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Soulclaw90
Hallo,


Momentan geht es mir sehr schlecht. Ich leide unter sozialen Ängsten und Depressionen.
Ich bin gelernte Fachkraft für Lagerlogistik, fühle mich aber schon Jahrelang unwohl in den Beruf.
Habe meist in kurzer Zeit in vielen Firmen gearbeitet, meist wurde es mir zuviel: der raue umgangston, die eintönige stumpfe Arbeit, der Kontakt zu Kollegen und auch Kollegen zu haben die unangenehm sind (was man aber leider überall hat).
Momentan bin ich krank geschrieben und werde es auch noch ne ganze Weile bleiben weil ich bei meiner jetzigen Arbeit jeden Tag Panikattacken hatte, täglich geweint habe und stark depressiv wurde.
Ich überlege fieberhaft was ich beruflich anderes machen sollte. Egal welchen Beruf ich mit z. B im Internet angucke, überall kommen die gleichen Ängste wieder hoch. Angst das mich der viele soziale Kontakt mit Menschen mir zuviel wird, das ich die Anforderungen an mich nicht gewachsen bin.
Ich mache eine Verhaltenstherapie und mein Therapeut denkt auch in ein anderen Beruf wäre ich besser aufgehoben aber das kann ja nur ich entscheiden. Wie soll ich das raus finden wenn mich jeder Beruf so abschreckt und Angst vor den Anforderungen einjagt? Momentan hoffe ich auch das mein reha antrag genehmigt wird den ich gestellt habe.
Habt ihr Ideen wie ich vorgehen soll?

08.01.2020 11:02 • 13.02.2020 #1


17 Antworten ↓


Akinom
Hallo grüße dich,einen Versuch wäre es ja wert und vielleicht kannst du dir beim Arbeitsamt einen Beratungstermin geben lassen,dass wäre eine Möglichkeit um deine Chance zu erhöhen. Liebe Grüße

08.01.2020 15:36 • #2



Hallo Soulclaw90,

Beruflich verändern mit Sozialer Phobie

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Kimsy
Hallo Du, eine berufliche Reha wäre das Richtige für dich. Diese musst du beim Arbeitsamt beantragen aber vorerst hol dir einen Beratungstermin wie Akinom bereits erwähnt hat. In der Reha können die feststellen, welche Neigungen, Interessen und Einschränkungen du hast. Auch ich leide an SP und auf der Reha fand ich heraus, dass der Beruf des Bauzeichners für mich passend wäre. Man arbeitet meistens in einem Architektenbüro mit nicht allzuvielen Menschen. Du bist jung und eine berufliche Umorientierung sollte kein Problem sein. Wünsche dir viel Glück und halte uns auf den Laufenden, wir würden uns freuen...

08.01.2020 22:20 • x 1 #3


@Soulclaw90
Wäre etwas in Richtung Transport etwas für dich? Weiterhin im logistischen Bereich aber z b mehr im Background oder für dich alleine?

08.01.2020 22:30 • #4


Soulclaw90
Ich bin mir nicht sicher ob Logistik das richtige für mich ist, der raue umgangston macht mir teilweise sehr zu schaffen.

@Kimsy
Also an sowas hatte ich auch gedacht. Dachte aber das läuft über die Rentenversicherung? Weil ich da auch ein Formular für Leistung zur Teilnahme am Arbeitsleben (berufliche rehabilitation). Ein Berufsberatungstermin bei der Agentur für Arbeit habe ich momentan auch.
Bin momentan wegen meiner psyche auch krank geschrieben wahrscheinlich auch länger. Überlege mir auch schnupperpraktika zu machen in paar Berufsfeldern

09.01.2020 10:15 • #5


Schlaflose
Zitat von Soulclaw90:
Also an sowas hatte ich auch gedacht. Dachte aber das läuft über die Rentenversicherung? Weil ich da auch ein Formular für Leistung zur Teilnahme am Arbeitsleben (berufliche rehabilitation).

Das ist etwas anderes als eine berufliche Reha.

09.01.2020 11:04 • #6


Soulclaw90
Als ich damals mal Arbeitssuchend war wurde mir eine Umschulung abgelehnt weil ich mein Beruf vermittelbar bin...
Ich werde mal bei der Berufsberatung nachhaken

09.01.2020 12:06 • #7


Soulclaw90
Denke aber das ich vorher ne Reha wegen meinen psychischen Problemen machen muss bevor ich überhaupt beruflich mich umorientiere bzw eine berufliche Reha mache

09.01.2020 12:23 • #8


Kimsy
Hallo Du, wenn man genug in die Rentenkasse einbezahlt hat, dnn ist meistens die Rentenversicherung, welche die Kosten übernimmt. Das allerwichtigste ist, dass du begründen musst, warum du in deinem jetzigen Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Ich kenn mich in der Logistik nicht so gut aus aber denke, dass du da eine Art Schnittstelle für die Kommunikation bist, und für einen Sozialphobiker ist das Stress pur. Mach dir am Besten eine Liste, was dich jetzt besonders überfordert und was anders werden muss in deinem neuen Beruf, damit es dir besser geht.

