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Vidya
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Hallo

Da ich neu bin wusste ich jetzt nicht auf Anhieb wo ich das hinposten sollte. Ich bin die Vidya und bin 32 Jahre jung.

Ich weiß gar nicht so recht wo und wie ich anfangen soll.

Am besten am Anfang
Da müßte ich allerdings in Richtung Kindheit anfangen.

Ich habe eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion und es wurde jahrelang nicht richtig behandelt. Man sagte uns erst das meine Schilddrüse eben nicht richtig funktionierte und Hormone halt durch den Haushalt geschossen werden wie sie halt wollen.

Später durch Ultraschall wurde festgestellt das ich noch nicht mehr mal eine Schilddrüse habe sondern nur Gewebe bzw Narben.
Ich bekam meine Kindheit eben immer Medikamente aber ich wurde falsch eingestellt und hatte ziemliches Übergewicht.

2002 hatte ich mein Gewichtshöhepunkt von 115kg bei einer Größe von 1,61 erreicht. Dann habe ich die Ärztin gewechselt durch Umzug und diese behandelte mich das erste Mal richtig nach meiner Krankheit meine Tabletten wurden umgestellt.
Ich merkte sogar erste Besserungen. Ich war nicht mehr so träge und müde und kaputt hatte nicht mehr so arge Heißhungerattaken und Frustattaken. Ich fühlte mich fett nie wohl und hasste meinen ganzen Körper schaffte es aber nie irgendwie abzunehmen. Dann kam ein weiteres Tief wo ich nochmal dieses Gewicht erreichte.

Dann habe ich aber was gesehen im TV wo ich dachte so kanns nicht weiter gehen sonst landest du auch mal deswegen im KH "eine 250kg frau kam nicht aus ihrer Türe mehr raus und musste mit dem Kran durchs Fenster gehieft werden"

So beschloss ich endlich was dagegen zu tun. Man sah mir auch so meine Unzufriedenheit an ich zog ein Gesicht wie 7 Tage Regenwetter. Kein Lächeln keine Ausstrahlung. Ich war eben das "Fette Schwein und deutsche Panzer rollten wieder und wenn man mich über den Haufen gefahren hätte gäbe es dicke Fettflecke auf der Strasse " sowas hörte ich mir an und es quälte mich weil ich immer versuchte abzunehmen und stattdesen halt zunahm.

2008 fing es an ich ging zu meiner Ärztin und Ernährungsberatung und bin auch zum Sport gegangen. So nahm ich bis heute von einen Startgewicht von 115kg auf die heutigen 65kg ab. Die ich erfolgreich halte mit Hilfe von Trainern und Ernährungsberatern habe ich es geschaft alles so hinzubekommen und das eigentlich auch sehr stolz! Ihr werdet euch sicher fragen " ja und was jammert sie denn dann hat doch geklappt"

Es ist so das ich mich an manchen Tagen potthässlich fühle und immer noch extrem Fett
Ich hatte Größe 52 an Klamottengröße und nun Größe 38/40 ich bekomme Komplimente über Komplimente mich nehmen Männer jetzt richtig wahr und man sagt mir das ich jetzt völlig anders ja sogar richtig hübsch ausschaue. Und mein lächeln würde jeden halt zum schmelzen bringen usw. Dann " wie hast du das gemacht sieht gut aus usw!"

Aber echt manchmal könnte ich den Hammer nehmen , denn es gibt halt Tage wo ich mich hasse und mich immernoch so fett und hässlich finde. Schon ein Blick in den Spiegel und ich könnte manchmal heulen.

Meine Mutter meinte letztens " Du bist dir nicht in klaren was du erreicht hast soviel abzunehmen und das von alleine und mit Disziplin" Sie meinte auch ich habe das Bild im Kopf als ich noch so dick war und mich jeder hänselte und ich immer nur negatives hörte.

Aber das muss doch mal vorbei sein wenn man diesen Erfolg schon hat oder ?
Es sind immerhin 50kg da müßte man sich doch anders fühlen und nicht so traurig sein.
Klar und dann ists auch so ich bekomme zwar mit das Männer jetzt positiver auf mich eingestellt sind und auch mit einen flirten. Aber mich spricht keiner an und wenn ich doch ach sooo hübsch geworden bin dachte ich immer da gehts einfacher. Ich hörte früher auch immer " süßes ding aber leider zu fett die kann ich meinen Eltern nicht vorstellen"

Wie bekomme ich dieses teilweiße extrem verzerrte Bild aus mir raus und wie kann ich lernen mit den jetzigen Komplimenten umzugehen ohne zu zweifeln das es jemand nicht ernst meinen könnte? Wie lernt man Selbsbewusstsein? Ist es schon Richtung Dysmorphophobie ? Warum fühl ich mich manche Tage so hässlich obwohl mir viele bestättigen das ich s angeblich nicht bin?

Sorry für den langen Text aber ich wollte mich mal an Menschen wenden die eben nicht aus meinen Freundeskreis stammen und hören was ihr denkt.

Wäre schön wenn ihr etwas dazu schreiben könntet.

glg Vidya

21.07.2021 #1


61 Antworten ↓
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prana030
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Hallo, ich habe diesen Beitrag schon an anderer Stelle in diesem Forum gepostet und will ihn der Vollständigkeit halber auch hier posten:


ich, m. 22, beschreibe jetzt mein Problem so wie ich das noch nie getan habe und würde gerne eure Meinungen dazu hören.

