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17

A
@Ayano
Ich denke auch, dass diese Menschen eher sehr unzufrieden sind und sehen, dass du z. B. mit deinem Hund gut harmonierst. Das ist für manche schon zuviel. Und sie haben anscheinend nicht anderes zu tun, als von ihrem Mist abzulenken und brauchen dafür jemanden, den sie mobben können. Möglichkeit ist: Lass dich davon nicht unterkriegen. Versuche sie zu ignorieren, das wiederum könnte diesen Menschen noch mehr ärgern und vielleicht kommen sie dann mal freundlich auf dich zu, um zu fragen, was eigentlich los ist. Eine andere: du gehst ganz bestimmt und mit Haltung auf die Menschen zu fragst, welches Problem sie eigentlich haben (damit rechnen die wenigsten)....je nach Antwort würde ich sagen, sie sollten sich lieber mal um ihren Kram kümmern...

#141


Abendschein
@Ayano . ...ich möchte nicht sagen das ich Deine Geschichte nicht glaube, aber ein bisschen merkwürdig ist das schon alles. Aus Deinem Geschriebenen lese ich immer wieder heraus das Du Dir gegenüber gar kein Selbstwertgefühl hast. Vielleicht bist Du schon so darauf programmiert das ein anderer was sagen könnte das Du die Menschen komisch anschaust. Von Dir lese ich immer nur das Du Angemacht wirst. Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie auf der Straße doof angemacht worden. Wer hat Heutzutage noch Zeit sich so intensiv um einen anderen zu kümmern? Und Du siehst ja in jedem einen Feind. Statt immer sofort los zu schimpfen ändere Du Deine Haltung. Grade in einem kleinen Ort kann es doch nicht sein, das die gesamte Menschheit gegen Dich ist. Ich glaube das das Portionsweise mit an Dir liegt.

#142


A


Angst vor Menschen

x 3


W
Hallo @ajano

wenn das alles so schlimm ist ,gibt es nur eine Konsequenz damit es dir wieder besser geht.

Du verkaufst das Haus und fängst neu an. Sicher solltest du aber auch an deinem Selbstbewusstsein arbeiten/stärken.

L.G. Waage

#143


A
Aloha,

wie lange hast du den Hund denn schon? Bist du neu in der skurrilen Welt der Gassi gehens? Ich glaube du brauchst eine gute Portion mehr Selbstwertgefühl. Hast du selbst die Befürchtung hässlich zu sein? Du schreibst du siehst normal aus, befürchtest aber, dir könnte jemand sagen dass du hässlich bist? Ja und, dann sagt er das eben. Wenn man es aber selbst glaubt, wird es zum schmerzhaften Problem. Hat dir jemals jemand das Gefühl gegeben hässlich oder sonst wie unzulänglich zu sein?

Vielleicht gucken die Leute nur, weil dein Hund so klein ist. Gerade im ländlichen Bereich sind oft große Hunde vertreten, in der Stadt ist es wohl eher umgekehrt. Oder weil sie vielleicht selten sind, hab eben die Rasse googeln müssen, ich glaube ich hab tatsächlich noch nie einen gesehen. Und wenn, hätte ich sie vielleicht falsch zugeordnet, so mehr in Richtung Pinscher.

Tatsächlich hätte ich es wie Abendschein gesehen, ich wurde noch nie auf der Straße blöd angemacht. Und ich halte mich für eine recht auffällige Gestalt. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem Frau Wauz bei uns einzog. Da war es vorbei mit der Ruhe und inzwischen kenne ich den gesamten Dorfabschaum. Es gibt offenbar eine gewisse Art Mensch, die zu allem was Hunde betrifft ihren Senf dazu geben müssen. Immer, stets und ungefragt, gern in einem aufgenötigten Gespräch wenn man keine Zeit und schon gar keine Lust hat. Ob du es glaubst oder nicht, es gibt tatsächlich Leute die mit dem Satz 'Ich habe euch beobachtet' versuchen einen vollzutexten. Ich war anfänglich doch sehr verwirrt. Danach kommt nichts hörenswertes, wirklich nicht. Das ist eine Art Startschuß um den Spaziergang umgehend fortzusetzen, sofort, auf der Stelle. Diese Leute lieben es, mitten im Satz stehengelassen zu werden. Sie geben irgendwann auf. Da muss man die Höflichkeit mal über Bord werfen.

