Kennt jemand eine Selbsthilfegruppe in Wien? Oder will vielleicht jemand eine mit mir gründen? Ich hab' zwar bereits eine Gruppe mit meinem Merschweinchen gegründet, aber mit diesem gibt es irgendwie Kommunikationsprobleme. Will sich vielleicht jemand unserer kleinen Gemeinschaft anschließen?
Freue mich aber auch über Meldungen von Leuten, die nicht aus Wien sind!

20.11.2000 13:34 • 20.05.2002 #1


18 Antworten ↓


Hi Elisa,

leider komme ich nicht aus Wien, sonst hätte ich mich gerne Deiner Gruppe angeschlossen .

Ich suche ja selber auch noch immer nach Gleichgesinnten für eine Gruppe. Scheint gar nicht so einfach zu sein.

Aber ich nehme Deine Anfrage gerne auf meine Page bei der nächsten Aktualisierung, wenn Du dies möchtest.

Viel Erfolg bei der Aufstockung Deiner kleinen Gruppe!

Liebe Grüße,

Sven

20.11.2000 19:32 • #2


Danke, wäre toll wenn du das auf deiner Page bringen könntest. Es besteht ja immer noch die Hoffnung, daß es in Wien doch drei oder vier Leute mit Sozialphobie gibt! Auch wenn mir manchmal vorkommt ich bin die einzige Person mit sozialen Defiziten! (außer natürlich Herrn Paul, dem Meerschweinchen). Liebe Grüße an "alle Betroffenen" Elisa!

22.11.2000 13:46 • #3


ooooooo

26.11.2000 17:28 • #4


Hallo!

Ich würde gerne mehr über diese Selbshilfegruppe erfahren!

LG
Susi

24.02.2001 11:01 • #5


Hallo Susi!

Leider bin ich (und auch mein Meerschweindi) bis jetzt das einzige Mitglied in dieser Selbsthilfegruppe - hab\' mich deshalb umsomehr gefreut von Dir zu hören.

Kurz zu meiner Person - ich bin 24 und studiere in Wien. Ich hab\' eigentlich schon seitdem ich denken kann ein Problem mit fremden Menschen, bzw. eine Sozialphobie oder soziale Defizite oder wie auch immer man das nennen will. Vor einiger Zeit hab\' ich mich dazu entschlossen etwas daran zu ändern (vorher bin ich allen unangenehmen Situationen einfach aus dem Weg gegangen, was mich aber auch nicht grad glücklich gemacht hat)

So hab\' ich mir gedacht es wäre ganz nett mit anderen Menschen denen es ähnlich geht und die einen wirklich verstehen können Kontakt zu haben, um Erfahrungen auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen oder vielleicht sogar einmal darüber zu lachen!

Es wäre toll, wenn Du vielleicht Interesse daran hättest - sei\'s zu Beginn einmal über E-mail, oder auch mit einem Treffen!
Würde mich freuen, bald wieder von dir eine Nachricht zu bekommen. Bis dahin alles Liebe Elisa!

05.03.2001 13:30 • #6


Hallo Elisa!

Danke für deine Antwort, hat mich sehr gefreut. Nun zu meiner Person: ich bin ebenfalls 24 Jahre alt. Auch ich habe beschlossen unangenehmen Situationen nicht mehr aus dem Weg zu gehen.

Obwohl bei mir folgende Probleme dazukommen: Bei mir treten nämlich teilweise auch folgende Beschwerden auf: Händezittern, der Pulsschlag beschleunigt sich u. mir wird ganz heiß.

Ich habe schon eine Verhaltenstherapie gemacht u.s.w...., aber ich werde nicht aufgeben, ich davon überzeugt ich werde es schaffen u. werde nicht aufgeben.

Würde mich freuen wenn du mir wieder antwortest,

lg
Susi

05.03.2001 16:39 • #7


Hallo Susi!

So körperliche Angstsymptome kenne ich auch. Letzte Woche bin ich zum Beispiel auf eine Party gegangen, bei der ich kaum jemanden gekannt hab' und ich war Stunden vorher schon knapp davor mich zu übergeben, der Puls war auf ca. 160 und meine Hände eiskalt und schweißnaß.

Ich mach' auch eine Psychotherapie, außerdem autogenes Training und ich nimm seit einiger Zeit Johanniskraut. Ich glaub' kaum, daß ich jemals ein total extrovertierter Mensch werde, aber es wäre schön gewisse Situationen angstfrei überstehen zu können.

Welche Situationen machen Dir denn Angst?

So, ich muß leider schon wieder aufhören - weil ein bisl gestresst, ich wünsch' Dir was, liebe Grüße elisa!

