Hallo ich möchte nur mal kurz zu was zu einer, ich sag mal "Anatomiephobie" erzählen.

Also es ging nur etwa ein halbes Jahr lang so, dass ich im Bett zum Schlafen den Drang hatte mein Körper detailiert vorzustellen was mich beängstigte. Vor allem wenn ich mich sehr subtiel auf MEIN Skellet konzentriert habe. Das Skellet als allgeimeine Vorstellung war es also nicht.

Hat das jemand auch oder mal gehabt?

04.02.2012 20:20 • 30.11.2019 #1


19 Antworten ↓


jaaaaaaaa das kenne ich.. ich ekel mich dann manchmal vor mienen eigenen organen.. oder auch vor der zunge... sehr sehr unangenehm...

04.02.2012 20:53 • #2


zWo3
Wow genau das hab ich auch seid 2004 und weis nicht wieso das Gefühl ein Skelett in mir zu haben wird immer unerträglicher und ich weis nicht wieso könnt ihr mir sagen wie ihr das behandelt habt und was das alles ist?

Hoffe auf Antworten!

Lg

Daniel

PS: Falls ihr Texte wollt wo es genau drin steht nur fragen! Danke

04.01.2015 12:32 • #3


Hallo. Ich kenne das sehr gut. Hatte als Kind schon Angst vor Innereien und Krankheiten etc. Die Vorstellung an all das jagt mir heute noch einen Schauer über den Rücken. Manchmal ist es schwer zu ertragen. Ich fragte mich immer, warum das so ist und man so anders tickt. Ich habe mit 30, also erst im letzen Jahr erfahren, dass ich ADHS habe. Man neigt dabei zu nicht enden wollenden Gedankenkarussellen. Vielleicht sollte man sich in die Richtung nochmal testen lassen.

16.02.2017 00:35 • #4


Ich arbeite bei einem Arzt und finde es total spannend wenn es um Verletzungen umd Krankheiten anderer geht. Wenn ich mir aber z.B. vorstelle wie es aussieht, wenn mein Herz schlägt dann ekelt es mich so an. Oder auch das Gehirn..alles was wir machen und denken wird vom Gehirn gesteuert..schon irgendwie gruselig.

20.02.2017 13:02 • #5


zWo3
Um das ganze mal hochzuholen, gibt es leute die sowas ähnliches kennen? Gibt es Menschen die auch so eine "Anatomie Phobie" haben. Wäre schön wenn sich welche melden würden.
Ich leide schon sehr lang daran, mir ist bis heute nicht bewusst wieso ich diese Angst habe warum ich mich vor meinen eigenen Knochen ekle und es wiederlich finde daraus zu bestehen, weil es ja eigentlich ganz natürlich ist.

Hoffe jemand meldet sich und man kann darüber sich austauschen.

Lg

23.11.2017 10:16 • #6


Ich leide seit meiner Kindheit an so einer Phobie. Bei mir ist sie sehr extrem. Sobald ich etwas über Anatomie höre, lese oder sehe, wird mir total schwarz vor Augen und ich kippe um. Jeder Arzt/krankenhausbesuch ist für mich die Hölle. Überall diese ganzen Geräte, die Geräusche und Fotos. Allein der Gedanke was dort alles gemacht wird. Ich konnte damals in der Schule nie Anatomie mitmachen, da ich ständig umgekippt bin, wenn wir darüber gesprochen haben. Sobald ich irgendwas über unseren Körper lese, wird mir schwarz vor Augen und muss mich hinlegen. Selbst jetzt, wo ich diesen Text schreibe. Blut kann ich natürlich auch nicht sehen, es reicht schon, wenn jemand sagt, er hat sich geschnitten. Ich muss die Wunde nichtmals sehen, es reicht allein der Gedanke, dann kriege ich Schweißausbrüche und liege wieder. Was natürlich total unangenehm vor anderen Leuten oder Freunden ist, oft wurde ich deshalb schon ausgelacht. Das ist im Alltag natürlich echt nicht toll und es belastet mich auch sehr, ich muss schließlich überall damit rechnen. Letztens saß ich im Bus und vor mir haben sich zwei über Blutspende unterhalten, ich musste echt aussteigen, da mir ganz übel wurde.
Schrecklich ist es auch, wenn ich meinen eigenen Herzschlag spüre, da könnte ich durchdrehen.
Es ist also wirklich sehr heftig bei mir.