Denn ganz ehrlich, warum Freizeit mit einem Menschen verschwenden, der glaubt ein Hund macht Hasenköttel...könnte höchstens sein, dass Frau Wauz die frisst wenn ich nicht aufpasse...oder sich darin wälzt.

Schau mal bei verschiedenen Hundebloggs vorbei, dass sich andere einmischen gehört irgendwie dazu. Lass dir davon den Spaziergang nicht vermiesen. Leider ist jede Hunderasse mit gewissen Vorurteilen behaftet, ich fürchte da muss man als Hundemensch durch. Viele Leute sehen einen kleinen Hund und denken gleich an Taschenhund, unerzogenen Pöbler usw. Lass das nicht an dich ran, zu argumentieren oder sich zu rechtfertigen lohnt nicht. Ist Zeitverschwendung. Bedanken kann man sich wohl bei den Leuten, die sich wie ein gewisses It Mädchen fühlen wollen und sich das passende vierbeinige Accessoir zugelegt haben, dabei aber leider bis heute nicht begriffen haben, dass das ein vollwertiger Hund ist. Wenn du Anschluss suchst, hast du schon mal über eine Hundeschule oder Hundesport nachgedacht? Da triffst du Gleichgesinnte und es geht nicht nur ums lernen, es gibt viele interessante und spassige Angebote und Kurse. Socials Walks, Mantrailing (ja auch die Kleinen können das richtig gut), Spielgruppen für Hunde....was euch gefällt und Spaß macht.

Tust du etwas für dein Selbstwertgefühl? Hast du mal eine Therapie gemacht und das da thematisiert? Vielleicht könnte dir das weiter helfen. Das wäre sicher eine Überlegung wert, es geht dir doch gerade wirklich nicht gut.

Also dann, haltet die Rute hoch und den Mittelfinger höher ihr beiden! Macht euch nen schönen Tag und feine Runden heute.

LG
Das Angsthörnchen und Frau Wauz

Und ein P.S. in eigener Sache: ich darf offenbar It Mädchen nicht mit Bindestrich schreiben verkündet hier gerade eine Nachricht im Fenster, man schreibt es aber mit Bindestrich, und nun? Darüber wird die Moderation benachrichtigt...echt mal? Euer Ernst? Mein Umgehungsversuch? Hat sich der Wortfilter da selbstständig gemacht?

x 1 #144


Safira
Zitat von Ayano:
Angst das jemand über mich lacht oder wieder was schlimmes sagt.Ganz schlimm ist wie gesagt die Angst das mich jemand als hässlich bschimpft.Und sagt das er so was ekeliges wie mich noch nie gesehen hat.Hab auch immer das Gefühl das ich der letzte Dreck bin und alle anderen was besseres wären.

woher kommt das? was ist passiert?

#145


A
Weil viele Leute mich so richtig anstarren.Dann denk ich mir sofort das machen sie weil ich hässlich bin .Hab einfach zu wenig Selbstbewusstsein.

#146


Abendschein
Zitat von Ayano:
Weil viele Leute mich so richtig anstarren.Dann denk ich mir sofort das machen sie weil ich hässlich bin .Hab einfach zu wenig Selbstbewusstsein.

Wer so Negativ denkt, bekommt auch Negatives zurück. Das was Du ausstrahlst, bist Du!
Vielleicht starren sie Dich an, weil Du etwas hast, was andere nicht haben, weil Du sympatisch wirkst,
weil Du nett bist, weil Du Du bist. Denk mal so drüber nach.

#147


E
Hallo zusammen,

ich bin im moment etwas einsam. Ich habe zwar Freunde, aber die haben im Moment gar keine Zeit. Sie sind mit ihren Beziehungen und Lebensumständen so beschäftigt und wohnen auch nicht in der direkten Nähe. Also ich muss schon so 1 halb Stunden mit Bus und Bahn hinfahren. Aber sie haben seit Monaten keine Zeit. Ich fühle mich so alleine und mir geht es damit echt nicht gut.

