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Entwickler
Hallo,

hier habe ich ein Video entdeckt, was mir gefällt. Denn es zeigt, dass es nicht in jedem Fall krankhaft ist, sich von "normalen" Menschen zu distanzieren, und möglichst isoliert von ihnen zu leben. Es gibt Menschen, die gute Gründe haben, als Einsiedler zu leben, und oft sind sie viel gesünder als sie es in der Zivilisation waren. Kontakt zu Menschen ist nicht immer die Lösung, sondern oft das Problem. Das soll keine sozialen Ängste relativieren, sondern eher die Angst nehmen vor dem Anderssein:



Für mich wäre das nichts, weil mir die Sicherheit eines warmen Hauses und der Komfort viel wert ist. Deswegen wäre ein Haus auf einer einsamen Insel mein Traum. Natürlich mit Vollpension, aber ohne jeglichen Sozialkontakt. Eigentlich schon ein Widerspruch, aber man wird ja noch träumen dürfen...

Die Frage ist nur: Was machen die, wenn sie alt werden?

13.12.2018 20:48 • 20.12.2018 x 4 #1


7 Antworten ↓


Ein bisschen viel Konjunktiv jetzt:
Wenn ich soviel alleine sein könnte, wie ich es wollte, würde es mir wahrscheinlich gar nicht gut tun. Die alltägliche Zumutung des Umgangs mit anderen Menschen hat schliesslich auch etwas Stabilisierendes.

Es bewahrt vor den immer gleichen Gewohnheiten, Verhaltensmustern und Denkfiguren.
Im Idealfall bildet der realen Kontakt zu anderen Menschen ein Korrektiv.

Die Schattenseiten eines solchen Kontaktes kenne ich allerdings auch zu Genüge...........

13.12.2018 21:20 • x 2 #2



Ein Lebenstraum Völlig von der Gesellschaft isoliert

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Entwickler
Schade. Offenbar können die da doch nicht so unbehelligt von der Öffentlichkeit leben. Ohne Müll und Exkremente geht es offensichtlich nicht, und die alten Hippies grenzen sich von den neues Assis ab, wenn ich das richtig verstanden habe. Und mit was die sich ernähren, wurde auch nicht gesagt. Mir würde es schon reichen, wenn mich die Leute einfach in Ruhe lassen.

15.12.2018 19:38 • #3


Ein Traum.Allerdings nicht in Spanien.Ich würde eher NZ oder Thailand wählen.Thailand kommt günstiger.

Ich bekomme Mittlerweile hier in NRW die Kriese.Zu viele Menschen, die zu viele Probleme verursachen.Sind es nicht die

verstopften Straßen, so ist es das Rücksichtslose Verhalten im Straßenverkehr, was nur noch nervt.

Neuerdings kommt noch der Gutmensch hinzu, der alles verbeiten möchte und mit dem Klimaschuldcult noch
moos scheffeln will.Macht mich doch neulich eine Perle an, warum ich mein Auto noch laufen lassen würde.Ich stand vorm wald bereit zum Joggen.Wollte mich nur noch was aufwärmen, bevor es los ging.Dieses Volk kotzt einfach nur noch an.

Wenn mal 5min das Radio anschaltet, quatschen einen die dusseliegen Moderatoren zu, mit Themen die sich um Problemlösungen von Problemeschaffern drehen, oder irgendwelche systemkonforme Propaganda, die ich sowieso nie teilen würde.

Land of confusion Genesis: "To many People making to many Problems"

19.12.2018 14:42 • x 1 #4


...manchmal sind Wünsche und Träume nur so lange schön, wie sie unerfüllbar sind...heißt es da in einem Liedtext von Frdr. Hölländer.
Und ich muß mich hier ein Stück weit outen. Ich habe ein solches Haus auf einer ziemlich einsamen Insel in der Ostsee. Das Haus ist abgelegen, ich verbringe die Sommermonate seit Jahren dort. Also für viele wohl eine beneidenswerte Situation. Aber jetzt kommt das ABER. Viele Menschen sehnen sich nach Einsamkeit und Ruhe, weil sie sich überfordert fühlen, gestresst sind. Das ist normal, kann fast jeder nachvollziehen. Und dann kommen einem solche Bilder in den Sinn. Die Wenigsten haben aber diese Erfahrung real machen können, wissen daher nicht, wer sie in dieser Situation sind, wie sie sich fühlen, ob sie das überhaupt aushalten. Nur mit sich allein, Schweigen, keine Kontakte, Medien etc.... Ich weiß es von einem Kloster, die Mönche müssen dort immer häufiger Gäste nach Hause schicken, bzw. bitten die darum, die halten die Ruhe und das teilweise Alleinsein nicht mal aus. Und auch bei mir ist es so, dass ich nach zwei Wochen spätestens mal in das Nachbardorf fahre, dort im Bio-Laden einen Kaffee trinke und einen Schwatz mache, weil es dann doch zuviel des Guten ist. Selbst das Sprechen, der Klang der eigenen Stimme ist dann ungewohnt.

19.12.2018 17:24 • #5


Das ist doch bei Ihnen ganz Easy.Hier sind ja teilweise auch richtig arme Sozialphobiker.

Ich und ich denke mal Entwickler sind noch humanverträglich.Ich gehe ja auch noch raus.

ABER, mir wird es in NRW zu ungemütllich.Zu viel Verkehr.Das hat in Essen richtig zugenommen.Man sieht förmlich, die Vergreisung der Gesellschaft.Hier ist manchmal um 14:30 schon so viel los, wie früher in der Hauptverkehrszeit.

Hier sind überall Baustellen (Wo kaum einer arbeitet, aber man hat diese angefangen, um nicht Fördermittel vom Land verfallen zu lassen)in der Stadt, oder Sperrungen.Man wird genötigt ellenlange Umwege zu fahren etc.

Ich habe mal durch Zufall einen Bericht von einem Farmer aus Südafrika gesehen, der von dort geflohen ist und nach England immigriert ist.Bei der Reportage war er schon nach Australien ausgewandert.

Laut seinen Schilderungen stand er in den 2 jahren England mehr im Stau, als sein ganzes Leben in SA.Und der war 68!

Zusätzlich zu diesem Faktor kam noch das bescheidene Wetter.Er wäre daran kaputtgegangen, wenn er nicht nach Australien abgehauen wäre.

Und das ist auch mein Gefühl.Das Land frisst mich auf.Zu viele Idioten hier, die nicht versuchen auf meiner Ebene des Normalseins zu koexistieren.(Und jetzt strömen absolut inkompatibele Menschen noch zusätzlich hinein!)

Ich bräuchte noch nicht mal Internet.Hauptsache eine alten Farm, wo man basteln kann.

19.12.2018 19:12 • x 3 #6


Robinson
Zitat von Gnomenreigen:
...manchmal sind Wünsche und Träume nur so lange schön, wie sie unerfüllbar sind...heißt es da in einem Liedtext von Frdr. Hölländer.
Und ich muß mich hier ein Stück weit outen. Ich habe ein solches Haus auf einer ziemlich einsamen Insel in der Ostsee. Das Haus ist abgelegen, ich verbringe die Sommermonate seit Jahren dort. Also für viele wohl eine beneidenswerte Situation. Aber jetzt kommt das ABER. Viele Menschen sehnen sich nach Einsamkeit und Ruhe, weil sie sich überfordert fühlen, gestresst sind. Das ist normal, kann fast jeder nachvollziehen. Und dann kommen einem solche Bilder in den Sinn. Die Wenigsten haben aber diese Erfahrung real machen können, wissen daher nicht, wer sie in dieser Situation sind, wie sie sich fühlen, ob sie das überhaupt aushalten. Nur mit sich allein, Schweigen, keine Kontakte, Medien etc.... Ich weiß es von einem Kloster, die Mönche müssen dort immer häufiger Gäste nach Hause schicken, bzw. bitten die darum, die halten die Ruhe und das teilweise Alleinsein nicht mal aus. Und auch bei mir ist es so, dass ich nach zwei Wochen spätestens mal in das Nachbardorf fahre, dort im Bio-Laden einen Kaffee trinke und einen Schwatz mache, weil es dann doch zuviel des Guten ist. Selbst das Sprechen, der Klang der eigenen Stimme ist dann ungewohnt.


Die gesunde Mitte machts.
1-2 Menschen um dich, die dich auch als Mensch sehen und so Akzeptieren wie du nun mal bist,ein Dorf wo alles langsamer geht, ein Film im Kino in der Woche, eine Sorte Marmelade im Ladenregal, eine Arbeit mit den Händen und das draussen, keine Weltkatastrophen via täglichem TV, ein Glaube (was auch immer), ein Hobby und eine ganz normale Partnerin. Ein Auto das man 25 Jahre fährt, weil es hält...
.
Ich glaube, ich ziehe nach Büttenwarder zu Atsche, wenn man mich da will..
.
Für mich ändert sich zu viel und zu schnell.

20.12.2018 17:16 • x 2 #7


@Robinson stimme Dir in allen Punkten zu und versuche das auch soweit möglich zu leben
(außer dass ich nicht nach Büttenwarder ziehe, sondern auf der Insel bleibe

20.12.2018 18:15 • x 2 #8




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