✔ Empfohlene Antwort
Zitat von Donnie_Darko: Den Umgang mit anderen Menschen lernt man durch den Umgang mit anderen Menschen. Leider ist der Einstieg schwierig wenn man Probleme hat. Als Übungsfeld fallen mir Gruppen in geschützten Rahmen ein. Z.B. Therapie- oder Selbsthilfegruppen. In einer Selbsthilfegruppe für soziale Phobie sind öfters Menschen zu treffen die Probleme in der Kommunikation haben.
Das ist meist auch der Ansatz von Psychiatern und Therapeuten. Klingt auch logisch und ich kann den Gedankengang in der Theorie auch nachvollziehen.
Bei mir war es so, dass ich in Gruppen meistens nach einiger Zeit auch wirklich etwas lockerer wurde.
Kaum bin ich allerdings in eine neue Situation im Alltag außerhalb der Gruppe oder in eine neue Gruppe gekommen, ging alles wieder von vorne los und ich musste wieder bei Null anfangen.
Bei mir funktioniert das also in der Praxis nicht, denn meine Psyche und die alten Verhaltensmuster sind so stark geprägt, dass ich immer wieder darauf zurückfalle. Es ist so, dass ich die Menschen um mich erst kennen muss und Vertrauen aufgebaut haben muss, damit ich mein Verhalten ändern kann. Das ist aber bei Situationen im Alltag mit fremden Menschen gar nicht möglich. (auf der Straße, in der Bahn, usw...)
Der Spruch "Übung macht den Meister" trifft bei mir in dem Fall nicht zu. Und ich kann auch nicht die ganze Zeit üben, das kostet zu viel Kraft, sodass ich zu müde bin und in sozialen Situationen erst recht wieder alles schief geht.
Aber, wie schon erwähnt, an und für sich verstehe ich den Gedankengang und finde den Lösungsansatz auch logisch, nur funktioniert es in der Praxis wohl nicht bei allen.
04.04.2024 08:52 •
x 4 #13
Zum Beitrag im Thema ↓