Ich würde gerne neue Leute kennen lernen. Gerade auch an meinen Wohnort, damit ich nicht immer so weit fahren muss und man vielleicht auch mal spontan was machen kann. Ich habe auch schon Ideen, was ich machen könnte, damit ich Leute kennen lerne. Ich dachte an einen Verein oder Kochtreff oder so etwas. Das Problem ist ich habe so unglaubliche Angst da hin zu gehen. Ich habe so Sorge, dass die anderen mich nicht mögen könnten, keiner mit mir redet und ich dann nie wieder eingeladen werde und ausgeschlossen bin. Ich schaffe es einfach nicht mich einmal zu überwinden und einfach irgendwo hinzugehen wegen meiner Angst. Wenn ich daran denke wird mir ganz anders. Ich bin auch schon oft irgendwo dann spontan nicht hingegangen. Die Angst vor Ablehnung ist so groß. Ich bin auch ein sehr ruhiger Typ. Ich hatte immer Freunde, aber als beliebt würde ich mich selber auch nicht einstufen und das verunsichert mich.

Liebe Grüße

Coru

#148


Einsamkeit
hi coru,

es wäre gut, wenn du in deinem profil mal einträgst, wo du wohnst. ich verstehe dein problem sehr gut. ich habe phasen in denen es mir schlechter und phasen in denen es mir gut geht. in den guten phasen kann ich mich mit anderen menschen treffen und habe keine sorge auf ablehnung zu stoßen. ich finde die app spontacts sehr schön, denn dort scheinen viele zu sein, die stiller sind und keine festen freundschaften haben. probier das doch mal aus. mir hat es schon was gebracht und ich bin zwei mal wandern gegangen mit anderen.

lg
einsamkeit

x 1 #149


Icefalki
Hallo Coru, hast doch schon gute Ideen. Wenn du also ein Hobby findest, dann geh dahin, weil dir das Spass machen könnte. Und nicht, weil du jetzt unbedingt jemanden kennenlernen möchtest. Nimm deinen Kochkurs. Dort wird gekocht. Also koche. Und bleib gelassen, auf wen du dann triffst. Gleiche Interessen verbinden.

Alles muss sich entwickeln. Alles kann, nichts muss. Und wenn dir das Kochen alleine schon Spass macht, dann genieße das doch. Neue Menschen kennenlernen dauert eben. Je verkrampfter du suchst, desto verkrampfter kommst du rüber.

Also such nicht, sondern koche. Jetzt nur als Beispiel.

#150


B

Gerade hier angekommen

Hallo ihr alle.
Der erste Beitrag in einem Forum fällt mir wirklich sehr schwer und dies hier ist wohl der erste, den ich auch wirklich mal abschicken werde.
Ein Leben ohne Ängste kenne ich nicht. Schon als Kleinkind hatte ich panische Angst vor Spinnen, lauten Geräuschen, Feuer... Vor alledem bin ich damals wortwörtlich schreiend davongelaufen oder war wie gelähmt.
Doch die größte Angst und die einzige, die mich bis heute wirklich begleitet, ist die vor dem Umgang mit anderen Menschen. Als Kind und bis noch vor einigen Jahren konnte ich nicht mit Menschen sprechen. Sprach mich jemand an, brachte ich kein einziges Wort heraus, lief rot an, brach fast in Tränen aus, etc. Folge waren schlechte Noten, totale soziale Isolation und Selbstmordgedanken.
Mittlerweile habe ich mich mit Hilfe von einigen wenigen Freunden schon sehr aus meiner Misere herausgekämpft. Ich habe seit kurzem einen Job, in dem ich mit vielen verschiedenen Menschen zusammen arbeiten muss und es macht mir tatsächlich Spaß! Ich schaffe mittlerweile sogar mal, einen Scherz zu machen oder ein bisschen Smalltalk zu führen. Allerdings fehlt mir noch irgendetwas, um wirklich engere Beziehungen aufbauen zu können und manchmal schleicht sich die alte Angst wieder ein.


Ich hoffe einerseits, hier Menschen zu finden, die mir noch Tipps und Tricks für meinen weiteren Weg geben können. Andererseits habe ich aber auch das Gefühl, jetzt so weit gekommen zu sein, dass ich vielleicht auch anderen helfen oder Rat geben könnte. Und natürlich würde ich auch gern einfach nette Kontakte knüpfen.