Ich fing vor ca. 1,5 bis 2 Jahren angefangen an, mich von meinem Umfeld zu isolieren. Ich fing an unter immer stärker werdenden Depressionen zu leiden, die mir teilweise fast Tränen in die Augen trieben. Lange dachte ich, der Gegenstand der Depressionen war hauptsächlich, dass ich wahrnahm, dass ich charakterlich zu so gut wie niemandem mehr passte. Ich konnte mich mit immer weniger Menschen vereinbaren. Ich begann, die Menschen in und außerhalb meines Umfeldes zu beobachten und empfand immer öfter Hass und Zorn auf sie. Wegen ihrer Schwächen die so oft zusammenfielen - Heuchelei und Moralismus, Manipulation und Manipulierbarkeit, Ignoranz, Arroganz, intelligent sein wollen und dabei so primitiv sein und nicht zu letzt Äußerlichkeitsbezogenheit und Voruteile. Kurz, ich wurde ein Misanthrop. Letztere zwei bringen mich zu dem Problem, von dem ich heute sagen würde, dass es mein größtes Problem ist und alles wahrscheinlich viel besser wäre, wenn ich es bewältigen würde. Ich habe ein extremes Erfolgsproblem mit Frauen. Ich bin keine Jungfrau mehr (aber so gut wie) und habe ein klein wenig Erfahrung mit Frauen, das ist aber lange her. Und bekanntlich findet ein blindes Huhn bzw. ein blinder Hahn auch mal ein Korn. Eine Beziehung hatte ich nie. Die Frauen können meinem Aussehen anscheinend nicht das geringste abgewinnen und dazu, den Charakter genauer kennenlernen zu wollen, kommt es gar nicht erst, wenn man vorher aufgrund des Aussehens (Ich mache Kampfsport und kleide mich eher sportlich, was mich äußerlich für die meisten wohl zu dem macht, was sie Proll, Macker, o.ä nennen) in irgend welche dummen Schubladen gesteckt wird bzw. man solche Charakterzüge hat, die nicht mit so einem Aussehen assoziiert werden oder einem dann nicht zugestanden werden.

Ich bin seit ein paar Tagen in diesem Forum und habe hier das Wort Dysmorphophobie kennengelernt. So weit ich sehe, gehört zu dieser Phobie, dass man, neben der Empfindung, andere könnten das tun, auch selber den eigenen Körper/das Aussehen nicht wertschätzt, dass man sich selber hässlich findet. Eher wird letzteres durch ersteres verursacht. Ich bin nicht hübsch, finde mich aber alles andere als hässlich, und wie gesagt, ich mache Sport und habe deswegen einen sehr sportlichen Körper. Meinen Charakter finde ich noch besser. Das macht es für mich aber nur noch schlimmer. Meine Depressionen sind also nicht nur durch bloße subjektive Suggestionen anderer verursacht, sondern durch reale Erfolgszahlen, wenn man es so nennen will. Ich habe kein Selbstbewusstseinsproblem, mit meinem Körper oder meinem Aussehen, kriege aber, die knallharte Realität in Form der ablehnenden Wahrnehmungen der Frauen auf den Tisch geknallt. Da ich philosophisch veranlagt bin, habe ich mir viel Gedanken über Realität, Urteilsbildung, Subjektivität und den ganzen Kram gemacht und bin deswegen auch eher der Auffassung das es DIE Realität nicht gibt. Leider lässt sich Realität aber auch konstruieren. Und an dieser Attraktivitätsrealität komme ich nicht vorbei.

Wenn ich dann die Menschen sehe, die sich hässlich finden, dysmorphophob sind (ja da habe ich in den letzten Tagen zwei kennengelernt) finden, aber so hübsch sind und auch noch handfesten Erfolg beim anderen Geschlecht haben, dann will ich nur noch die Welt anzünden. Wenn ich Erfolg hätte, wäre mir das sowas von egal, was andere sagen, dann wäre die Realität sowieso auf meiner Seite.
Ich hasse die Menschen so für ihre Äußerlichkeitsbezogenheit. Und noch schlimmer ist, dass ich die selber habe. Wenn auch ich sie, genau wegen meiner Einsichten, die ich gesammelt habe, weniger als 95% der Menschen habe und auch nur, weil ich aus Trotz auch mal so sch... sein und der animalischen Natur nachgeben will...glaube ich zumindest. Und umso trauriger ist, dass niemand das sieht, vor allem Frauen nicht. Dann wird lieber Idealvorstellungen nachgeeifert und sich damit angestrengt, die krankhaften "Schönheitsanforderungen" ihrer Schwärme zu erfüllen, obwohl sie sich wünschen, dass ein Typ nicht so auf das aussehen schielt.
Aber damit nicht genug. Wenn ich dann Paare sehe und mal nach dieser Logik gehe und ich bei Ihm denke "Hey, sein Aussehen müsste doch genau so schlecht beurteilt werden wie meins. Und er hat so ne Freundin. Hm, das muss dann der Charakter sein. Kein Problem, hab ich.", dann setze ich mal wieder auf meinen Charakter. Tja da scheint dann aber doch wieder was zu fehlen bzw. abzuschrecken bei aller Schönheit meines Charakters.

