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Hallo ihr Lieben,
nach längerer Zeit ohne Ängste hat es mich doch wieder erwischt. Angst davor krank zu sein und Katastrophenvorstellungen, die einem den Alltag erschweren. Begutachte und beobachte mich ständig. Finde neue Dinge, die nicht normal sein könnten...
Wie kommt ihr wieder aus der Spirale heraus?
Ich möchte so gern, dass die Ängste weg sind und ich ein sorgenfreieres, entspanntes Leben führen kann. Ich habe zwei kleine Kinder die mich brauchen und ich bin nur mit mir beschäftigt. Wie gelähmt. Außerdem lässt die Angst mich überall zucken und erinnert mich ständig wieder an meine körperlichen Erscheinungen. Zudem zittert mein Gesicht diesmal sehr, auch die Lippen, wie ein vibrieren fühlt es sich an. Kennt ihr das? Das machen doch sicher die Ängste, oder? Auch die Wangen zucken wenn ich versuche zu lächeln.
Oh Mann... ich möchte so gerne "normal" sein.
Wie sind eure Erfahrungen? Wie geht ihr damit um?
Habe jetzt wieder angefangen (seit 1 Woche) mit Venlafaxin 75 er. Aber die Erlösung hat es noch nicht gebracht....

09.05.2017 10:28 • 09.05.2017 #1


5 Antworten ↓


Grüße Dich Lemmü,

was hast Du denn bisher versucht?

Grüße

09.05.2017 10:50 • #2



Lernen mit Ängsten zu leben

x 3


Ich bin seither beim Neurologen in Behandlung. War in Psychtherapie, die aber keine Verhaltenstherapie gemacht hat und mit nur Entspannungsübungen zeigte. Ich habe also meditiert zum Beispiel, aber das bringt nur für den Moment etwas, denn der Tag ist lang und ich steigere mich immer wieder rein.
Jetzt nehme ich wieder Antidepressiva.
Kann einfach nicht abschalten und es beiseite legen. Es beherrscht meine Gedanken einfach. Ich wache auf und denke daran und schlafe damit ein. Immerhin schaffe ich es zu schlafen - im Moment.

09.05.2017 10:57 • #3


Hi,

es gibt diesen Spruch: "Das was wir am meisten weg haben wollen, bleibt uns oft am längsten erhalten."
Komisch, ist aber so.
Da musst ich daran denken, als Du schriebst: "Ich möchte so gern, dass die Ängste weg sind und ich ein sorgenfreieres, entspanntes Leben führen kann."

Kennst Du diesen Beitrag aus dem Forum schon? Bin da eben selber drüber gestolpert. Vielleicht hilft er dir auch.
erfolgserlebnisse-f59/wie-alles-zusammenhangt-t18743.html

Grüße

09.05.2017 11:14 • #4


Ja das ist ein sehr schöner Text. Lohnt sich auf jeden Fall darüber nachzudenken. Doch ist es nicht so, dass die Ängste über den Verstand hinauswachsen. Ich finde meine Ängste zum Beispiel völlig übertrieben, stecke aber in diesem Körper fest und drehe mich im Kreis. Meist hilft nur die Zeit um Abstand und Sicherheit zu erlangen. Doch die ist sehr hart. Deshalb wollte ich so gerne etwas um diese Zeit zu überbrücken. Nichts desto trotz werde ich mal auf die Angst-Ursachen-Suche gehen.

09.05.2017 14:55 • #5


Bei mir gehen Ängste nur weg, wenn ich sie zulasse und FÜHLE.
Immer wieder Selbstannahme und ein innerliches "Ja, Angst, es ist mir zwar unangenehm, aber auch Du darfst hier sein."

Je mehr "Abstand" und "Distanz" ich versuche zu bekommen, um "Sicherheit" zu erlangen, desto stärker kommt meine Angst zurück.
Nur meine Erfahrung.

Nach meinem Gefühl hat das nicht unbedingt etwas damit zu tun, ob Dir Deine Ängste über den Verstand hinaus wachsen. Im Gegenteil: Je "unlogischer" ich eine Angst empfinde, desto eher bin ich bereit, sie weg zu schieben. Den Raum eng zu machen und zu sagen "aber das kann doch gar nicht sein...". Das ist geradezu eine Einladung an meine Angst nach kurzer Pause erneut hoch zu flackern.

Vielleicht hilft Dir der Artikel hier. Ist zum Thema Ängste überwinden: http://lebenistleidenschaft.de/aengste-ueberwinden

Wie war das denn bisher bei Dir?
Also wenn Du schreibst: Bisher hilft Dir nur Abstand und Du brauchst etwas um "die Zeit" zu überbrücken. Wie meinst Du das?

09.05.2017 17:16 • #6




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