Danke, wenn ihr euch die Zeit genommen habt, das hier zu lesen.

Benigna

x 3 #151


Miami
Hallo Beninga,

herzlich willkommen hier.
Toll das Du den Anfang des Weges aus der Isolation schon geschafft hast!
Mit diesem Problem bist Du hier nicht allein.

Liebe Grüße
Miami

x 2 #152


Hotin
@Benigna

Hallo Benigna,

auch ich begrüße Dich herzlich hier bei uns.
Schön, dass Du dabei bist.
Zitat:
Ein Leben ohne Ängste kenne ich nicht.


Es gibt auch kein Leben ohne Ängste. Angst ist eins unser wichtigsten Gefühle.
Vermutlich sprichst Du aber von der besonders starken Angst.
Du hast doch schon sehr große Erfolge erreicht. Das ist toll.

Weißt Du denn etwas darüber, warum Dir der Kontakt mit anderen Menschen so schwer gefallen ist?
Willst Du nicht ein eigenes Thema für Dich aufmachen?
Dort kannst Du eventuell noch bessere Antworten bekommen.

Viele Grüße

Bernhard

x 1 #153


B
Hallo.
Nein, ich weiß nichts darüber, außer, dass diese Ängste wohl schon vorhanden waren, als ich mit 2 Jahren in meiner Karre saß. Mein Psychiater führt sie auf den eher schroffen und teils sehr unnahbaren Umgang meiner Familie mit mir zurück, aber das kann ich weder bestätigen noch widerlegen.

Ich tue mir sehr schwer damit, meine Anliegen in einem eigenen Thema zu erörtern und um Antworten zu bitten. Ich habe das Gefühl, dass ich dann unrechtmäßig die Aufmerksamkeit anderer einfordere, bzw. deren Zeit und Energie stehle mit irgendwelchen Problemen, die anderen so trivial vorkommen müssen, dass sie sie als lächerlich empfinden.

x 1 #154


Miami
Wie ich sehe wurde was verschoben und jetzt hast Du ein Thema.

Mach Dir über die Anderen keine Gedanken. Jeder der hier liest tut das freiwillig und kann selbst entscheiden was er lesen möchte.

Und trivial ist die Angst vor Menschen ganz sicher nicht .... wenn man bedenkt wieviel es davon gibt.

x 3 #155


Angor
Zitat von Benigna:
Ich habe das Gefühl, dass ich dann unrechtmäßig die Aufmerksamkeit anderer einfordere, bzw. deren Zeit und Energie stehle mit irgendwelchen Problemen, die anderen so trivial vorkommen müssen, dass sie sie als lächerlich empfinden.

Nein, Deine Probleme findet sicher keiner lächerlich, es gibt viele hier, die auch solche Probleme haben wie Du.
Du wirst hier ernst genommen und bist nicht allein. knuddeln

LG Angor

x 1 #156


F
Hallo,

ich komme mir ehrlich gesagt ein bisschen doof vor. Doof weil ich mich hier überhaupt angemeldet habe, doof weil ich mich hier jetzt "ausheulen" werde, doof weil es nun schon das fünfte Mal ist, dass ich versuche mir das von der Seele zu schreiben und es dann mittendrin doch wieder lösche. Am besten fange ich wohl ganz von vorne an. Da wo meiner Meinung nach wahrscheinlich alles angefangen hat, im Kindergarten.

Ich habe den Kindergarten gehasst. Ich war damals schon "kräftiges" Kind. Wirkliche Freunde hatte ich damals nicht. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern. Woran ich mich noch erinnere ist, dass ich mich ständig mit anderen Kindern in den Haaren hatte und ich wohl auch schnell mal geschlagen habe. Wie diese Streits angefangen haben weiß ich heute auch nicht mehr, mag sein das ich nicht immer unschuldig daran war. Aber ich weiß noch, dass ich relativ schnell gemerkt habe, dass das kein Ort für mich war. Einmal bin ich sogar einfach abgehauen.