Na ja, jedenfalls habe ich wie gesagt deswegen unglaubliche Depressionen, wegen denen ich mittlerweile auch weine und die zu meiner chronischen Krankheit, die ich seit ca. 4,5 Jahren habe und die mir zusätzlich Depressionen beschert, dazu kommen. Würde mich auch nicht wundern, wenn die sich gegenseitig verstärken oder gar die Krankheit ganz durch ersteres verursacht wurde. Arbeiten kann ich auch kaum mehr deswegen. Da nichts auf dem "normalen" weg geklappt hat, waren Schritte, die ich unternommen habe, Datingseiten besuchen, wo meine Gedanken aber nur be- statt entkräftigt wurden, sprich ich erfuhr mal wieder nur Ablehnung. Zuletzt sozialisier-bar.de (für Menschen mit SP), wo es aber auch nicht besser läuft, nicht mal bei Frauen, die verstehen müssten, wie es ist, abgelehnt zu werden. Feiern gehe ich wegen der selben Erfolglosigkeit auch nicht mehr oder seltenst.
Ach ja, es sei gesagt, ich habe mich in den verschiedensten, und ich meine wirklich in den verschiedensten und gegensätzlichsten Menschenkreisen rumgetrieben, auch im Rahmen verschiedener Hobbies und bin deswegen an sehr verschiedene Frauen gekommen. Es also bei den "falschen" Frauen versucht zu haben, kann ich also mehr als getrost ausschließen. Das übrigens auch zu dem oben erwähnten sich nicht mit Menschen vereinbaren können. Ich bin auch nicht mal schüchtern oder nicht offen. Ganz im Genteil

Dieses Forum hier ist ein großer Segen. Danach weiß ich aber auch nicht mehr weiter. Einen Psychologen lehne ich ab, weil ich mich meiner Meinung nach besser kenne und bereits besser analysiert habe, als das ein Psychologe je könnte. Außerdem kann der an Misserfolg auch nichts ändern. Ich will das alleine schaffen. Yoga hat mir da bisher sehr geholfen, z.b. dabei, auf die Idee zu kommen, dass, ich eventuell Phobien habe und danach zu recherchieren. Kann ich nur empfehlen. Aber Yoga schafft leider nicht einfach so alle Probleme aus der Welt.
Ich muss einfach mal wissen, wie andere das sehen, oder vielleicht hat jemand sogar ähnliche Erfahrungen.

Grüße

04.01.2013 22:09 • x 1 #5


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A


Habe ich eine Dysmorphophobie?

x 3


Lulufee

Lulufee
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Hallo,

ich bin 26, Studentin und neu hier im Forum.

Ich habe mich angemeldet, weil ich glaube, dass ich unter einer Dysmorphophobie leide und hoffe, dass ich hier Leidensgenossinnen kennenlerne.

Ich schildere euch kurz meine Situation und werde dabei auf Details verzichten, damit ihr bei Interesse nicht zu viel auf einmal lesen müsst.

Mit 7 starb meine Mutter und mein Vater wurde zum Alk.. Daraus haben sich dann Depressionen, Ängste, Minderwertigkeitskomplexe und Skin Picking entwickelt. Außerdem tue ich mich sehr schwer damit, soziale Kontakte zu pflegen.

Besonders belastend empfinde ich zudem, dass ich meinen Körper, insbesondere meine Füße, nicht mag. Ich fühle mich meist unattraktiv und unwohl, teilweise sogar hässlich.

Meine Haut sieht im Gesicht und an den Oberarmen wegen dem Skin Picking unschön und zum Teil vernarbt aus. Am meisten belasten mich jedoch meine Füße.

Ich leide seit meiner Kindheit an Fußproblemen, weshalb sich ein Hallux Valgus und Krallenzehen entwickelt haben. Einen Fuß habe ich 2011 operieren lassen, weil die Fehlstellungen schon recht ausgeprägt waren und ich "normal" aussehen wollte. Mit dem Ergebnis bin ich jedoch nicht zufrieden, weshalb ich mich jetzt noch hässlicher, entstellt und verstümmelt fühle Crying or Very sad Ich will nicht, dass jemand meine Füße sieht und selbst mag ich sie auch nicht gerne anschauen, weshalb ich so gut wie nie offene Schuhe trage, ins Schwimmbad und Barfuß gehe. Meine Gedanken kreisen stets um das Thema und belastet mich sehr.

Hat jemand von euch ähnliche Probleme? Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen. Ich habe neben meinem Psychologen leider keinen, dem ich meine Sorgen anvertrauen kann/möchte, aus Angst ansonsten abgelehnt oder missverstanden zu werden.

Liebe Grüße
Lulufee

16.09.2014 22:45 • x 1 #13


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M
Hallo Vidya!

Erstmal HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu deinem Kampfgeist und deinem persönlichen Sieg!!
Mensch,alle Achtung vor so viel Selbstdisziplin!

Was ich nach deinem Text gedacht habe war...du warst die längste Zeit (habe ich so verstanden) deines Lebens dick, also ist es vielleicht kein Wunder, dass deine Psyche da nicht so schnell "hinterherkommt"...vielleicht brauchst du einfach mehr Zeit, um dich an deine neue Optik zu gewöhnen

Ich habe mal in der Therapie eine Aufgabe bekommen und zwar sollte ich eine Tapete nehmen(2 Bahnen nebeneinander), dann sollte ich mich drauflegen und eine Freundin hat meinen Umriss nachgezeichnet! Glaub mir, ich war sehr überrascht
LG Mara

#2


S
Zitat von Vidya:
2008 fing es an ich ging zu meiner Ärztin und Ernährungsberatung und bin auch zum Sport gegangen. So nahm ich bis heute von einen Startgewicht von 115kg auf die heutigen 65kg ab. Die ich erfolgreich halte mit Hilfe von Trainern und Ernährungsberatern habe ich es geschaft alles so hinzubekommen und das eigentlich auch sehr stolz!

Hast Du noch Unterstützung beim Ist-Gewichthalten? Wenn Du noch Unterstützung benötigst, dann bist Du noch nicht ganz selbständig und das könnte Dich nach hinten zurückziehen.