29.11.2017 11:08 • #7


pferd123
Boah Leute, das habe ich auch. Dachte sowas gibt es nicht.

29.11.2017 11:42 • #8


zWo3
Hallo,

Danke an eure Rückmeldung, wie wirkt sich das ganze bei euch aus? @Ci91ndy bei dir hört sich das mehr nach Blutphobie an oder? Bist du in Behandlung wie nennen die Ärzte das?

@pferd123

Wie wirkt sich das ganze bei dir aus? Wäre schön wenn man sich austauschen könnte, umd das ganze evtl besser zu verstehen.

Lg

29.11.2017 14:07 • #9


pferd123
Bei mir isr es so, dass wenn ich an Leichen denke und Skelette, Ekel ich mich. Dann denke ich: heftig, du hast das alles aus und bestehst daraus. Du hast auch einen Schädel und siehst irgendwann gruselig aus.
Dann der Ekel generell vor toten und Knochen. Aber ich bestehe selbst daraus und kann nicht wegrennen. Versteht ihr das ?

29.11.2017 15:18 • #10


zWo3
Wow ok das hört sich wirklich fast wie bei mir an?! Wahnsinn seid 2004 ... habe ich diese Angst / Phobie oder was auch immer das ist, weist du wie das bei dir passiert ist? Hast du eine Diagnose? Wenn du willst kann ich dir mal Texte von mir Zeigen ob dir das bekannt vorkommt.

Es ist schön wenn man sich mit anderen austauschen kann die ähnlich empfinden.

Lg

29.11.2017 16:23 • #11


pferd123
Eine Diagnose habe ich nicht. Ich glaube, dass es generell Angst vor dem Tod ist. Ich kann mir zum Beispiel auch nicht vorstellen jemals als leiche im Sarg zu liegen. Und ich selbst bin dann das, wovor ich Angst habe. Einfach heftig

29.11.2017 16:29 • #12


zWo3
Ja bei mir ist das hauptproblem eigentlich das ich aus "knochen" bestehe und das ich das skelett bin sozusagen gibt auch phasen wo das kaum vorhanden ist , früher waren das eher so zwangsgedanken .. aber hat sich im Laufe der Zeit verändert. Wie lang hast du das schon? Angst vor dem Tod ja das hab ich auch sehr oft... die Tatsache das ich eines Tages tod sein werde geht mir garnicht in den Kopf vielleicht hängt es auch damit zusammen ich weis es nicht.

Falls du Lust hast meine Texte zu Lesen sag bescheid.

Lg

29.11.2017 16:49 • #13


pferd123
Ja, zeig her

29.11.2017 16:52 • #14


zWo3
Hoffe es melden sich noch weitere die das so ähnlich haben oder kennen würde mich sehr freuen! Um sich austauschen zu können! Lg

29.11.2017 20:07 • #15


Hummel77
Oh Gott..... ich dachte auch immer, sowas gibt es garnicht und ich bin der einzige Mensch der sowas empfindet.
Ich bin froh hier zu lesen dass es auch noch andere gibt die das kennen.
Bei mir betrifft es hauptsächlich den Kopf. Den Schädel an sich und das Gehirn. Das ist so ekelhaft wenn ich darüber nachdenke. Ich möchte am liebsten davonrennen und kann gar nicht akzeptieren dass das wirklich in mir drin ist.
Aber das habe ich zum Glück nicht oft. Wenn es kommt, dann kommt es meistens wenn ich abends im Bett liege. Ich schiebe den Gedanken dann aber immer ganz schnell weg und versuche an was anderes zu denken. Das funktioniert meistens auch ganz gut.

28.11.2019 14:14 • #16


zWo3
Hey Hummel77,

freut mich zu hören das es doch andere gibt die so eine "abstrakte" Angst haben. Darf ich fragen wie lange du das schon hast?

Und hast du eine Diagnose? Wenn ja welche.

Wäre schön wenn man sich austauschen könnte.