In der Grundschule ging das dann genau so weiter, die erste Klasse war die reinste Hölle für mich. Inmitten der zweiten Klasse wurde dann entschieden, dass ich nochmal zurück in die erste gehen würde. Von da an wurde es besser, die neue Klasse hat sich zumindest nicht über mich lustig gemacht und ich hatte dort sogar ein paar Kinder, mit denen ich mich gut verstanden hatte und sogar einen Jungen, den ich als einen richtigen Freund betrachtete. Bis zum Ende der vierten Klasse war meine Schulzeit dann im Großen und Ganzen okay gewesen.

Ab der fünften Klasse ging es für mich dann erstmal in eine Förderschule. Meine schulischen Leistungen waren dort Top aber hier gingen für mich dann wieder die Probleme mit den anderen Kindern los. Zu meinem Freund aus der Grundschule hatte ich aber auch nach der Grundschule noch Kontakt, dass hat es wohl für mich ein bisschen erträglicher gemacht. In dieser Zeit ist mir dann zum ersten Mal aufgefallen, dass ich in der Schule und auch auf den langen Busfahrten hin und zurück sehr oft an Händen und Füßen geschwitzt habe. Ich vermute mal, es wurde durch den ständigen, seelischen Stress ausgelöst und das begleitet mich leider bis heute und ist einer der Faktoren, der mich Kontakt mit Menschen meiden lässt so gut ich es eben vermeiden kann. Aber ich will nicht alles schlecht reden, auch auf dieser Schule hatte ich ein paar Kinder, mit denen ich mich recht gut verstanden habe und mich sogar auch mal zum spielen verabredet habe.

Nach der sechsten Klasse ging es dann für mich in die Realschule und hier lief es nicht viel anders. Nach der Realschule ging es weitere drei Jahre auf eine kaufmännische Schule. Hier ging es dann richtig bergab. Ich konnte keinen dort leiden und mich konnte dort auch keiner leiden. Die Hänseleien von früher wurden hier zu richtigem Mobbing. Der Kontakt zu meinem alten Freund aus der Grundschule wurde auch immer weniger, wahrscheinlich, weil ich nicht so recht etwas mit seinen anderen Freunden anfangen konnte. Irgendwann brach dieser Kontakt dann auch ganz ab und ich weiß bis heute nicht wieso. Da fing es dann an dass ich mich in Filme und Serien, Musik, Bücher und Videospiele verloren habe. In der Musik und den künstlichen Welten habe ich mich zuhause gefühlt. Das muss sich sehr bescheuert anhören aber so ist es noch heute wenn ich ehrlich bin. Die reale Welt fühlt sich für mich so weit weg an. Wie etwas, dass ich einfach nicht verstanden habe, etwas zu dem ich nie dazu gehörte. Zu dieser Zeit machte sich dann auch mein guter Freund Selbsthass in mir breit.

In dieser Zeit kam dann trotzdem ein Mädchen in mein Leben. Ich habe sie in einem Chat kennen gelernt und ich bin auch ein paar Mal mit dem Zug zu ihr gefahren. Sie war meine erste Freundin und hat mich dazu motiviert gute Dinge zu tun. Wegen ihr war ich regelmäßig Sport treiben. Ich dachte damals, sie wäre alles was ich jemals brauchen würde. Nach ungefähr einem Jahr war diese Beziehung dann aber auch vorbei und ich schätze, ich habe mich seit dem ein wenig gehen lassen.

Ich bekam nach den drei Jahren an dieser Schule dann eine Ausbildung und nach dieser Ausbildung habe ich dann den Betrieb gewechselt. Da die Welt natürlich nicht nur aus schlechten Menschen besteht habe ich auch Leute kennen gelernt, die es gut mit mir meinten aber ich habe nie wirklich verstanden warum, wahrscheinlich weil ich mich selbst so sehr ablehne. Ich hasse mein Aussehen, mein Übergewicht, mein Problem mit dem Schweiß, welches über die Jahre schlimmer geworden ist, ich hasse meine Stimme, meine Art zu reden ach, einfach alles an mir. Ich hasse es, dass mein Kopf voller Ideen steckt aber ich nicht in der Lage bin, diese einfach mal umzusetzen, ich hasse es, dass ich nicht in der Lage bin, mir ein richtiges Ziel für mein Leben zu setzen. Stattdessen lasse ich mich einfach treiben und tue nichts produktives außerhalb meines Jobs. Ich bin so sehr damit beschäftigt, mich an meinen eigenen Fehlern hochzuziehen. Ich meide andere Menschen weil ich Angst vor ihrem Urteil über mich habe und dass sie mich ablehnen. Mittlerweile bin ich 28 Jahre alt und habe irgendwie nichts vorzuweisen und werde wahrscheinlich einsam sterben wenn ich nichts ändere. Aber ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Es heißt ja, man muss sich erst selbst lieben um andere lieben zu können aber wie zur Hölle soll ich mich denn selbst lieben? Wie macht man das? Und selbst wenn ich das irgendwie hinbekommen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich plötzlich besser mit anderen Menschen kann, ich habe es ja nie wirklich gelernt. Ich verbinde mit der Vorstellung an andere hauptsächlich Angst.

