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_Noah_
Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Oder was hilft euch am besten um damit umzugehen? Ich habe weder einen Magen-Darm Virus noch sonst einen Infekt aber ich habe aktuell selbst bei Hunger jedes Mal Schwierigkeiten etwas zu essen da mir sofort schlecht wird oder ich einen Brechreiz bekomme. Das macht mich psychisch einfach nur fertig. Ich muss essen um zu funktionieren und ich will nicht noch mehr ungewollt abnehmen aber es fällt mir aktuell echt mega schwer. Ich schätze, dass das typische Angst und Stress Symptome sind, denn anders kann ich es mir nicht erklären.

Ich habe schon alles versucht, Entspannungsübungen, PMR, Tee gegen Übelkeit, Wärmflasche, etc. Dennoch sitze ich gerade seit einer Stunde herum und versuche ein Brötchen zu essen. Habt ihr Tips wie ich davon wegkomme bzw wie sich die Lage bessern kann?

17.12.2021 09:52 • 20.12.2021 #1


13 Antworten ↓


J
@Zi-zi Ich denke Du hast die Ursache ganz gut erkannt Angst und Stress, daher müsstest Du versuchen an den Ursachen heranzugehen. Okay, das ist leichter gesagt als getan, gleichwohl solange die da sind, wird dein Körper sich nicht beruhigen!

17.12.2021 10:00 • x 1 #2


A


Brechreiz und Übelkeit aus Angst und Stress

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_Noah_
@2506 Ich weiß halt leider aktuell echt nicht was ich machen soll, wenn ich ehrlich sein muss. Ich habe vor zwei Tagen mit meiner Therapeutin darüber gesprochen und sie sagte auch, dass ich versuchen soll den Stress und die Angst zu reduzieren. Ich habe bisher viel in der Therapie gelernt und versuche nun die ganze Zeit diese Tips und Tricks anzuwenden, um eben runter zu kommen. Leider hatte ich bislang jedoch eher kaum Erfolg damit, was mich ziemlich frustriert

Ich versuche mich überwiegend abzulenken damit ich nicht allzu sehr darüber nachdenke aber jedes mal wenn ich ans Essen denke oder Hunger verspüre bekomme ich automatisch Panik da ich nicht weiß ob ich essen soll oder nicht + wenn ich essen versuche wird es echt zur Qual, da ich Angst habe, dass mir wieder schlecht wird.

17.12.2021 10:15 • #3


J
@Zi-zi Wodurch hast Du den Stress? Durch das Thema Essen?

Das ist natürlich wie Du schreibst, einen Teufelskreis den nur Du selber durchbrechen kannst. Mir fällt da gerade keine Lösung ein, außer das bereits erwähnte und von deiner Therapeutin. Ich weiß nicht ob Ablenken das richtige ist, weil wie Du schreibst, sobald die Situation da ist, geht es ja wieder los.

17.12.2021 10:25 • x 1 #4


_Noah_
@2506 Genau. Ich glaube ich fühle mich momentan etwas getriggert, da ich als Jugendliche leider unter einer Essstörung litt. Das war aber Gott sei Dank schon seit langem überhaupt kein Thema mehr für mich. Ich hatte jedoch leider im November eine richtig blöde Gastritis, die etwas lange gebraucht hat um abzuheilen, da der Grund höchstwahrscheinlich auch Stress und Angst war. Dadurch hatte ich auch etwas Probleme mit dem Essen, da ich entweder Magenschmerzen hatte oder mir auch schlecht wurde. Jetzt ist vor einiger Zeit der Stress und die Angst erneut mehr geworden und ich habe ungewollt etwas an Gewicht verloren, da ich durch die Anspannung nicht viel essen konnte und jetzt habe ich eben Angst um meine Gesundheit.

Ich habe schon mit meiner Hausärztin gesprochen und sie meinte auch, dass ich zwar schlank bin aber keinesfalls magersüchtig und sie kann nachvollziehen, dass Stress und Angst eben eine große Rolle auf den Magen und Appetit ausüben. Ich möchte wieder versuchen mehr und regelmäßig zu essen aber ich habe aktuell wahrscheinlich unbegründet Angst vor dem sogenannten Refeeding Syndrom. Mir wurde auch schon gesagt, dass ich davon nicht betroffen bin und mir keine Sorgen machen muss aber es ist eben leichter gesagt als getan.

17.12.2021 10:46 • x 1 #5


J
@Zi-zi vielleicht solltest Du dich beim essen nicht aufs Essen konzentrieren!? Nur so eine Idee! Nicht ganz einfach!