09.01.2020 20:40 • #9


Soulclaw90
Kommt mir so vor als muss man in jedem Beruf kommunikativ sein... Scheine dann überall überfordert zu sein

09.01.2020 23:24 • #10


@Soulclaw90

Blöd kommen kann Dir im Leben immer irgend jemand.
Ein Depp ist sozusagen immer dabei. Egal wo Du hingehst und was Du tust. Irgendwer wird immer alles besser wissen oder können. Irgendwer wird immer schlechte Laune haben. Irgendwer wird dich immer belächeln.. Das ist das Leben. Du musst an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Es wird nicht all deine Probleme und Ängste verbessern - aber es wird sie lindern.

09.01.2020 23:30 • #11


Soulclaw90
Momentan überlege ich an wen ich mich noch für Hilfe wenden kann um wieder einen einigermaßen normalen arbeitsalltag zu bestreiten

14.01.2020 13:42 • #12


Wie ist das Verhältnis zu deinem Hausarzt? Er kann dir attestieren, dass du in deinem Bereich nicht mehr arbeiten kannst und auch fürs Arbeitsamt etwas schreiben. Vielleicht fällt ihm ja auch noch was ein

14.01.2020 15:35 • #13


Schlaflose
Zitat von Angstvormleben:
Wie ist das Verhältnis zu deinem Hausarzt? Er kann dir attestieren, dass du in deinem Bereich nicht mehr arbeiten kannst und auch fürs Arbeitsamt etwas schreiben. Vielleicht fällt ihm ja auch noch was ein


Vom Hausarzt wird das in der Regel nicht akzepiert. Es muss schon ein Facharzt oder Psychotherapeut attestieren, dass man aus psychischen Gründen in einem Bereich nicht arbeiten kann. Oder das Arbeitsamt schickt einen zum Amtsarzt, der das bestätigen muss.

14.01.2020 15:40 • #14


Also bei mir hats der Hausarzt gemacht. Er ist ein normaler Internist mit psychosomatische Grundversorgung. Aber bei mir hatte es auch andere Gründe.

14.01.2020 15:42 • #15


Soulclaw90
Ich bin momentan am überlegen ob ich der arge es mitteilen soll wegen meiner Psychischen Erkrankung erzählen soll oder ob das kontraproduktiv ist. Momentan bin ich noch angestellt aber da ich noch in der probezeit bin ist es absehbarer das ich gekündigt werde

14.01.2020 17:56 • #16


Hallo Soul,
habe ähnlich solche Probleme wie du. Sozialphobie, psychosomatische Krankheitsbilder etc..
Häng auch in einer Firma fest in der es mir nicht gefällt. Denke oft wenn ich denn nur nen Job hätte wo ich für mich alleine arbeiten könnte, finde aber einfach nichts passendes. Teamarbeit ist mir ein Greuel. Kannst ja mal schreiben.

30.01.2020 20:34 • #17


Darky37
Zitat von Soulclaw90:
Hallo,Momentan geht es mir sehr schlecht. Ich leide unter sozialen Ängsten und Depressionen. Ich bin gelernte Fachkraft für Lagerlogistik, fühle mich aber schon Jahrelang unwohl in den Beruf. Habe meist in kurzer Zeit in vielen Firmen gearbeitet, meist wurde es mir zuviel: der raue umgangston, die eintönige stumpfe Arbeit, der Kontakt zu Kollegen und auch Kollegen zu haben die unangenehm sind (was man aber leider überall hat).Momentan bin ich krank geschrieben und werde es auch noch ne ganze Weile bleiben weil ich bei meiner jetzigen Arbeit jeden Tag Panikattacken hatte, täglich geweint habe ...


Hallo Soulclaw,

Ich finde es gut, dass du bereits in Therapie bist. Als Tipp für die berufliche Zukunft würde ich dir empfehlen, mal Brainstorming zu machen und auf einer Mindmap aufzuschreiben, welche Berufe dich interessieren und dir Spass machen könnten. Vielleicht kannst du dabei auch notieren, was deine Fähigkeiten sind und dementsprechend recherchieren, welche Branche für dich infrage kommen würde? Wenn du dann konkrete Punkte hast würde ich dir ein Praktikum empfehlen, um zu gucken, ob dir die Arbeit auch in der Praxis gefällt. Vielleicht ergibt sich dadurch ja auch direkt eine neue Arbeitsstelle für dich?

LG

13.02.2020 12:44 • #18




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