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Hallo, ich bin grade neu hier, hab mich angemeldet weil meine Psyche mich grade fertig macht:/ Ich leg einfach mal los:
Vor etwa 3 Jahren hatte ich mal eine depressive Phase, aber eher so ein 'Teenager-Problem'. Das wurde auch besser (mit Therapie) und war ganz lange komplett vergessen. Vor ca. 9 Monaten ging es dann wieder los, diese grundlose Trauer, und so ein 'grauer Schleier' der irgendwie über allem liegt, sei es der Sommerurlaub, Zeit mit der Familie etc. Ich habe ewig gewartet dass es einfach vorbei geht, aber ging nicht.Ich habe nie wirklich dran gedacht mich umzubringen, aber irgendwiekam der Gedanke einfach in meinen Kopf, so nach dem Motto was wäre wenn... Das hat mir total Panik gemacht dass ich überhaupt daran denke, aber irgendwie hat es mich auch nicht soo schockiert, und das fand ich auch so schlimm, weil ich dachte es müsste mir doch mehr Angst machen dass ich überhaupt über das Thema an sich nachdenke. Ich hatte dann auch manchmal so kleine Panikattacken, also Herzrasen uns totale Angst wenn ich gemerkt habe dass die Gedanken wiederkommen. Ich bin dann irgendwann zur Therapeutin von damals wieder hin, und dadurch, aber auch durch Ablenkng wurde es besser. Allerdings, und ich habe keine Ahnung wie das so plötzlich kommen konnte, war ich irgendwie aufeinmal genervt von meiner Schwetser, vollkommen grundlos. Und dann kam mir irgendwie so ein Horrogedanke, was wäre wenn ich jetzt total psycho werden würde, und meiner Familie etwas antue. Es fällt mir super schwer das grade nur zu schreiben, und macht mir unglaubliche Angst. Meine Eltern und meine Schwester sind die aller allerwichtigsten Menschen in meinem Leben, wir haben ein super Verhältnis. Das macht mich echt fertig, ich habe grade so Angst dass ich irgendeine Störung habe und die Kontrolle verliere. Ich weiß, dass ich es nie machen würde, aber ich steiger mich immer so in Sachen rein, dass mir das auf einmal so 'real' oder wahrscheinlich vorkam. Meine Schwester sehe ich eher selten, weil sie immer bei ihrem Freund ist, das ist jetzt aber schon länger so. Nur muss ich jetzt bei jeder Nachricht von ihr bekomme an diesen komischen Gedanken denken. Ich weiß nichtwo das herkommt. Bei so depressiven Phasen denke ich, das hat ja jeder mal, vielleicht nicht ganz so schlimm, aber kennt jeder. Aber jetzt sowas? Das ist doch nicht normal! Ich habe so Angst, ich liebe meine Schwetser und meine Eltern über alles, bei meinem Eltern ist der Gedanke jetzt eigentlich auch schon weg. Ich heule mir die gannze Zeit die Augen aus, weil ich so Angst habe irgendwie psychisch total krank zu werden. Ich kann mir gar nicht mehr richtig vorstellen wie es ist ein nirmales Leben zu führen ohne solche Probleme, und ich bin erst 18. Natürlich kann es sein, dass das am Alter liegt, aber aus der Pubertät bin ich raus, und so Gedanken sind doch trotzdem nicht normal oder? Irgendwie kommt mir das Leben manchmal so unreal vor, und ich habe Angst dass sich in meinem Kopf immer mehr meine 'eigene' Welt aufbaut. Bitte helft mir

24.01.2016 23:56 • 02.02.2016 #1


3 Antworten ↓


Icefalki
Hallo, liebe Hypochonderin, leider sind diese Gedanken bei einer Angsterkrankung normal. Und Angst und Depression lieben sich auch.

Wenn du Angst und Depressionen hast, ist es ein logischer Schluss, dass du eben denkst, dass du nicht mehr normal sein kannst. Dadurch kommen dann diese Gedankenmuster, die an sich schon wieder total logisch sind. Ich drehe durch, ich raste aus, oh Gott, ich werde verrückt.

Ist doch klar, dass das Gehirn auf solche Ideen kommt. Wer verrückt wird, der macht schreckliche Dinge. Und schon kommt noch mehr Adrenalin in deinen Körper und das ganze geht von vorne los.

Angst macht dich nicht geisteskrank. Wenn es sich auch so anfühlt. Angst ist nur Angst. Und weil es so schrecklich ist, ist doch logisch, dass dann diese Gedanken kommen.

Was aber wichtig ist, dass du dich behandeln lässt. Evtl. wegen deiner Depression auch mal eine zeitlang mit Medikamenten.

Besprich das mal mit deiner Therapeutin.

Aber du wirst nicht durchdrehen. Hatte das auch eine ganze Zeitlang, ich weiß wie das ist.