#3


V
Doch doch ich mach das von alleine das ich die Unterstützung von meiner Ärztin noch haben wollte. Ich will niemals wieder dahin.

Ich wäre so gerne etwas selbstbewusster.
Ja Mara ich war schon als Jugendliche erst eher mollig dann schon später arg fett.
Es ist schon sehr ungewohnt es ist mir nicht sehr bewusst was da auf einmal passierte.

Nun danke schon mal für eure Kommentare

#4


P

Dysmorphophobie

Hallo, ich habe diesen Beitrag schon an anderer Stelle in diesem Forum gepostet und will ihn der Vollständigkeit halber auch hier posten:


ich, m. 22, beschreibe jetzt mein Problem so wie ich das noch nie getan habe und würde gerne eure Meinungen dazu hören.

Ich fing vor ca. 1,5 bis 2 Jahren angefangen an, mich von meinem Umfeld zu isolieren. Ich fing an unter immer stärker werdenden Depressionen zu leiden, die mir teilweise fast Tränen in die Augen trieben. Lange dachte ich, der Gegenstand der Depressionen war hauptsächlich, dass ich wahrnahm, dass ich charakterlich zu so gut wie niemandem mehr passte. Ich konnte mich mit immer weniger Menschen vereinbaren. Ich begann, die Menschen in und außerhalb meines Umfeldes zu beobachten und empfand immer öfter Hass und Zorn auf sie. Wegen ihrer Schwächen die so oft zusammenfielen - Heuchelei und Moralismus, Manipulation und Manipulierbarkeit, Ignoranz, Arroganz, intelligent sein wollen und dabei so primitiv sein und nicht zu letzt Äußerlichkeitsbezogenheit und Voruteile. Kurz, ich wurde ein Misanthrop. Letztere zwei bringen mich zu dem Problem, von dem ich heute sagen würde, dass es mein größtes Problem ist und alles wahrscheinlich viel besser wäre, wenn ich es bewältigen würde. Ich habe ein extremes Erfolgsproblem mit Frauen. Ich bin keine Jungfrau mehr (aber so gut wie) und habe ein klein wenig Erfahrung mit Frauen, das ist aber lange her. Und bekanntlich findet ein blindes Huhn bzw. ein blinder Hahn auch mal ein Korn. Eine Beziehung hatte ich nie. Die Frauen können meinem Aussehen anscheinend nicht das geringste abgewinnen und dazu, den Charakter genauer kennenlernen zu wollen, kommt es gar nicht erst, wenn man vorher aufgrund des Aussehens (Ich mache Kampfsport und kleide mich eher sportlich, was mich äußerlich für die meisten wohl zu dem macht, was sie Proll, Macker, o.ä nennen) in irgend welche dummen Schubladen gesteckt wird bzw. man solche Charakterzüge hat, die nicht mit so einem Aussehen assoziiert werden oder einem dann nicht zugestanden werden.

Ich bin seit ein paar Tagen in diesem Forum und habe hier das Wort Dysmorphophobie kennengelernt. So weit ich sehe, gehört zu dieser Phobie, dass man, neben der Empfindung, andere könnten das tun, auch selber den eigenen Körper/das Aussehen nicht wertschätzt, dass man sich selber hässlich findet. Eher wird letzteres durch ersteres verursacht. Ich bin nicht hübsch, finde mich aber alles andere als hässlich, und wie gesagt, ich mache Sport und habe deswegen einen sehr sportlichen Körper. Meinen Charakter finde ich noch besser. Das macht es für mich aber nur noch schlimmer. Meine Depressionen sind also nicht nur durch bloße subjektive Suggestionen anderer verursacht, sondern durch reale Erfolgszahlen, wenn man es so nennen will. Ich habe kein Selbstbewusstseinsproblem, mit meinem Körper oder meinem Aussehen, kriege aber, die knallharte Realität in Form der ablehnenden Wahrnehmungen der Frauen auf den Tisch geknallt. Da ich philosophisch veranlagt bin, habe ich mir viel Gedanken über Realität, Urteilsbildung, Subjektivität und den ganzen Kram gemacht und bin deswegen auch eher der Auffassung das es DIE Realität nicht gibt. Leider lässt sich Realität aber auch konstruieren. Und an dieser Attraktivitätsrealität komme ich nicht vorbei.

Wenn ich dann die Menschen sehe, die sich hässlich finden, dysmorphophob sind (ja da habe ich in den letzten Tagen zwei kennengelernt) finden, aber so hübsch sind und auch noch handfesten Erfolg beim anderen Geschlecht haben, dann will ich nur noch die Welt anzünden. Wenn ich Erfolg hätte, wäre mir das sowas von egal, was andere sagen, dann wäre die Realität sowieso auf meiner Seite.
Ich hasse die Menschen so für ihre Äußerlichkeitsbezogenheit. Und noch schlimmer ist, dass ich die selber habe. Wenn auch ich sie, genau wegen meiner Einsichten, die ich gesammelt habe, weniger als 95% der Menschen habe und auch nur, weil ich aus Trotz auch mal so sch... sein und der animalischen Natur nachgeben will...glaube ich zumindest. Und umso trauriger ist, dass niemand das sieht, vor allem Frauen nicht. Dann wird lieber Idealvorstellungen nachgeeifert und sich damit angestrengt, die krankhaften "Schönheitsanforderungen" ihrer Schwärme zu erfüllen, obwohl sie sich wünschen, dass ein Typ nicht so auf das aussehen schielt.
Aber damit nicht genug. Wenn ich dann Paare sehe und mal nach dieser Logik gehe und ich bei Ihm denke "Hey, sein Aussehen müsste doch genau so schlecht beurteilt werden wie meins. Und er hat so ne Freundin. Hm, das muss dann der Charakter sein. Kein Problem, hab ich.", dann setze ich mal wieder auf meinen Charakter. Tja da scheint dann aber doch wieder was zu fehlen bzw. abzuschrecken bei aller Schönheit meines Charakters.

