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Hallo,

kennt jemand von euch psychosomatische Funktionsstörungen oder langanhaltende Schmerzen?

Seit nun fast drei Wochen habe ich starke Schmerzen im Fuss, die sich kein Arzt erklären kann! Ich kann nicht auftreten...nichts bewegen...
Nun kam die Diagnose, dass es alles "nur" psychisch wäre!!

So richtig können ich und mein Hausarzt nicht daran glauben!
Er meint, die Ärzte tun das so ab, weil es sich um keine klassische Krankheit/Verletzung handelt?!

Über Erfahrungen eurerseits würde ich mich freuen!

Lieber Gruss,
butterfly

03.09.2002 07:30 • 14.09.2017 #1


8 Antworten ↓


hi schmetterling, du hast gar keine ahnung was die psyche bewirken kann,
ich hab wochenlang knie wie butter gehabt, die unterschenkel taten weh und brannten, traute mich nicht mehr viel zu gehen....eines tages kamen noch agressionen dazu, ich hab mir gesagt, jetzt steigst du aufs laufband und wenns dich runterhaut, was solls.
ich lief 30 minuten, nichts tat weh, alles in ordnung, ich fühlte mich gut, als ich fertig war, ging ich duschen und nach dem abtrocknen war die ganze fussscheisse wieder da, ich musste mich hinsetzten, weil ich dachte , ich kann nicht mehr. stehen.... du solltest dich intensiv um deine psyche kümmern . und vergiss deine seele nicht...................
grüsse
hans

03.09.2002 15:06 • #2



Fussschmerzen - psychisch?

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Hallo Hans & Butterfly

Hm, also aus Deiner Schilderung kann ich jetzt nicht entnehmen woraus du schliesst, dass es psychisch bedingt waere. Naja, ich bin etwas aufmerksam geworden auf den Beitrag, weil ich mich auch bereits seit Monaten mit aehnlichen Symptomen herumschlage. Allerdings hat sich das alles erst nach einer raetselhaften Virusinfektion eingestellt. Ich hatte Fieber und die Geschichte wurde zunaechst als Pfeiffersches Druesenfieber diagnostiziert. Nachdem sich aber alles immer mehr in Richtung Enzephalitis entwickelt hat, hatte sich bei genaueren Untersuchungen dieser Verdacht nicht bestaetigt. Inzwischen ist es besser geworden, aber Schmerzen in allen moeglichen Koerperteilen, die meist sehr oberflaechlich sind und so fuer 2-3 Wochen anhalten sowie Muskelzucken und Laehmungserscheinungen habe ich seither immer wieder.
Eine Ursache lies sich bisher nicht finden, so dass ich nun auch mal wieder in der Psychoschublade gelandet bin.

03.09.2002 18:55 • #3


hallo,
ich habe seit 3 jahren schmerzen unter den füßen. war bei allen möglichen ärzten, nichts gefunden. mittlerweile habe ich auch das gefühl, dass es die psyche ist. ich bin ziemlich verzweifelt, es schränkt die lebensqualität doch sehr ein, wenn man nicht mal 2 minuten auf einer stelle stehen kann, bei jedem schritt die füße wie verrückt schmerzen. ich leide übrigens seit meinem 9. lebensjahr unter angstzuständen.

mfg
tami

22.10.2002 22:42 • #4


Hallo Tami!
Schön daß Du mir schreibst. Ist die erste Antwort auf diesen Eintrag, die ich
bekomme.
Ich weiß inzwischen selber nicht mehr was ich denken soll. Ich war eigentlich
lange Zeit überzeugt, daß die Probleme mit den Beinen keine psychischen
Ursachen haben. Ich hatte mal Fieber und mir ging's auch sonst ziemlich übel
als das alles anfing. Und ich hab' ja auch alle möglichen anderen Symptome
seither, bei denen ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, daß
sie psychosomatischer Natur sind. Sicher, ich habe auch mit diversen
psychischen Problemen zu kämpfen, aber ich finde eigentlich, daß es mir
zu der Zeit wo das alles losging, relativ gut ging, was meine Psyche betrifft.
Auch ich hatte früher Angstzustände und sowas, die aber dank Psychotherapie
nun schon seit 1-2 Jahren kein Thema mehr waren.
Allerdings konnten seitens der Ärzte keinerlei Ursachen festgestellt werden
und so kommt man halt mit der Zeit auch langsam in die psychosomatische Schublade.
Unter anderen auch bei meinen Eltern, bei denen ich jetzt schon seit 5 Monaten
wieder mehr oder weniger wohne.
Das macht mich halt irgendwie am meisten fertig. Ich hab' jetzt 10 Jahre gekämpft
um mein Leben einigermaßen in den Griff zu bekommen und hab's eigentlich geschafft.
Und jetzt das! Ich hab' seit 5 Monaten nichtmehr gearbeitet, werde meine Wohnung
aufgeben müssen, wenn's dumm geht und mein Studium geht auch langsam den Bach
runter.
Und die ganzen Doc's haben nix besseres zu tun als meine Blutproben zu
vertauschen, Gewebeproben zu verschlampen und lauter so'n schei..