25.01.2016 00:29 • #2



Angst vor meinen eigenen Gedanken

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Ich hatte mal sowas ähnliches mit meiner Familie, allerdings hatte ich nicht wirklich Angst davor, dass ich ihnen etwas antun würde (dazu wäre ich nicht imstande), sondern eher das irgendwas schlimmes mit ihnen passiert, z. B. irgendwas im Schlaf. Hatte ich bei meinem Vater ganz oft, denn er ist starker Raucher und dadurch hustet er auch sehr viel. Das hört sich manchmal wirklich extrem an und da hatte ich manchmal Angst, dass er irgendwie erstickt und hab dann immer geschaut, ob es ihm gut geht. Worauf ich hinaus will, wenn man Menschen wirklich liebt, dann hat man natürlich auch Angst, dass ihnen etwas passieren könnte und das kann sich manchmal sehr stark manifestieren, als eine Angst. Und dann steigert man sich natürlich in so etwas hinein. Ich hatte sogar ein paar Albträume deswegen.

Speziell bei dir geht es darum, dass du Angst hast, deine Psyche nicht mehr im Griff zu haben. Aber ich denke, so schlimm ist es gar nicht. Ich denke du hast ein größeres Problem damit, dich in eine Angst hinein zu steigern. Depressive Phasen hat leider jeder. Und ich denke, es haben sich viel mehr junge Leute um das Thema Suizid Gedanken gemacht, als mir lieb ist. Das ist zur heutigen Zeit so. Hauptsache man ist sich sicher, dass man dazu nicht imstande ist. Genau so wie du Angst hast, dass du deiner Familie etwas antun könntest. Es ist natürlich ein sehr beängstigender Gedanke, den ich aus persönlicher Erfahrung auch nicht komplett nachvollziehen kann. Aber ich denke, wäre ich auf diesen Gedanken, wie auch immer, gekommen, hätte es mich auch nicht mehr losgelassen, gepaart mit meinem damaligen, oben geschriebenen Problem, auch wenn ich gewusst hätte, dass ich dazu nicht im Stande gewesen wäre. Von daher kann ich das jetzt nicht wirklich als gestört bezeichnen oder das es am Alter lege.

Es ist natürlich schwer so einen Gedanken wieder zu verwerfen. Gerade wenn ich so daran denke, da bei mir auch die Familie die wichtigsten Menschen in meinem Leben sind und ich ungefähr auch in diesem Alter bin, ist es sehr schwer Gedanken zu vergraben, wenn es um so etwas geht. Es taucht halt immer wieder auf. Ich versuche immer negative Gedanken, die immer wiederkehren mit anderen, positiveren Gedanken zu ersetzen. Oder mich halt einfach abzulenken. Gerade bei depressiven Gedanken habe ich auch den Hang, mich in denen für Stunden zu verlieren. Aber man muss versuchen sich davon lösen zu können. Ich hoffe du schaffst das. Es ist immer schwer alleine mit so etwas fertig zu werden. Ich musste oder besser gesagt wollte mit solchen Problemen schon immer allein fertig werden. Es ist denke ich leichter, wenn man mit jemanden darüber reden kann. Deswegen bin ich auch hier im Forum. Wenn du es nicht alleine schaffst, dann wende dich an deine Familie und teile dieses Problem auch mit. Ich bin sicher die verstehen das. Oder wie gesagt hier im Forum, wo jeder solche Probleme versteht. Such dir auf jeden Fall jemanden zum Reden, wenn es dir allein zu viel wird. Das kann ich dir aus Erfahrung sagen. Manche Sachen können dich nämlich kaputt machen, wenn du versuchst sie allein zu bewältigen oder du sie einfach unterdrückst.

Ich hoffe es hilft dir auf irgend einer Weise weiter, auch wenn ich nicht komplett aus Erfahrung sprechen kann, habe ich versucht, mir vorzustellen. Aber ich bin mir sicher das wird schon wieder, man muss da auch immer ein bisschen positiv zu stehen. Wie gesagt, such dir am besten eine Person, von der du denkst, du kannst mit ihr darüber reden. Denn das ist immer die beste Lösung, mit einem Problem umzugehen. Das schwierigste ist erst mal jemanden zu finden und auch entschlossen zu sein sich mitzuteilen. Das fällt mir nämlich immer schwer. Es ist schon mal ein guter, erster Schritt, dich hier mitzuteilen.

LG

25.01.2016 00:37 • #3


Hallo Hypochonder 1804. Meiner Meinung nach sind das Zwangsgedanken mit denen du zu tun hast. Diese Gedanken sind an sich nicht weiter schlimm, weil es letztendlich nur Gedanken sind, die im Affekt auftreten, und nicht in die Tat umgesetzt werden. Ich habe mal gelesen, dass sich die Psyche immer die Zwangsdedanken aussucht, an denen wir selbst am verwundbarsten sind.
Anders würde es aussehen, wenn du jetzt explizit planen würdest, wie du dich am besten umbringst.

Dennoch solltest du nocheinmal, falls diese Zwangsgedanken nicht von alleine verschwinden, nocheinmal mit deiner Therapeutin reden. Es schadet ja nichts. Gruß

02.02.2016 17:46 • #4




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser