Hallo

Ich poste recht viel im Reizdarm Forum da ich ziemliche beschwerden damit habe nur fällt mir seit einiger Zeit doch auf das was anderes auch nicht stimmt mit mir

Ich versuch es so kurz wie möglich zu machen,also ich bin zur Zeit ziemlich einsam und mir gehts total dreckig deswegen.Früher als ich viele Freunde hatte und auch eine sehr gute Freundin fühlte ich mich trotzdem einsam und verlassen.Wenn wir alle zusammen weg waren im Kurzurlaub oder so dann gab es Tage an denen ich in tränen ausgebrochen bin weil ich mich total einsam fühlte obwohl wir ale zusammen waren.
Manchmal habe ich Suizidgedanken und in Gesellschaft fühle ich mich irgendwie unwohl,ich beginne diese Menschen zu hassen wenn ich mit ihnen in grosser Gesellschaft bin,wenn ich aber mit denselben Leuten alleine bin,zu zweit oder zu dritt ist alles in Ordnung.
Wenn dann aber alle zusammen sind dann schalt ich ab und rede nicht mehr und werde übellaunig und manchmal richtig sauer.
Ich gehe durch die Welt und hab das Gefühl jeder Mensch hasst mich und hat eine Abneigung gegen mich,ich weiss nicht woher das kommt

Ich kann nicht mehr lachen wie früher und mich regen kleinste Sachen so dermassen auf das ich so aggressiv werde wie es noch nie der fall war.

Manchmal liege ich im Bett oder in der Badewanne und ich breche in tränen aus was mir dann ein wenig hilft,meistens ist diese laune dann am nächsten Tag verflogen oder nicht mehr so schlimm.

Wer von euch kennt diese Gefühle ?
Ich glaub langsam echt ich habe depressionen :/

Mein Arzt meinte das es Depris sind und verschrieb mir was dagegen aber den Dreck hab ich einmal genommen und dacht ich bin auf Dro.,konnte nicht mehr schlafen und fühlte mich als wie wenn ich im wachkoma läge,ausserdem waren die nebenwirkungen auf dem Beipackzettel doch etwas heftig.
Gibt es denn da nix was auf pflanzlicher Basis ist und gut verträglich ?

Danke Martin

05.12.2002 20:41 • 22.02.2003 #1


hallo martin,
versuch es doch mal mit johanniskraut. das gibt es entweder in der apotheke rezeptfrei oder vom arzt verschrieben. es hilft bei mittelschweren depressionen. man hat festgestellt, daß dieses kraut den chemischen antidepressiva in nichts nachsteht bis zu einem gewissen grad der depression. hat so gut wie keine nebenwirkungen...vielleicht hilft es auch deinem reizdarm....
wichtig ist, daß die mindest dosis eingehalten wird...sagt dir der arzt...ich glaub, mind. 600 mg am tag und daß du etwas geduld hast. die wirkung setzt frühstens nach vier wochen ein, spätestens nach acht (bei einem chem. antidepressivum ist es ähnlich...)
ich wünsch dir viel glück
viele grüße
l.

06.12.2002 09:43 • #2


Hallo Martin, alles, was Du geschrieben hast, kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung. So ging es mir auch allzuoft in der Vergangenheit. Den Haß gegen Leute, die man liebt oder gern hat, der kommt, wenn man sich unwohl fühlt, das verdreht einem alles an Kopf und vErstand was man zur Verfügung hat.

Du verstehst die Welt nicht mehr. Ich empfehle Dir, es nicht aufzugeben, Du mußt Dich damit abfinden, erst einmal von Arzt zu Arzt zu rennen, bis Du einen gefunden hast, der Dir hilft! Gehe zu einem Psychiater, der Psychotherapeutische Qualifikationen hat, Vorgespräche kannst Du immer beantragen, um zu kucken, wie es mit Dir weitergehen soll (stationäre oder ambulante Therapie). Und habe keine ANgst, es gibt MEdikamente, die haben nicht so dolle Nebenwirkungen, wie Du sie beschrieben hast! Da habe ich auch so eine ekelhafte Erfahrung gemacht, aber Dir möchte ich trotzdem Mut zusprechen, daß die Ärzte oft schlimmer sind als das was Du da frißt, und deshalb suche Dir einen solchen aus, der Dich versteht und Dir zuhört. Ich bin seit einiger Zeit wieder bei einer Therapeutin, weil Frauen meist gefühlvoller sind und mehr Verständnis haben als Männer, die sich Therapeuten schimpfen.

Wenn Du willst, kannst Du mir ja schreiben, Liebe Grüße, Matthias.