Ich hab' das zwar immer abgelehnt, aber seit ein paar Tagen hab ich angefangen
Antidepressiva und Beruhigungsmittel zu schlucken, weil ich das anders einfach
nicht mehr pack'.

Und Du? Hast Du's mit den Aerzten inzwischen auch aufgegeben?

23.10.2002 13:26 • #5


...als ich deinen bericht las, fiel mir sofort ein:du hast angst auf eigenen
füßen zu stehen,du kommst keinen schritt voran.....diese alten sprüche sagen uns oft die wahrheit.ich selbst bin stark von gelenk und nervenschmerzen betroffen.ich sehe langsam ein,daß seele und körper nicht zu trennen sind.ich bin erzogen,immer haltung zu bewahren und so habe ich mich jahrzehnte durchs leben gekrampft.das macht kein körper mit.interessant dazu fand ich die "alexander"-methode und feldenkrais.
jetzt erst fange ich an so langsam meinen körper zu begreifen und auch das er meiner pflege bedarf.mittlerweile bin ich ein kleines stückchen weitergekommen,durch einen therapeuten,durch fernösliche Mass. und gymnastik und durch eine sehr verständnissvolle ärztin in einer schmerzklinik.es geht nur in kleinen "schritten" vorwärts, aber ich kann eine jahrelange überforderung nicht in ein paar wochen heilen.
ich habe gelernt,wenn die seele unterdrückt wird,rebelliert irgendwann der körper.beides zusammen macht erst den menschen aus...
dir alles gute und eine psychosomatische schublade gesteckt zu werden,ist alles andere als schlimm..
heide

06.02.2003 12:45 • #6


Hallo Heide!!
Danke auch Dir für Deine Nachricht. Seit meiner letzten Mail zu diesem Thema hat sich in meinem Leben aber ziemlich viel verändert. Wie ich an anderer Stelle in diesem Board bereits erwähnt hatte, wurden meine diversen "Leiden" inzwischen zweifelsfrei als Multiple Sklerose diagnostiziert. Ich gehöre nicht unbedingt zu den Menschen, die behaupten MS hätte psychische Ursachen. Aber insbesondere Deinen letzten Absatz kann ich voll unterschreiben.

Viele Grüße!!

15.02.2003 10:46 • #7


Ach, nochwas:

Ich habe hier nie meinen richtigen Namen verwendet, weil ich mich immer gerne "versteckt" habe. Mir ist es eben in der letzten Email garnicht aufgefallen. Ich war grade an einem anderen Browser, wo noch ältere Daten gespeichert waren. Ich wollte das nur eben richtigstellen, weil ich's nichtmehr nötige habe mich zu verstecken. Also: Peter und Marcus in diesem Thread sind beides die selben Personen, die eigentlich Klaus heissen .
Nicht böse sein, kommt in Zukunft nicht mehr vor .

Gruß....

Klaus

15.02.2003 10:50 • #8


Hi ihr alle.
Hab/hatte auch sehr ähnlich Symptome und dachte ich schließe mich mal an.

Angefangen hat alles als ich so 16./17 jahre alt war.
in meinem damaligen freundeskreis konsumierten wir alle möglichen Dro., wir wollten iwi alles mal ausprobieren...
Mit 19ca. Waren Dro. nur noch der pure horror für mich.
Landete heulend im krankenhaus, lief auf Zehenspitzen verschwitzt durch die wohnung etc. etc.
Ich hab bis heute noch Halluzinationen aber kaum noch angst.
Lg

14.09.2017 14:29 • #9




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