Na ja, jedenfalls habe ich wie gesagt deswegen unglaubliche Depressionen, wegen denen ich mittlerweile auch weine und die zu meiner chronischen Krankheit, die ich seit ca. 4,5 Jahren habe und die mir zusätzlich Depressionen beschert, dazu kommen. Würde mich auch nicht wundern, wenn die sich gegenseitig verstärken oder gar die Krankheit ganz durch ersteres verursacht wurde. Arbeiten kann ich auch kaum mehr deswegen. Da nichts auf dem "normalen" weg geklappt hat, waren Schritte, die ich unternommen habe, Datingseiten besuchen, wo meine Gedanken aber nur be- statt entkräftigt wurden, sprich ich erfuhr mal wieder nur Ablehnung. Zuletzt sozialisier-bar.de (für Menschen mit SP), wo es aber auch nicht besser läuft, nicht mal bei Frauen, die verstehen müssten, wie es ist, abgelehnt zu werden. Feiern gehe ich wegen der selben Erfolglosigkeit auch nicht mehr oder seltenst.
Ach ja, es sei gesagt, ich habe mich in den verschiedensten, und ich meine wirklich in den verschiedensten und gegensätzlichsten Menschenkreisen rumgetrieben, auch im Rahmen verschiedener Hobbies und bin deswegen an sehr verschiedene Frauen gekommen. Es also bei den "falschen" Frauen versucht zu haben, kann ich also mehr als getrost ausschließen. Das übrigens auch zu dem oben erwähnten sich nicht mit Menschen vereinbaren können. Ich bin auch nicht mal schüchtern oder nicht offen. Ganz im Genteil

Dieses Forum hier ist ein großer Segen. Danach weiß ich aber auch nicht mehr weiter. Einen Psychologen lehne ich ab, weil ich mich meiner Meinung nach besser kenne und bereits besser analysiert habe, als das ein Psychologe je könnte. Außerdem kann der an Misserfolg auch nichts ändern. Ich will das alleine schaffen. Yoga hat mir da bisher sehr geholfen, z.b. dabei, auf die Idee zu kommen, dass, ich eventuell Phobien habe und danach zu recherchieren. Kann ich nur empfehlen. Aber Yoga schafft leider nicht einfach so alle Probleme aus der Welt.
Ich muss einfach mal wissen, wie andere das sehen, oder vielleicht hat jemand sogar ähnliche Erfahrungen.

Grüße

x 1 #5


M
hallo erstmal. also was du hier beschreibst das kenne ich gar nicht, von daher weiß ich auch nicht ob ich dir da helfen kann. fände es aber auch unfair dir jetzt einfach nicht zu schreiben, denn das würde das, was du eh schon von dir denkst ja nur bestätigen.
ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg hier im Forum, und vielleicht meldet sich ja noch jemand gleichgesinntes.
Lg

#6


P
Danke für deine Antwort. Aber weder muss hier irgend jemand was wiederlegen noch "bestätigt" man probleme durch nicht-posten. Mir ist das lieber, als irgend was, was man sich aus den Fingern saugt. Ich möchte nur die Sichten anderer auf das Thema sehen, oder ähnliche Erfahrungen.

#7


P
gajsh01: ?

#8


N
Zitat von prana030:
Wenn ich dann die Menschen sehe, die sich hässlich finden, dysmorphophob sind (ja da habe ich in den letzten Tagen zwei kennengelernt) finden, aber so hübsch sind und auch noch handfesten Erfolg beim anderen Geschlecht haben, dann will ich nur noch die Welt anzünden. Wenn ich Erfolg hätte, wäre mir das sowas von egal, was andere sagen, dann wäre die Realität sowieso auf meiner Seite.

Hallo, da kannst du dir doch gleich sicher sein, dass das nicht dein Problem ist. Wie man sieht, entsteht das Leiden der Dysmorphophobie nicht durch Vergleiche mit anderen, sondern durch eine spezielle Art der Wahrnehmung. Und das Sich-mit-anderen-Vergleichen ist im Grunde die Wurzel der sozialen Ängsten.

Zitat:
Ich hasse die Menschen so für ihre Äußerlichkeitsbezogenheit. Und noch schlimmer ist, dass ich die selber habe.

Ja, an den anderen hassen wir i. d. R. das, was wir selbst haben, noch schlimmer, wir sehen dort eigene Unzulänglichkeiten gespiegelt, wo auch oft nur ein simpler Spiegel steht, und sonst gar nichts.

Zitat:
Na ja, jedenfalls habe ich wie gesagt deswegen unglaubliche Depressionen, wegen denen ich mittlerweile auch weine und die zu meiner chronischen Krankheit, die ich seit ca. 4,5 Jahren habe und die mir zusätzlich Depressionen beschert, dazu kommen. Würde mich auch nicht wundern, wenn die sich gegenseitig verstärken oder gar die Krankheit ganz durch ersteres verursacht wurde. Arbeiten kann ich auch kaum mehr deswegen.
Zitat:
Einen Psychologen lehne ich ab, weil ich mich meiner Meinung nach besser kenne und bereits besser analysiert habe, als das ein Psychologe je könnte.

Das ist aber ein Fehlschluss. Wie kommst du darauf? Depressionen sind therapierbar. Wenn organisch verursacht, dann eben medikamentös, sonst durch Psychotherapie. Diese Selbstananalyse, was hast du da schon alles versucht? Natürlich wäre das auch ein möglicher Weg, vielleicht waren dir nur nicht die dazu notwendigen Ansätze zugänglich, oder aber ist die Sache allgemein schwierig wenn man noch so gut wie ein unbeschriebenes Blatt durchs Leben geht und Erfahrungen erst sammelt, anstatt dass man sie zur Hilfe nehmen kann. Das Problem ist, dass wenn man sich in Gedankenreisen dreht, sich da oft auch kein wirklicher Ausweg erblicken lässt. Hier z. B., oder ich habe ein paar Tipps im Thread Depressionen verlinkt, das ist im Unterforum "Ratgeber bei Angst und Panik" zu finden, u. a. auch diese Datei, wenn ich mich nicht täusche:

palverlag.de/depressionen-symptome.html

Depression ist oft eine Begleiterscheinung anderer Störungen, oder zumindest eine Folge störender Denkmuster. Deshalb ist es immer gut sich beraten zu lassen - der Psychologe sieht immer mehr als man selbst, erstens steht er außerhalb der Geschehnisse und hat einen, sich positiv auswirkenden Abstand dazu, zweitens hat er mehr Überblick über Symptomatiken und was dahinten stecken kann. Jeder, der sich ehrlich vornimmt, ohne Belastungen leben zu wollen, kann es auch schaffen, vor allem wenn man jung ist und diese ganzen unerfreulichen Sachen sich noch nicht gefestigt haben. Ein Problem vor allem bei älteren Menschen ist, dass sie oft ihre Leidensgeschichte zu ihrem Lebensinhalt machen; mithilfe der eigenen Symptomatik kann man sich leicht in den Mittelpunkt stellen, sich als gefallener Held oder Opfer der Umstände darzustellen, wenn eigentlich dahinter die Angst vor einer Veränderung steht, von der man sich dann noch mehr fürchtet als vor dem wohl bekannten Leid. Das sind Trugschlüsse, die dann alles weitere blockieren. Das mit Freunden und Partnerschaften ist eine schöne Sache, aber besser man fängt bei sich selbst an und geht dann auch unbelastet auf andere Leute zu, als umgekehrt. Denn daraus ergeben sich oft zusätzliche Belastungen. Und einmal im Unterbewusstsein gespeicherte unterdrückte Gefühle werden sich immer zu Wort melden, ein Leben lang, meistens eben dann in den Phasen, in denen man sowieso schon auf irgendwelche Art gefordert ist, und dieses Sich-Melden und schlechte Feelings zu verursachen ist aber eigentlich nur ein Zeichen dafür, dass innere Konflikte da sind und aufgearbeitet werden wollen. Also nichts furchtbares, schlimmes, im Gegenteil - eine Hilfe.

Wenn ich dir noch einen Rat geben darf - nimm das alles nicht zu ernst. Durch ähnliche Turbulenzen gehen in ihren jungen Jahren sehr viele, das ist eben eine Sache oder Folge der Erziehung, auf die man ja als Kind keinen Einfluss hatte. Deshalb ist es auch so wichtig, sich hinsichtlich der Depression mit den eigenen Schuldgefühlen auseinander zu setzen, die ja oft für depressive Zustände ursächlich sind.

Liebe Grüße
Nyan

#9


J
Hallo alle

Ich bin 31 Jahre Alt und männlich und will mal ein bißchen von mir was Schildern:

Kindheit:
1. Meine Kindheit war sehr gut und ich habe auch nie Probleme mit mir selber gehabt weil es mir auch egal war. Komischerweise habe ich auch keine Probleme mit meinem and. Geschlecht in dem Alter gehabt.

Jugend:
2. In meiner Jugend fing langsam ein bißchen es an dass ich mich zu oft über mein Aussehen gedanken gemacht habe .. aber es war alles noch im vertretbaren Rahmen ( Würde ich mal sagen)

Jetzige Situation:

1. War vor ein paar Jahren in meinem Ausbildungsberuf ( Fachkraft f. Logistik) tätig und am anfang hat es mir keinen Spass gemacht ( vor allem weil ich mcih bei meiner Tätigkeit häßlich fühlte) aber nach und nach auch durch die AB Kollegen hat mir der Job irgendwann auch gefallen. Hatte aber leider keine Aufstiegsmöglichkeiten aufzusteigen.

2. Irgendwann hab dann bei meinem Fa. von unserer Familie als IT'ler angefangen weil ich dachte das wird interessant ( anm. ich hatte aber schon vor dem berufseintritt eine dysmorphobische aversion mit dieser Computer it sache). Aber ab da wurde es eigentlich immer schlechter. Hinzukommt das unsere Buerowände aus glas sind und mein Bruder mein Chef ist, und ich oft mit Ihm nicht klarkomme.

Ich bin mir nicht sicher, ob dass Hauptproblem bei der beziehung mit meinem Bruder liegt, oder in meiner eigenen Psyche.

Wie kann ich das rausfinden ? Habt ihr irgendwelche Tipps ?


Ich habe auch eine aversion das ich davon überzeugt biun der it Beruf läßt mich häßlicher werden ( vor allem gesichtsmäßig)



Sonstiges:

Ich habe auch immer meine Haare wachsen lassen, da ich mich mit sehr kurzen Haaren in sachen Gesichtsform ( im gegensatz zu anderen) sehr häßlich finde.

grüße

#10


sydney
Hallo Jose Freunde ,

gibt es denn irgend etwas an Dir was Du magst? Rolling Eyes


(Haarfarbe, Größe, Statur, Charakter, Hände, Finger, Füsse, Ohren , Augen, Zähne etc.)

Liebe Grüße sydney

#11


J
Hallo Sydney

Ja manche Leute sagen dass ich schöne Augen habe

Danke das du mir helfen willst, aber ich glaube das bringt mich im Moment nicht weiter


grüße jose

#12


Lulufee

Dysmorphophobie

Hallo,

ich bin 26, Studentin und neu hier im Forum.

Ich habe mich angemeldet, weil ich glaube, dass ich unter einer Dysmorphophobie leide und hoffe, dass ich hier Leidensgenossinnen kennenlerne.

Ich schildere euch kurz meine Situation und werde dabei auf Details verzichten, damit ihr bei Interesse nicht zu viel auf einmal lesen müsst.

Mit 7 starb meine Mutter und mein Vater wurde zum Alk.. Daraus haben sich dann Depressionen, Ängste, Minderwertigkeitskomplexe und Skin Picking entwickelt. Außerdem tue ich mich sehr schwer damit, soziale Kontakte zu pflegen.

Besonders belastend empfinde ich zudem, dass ich meinen Körper, insbesondere meine Füße, nicht mag. Ich fühle mich meist unattraktiv und unwohl, teilweise sogar hässlich.

Meine Haut sieht im Gesicht und an den Oberarmen wegen dem Skin Picking unschön und zum Teil vernarbt aus. Am meisten belasten mich jedoch meine Füße.

Ich leide seit meiner Kindheit an Fußproblemen, weshalb sich ein Hallux Valgus und Krallenzehen entwickelt haben. Einen Fuß habe ich 2011 operieren lassen, weil die Fehlstellungen schon recht ausgeprägt waren und ich "normal" aussehen wollte. Mit dem Ergebnis bin ich jedoch nicht zufrieden, weshalb ich mich jetzt noch hässlicher, entstellt und verstümmelt fühle Crying or Very sad Ich will nicht, dass jemand meine Füße sieht und selbst mag ich sie auch nicht gerne anschauen, weshalb ich so gut wie nie offene Schuhe trage, ins Schwimmbad und Barfuß gehe. Meine Gedanken kreisen stets um das Thema und belastet mich sehr.

Hat jemand von euch ähnliche Probleme? Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen. Ich habe neben meinem Psychologen leider keinen, dem ich meine Sorgen anvertrauen kann/möchte, aus Angst ansonsten abgelehnt oder missverstanden zu werden.

Liebe Grüße
Lulufee

x 1 #13


G
Hallo Lulufee,

zuerst einmal ein großes huhu

Es tut mir aufrichtig leid, dass du so früh diene Mutter verlieren musstest. Aber gleich deinen Vater an den Alk. gleichzeitig zu verlieren, dass ist eine harte Sache. Wahnsinnig wichtig für mich zu hören ist es, dass du bei einem Psychologen in Behandlung bist.
Und eines aber stimmt nicht, und zwar, dass du nur diesen Psychologen hast.

Denn... nun hast du auch mich, an den du dich jederzeit wenden kannst, wenn du schreiben willst, oder Probleme hast.

Und bedenke, jeder Mensch ist einmalig und jeder, ja jeder, hat an sich was auszusetzen.

Für die meisten Menschen zählt auch nicht die äußerliche Schönheit und Perfektheit, sondern innere Schönheit und Sympathie.

Auf die Menschen, die nur die äußerliche Schönheit sehen und schätzen, kannst du liebe Lulufee verzichten, mit denen ist nichts zu gewinnen.

Also, Kopf hoch, mach konsequent deine Therapie und wie schon gesagt, ich bin für dich da, wenn du mich brauchst.

LG und alles Gute Freunde

x 2 #14


Lulufee
Hallo Gerd49,

danke für die aufmunternden Worte! Das braucht man manchmal Smile

Ja, die Mutter so früh zu verlieren ist hart, aber viel schlimmer finde ich, dass mich mein Vater im Stich gelassen hat. Ich denke, wenn er sich anständig um mich gekümmert hätte, hätten wir den schlimmen Verlust als Familie gut überstehen können und wären daran gewachsen. Dass es mir heute so schlecht geht, führe ich größtenteils auf ihn zurück.

Ich denke, dass in unserer Gesellschaft äußerliche Schönheit extrem wichtig ist und innere vernachlässigt wird. Leider fühle ich mich in depressiven Phasen auch innerlich nicht schön...Ich mag mich selber oft nicht, z.B. wenn ich nicht in die Gänge komme und weil ich nicht in der Lage bin, wie ein "normaler" Mensch zu denken und zu handeln. Ich habe deshalb Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten. Dann denke ich mir wiederum, dass das ja kein Wunder ist. Ich möchte mit mir selbst wahrscheinlich auch nichts zu tun haben, so wie ich meistens drauf bin. Worte einer Depressiven... Wink

Jetzt habe ich gerade deinen Spruch gelesen "alles was der Mensch in Worten oder durch Taten aussendet, wird zu ihm zurückkehren". Das denke ich auch! Weil ich selbst nicht viel von mir halte, tun es andere wahrscheinlich auch nicht. Ich muss an meinem Selbstwert arbeiten...

Was führt dich ins Forum, wenn ich fragen darf?

LG

#15


Lulufee
Ach ja, wo findet man die Liste mit den Smilies?

#16


G
Liebe Lulufee,

die Liste mit den Smilies ist gleich links unter "Mehr Smilies anzeigen". Du darfst nur nicht die Schnellantwort nehmen, da sind glaub ich keine.

Ja, du hast vollkommen Recht, wenn du sagst, dass überwiegend dein Vater schuldig ist, dass er dich im Stich gelassen hat.
Ihm hat sicher auch dieses Schicksal in die Depession und in die Alk. geführt, dass ist aber keine Rechtfertigung, wenn ich noch für Kinder da zu sein habe.

Ja, in der Gesellschaft ist es leider noch immer sehr wichtig, schön und attraktiv zu sein, ja wer da nicht dazupasst wird dann sehr oft zum Außenseiter und gemobbt. Das sind aber meistens die Menschen, die das unsichere Ich mit Angriff verteidigen möchten und immer andere benötigen um stark zu sein.
Aber wer ist stark, nein nicht der Mensch der Mobbing betreibt, sondern der Mensch, der Mobbing einstecken muss.

Und du sagst, du fühlst so, dass du nicht wie ein normaler Mensch handeln kannst.
Mein Gott, liebe Lulufee, was ist normal? Was andere Menschen von einem erwarten? Nein, dann will ich auch nicht normal sein.
Ich bin mit Sicherheit kein Mensch, der mit dem Strom schwimmt, damit ich von meinen Mitmenschen als normal bezeichnet werde, im Gegenteil. Ich habe mir sogar, aber schon seit meiner Schulzeit, immer die Schwächeren ausgesucht, um denen zu helfen, weil ich es schon immer ätzend fand, auf den noch "einzutreten".

Nun, was treibt mich in ein Forum wie dieses?

habe eine Idee Ich bin schon 6 Jahre als Notfallsanitäter beim Roten Kreuz tätig, sehe da wirklich oft Elend und wirkliche Probleme und es gelingt mir zu helfen, da ich auch kein Mensch bin, der in Gasthäusern sitzt, sitze ich halt vor meinem PC und versuche Menschen zuzuhören und gegebenenfalls zu helfen. ich kann dir nur sagen, ich war auch in meiner Depression, meine ältere Tochter hatte als Baby eine Hirnhautentzündung, sie war schon mehr tot als bei uns, sie hat es aber zum Glück überstanden und ist jetzt auch eine Krankenschwester auf der Intensivstation ohne das was zurückgeblieben ist, von dieser schweren Erkrankung. Das war eine sehr harte Zeit für uns. Folglich begann dann noch meine Ehe zu zerbröckeln, ich nehme an, durch die vielen Sorgen....
Wir sind zwar noch immer verheiratet, aber wie, das brauch ich wahrscheinlich nicht zu erwähnen Wink
Und so ist es für mich einfach schön, anderen Menschen helfen zu können.

Zitat:
Weil ich selbst nicht viel von mir halte, tun es andere wahrscheinlich auch nicht.


Genau, diesen Satz vergiß gleich wieder, du bist einmalig, du bist schön und attraktiv, denke so. Gehe mal auf die Straße und beobachte die Menschen. Lange Nasen, lange Ohren, viel zu dick, viel zu dünn, ein kürzeres Bein, ein Rollstuhlfahrer, ein Neger....... und.....alle Menschen haben an sich etwas auszusetzen. Nein nein, liebe Lulufee, du hast es nicht nötig, deine Füße zu verstecken!

Genau und arbeite an deinem Selbstwert, wenn dich gewisse Menschen meiden wollen, dann sollen sie, du suchst dir deine Leute aus, mit denen du susammen sein willst und nicht umgekehrt.

Lulufee, jeden Morgen stellst du dich vor deinen Spiegel und sagst dir, ich bin wie ich bin und ich will so sein, und wenn dir dann Zweifel aufkommen, dann denke schnell, Gerd steht hinter mir und wird gleich "Popoklatsch" machen, wenn ich nicht gleich anders denke, das wird dir dann den Lächler abverlangen, den du zum hübsch sein noch benötigst.

LG Freunde Trost

#17

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H

Dysmorphophobie meines Sohnes

Hallo, wir sind mittlerweile ziemlich am Boden.
Unser Sohnes hat mit seiner Selbstwahrnehmung echte Probleme, er hatte Akne und damit starke Probleme und jetzt sind es die angeblichen Narben die ihn, seiner Meinung nach entstellen. Er geht nicht raus außer er muss. Das heißt alle Sozialen Kontake sind auf das minimalste heruntergefahren.
Er hat nur Kontakt zu einem Mädchen welches Carmen. 650 km entfernt wohnt und stark Suizid gefährdet ist. Sie hat schon mit Schlaftabletten usw. "Experimentiert"
Dies Mädchen hat ihn auf eine Art und Weise noch weiter heruntergezogen die uns echt Sorgen macht. Er fing zwischenzeitlich an zu Ritzen. Alles dreht sich nur um den telefonischen Kontakt zu diesem Mädchen, gesehen haben sie sich noch nie.
Wie können wir unsern Sohn da raus holen das er wieder sich selbst akzeptieren kann und das wir ihm aus diesem unseligen Einfluss des Mädchen retten können.

#18


Luna70
Erstmal herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn ich selbst keinen Rat für euch habe da ich das Problem nicht kenne. Ich hoffe, ihr findet hier andere Betroffene zum Austausch.

#19


G
Hallo Hempi,
hier im Forum wird euch keiner helfen können.
Der erste und unumgängliche Schritt ist der Gang zu einem Psychiater, der dann einen passenden Therapeuten empfehlen wird. Bitte unternehme so schnell als möglich die Schritte meiner empfohlenen Vorgangsweise.
Anders geht es meiner Meinung nicht.

LG

Gerd

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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