17.12.2021 10:51 • x 1 #6


_Noah_
@2506 Jaaa. Ich glaub ich verstehe was du mir sagen willst

Es ist tatsächlich ein guter Ansatz und mir haben schon neulich viele gesagt, dass ich aufhören sollte mir so viele Gedanken zu machen. Es ist nur leider wirklich deutlich einfach gesagt als getan und damit habe ich wahrscheinlich momentan die größten Probleme. Aber gut.. Früher oder später muss es ja endlich mal vorbei sein.

17.12.2021 11:05 • #7


J
@Zi-zi Ja, das mit dem Sagen können viele, insbesondere diejenigen die (angeblich) meinen keine Probleme zu haben. Wenn wir hier im Forum dazugehören würden, dann wäre wir nicht hier Man muss es zulassen, bzw. sich darauf einlassen, dass was es hier an Tipps gibt, soweit sinnhaft, umzusetzen/darüber nachzudenken. Erst heute Morgen hat mir ein Mitglied sehr gute Ansätze gegeben. Es dauert immer eine Weile bis es angekommen ist, aber die Tür hat man schon mal im Blick!

Vielleicht schaust Du einen Film und das Essen läuft so nebenbei?

17.12.2021 11:12 • x 1 #8


_Noah_
@2506 Ich bin gerade dabei mich anzuziehen und vorerst eine kleine Runde mit meinem Hund Gassi zu gehen. Evtl. komme ich da auf andere Gedanken und etwas runter. Danach gucke ich mal wie es weitergehen wird. Aber ja, der Tag ist noch lang. Daher kann ich bei Gelegenheit sicherlich einen Film oder Serie gucken Einen Versuch ist es zumindest wert.

17.12.2021 11:14 • #9


J
@Zi-zi Das hört sich nach einem guten Plan an

17.12.2021 11:15 • x 1 #10


Icefalki
Thema bei dir ist auch Erwartungsangst. Du wartest förmlich auf die Übelkeit und den Brechreiz, weil du die Gastritis noch im Kopf hast, und die alte Esstörung auch noch triggert.

Ist immer so, wir alle haben unsere Baustelle und reagieren dann eben dementsprechend.

Mach dir das mal richtig klar. Als nächstes darf dein Magen rumzicken. Ist deine persönliche Schwachstelle, die hast du eben. Ergo, nicht Nichts haben wollen, sondern akzeptieren, dass der Magen noch ne Weile rumzicken wird und das auch darf.

Je weniger du das als furchtbar oder gefährlich interpretierst, desto besser.

Und esse jetzt auch noch bissle die gut verdaulichen Speisen, damit der Anfang leichter wird.

17.12.2021 11:47 • x 1 #11


_Noah_
@Icefalki Sowas ähnliches hat meine Therapeutin auch zu mir gesagt. Bzw ich leide schon die ganze zeit unter einer falschen Erwartungshaltung bzw Erwartungsangst, wie du hier beschreibst. Diese bezieht sich immer wieder auf unterschiedliche Themen, jedoch sind die Muster sehr häufig gleich.

Ich habe beispielsweise sehr oft Angst vor der Ungewissheit und denke dementsprechend sehr häufig ängstlich über Dinge nach, die im schlimmsten Fall passieren können oder werden, natürlich immer etwas was mega katastrophal ist und das fördert die Angst natürlich umso mehr. Hatte neulich in der Therapie ein anderes Beispiel aus meiner Jugend genannt, wenn es um die Schulzeit ging, wo ich mir regelmäßig Sorgen um meine Noten + schulischen Leistungen gemacht habe und mich diesbezüglich jedes Mal als Versager abgestempelt habe, weil ich davon ausging, dass etwas schief gehen wird, oder dass ich viel, viel schlechter bin als andere Schüler.

17.12.2021 12:50 • #12


J
@Zi-zi Na wie hat es geklappt bzw. klappt es? Ich hoffe es ist besser geworden?

18.12.2021 17:39 • x 1 #13


_Noah_
@2506 Es ist ein kleines bisschen besser geworden, ja. Ich glaube meine Psyche spielt mir aktuell immer noch einen Streich und lässt Dinge schlimmer erscheinen als sie sind. Aber soweit geht's mir gut. Ich halte mein Gewicht Gott sei dank aktuell und esse zumindest immer über den Tag verteilt etwas, daher muss ich mir da jetzt erst mal keine Sorgen machen, dass ich keine Energie über den Tag habe. Denn so geht's mir körperlich tatsächlich gut.

20.12.2021 16:09 • x 1 #14


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