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hallo ihr,

ich hatte heute einen schlimmen Termin für mich meistern müssen.
War ein Termin mit meiner Anwältin und jemand anderen noch wo ich was aussagen musste.

Jetzt komme ich mit mir gar nicht mehr klar..
ich hatte vor dem Termin und auch jetzt heute danach keine dissoziationen, keine flaschbacks und selbstverletztungsdruck. das klappte alles super und wenn ich merkte das die anspannung stieg konnte ich die ganzen letzten tage super meine skills einsetzten.

Nun ist es so das mir schon seit mehreren Wochen häufig übel ist. Seit ca. 2 Wochen ist mir dauerübel.
Es hilft nur mal wenn ich Tabletten nehme oder mich ablenke. das hilft dann aber nur für ein paar stunden und dann ist sie wieder da.
Ich habe die übelkeit auch in situationen in denen ich gar nicht weiß warum sie da ist. Zum beispiel wenn ich gerade was im haushalt mache oder ich war letztens am malen und sie war da...
Vermeide immer mehr und baue mir gerade ein richtiges sicherheitsverhalten auf.
ich hatte am samstag das letzte mal meine Therapeutin(ist mit ihrere praxis in einer anderen stadt nun) und die meinte ich müsse versuchen ein wenig die wieder abzubauen. So viel konnten wir daran nun auch nicht arbeiten da es die letzte stunde war und davor hatte ich sie nicht häufig mehr in der therapie.

Meine Vermeidungs und Sicherheitsverhaltensmaßnahmen sind zum beispiel: immer eine Tüte bei mir zu haben und/oder mülleimer bzw. toiletten in der nähe zu haben. Wenn ich das nicht habe wird die übelkeit gleich viel mehr.
Tabletten immer dabei haben..
Wenn ich höre das jemand krank ist mit magen darm, vermeide ich diese orte.
ich gehe grade in keinen einkaufsladen mehr wo keine toiletten sind oder in kein großen laden mehr, denn da könnte man nicht mehr so schnell raus kommen...
Mittlerweile passiert es mir auch das meine sozialen Ängste schlimmer werden, da da im Kontakt mit menschen die Übelkeit nur noch verstärkt wird...
ja so das als kleinen überblick...

heute war es extrem, wobei es natürlich auch sein kann, das mich das erzählen(traumaerlebnisse) so belastet haben. Die Übelkeit war heute nicht emhr wegzubekommen. habe jetzt so tabletten dafür eingenommen und langsam wird es ein klein wenig besser.
jetzt fahre ich morgen meine schwester besuchen und habe jetzt schon angst. Weil ich nicht weiß wie das klappt mit dem essen dort und schließlich ist das eine Klinik. Nachher ist da auch jemand mal krank und dann stecke ich mich an....
Oder das ich mich auf der Autofahrt übergeben muss, gestern wo wir zu ihr gefahren sind war die übelkeit dort auch richtig stark..
.
Diesen gedanken hatte ich bis jetzt, also auch letztes wochenende noch nicht.

ich merke wie ich mich immer mehr in diesen teufelskreis mich dort befinden und gerade da keinen selbststädnigen ausweg mehr finde...im gegenteil es wird immer schlimmer...
mir ist das alles so peinlich das ich so welche gedanken habe...

Kennt ihr das was ich so beschrieben habe und wenn ja was hilft euch da so?

Freue mich auf antworten und austausch:-)

Mit lieben Grüßen,
Delphin

04.10.2013 18:48 • 12.10.2013 #1


3 Antworten ↓


Zitat:
Meine Vermeidungs und Sicherheitsverhaltensmaßnahmen sind zum beispiel: immer eine Tüte bei mir zu haben und/oder mülleimer bzw. toiletten in der nähe zu haben. Wenn ich das nicht habe wird die übelkeit gleich viel mehr.


Also immerhin kannst du dir dadurch schonmal sicher sein, dass es die Psyche ist und keine körperliche Krankheit - bleibt zwar genauso unangenehm, aber immerhin musst du es nicht als gefährlich bewerten. Das kann ja auch schon helfen.
Außerdem: du hast dich noch nicht einmal davon übergeben, oder? Du hast den Anwalttermin geschafft, ohne dich zu übergeben. Da ist zu deiner Schwester in die Klinik fahren doch ein Kinderspiel gegen!

Ansonsten kenne ich das aber, ich scheine auch zu üsychosomatischer Übelkeit zu neigen, wie ich in den letzten Monaten feststellen musste. Also wenn es ganz akut ist, hilft mir das bewusste Atmen und ansonsten hilft nur, sich zwingen, all die Sachen trotzdem zu machen. Irgendwann konzentriert man sich nicht mehr auf die Übelkeit und sie wird tatsächlich besser. Man muss lernen sie auszuhalten und zu ignorieren. Also was würdest du tun, wenn dir nicht übel wäre? -- Tu es trotzdem. Das gibt einem das Vertrauen in den eigenen Körper zurück.

05.10.2013 09:50 • #2



Dauerhafte Übelkeit / Brechreiz Erfahrungen - was tun?

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Du versuchst gegen ein Symptom zu kämpfen, dabei ist es die Ursache, gegen die du etwas tun musst.

Jeder kennt den Ausdruck: Mir dreht sich der Magen um, oder Da wird mir ganz übel, - wenn seelischer Druck entsteht.

Du scheinst ständig unter einer Anspannung zu stehen. Dieser musst du entgegenwirken.

05.10.2013 10:07 • #3


Hallo,

@Katatro-Fee,

ja ich weiß auch das es nicht körperlich ist, wobei ich halt manchmal totale Panik habe es könnte so was wie magen-darm werden.
ich versuche zu hause auch alles zu machen, also was ich machen würde wenn mir nicht übel wär-das geht so gerade.
Aber draußen, wenn ich unter menschen gehe, gestaltet es sich zunehmend schwieriger. Und dabei sage ich mir immer das ist nur deine psyche. Und versuche auch bewusster ein zu atmen, aber meistens klappt es noch nicht gut.Außer wenn ich dann tabletten dagegen nehme oder ich mir sage, na ja notfalls hast du ja eine tüte mit ect.
Wobei das ja, denke ich mal, totales sicherheitsdenken ist...

Mit lieben Grüßen,
Delphin

12.10.2013 18:08 • #4




Prof. Dr. Borwin Bandelow