06.03.2001 11:06 • #8


nun ja, größere Menschenansammlungen sind mir auch nicht ganz geheuer,
genau so wie bei dir steigt mein Puls, übel wird mir nie, aber meine Hände
kalt u. naß u. es kann auch passieren das meine Hände zittern.

Vor allem wenn mir wer genau zusieht od. ich mich beobachtet fühle.

Nehme auch Bachblütentropfen ein, ein Medikament habe ich mir auch
verschreiben lassen, war deswegen beim Neurologen.

Leider kann ich momentan nicht mehr schreiben, Stress, bis bald

Susi

06.03.2001 17:21 • #9


Hallo Elisa und Susi,

ich bin 32, aus Wien und denke seit einiger Zeit auch, dass es sich bei mir um eine Sozialphobie handelt. Wenn ich im Internet so rumschaue und die Definitionen durchlese, trifft das ziemlich genau meine Zustände. Ich hab sie nicht immer und überall, sie beeinträchigen mich aber bei der Arbeit und teilweise auch im Privatleben (Feste etc). Ist nicht immer gleich stark, wenn ´die Angst auftritt, ist sie aber sehr unangenehm. Ich hab mich jetzt auch entschlossen, etwas zu unternehmen. Medikamente allein können nicht die Lösung sein.

Wäre schön, von Euch zu hören.
Gruß,
Joghurt

07.03.2001 14:18 • #10


Hallo Joghurt!

Bei mir ist das Problem vor ca. 3 1/2 Jahren od. schon länger aufgedaucht, mittlerweile lerne ich immer besser damit umzugehen.

Nun ja, ich denke mir, früher war es ja auch nicht der Fall, dass ich diese körperlichen Beschwerden gehabt habe. Also werde ich so lange an mir arbeiten, bis ich das Problem wieder im Griff habe.

Ich denke mir, je mehr das Selbstbewußtsein steigt, umso besser lernt man damit umzugehen, bis es vielleicht irgendwann wieder mal verschwindet.

Welches Medikament nimmst du? Und wie hilft es dir?

LG
Susi

08.03.2001 21:30 • #11


Hallo, ihr alle!

Ich habe das gleiche Problem wie ihr alle. Mein Leben besteht aus einem Auf und einem Ab. Manchmal bin ich voller Zuversicht und Selbstvertrauen, daß die Angst sich lächerlich zu machen, die Angst zu versagen oder daß andere dich wegen deiner sozialen Defizite nicht mögen, kaum durchkommt. Und dann, wie zum Beispiel heute, ist der Tag ein einfaches Bestehen müssen. Nichts scheint dir zu gelingen, nichts machst du ohne einer gewissen Anstrengung. Fühlst du dich an solchen Tagen beobachtet, fangen deine Hände zu zittern an, du bekommst Schweißausbrüche und du fühlst die Röte ins Gesicht steigen. Du weißt nicht, was du antworten sollst, weißt nicht, wie du darauf reagieren sollst. Du weißt nur, du wirkst natürlich wieder einmal lächerlich auf die anderen.

Ich nehme keine Medikamente dagegen. Ich versuche an mir zu arbeiten und mein Selbstbewusstsein zu steigern. Aber all meine Arbeit scheint an solchen Tagen wie heute fast fruchtlos zu sein.

Ich kann mich manchmal schwer ausdrücken, stammle vor mich her. Das ist mein Hauptproblem. Ich fühle mich anders als die anderen.

Es ist schwer, ein solches Problem alleine mit sich herumzutragen. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen bzw. ein paar Tipps geben, würde mich echt freuen.

lg Manuela

12.02.2002 20:17 • #12


hi manuela,

wer sagt dir denn, daß du dich anders fühlst als die anderen? du weißt nicht, wie sie sich fühlen. es gibt sicherlich viele menschen um uns rum, die sich im inneren sehr unsicher fühlen und kaum selbstvertrauen haben, aber sie können es eben besser verbergen als du.
ich spreche nicht aus eingener erfahrung, ich bin eher die reizmagen-kandidatin, aber ich weiß, daß die meisten menschen mich für ungeheuer selbstbewußt halten, weil ich das so rüberbringe. aber immer inneren bin ich auch manchmal unsicher, aber das zeige ich z.b. nur meinen freunden.
ich find es gut, daß du keine medikamente nimmst, man sollte es so lange ohne versuchen, wie es nur irgendwie geht. aber man sollte auch den punkt erkennen, an dem man die "hilfe" eines medikamentes annehmen sollte. ich hoffe, daß du ihn therapie bist und dir dein therapeut hilft.
ich drück dir die daumen!
L.

13.02.2002 09:21 • #13


Hallo!

