weg machen.
Das war gut so, ich war dann im Vorfeld nicht so aufgeregt.
Bei mir waren das ja so Situationen wie Bahn fahren. Ich hatte also immer auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn Angst.
Beim gemeinsamen Üben stellte sich aber heraus, das die Unruhe schon viel eher da war. Nämlich schon kurz vor dem Bahnhof, wo es anfing lebendiger auf den Straßen zu werden. Wir sind dort dann auch stehen geblieben und ich mußte meinem Therapeuten genau sagen, wie ich mich gerade fühle, was ich wahrnehme.
Es war faszinierend. Ganz ehrlich, ich war beeindruckt und beobachte mich seitdem wesentlich genauer.
Vielleicht sollten auch gesunde Menschen mal eine Therapie machen, man lernt so viel über sich.
Meine Solo-Übungssituationen haben wir auch gemeinsam besprochen. Meinem Therapeuten war wichtig, das ich mir nicht zuviel zumute, sondern lieber in kleinen Schritten zurück ins normale Leben finde.
Und so hat es für mich auch funktioniert.
Ich war ihm so dankbar, ich hab ihm bei der letzten Sitzung eine Flasche Rotwein mit Widmung drauf geschenkt und ihm einen schönen Sommerabend mit seiner Frau gewünscht. Das war mir echt ein Bedürfnis.
Mein Psychologe paßte aber auch zu mir, wie die Faust aufs Auge.
Und das war wohl das Allerwichtigste !
Kimmy, Du packst das auch, ganz sicher!
Hör auf Deinen Bauch..... vielleicht ein neuer Therapeut?
Denk dran, es geht nur um Dich, um Deine Gesundheit.