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201830.01




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Hallo,

in der Schule bemängelten die Lehrer meine ruhige Art. Kaum jemand wollte mit mir zu tun haben, ich bekam oft zu hören, dass ich so ruhig sei.

Meine Mutter störte meine Introvertiertheit ebenfalls. Es gab eine Zeit in der sie immer wieder zu mir sagte, dass ich doch etwas erzählen solle. Das Ganze hat mich natürlich geprägt und sich auch auf meine persönliche Entwicklung/ mein Selbstbewusstsein ausgewirkt.

Ich glaube dadurch konnte ich meine Introversion nie wirklich lieb gewinnen konnte. Manchmal gehen Mir Gedanken durch den Kopf wie z.B. dass ich durch meine ruhige Art nur benachteiligt bin und nicht in diese extrovertierte Welt reinpasse.

In geselligen Runden bin ich auch eher die Stille, natürlich kann es schon mal vorkommen dass ich etwas sage. Wenn ich die anderen um mich herum beobachte wie sie locker miteinander reden oder herum albern fühle ich mich manchmal komisch, irgendwie nicht dazugehörig.

Ich habe/hatte immer wieder Momente wo der Gedanke kam das ich zu ruhig sei und es besser wäre anders zu sein. Dieser Gedanke kann einen richtig quälen

Auf das Thema antworten


1793
17
NRW
565
  31.01.2018 00:17  
Ich finde es völlig okay introvertiert zu sein. Ich finde es sogar besser als extrovertiert zu sein und etwa sich auf zu drängen. Ich finde es schade, dass dein Umfeld so reagiert. Vielleicht könntest du mit denen mal darüber reden.

Danke1xDanke


3177
1
RGB-West
2137

Status: Online online
  31.01.2018 00:31  
Es gibt beide Seiten und das ist völlig normal, auch wenn's manche Extros kaum glauben können. ;) Showmakertum herrscht halt in der westlichen Welt. Sich verbiegen bringt aber nichts und ist unehrlich.

Danke1xDanke


6323
NRW
4086
  31.01.2018 00:58  
Hallo Seele,

leider schreibst Du nicht, wie alt Du bist.

Zitat:
in der Schule bemängelten die Lehrer meine ruhige Art. Kaum jemand wollte mit mir zu tun haben, ich bekam
oft zu hören, dass ich so ruhig sei.


Nur schwer kann ich mir vorstellen, dass niemand etwas mit Dir zu tun haben wollte, weil Du
besonders ruhig warst. Kann es mit Deiner Körpersprache zu tun haben kann?
Die anderen sollten schon das Gefühl haben, dass Du Dich für sie und das, was sie so machen und reden interessierst.
Zitat:
Manchmal gehen Mir Gedanken durch den Kopf wie z.B. dass ich durch meine ruhige Art nur benachteiligt bin
und nicht in diese extrovertierte Welt reinpasse.


Jeder Mensch findet in dieser Welt(Gesellschaft) seinen Platz, wenn er das möchte.
Du willst es aber offensichtlich nicht, oder noch nicht?

Warum bist Du so ruhig. Hast Du Angst vor den anderen? Oder sind Dir die Anderen zu blöd?
Zitat:
Wenn ich die anderen um mich herum beobachte wie sie locker miteinander reden oder herum albern fühle
ich mich manchmal komisch, irgendwie nicht dazugehörig.


Du könntest Dein Denken und Dein Verhalten ändern. Dadurch würdest Du nach und nach
immer häufiger das Gefühl bekommen, dabei zu sein, dazu zu gehören.

Viele Grüße

Bernhard



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Nürnberg
1
  04.02.2018 10:11  
Hi

Zu meinem Hauptprobleme kommt auch bei mir noch hinzu, dass ich auch Introvertiert bin.
Die ganze Zeit Beschwerden/Vorschläge von Eltern, Lehrern usw kenne ich gut. Leider kann ich dir keinen Ratschlag geben.

Natürlich ist es okay introvertiert zu sein, aber man wird eben in der Gruppe irgendwann ausgeschlossen.
Die meisten Leute können mit diesem Verhalten nichts anfangen.
Anfangs gehen neue Bekanntschaften noch auf einen zu. Wenn von einem dann wenig zurückkommt, dann ist auch verständlich das es als Desinteresse interpretiert wird.

Morton

Danke1xDanke


146
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78
  04.02.2018 10:46  
Was stört dich denn daran, Introvertiert zu sein?

Dass du keinen Anschluss findest? Es ist nichts schönes, unsichtbar uns einsam unter Menschen zu sein. Das ist dann aber nicht "Introvertiert", sondern ein Fehler in der Kommunikation, einhergehend mit fehlenden sozialen Kompetenzen. Du musst lernen gehört zu werden. Wenn du nicht mehr redest, wirst du vergessen. Die anderen erinnern sich daran. Vielleicht wollen, dass grade du redest, weil sie dich dabei haben wollen. Introvertierte Menschen haben nämlich durchaus Anschluss. Man ist gerne mit Ihnen zusammen, weil sie tiefgründiger sind, Dinge auf den Punkt bringen. "Rampensäue" hingegen reden mehr "Dünnschiss" die braucht man aber genauso, die sind gut zur Unterhaltung und laufen durchgehend wie ein Radio.

"Wer nichts sagt, der kriegt auch keine Antwort"

Danke2xDanke


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64521
1180
  04.02.2018 10:56  
ichwillheiraten hat geschrieben:
Was stört dich denn daran, Introvertiert zu sein?