Ich finde, dann hast du keine typische Sozialphobie, wenn du dich vor anderen selbstbewusst geben kannst. Meiner Meinung nach könnte man dich vielleicht als schüchtern einstufen. Jemand der unter einer Sozialphobie leidet, kann nicht ohne Scheu Kontakte knüpfen. Man merkt es denjenigen an, daß er unbeholfen ist. Ein Mensch, der Sozialphobie hat, hat nicht viele Freunde und lebt zurückgezogen. Er redet nicht viel und versucht einem längeren Gespräch auszuweichen. Wenn er eingeladen wird, sagt er im letzten Moment ab, um sich nicht mit bestimmten unangenehmen Situationen konfrontieren zu müssen.

So war ich und bin ich. Die Hemmung ist noch immer mein Begleiter, einmal weniger und einmal wieder ziemlich stark. Ich fühle mich zur Zeit wieder sehr down. Und augenscheinlich kann ich dagegen jetzt nichts tun.

Eine große Hilfe wäre es mir, wenn ich mit Gleichgesinnten über diese Themen sprechen könnte. Falls ihr jetzt wirklich eine Selbsthilfegruppe seid, würde ich mich euch gerne anschließen.

Ich habe keinen Therapeuten, weil ich mir denke, daß ich mir selber gut zureden kann. Was macht denn ein Therapeut anderes als dir zuhören und dir Ratschläge zu geben und Fragen zu stellen? Das kann ich mir zu Hause auch und das kostet weniger Geld.

Am Anfang natürlich mußte ich fremde Hilfe annehmen, aber jetzt weiß ich von selber, was mir gut tut und was nicht. Manchmal vielleicht weniger, wie zum Beispiel in meiner jetzigen Phase. Und jetzt wäre es vielleicht wirklich an der Zeit, mir wieder fremde Unterstützung zu holen.

Noch eines: Durch meine Redehemmung habe ich wirklich ein großes Bedürfnis nicht nur mit einem Therapeuten zu sprechen, sondern in einer Gruppe. Dort lerne ich gleich ein wenig von der Scheu loszukommen vor einer Menschengruppe zu reden. Das Selbstbild verändert sich und man sieht sich anders, weil man erkennt, die Leute nehmen dich so an wie du bist. Auch wenn du errötest, es ist nicht schlimm. Man traut sich mehr.

Deswegen ist, glaube ich, genau diese Gruppenerfahrung eine große Hilfe in meiner derzeitigen Lage.

Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.
Manuela

14.02.2002 17:29 • #14


Hallo!
Ich habe auch Sozialphobie, mein grösstes Problem ist, das ich nicht vor Leuten reden kann (Referate, Diskussionen, usw.). Die meisten Menschen sagen mir "Das is eh ganz normal, ich werd´ da auch immer nervös", aber aber es kommt mir so vor, als ob sie nicht wissen, von welcher Art Angst ich spreche. Ich suche gleichgesinnte zum üben und/oder irgendwas anderes, wo ich reden üben kann, wisst ihr vielleicht was? Ich bin 23.

21.04.2002 23:13 • #15


Hi an alle!

Hier ist noch eine Wienerin *g* die an Sozialphobie leidet!
Naja, weissen tue ich es ja schon längst, aber jetzt habe ich es bestätigt bekommen, von einer Therapeutin!

Ich habe die selben Symptome wie alle SP d.h. Angst vor neuen Menschen, v.a. aber das Gespräch mit ihnen, Händezittern (v.a. bei Beobachtung), Schweißausbrüche, Herzfrequenzanstieg etc. die sog. Angst vor der Angst!
Ich trage das jetzt mittlerweile 10 Jahre wenn nicht schon länger mit mir herum und bin froh, dass ich es endlich geschafft habe mich in Therapie zu begeben!
Ich finde es sehr schade, dass es noch keine Selbsthilfegruppe "für uns" gibt, vielleicht aber gibt es mittlerweile eine und nur ich weiß noch nichts davon... *g*
Wenn nicht, dann wäre es Zeit eine solche zu gründen, denn wer weiß wieviele daran leiden und sich nicht sehnlicher wünschen als mit Betroffenen darüber mal zu sprechen bzw. auch mal zu lachen )

Ich hoffe, es gibt viele die so denken und wir könnten gemeinsam etwas auf die Füße stellen- mit oder ohne Angst*g*- hauptsache wir fühlen uns wohl dabei!!