Lg

29.11.2019 19:38 • #17


kritisches_Auge
Ich kenne das auch, aber bei mir ist es keine Angst sondern eher ein Unbehagen an der Grenze zur Angst, früher war es intensiver als heute.
Bei mir betraf oder betrifft es die Knochen und aber hauptsächlich die inneren Organe, ich kannte übrigens einmal einen Jugendlichen der es nicht ertrug seine Bauchschlagader anzusehen

Vielleicht ist es bei mir eher ein Zwangsgedanke als eine Angst, bei einem " feinem" Essen mit einem fein gedecktem Tisch stelle ich mir den Verdauungsvorgang dieses Essens vor. Schon längere Zeit dachte ich nicht mehr daran, aber nun werden die Gedanken wieder lebendig.

Blut hat mich schon immer fasziniert. auch vor Spritzen habe ich keine Angst und der Gedanke wie es durch meinen Körper fließt, gefällt mir eher.

Ich habe eine Freundin die oft vom Körper spricht, dass der Körper dieses oder jenes braucht,ich will dagegen möglichst selten an meinen Körper denken- aber wie gesagt, es ist nur ein Unbehagen.

30.11.2019 09:15 • #18


zWo3
Hey kritisches_Auge

Danke für deine Antwort ist ja doch interessant zu Lesen wieviele damit zum Kämpfen haben... ich habe das ganze seit 2004.. hast du eine Ahnung woher das kommt? Es gibt Phasen da komm ich mit der Tatsache nicht klar das in mir Knochen sind wie eine Art Fremdkörper und dann kommt Angst und ein Gefühl das ich Sie "herausschneiden" soll . Natürlich tu ich das nicht.. aber es ist ein wiederliches Gefühl.

Gibt aber auch Phasen wo es sogut wie komplett weg ist.. wenn es aber dann wieder auftaucht ist es oft für mich unvorstellbar Wochen / Monate mit den "Knochen" gelebt zu haben.

Alles sehr schräg und schwer aushaltbar. Früher würde ich sagen waren es definitiv Zwangsgedanken jetzt ist es eher eine Art "Körpergefühl".

Hast du eine Diagnose?

Ich hoffe sehr das diese Ängste ganz verschwinden. Es nimmt mir jegliche Lebensfreude.

Lg

PS: Im Sommer geht es mir meistens Besser, da hab ich diese Phasen nicht so stark wie Herbst/Winter.

30.11.2019 10:32 • #19


kritisches_Auge
Ich ekele mich nicht, mir ist es nur unheimlich und nie hätte ich mir Ultraschallaufnahmen oder Röntgenbilder ansehen wollen. Ich dachte lange nicht mehr daran und wie ich schon schrieb, es ist nur ein Unbehagen.

Mir geht es übrigens im Winter viel besser.

Vor einiger Zeit, diese Diagnose ist heute sicher veraltet, wurde die Diagnose " Angstneurose" erstellt, dieser kann ich mich ganz und gar anschließen, später hieß es auch " Posttraumatische Belastuingsstörung", aber ich habe keine Flash backs, nur Erinnerungsbilder.

Mir scheint, dass diese Erscheinung sehr viel mit Hypochondrie zu tun hätte, neigt ihr dazu?
Bei mir wurde eine Depression ausgeschlossen, dazu habe ich auch keine Beziehung, auch eine Sozialphobie kenne ich nicht, Small talk meide ich zwar, aber das hat andere Gründe.

Ich bin kein Fachmann sondern nur sehr interessierter Laie, von Jugend an habe ich mich mit Psychologie beschäftigt, aber mir scheint als ob eine Sozialphobie und eine Hypochondrie einen gemeinsamen Nenner hätte, die Angst vor einer kommenden Katastrophe, einmal sind es andere Menschen, einmal der eigene Körper der zum Gegner wird. Es ist, als schwebe ein Schwarzer Vogel über einem der jeden Augenblick zuschnappt.

Es gibt übrigens eine Störung in der man einen Teil seines Körpers als fremd empfindet, z.B. sein Bein oder seinen Arm oder einen Finger und es gibt Menschen die alles dafür tun damit dieser Teil den sie als fremd erleben, amputiert wird. Aber ich meine, das ist eine andere Störung, mit anderen Wurzeln.

30.11.2019 15:34 • #20




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Prof. Dr. Borwin Bandelow