Kann mich hier vielleicht jemand verstehen? Vielleicht auch nur ansatzweise?

#157

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D
Ich kann dir nur denn Rat geben, in eine Klinik zu gehen. Tagesklinik reicht für das erste.
Und hier spricht jemand, mit einer Latte voll Problemen. Und jaaa, auch Sozialphobie ist dabei Smile Also ich verstehe dich sehr gut.

Aber eben, weil ich dich verstehe, weiß ich das jedes aufbauende Wort vergeudet ist. Darum gehe ich nicht all zu sehr darauf ein.
Aber um Selbstwert wieder zu bekommen, sich selbst lieben zu lernen, braucht es manchmal Hilfe von außenstehenden, Neutralem, Professionellen Menschen.

In meiner 4 Woche Sucht Klinik, habe ich abgründe gesehen, dagegen ist mein Problem nahezu ein Witz.
(Denn ich habe mich nur aus meinem Loch getraut, wenn ich Betrunken und unter Dro. stand usw. )
Sicher wiegt das eigene Problem für einen selbst oft am Schwersten, aber es tut gut, nicht nur zu "hören" sondern zu sehen, um zu verstehen, wie unnötig unsere sorge im vergleich ist. Das man noch was ändern kann ! Denn leichter wird es mit denn Jahren nicht... eher im gegenteil
Damit will ich deine Problematik nicht runter Spielen, sondern dir den Tipp geben, die dinge mal aus einem anderen licht zu betrachten.


Zitat von Fantasiegebilde:
ich hasse meine Stimme, meine Art zu reden ach, einfach alles an mir. Ich hasse es, dass mein Kopf voller Ideen steckt aber ich nicht in der Lage bin, diese einfach mal umzusetzen, ich hasse es, dass ich nicht in der Lage bin, mir ein richtiges Ziel für mein Leben zu setzen. Stattdessen lasse ich mich einfach treiben und tue nichts produktives außerhalb meines Jobs.


Das ist was ich mit Selbstwert meine. Dir fehlt eine Reflexion.


Zitat von Fantasiegebilde:
Mittlerweile bin ich 28 Jahre alt und habe irgendwie nichts vorzuweisen und werde wahrscheinlich einsam sterben wenn ich nichts ändere.


Soll ich dir mal Lustiges erzählen. Ich bin 3 Jahre Jünger als du, stecke NOCH im Gleichen Wirrwarr. Doch uns unterscheidet etwas wesentliches. DU nimmst keine berauschenden Substanzen. Also ist in dir doch noch ein Kämpfer, ein funke.
Ich hätte mich fast tot gesoffen. DU bist stark, bleib das auch, und lass dir helfen, ehe es zu ende geht.
Die Teppe nach unten hat viele Stufen, dreh um solange es noch geht.

Zitat von Fantasiegebilde:
Und selbst wenn ich das irgendwie hinbekommen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich plötzlich besser mit anderen Menschen kann, i


Eine Frage an dich, wie sollen dich andere Menschen denn sehen, wenn du dich selbst Hasst ?
Was erwartest du von Leuten, wie sie dir entgegen kommen, wenn du dir SELBST mit Verachtung entgegen kommst ?