Dass du keinen Anschluss findest? Es ist nichts schönes, unsichtbar uns einsam unter Menschen zu sein. Das ist dann aber nicht "Introvertiert", sondern ein Fehler in der Kommunikation, einhergehend mit fehlenden sozialen Kompetenzen. Du musst lernen gehört zu werden. Wenn du nicht mehr redest, wirst du vergessen. Die anderen erinnern sich daran. Vielleicht wollen, dass grade du redest, weil sie dich dabei haben wollen. Introvertierte Menschen haben nämlich durchaus Anschluss. Man ist gerne mit Ihnen zusammen, weil sie tiefgründiger sind, Dinge auf den Punkt bringen. "Rampensäue" hingegen reden mehr "Dünnschiss" die braucht man aber genauso, die sind gut zur Unterhaltung und laufen durchgehend wie ein Radio.

"Wer nichts sagt, der kriegt auch keine Antwort"

Ich habe in den letzten 30 Jahren keine Menschen gesehen, die gezielt Kontakt zu "tiefgründigen" Menschen suchen. Das scheint ein Mythos zu sein. Dagegen kommen Rampensäue überall gut an, gerade weil sie nicht tiefgründig sind. Das gilt nämlich als anstrengend, weil sie anfangen müssten, selber zu denken, aus ihrem Gruppenzwangverhalten ausbrechen müssten.

Nicht die Introvertierten müssen sich ändern, sondern die Extrovertierten. Auch wenn sie in der Mehrheit sind. Ist in dem Bestseller "Irre! Wir behandeln die Falschen!" von Manfred Lütz ganz gut beschrieben.

Es braucht sich hier niemand einreden lassen zu müssen, man hätte als Introvertierter ein Kommunikationsproblem. Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass sich eine Gruppe von Menschen umso kindischer verhält, je mehr davon gerade versammelt sind? Es kommt nicht selten vor, dass es selbst Extrovertierten dann oft zu blöd wird. Und in lockerer Runde wird es für sie dann auch nur mit Alk. erträglicher. Nein, danke. Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt zur Quelle.

Danke3xDanke


2816
21
64521
1180
  04.02.2018 11:07  
ichwillheiraten hat geschrieben:
ntrovertierte Menschen haben nämlich durchaus Anschluss. Man ist gerne mit Ihnen zusammen, weil sie tiefgründiger sind, Dinge auf den Punkt bringen.

Das trifft evtl. nur auf andere Introvertierte zu, aber die findet man nicht einfach so. An der Arbeit ist es so gut wie ausgeschlossen, weil Introvertierte früh aussortiert werden und irgendwann im H4-Bezug landen. Auf der Straße auch nicht, weil sie naturgemäß verschlossen sind, und wenn sie angesprochen werden, glauben, dass der Andere ein Extrovertierter wäre. Das ist irgendwo tragisch, aber lässt sich oft nicht vermeiden. Man muss dann schon Glück haben, eine(n) Introvertierten näher kennenlernen zu können.

Danke1xDanke


2816
21
64521
1180
  04.02.2018 11:50  
Hotin hat geschrieben:
Du könntest Dein Denken und Dein Verhalten ändern. Dadurch würdest Du nach und nach
immer häufiger das Gefühl bekommen, dabei zu sein, dazu zu gehören.

Das mag ja theoretisch sein, aber für Introvertierte ist es mega anstrengend, das Verhalten in Richtung "extrovertiert" zu ändern. Das funktioniert bei passenden Anlässen ganz gut mit Alk, aber das kann ja kein Dauerzustand sein. Und wäre es so einfach, sein Verhalten zu mehr Offenheit zu ändern, hätten sie es schon längst getan. Und mit welchem Recht überhaupt? Nur weil Extrovertierte die Mehrheit darstellen? Die ändern sich ja auch keinen Deut in Richtung "mehr in sich gehen" und selber denken statt Schwarmblödheit zu leben.

Danke1xDanke


6323
NRW
4086
  04.02.2018 12:30  
@Entwickler
Zitat:
Das mag ja theoretisch sein, aber für Introvertierte ist es mega anstrengend, das Verhalten in Richtung "extrovertiert" zu ändern.


Völlig richtig. Es ist aber nicht nur theoretisch, sondern grundsätzlich auch praktisch sehr einfach zu bewältigen.
Anstrengend und schwierig ist es aus einem ganz anderen Grund.
Jeder Mensch hat eine Grundeinstellung zu anderen Menschen und der Gesellschaft.
Diese ist wohl kaum genetisch vorgegeben.
Wenn ich mich jahrelang anders verhalten habe ist das am Anfang sauschwierig, etwas anders zu machen.
Und es wird noch schwieriger, wenn es nicht ehrlich gemeint ist.
Zitat:
Und wäre es so einfach, sein Verhalten zu mehr Offenheit zu ändern, hätten sie es schon längst getan.
Und mit welchem Recht überhaupt? Nur weil Extrovertierte die Mehrheit darstellen?


Das verstehe ich nicht. Jeder darf doch so bleiben, wie er ist.
Nur folgen Verhaltensweisen oft dem Verhalten des sozial Stärkeren oder einer momentanen Mehrheit von Personen.
Die Frage ist doch eine ganz andere. Wenn ich mit meiner Introvertiertheit nicht mehr glücklich bin, dann kann ich
nach und nach etwas verändern. Ich muss es aber nicht.
Zitat:
Die ändern sich ja auch keinen Deut in Richtung "mehr in sich gehen" und selber denken statt Schwarmblödheit zu leben.


Genau, weil sie mit ihrer Art zufriedener sind. Dass dies blöd ist, sagst Du. Scheinen sie
damit nicht zufrieden zu sein?
In Deinen Aussagen erkennt man sehr leicht Deine gedankliche Grundeinstellung.
Wenn Du damit zufrieden bist, ist das in Ordnung.
Ich habe jedoch eine komplett andere Grundeinstellung.

Bernhard


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