Liebe Grüße an alle
Phönix - die übrigens weiblich und 32 Jahre alt ist

25.04.2002 12:02 • #16


hallo!

bin auch aus wien und und hab mich sofort angesprochen gefühlt von euren mails.

es gibt da draussen wirklich menschen die meine not verstehen könnten?

auch auf mich passen die schon geschilderten reaktionen im öffentlichen raum hin: händezittern, rot werden, schwitzen, keinen ganzen satz rauskriegen, sich dauernd beobachtet und bewertet fühlen...usw.

damit im zusammenhang stehe ich andauernd unter enormer anspannung und stress. jeden moment könnte eine neue bedrohliche situation auf einen warten bzw.jemand ein gespräch mit dir beginne wollen bei dem auch andere zuhören könnten....

so geht ein grosser teil meiner energie die wohl die meisten anderen leute verwenden können um mit "wesentlicheren" dingen voranzukommen in dieses "auf der hut sein "

dazu kommen starke einschlafschwierigkeiten wenn am nächsten morgen auch nur -mittlerweile- "irgendeine" anforderung auf mich wartet(dieser grenzwert hat sich leider verschlimmert).

Habe deswegen leider meine schon lange angestrebte ausbildung zur physiotherapeutin abbrechen müssen, da ich teilweise trotz schwerer schlafmittel nicht mehr als 3 stunden schlafen konnte und in dieser ausbildung kein "trancezustand" platz hat.

dies hat natürlich meine selbstwert noch mehr angeschlagen und das gefühl verstärkt, mir beim erfüllen meiner wünsche selbst im weg zu stehn.

so murkse ich mit meinen 26 jahren in irgendwechen minderbezahlten jobs herum und weiss aber ganz tief im inneren, dass ich zu so viel mehr befähigt wäre..

ja, ich merke ich hätte noch viel zu erzählen....
wollte euch aber eigentlich nur mal mitteilen, dass ich sehr bereit wäre mich weiterhin mit euch zu unterhalten und auch sehr an einer gruppe interessiert wäre.(verhaltenstherapie mach ich seit 2 jahren...aber,naja..)

und dann wäre da noch meine frage ob wer von euch auch an solchen schlafschwierigkeiten in diesem zusammenhang leidet??

bis bald
sina

27.04.2002 13:19 • #17


Hi Stefan,

aus welcher gegend kommt du denn? hast du schon mal auf der selbsthilfegruppen-seite geschaut, ob es betroffene in deiner nähe gibt?

grüße.

28.04.2002 23:32 • #18


Hallo Sina !

Der urspruengliche Vorschlag von Elisa bzgl. einer Selbsthilfegruppe ist bereits eineinhalb Jahre her, deswegen antworte ich auf deine (aktuellere) Mail.

Hat sich bereits eine Selbsthilfegruppe zusammengefunden ?
Wenn nicht, schaut vielleicht auch mal auf die Mailingliste von da wird momentan auch ueber eine Wiener SHG diskutiert.

Sina schrieb:
so geht ein grosser teil meiner energie die wohl die meisten
anderen leute verwenden können um mit "wesentlicheren" dingen
voranzukommen in dieses "auf der hut sein "

Ja, kenne ich auch; die Konzentration laesst da bei mir immer sehr zu wuenschen uebrig.

dazu kommen starke einschlafschwierigkeiten wenn am nächsten
morgen auch nur -mittlerweile- "irgendeine" anforderung auf
mich wartet(dieser grenzwert hat sich leider verschlimmert).

Schlafschwierigkeiten hab' ich auch; inzwischen bin ich bei der mehr als zweifelhaften Methode angekommen, mich abend mit Fernsehglotzen abzulenken bzw. zu betaeuben, bis ich um ein oder auch erst um drei Uhr muede werde. Komme dann am naechsten Tag natuerlich entsprechend spaet in die Arbeit (nicht immer, aber immer oefter).

Habe deswegen leider meine schon lange angestrebte ausbildung
zur physiotherapeutin abbrechen müssen, da ich teilweise

Schade.

trotz schwerer schlafmittel nicht mehr als 3 stunden schlafen
konnte und in dieser ausbildung kein "trancezustand" platz hat.

Im Notfall hilft mir derzeit das Medikament XANOR, da kann ich wirklich gut schlafen, ist aber wegen Abhaengigkeitsgefahr nur zeitweise zu empfehlen.

so murkse ich mit meinen 26 jahren in irgendwechen
minderbezahlten jobs herum und weiss aber ganz tief im
inneren, dass ich zu so viel mehr befähigt wäre..

Ich bin jetzt 33 und hatte bis vor drei Jahren auch nur "Idioten"jobs. Inzwischen bin ich aber in meinem gelernten Beruf taetig (allerdings nicht ohne Proleme).

wollte euch aber eigentlich nur mal mitteilen, dass ich sehr
bereit wäre mich weiterhin mit euch zu unterhalten und auch
sehr an einer gruppe interessiert wäre.(verhaltenstherapie
mach ich seit 2 jahren...aber,naja..)

Falls sich in der anderen Mailingliste (s.o) bzgl. SHG was tut, lass ich es euch hier wissen.

Schoene Gruesse und vielleicht bis bald: Charpa.

20.05.2002 15:13 • #19




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