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elias_
Mitglied

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Hi, ich weiß nicht ganz, wie ich anfangen soll, aber ich versuche es. Seit ich in die Pubertät gekommen bin, habe ich soziale Ängste. Ich hatte zuvor auch schon Angst vor gewissen sozialen Situationen, aber sie wurden von Zeit zu Zeit immer schlimmer. Ein recht einprägendes Ereignis hatte ich damals, als ich noch Volleyball im Verein gespielt habe. Es war eigentlich eine ganz normale Situation auf dem Spielfeld, aber ich hatte aus dem nichts das Gefühl, von allen angeschaut zu werden. Es fühlte sich so an, als ob White Noise in meinem Kopf spielt und ich fühlte plötzlich so viel Scham. Das hat sich in dem Moment so stark angefühlt, dass ich einer Trainerin Bescheid gegeben habe, dass ich auf die Toilette gehe und ich habe mich direkt auf der Toilette übergeben. Seit dem Tag musste ich mich so gut wie jedes mal bei Volleyball übergeben. Nach einer Weile fing die Übelkeit auch in der Schule an. Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, in welchen Momenten die Übelkeit überall auftritt, aber meistens ist sie an den sozialen Ängsten "gekoppelt". Vor allem, wenn ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe. Ich habe Angst mich zu versprechen oder dass ich irgendetwas falsches sage. Irgendwas, das potenziell dazu führt, dass andere mich auslachen oder verurteilen.
Am schlimmsten sind meine sozialen ängste und meine Übelkeit aber, wenn ich in eine neue Situation gerate, bei der ich die Personen noch nicht kenne. Zum Beispiel in der Öffentlichkeit in Geschäften oder Restaurants. Ich habe angst mich zu versprechen oder komisch rüberzukommen. Wobei die Übelkeit eher in sozialen Situationen vorkommt, aus denen ich nicht mehr rauskomme. Ich schätze ein gewisses "hilflosigkeits" Gefühl spielt da eine Rolle.
Falls ihr irgendwelche Tipps habt, könnt ihr gerne ein Kommentar schreiben. Wobei ich das eher geschrieben habe, um einfach darüber zu reden.

19.01.2026 #1


5 Antworten ↓


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@elias_

Es tut mir leid, dies zu lesen..Ich kenne es im Groben von meiner Tochter (15) allerdings übergibt sie sich nicht es bleibt bei Übelkeit.

Sie ist seit Jahren in Therapie und beginnt eine Gruppentherapie. Es gibt gute und schlechte Phasen. Weg ist es leider nicht.

#2


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Leben mit sozialen Ängsten und Übelkeit

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@elias_

Wie alt bist du jetzt und hast du Therapie und Medikamente versucht?

#3


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@Angsthase1976 Ich bin 16. Ich war seit Anfang 2024 in Therapie und war auch wegen Depressionen und meiner sozial Phobie für circa 3,5 Monate in einer Klinik. Dort habe ich Escitaloprame bekommen. Ich denke das alles hat verhindert, dass es sich noch weiter verschlimmert und ich gehe demnächst auch wieder in Therapie.

#4


A
Ja du solltest dauerhaft in Therapie bleiben.

Hast du vielleicht auch die Möglichkeit einer Gruppentherapie?

#5


A
Meiner Tochter wurde von Medikamenten abgeraten wobei ich es aus Sicht einer Mutter nicht verkehrt finden würde.

#6






Dr. Reinhard Pichler
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