Behandel dich SO, wie DU von ANDEREN behandelt werden WILLST, und du wirst sehen, das sich viel ändern wird !

x 2 #158


Sara80
Ich glaube hier wird es einige geben die dich verstehen und ähnliches erlebt haben. Angst vor Menschen bzw. Angst vor Ablehnung habe ich auch schon seit meiner Kindheit, manchmal ging es eine Zeitlang besser, aktuell wieder schlechter.
Hast du einmal darüber nachgedacht warum du schon in der Kindheit Probleme mit anderen Kindern hattest? Wie war und ist das Verhältnis zu deinen Eltern? Meistens hat man von Anfang an etwas falsch erlernt.

x 2 #159


F
Danke für die Antworten und dass ihr euch die Zeit genommen habt meine Wall of Text zu lesen.

Zitat von Danny94:
Ich kann dir nur denn Rat geben, in eine Klinik zu gehen. Tagesklinik reicht für das erste.
Und hier spricht jemand, mit einer Latte voll Problemen. Und jaaa, auch Sozialphobie ist dabei Smile Also ich verstehe dich sehr gut.

Aber eben, weil ich dich verstehe, weiß ich das jedes aufbauende Wort vergeudet ist. Darum gehe ich nicht all zu sehr darauf ein.
Aber um Selbstwert wieder zu bekommen, sich selbst lieben zu lernen, braucht es manchmal Hilfe von außenstehenden, Neutralem, Professionellen Menschen.

In meiner 4 Woche Sucht Klinik, habe ich abgründe gesehen, dagegen ist mein Problem nahezu ein Witz.
(Denn ich habe mich nur aus meinem Loch getraut, wenn ich Betrunken und unter Dro. stand usw. )
Sicher wiegt das eigene Problem für einen selbst oft am Schwersten, aber es tut gut, nicht nur zu "hören" sondern zu sehen, um zu verstehen, wie unnötig unsere sorge im vergleich ist. Das man noch was ändern kann ! Denn leichter wird es mit denn Jahren nicht... eher im gegenteil
Damit will ich deine Problematik nicht runter Spielen, sondern dir den Tipp geben, die dinge mal aus einem anderen licht zu betrachten.

Also eine Tagesklinik lässt sich momentan nicht mit meinem Job vereinbaren. Vielleicht finde ich ja in den Tiefen des Internets eine passende Alternative.


Eine Frage an dich, wie sollen dich andere Menschen denn sehen, wenn du dich selbst Hasst ?
Was erwartest du von Leuten, wie sie dir entgegen kommen, wenn du dir SELBST mit Verachtung entgegen kommst ?

Behandel dich SO, wie DU von ANDEREN behandelt werden WILLST, und du wirst sehen, das sich viel ändern wird !


Naja, besser werden sie mich nicht behandeln wenn ich mir selbst so entgegen komme.


Zitat von Sara80:
Ich glaube hier wird es einige geben die dich verstehen und ähnliches erlebt haben. Angst vor Menschen bzw. Angst vor Ablehnung habe ich auch schon seit meiner Kindheit, manchmal ging es eine Zeitlang besser, aktuell wieder schlechter.
Hast du einmal darüber nachgedacht warum du schon in der Kindheit Probleme mit anderen Kindern hattest? Wie war und ist das Verhältnis zu deinen Eltern? Meistens hat man von Anfang an etwas falsch erlernt.


Ja, ich habe mich das schon so eine Male gefragt. Wirklich wissen tue ich es nicht, wie gesagt erinnere ich mich auch an nicht mehr so viele Details und es ist nicht unwahrscheinlich dass der eine oder andere Streit auch von mir ausgelöst wurde. Aber ich kann mir auch gut vorstellen das ich auch nicht so beliebt war weil ich damals schon ein wenig Übergewichtig war.

Das Verhältnis zu meinen Eltern war eigentlich immer recht gut. In der Pubertät gab es hier und mal Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen und mir aber ich schätze das ist überall mal so während dieser Zeit. Meine Eltern haben mich aber immer so gut sie konnten unterstützt und dafür bin ich ihnen dankbar. Das Verhältnis zu meiner Mutter ist, wenn ich ganz ehrlich bin ein bisschen besser als zu meinem Vater. Das liegt wohl daran dass ich auch eher nach meiner Mutter komme, meinen Vater liebe ich auch aber wir haben einfach nicht so viele Gemeinsamkeiten.

#160


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Dr. Reinhard Pichler
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