07.12.2002 15:46 • #3


du sprichst mir aus der Seele .....

chris

18.12.2002 17:07 • #4


hallo martin,

auch ich würde dir erst mal zu johanniskraut raten (jarsin hat sich da ziemlich bewährt)

weiterhin solltest du mal in dich gehen....

was ist in deinem leben falsch gelaufen?
wo liegen probleme?

warst du ein kind, das sehr viel fürsorge erfahren hat? oder eher weniger?
kümmert sich jemand um dich?

inwiefern "spinnt" dein körper?
wo hast du noch probleme?

analysiere mal deine "vermeidungshaltungen"... was traust du dich nicht? wo sagst du "nein" obwohl du doch auch "ja" sagen könntest?

weinen tut immer gut, auch wenn es zuerst nicht den anschein hat, aber man schüttet dadurch stresshormone aus, bzw. "weint" sie aus....und hier liegt eindeutig stress vor....aber welcher?

mit den besten wünschen...steff

20.12.2002 02:34 • #5


vor ein paar jahren, als ich etwa 16/17 war, gings mir wirklich haargenau so! Einmal sass ich mit einem freund bei 2 weiteren Menschen, die ich vorher nicht kannte. Anstatt mich in das gespräch einzubringen, baute sich in mir ein immer grösserer werdender hass auf, der sich selbst gegen meinen eigenen freund richtete.. Letztenendes, ging ich dann ohne mich zu verabschieden, und rannte weinend nach hause, obwohl ich nun nicht der jenige bin, der bei jeder kleinigkeit in tränen ausbricht. Ich kann bis heute nicht verstehen, wie es soweit kommenm konnte. Denn wie du sagtest, übermannten mich die gefühle nicht, wenn ich mit meinen freunden allein war. Vielleicht hatte ich im nachhinein betrachtet einfach angst, etwas falsches zu sagen, ausgelacht zu werden oder mich lächerlich zu machen. Ich konnte mich nicht so ohne weiteres auf fremde menschen einlassen, sie kennernlernen oder ähnliches .. Daher hielt ich lieber den mund, und der hass bohrte sich immer weiter in mich hinein. Selbst auf die frage hin, was mit mir los sei, brachte ich nich mehr als ein "weiss nicht" heraus.. Als ich dann 2h dort sass, konnte ich einfach nicht mehr, die gefühle von hass, trauer und vor allem einsamkeit überwältigten mich einfach und ich musste einfach nur wegrennen ... Solche situationen spielten sich leider auch häufiger ab, sodass ich anfang, viele vor allem fremde leute zu meiden

nun bin ich 20 und ich muss sagen, dass ich diese "krise" nun hoffentlich überwunden habe, auch ohne johanneskraut bzw medikamenten ..ich kann dir nicht genau sagen wie, vielleicht habe ich gesehn, dass es so einfach nicht weitergehen konnte, sodass ich versuchte, ja mich sogar zwang,auf fremde leute zuzugehn, und sie näher kennenzulernen. Als ich dann bemerkte, wie schnell ich neue freunde fand, ereignete sich ein regelrechter umbruch in meinem leben .. naja das würde jetzt den rahmen hier sprengen .. ich wollte dir nur sagen, dass du damit nicht alleine bist, und du versuchen solltest, mehr aus dir herauszugehn, auf mitmenschen einzugehn, denn sie stechen nicht Das ist leicht gesagt, aber dieses loch musst du dennoch hinter dir lassen, da deine lebensqualität arg darunter leidet.

ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen

26.12.2002 21:22 • #6


Den Dreck wie du schreibst sind oft hochwirksame Medikamente. Ich raTE DIR DOCH MAL zOLOFT ANZUSCHAUEN Es macht nicht suechtig und bringt dich wieder zur normal Gefuehlswelt zueueck. Die Depression veraendert dich aber nicht das medikament. Wenn nicht dann leide weiter.

Ich spreche aus erfahrung
Peter

28.12.2002 23:50 • #7


Ich weiss Ich habe Dir grade geschrieben, aber dein Letter hoert sich so dringend an, das Ich noch einmal schreiben muss.
Bitte ueberlege was Du tust und wenn es garnicht mehr geht ruf mich an 0621-7176763.
Bitte Ich wuerde gerne mit Dir reden.
Alles liebe .
Manuela

30.12.2002 01:02 • #8


Ich versuch es so kurz wie möglich zu machen,also ich bin zur Zeit ziemlich einsam und mir gehts total dreckig deswegen.Früher als ich viele Freunde hatte und auch eine sehr gute Freundin fühlte ich mich trotzdem einsam und verlassen.Wenn wir alle zusammen weg waren im Kurzurlaub oder so dann gab es Tage an denen ich in tränen ausgebrochen bin weil ich mich total einsam fühlte obwohl wir ale zusammen waren

hallo Martin,

das könnte in der Tat eine Depression sein- Antidepressiva wirken frühestens nach 2 Wochen.

außerdem denke ich bei dem, was Du schreibst, an das Asperger Syndrom, welches sich u.a. durch Schwierigkeiten im soziale Bereich-Kontakt/Kommunikation bemerkbar macht
Besonders Menschenmengen sind kaum oder gar nicht erträglich ...

hier kannst Du selbst darüber lesen:




Menschen, die nach aussen so angepasst sind, dass u.U. von den anderen ihr Anderssein nicht bemerkt wird, befinden sich dadurch permanent in einer Überforderungssituation, was dann irgendwann auch zu Depressionen führen kann

leider kennen sich nur wenige Fachleute damit aus

22.02.2003 22:02 • #9




Dr. Reinhard Pichler