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Guten Morgen zusammen,

ich habe gestern eine für mich sehr recht merkwürdige Entdeckung gemacht. Ich habe wohl eine Soziale Angst/Sozialphobie. Scheinbar sind das die ersten Auswirkungen der sozialen Isolation und der gefühlten Einsamkeit. Ich lebe in einer Großstadt, Citylage und bin seit längeren Arbeitslos. Ich hatte 2015 ein sehr krisenreiches Jahr. Davon trage ich wohl auch das ein oder andere noch mit mir rum.

Was ich nicht verstehe und begreife; wieso ich Angst verspüre, wenn ich unter MEnschen bin? Das hatte ich noch vor ein paar Monaten noch nicht. Allgemein verspüre ich eine grundlegende ängstliche Haltung meinen Leben gegenüber. Ich verspüre Angst, obwohl ich eigentlich keine Angst zu verspüren brauche bzw. Muss. Ich weis was mich draußene rwartet. Ich lebe hier gerne. Dennoch spielt mir mein Körper solche Streiche.

Wer kann helfen? Was kann ich dagegen tun? Wird das mein Dauerzustand sein? Oder sind das nur psychische Auswirkungen auf die Erlebnisse der letzten 12-18 Monate. Ich mache derzeit eine Trennung durch von meiner Familie. Wahrscheinlich sind das dies Auswirkungen auf diesen neuen Zustand in meinen Leben.

In bin in ärztlicher Behandlung. Mein Arzt hat den Verdacht das ich Borderline habe. In Psychotherapie (Verhaltenstherapie) Bin ich auch. Allgemein leben ich ein sehr aktives Leben. Bin unter Menschen, mache Sport, habe Ziele. Aber da ist eben dieses soziale Problem und ich denke das sind eben die Auswirkungen davon. Ja ich habe wenige Freunde.

Dank für Antworten

LG

21.01.2016 09:12 • 08.05.2016 #1


5 Antworten ↓


Wenn du die sozialen Ängste erst seit ein paar Monaten hast, würde ich nicht auf eine echte Sozialphobie tippen. Sondern eher darauf, dass das Krisenjahr seine Spuren hinterlassen hat, wie du eh schreibst. Arbeitslosigkeit trägt auch dazu bei, dass man vereinsamt und immer ungeübter in der Interaktion mit anderen Menschen wird (kenne ich von mir). Was sagt denn dein Therapeut dazu?

21.01.2016 12:04 • #2



Wie soziale Phobie überwinden

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Hallo Fabs1985,
eine Angst wie die soziale Phobie kann jeder bekommen und oftmals auch total unbegründet.
Die gute Nachricht ist, dass jeder Betroffene die Möglichkeit hat mit viel Übung, diese Angst zu bekämpfen.
Ich arbeite täglich an meiner sozialen Phobie. Wie äußerst sich diese Angst denn genau bei dir?
Ich hatte zum Beispiel früher wahnsinnige Panik Telefonate zu führen, Bus zu fahren, in größeren Gruppen etwas zu sagen oder mich allgemein in größere Menschenmengen zu begeben. Wegen meiner Angst war ich ca.4 Jahre in Therapie, was mich auch sehr unterstützt hat. Allerdings liegt die Arbeit an der Angst und die Überwindung der angst einflößenden Situationen an dir, leider kann einem dies niemand abnehmen. Ich hab mich zur Übung absichtlich in unangenehme Situationen begeben, bis ich gemerkt habe das es keinen Grund gibt vor allen Menschen Angst zu haben, da es durch aus verständnisvolle, vertrauenswürdige und liebenswürdige Personen gibt.
Wie du beschrieben hast, scheinst du ja sehr aktiv zu sein. Es würde mich für dich freuen, wenn du das beibehalten könntest und dich weiterhin unter Menschen begibst, anstatt dich auf Grund deiner Angst zurück zu ziehen.
Bleibe einfach zuversichtlich und positiv. Kopf hoch:)
Liebe Grüße Jasmin

11.03.2016 16:37 • #3


Hallo ich weiß das auch nicht wirklich wie man das überwindet aber habe gemerkt das ich mit Ehrlichkeit ganz gut voran komme vllt hilft dir das auch, also meine damit sich selbstüberwinden und den anderen sagen wie man sich fühlt...kostet viel Überwindung manchmal aber besser jetzt anfangen bevor man sich noch spaeter mega ärgert das man das nicht gemacht hat

Gruß nappo

26.04.2016 22:57 • #4


Zitat von juwi:
Wenn du die sozialen Ängste erst seit ein paar Monaten hast, würde ich nicht auf eine echte Sozialphobie tippen.




Wieso nicht? Alles fängt irgendwann mal an. Ich stand einst mitten im Leben, beruflich wie privat. Heute weiche ich Menschen aus, wo immer ich kann. Das alles geschah auch in nur wenigen Monaten.
@te: Dir zur Hoffnung: Man kann etwas dagegen tun. Ich habe für mich als schon alter Mensch entschieden, mir zu gestatten, das so anzunehmen. Aber das muss nicht für dich gelten; soziale Phobie ist therapierbar. Alles Gute dir!

27.04.2016 08:57 • #5


Ich leide auch unter einer Sozialphobie.Schon sehr lange.Es ist echt nicht schön.

Ich habe zwar nur eine mittelschwere,D.h ich kann noch aus dem Haus und Dinge erledigen,aber die

Einsamkeit,die sich über Jahre eingeschlichen hat und die immens verkleinerte Kompfortzone ist extrem

belastend.Hinzu kommt bei mir,das Depris sich über die Jahre entwickelt haben.Man weiß was man hat,kann sich aber nicht ändern.

Gestern Abend war ich noch um 20Uhr bei einer Notapotheke in der Stadt,Dort saßen viele Junge Pärchen in Cafes draußen und haben gegessen und gelacht,

daß hat mich richtig runtergezogen.Dieser ständige Kampf mit sich selber kostet so viel Kraft.

Ich würde so gerne wieder normal sein und mal in den Urlaub fliegen,oder zumindestens fahren.

Ich bin schon als Teenager nicht gerne unter Leute gegangen(Gerburtstage/Kino etc.) aber richtig ging es erst los,als ich mit anfang 20 eine

Panikattacke im Auto hatte,als ich im Stau gestanden haben und einfach nur fliehen wollte.

08.05.2016 13:06 • #6




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