Hallo, ich weiß gar nicht ob ich mein Thema hier reinstellen kann. Ich brauche unbedingt einen Job, mein Geld wird langsam knapp aber ich trau mich einfach nicht..ich will nicht Kassiererin werden aber andere Vorraussetzungen erfülle ich leider nicht für nen beruf..ich brauche dringend Mut mich überhaupt von der Stelle zu bewegen..
Geh zum Hausarzt und lass dich zu einem Nerven Arzt weiter leiten, dieser soll ein Gutachten erstellen, das bescheinigt, das du solche Probleme hast.
Damit gehst du zum Arbeitsamt und diese sollen berücksichtigen das du in dieser Situation bist, das du eine Therapie machen wirst um das Problem zu beheben, jedoch im Moment Arbeit brauchst wo du wenig Kunden um dich hast.
Also z.B. Lagerist/in, Bürokauffrau/Mann, Putzfrau/Mann, Bäcker/in Konditor/in Es gibt viele Berufe, wo du kaum mit Kunden zu tun hast, wenn du diese Berufe nicht gelernt hast, kannst du eine Ausbildung/Umschulung machen.
Es herrscht ja Facharbeiter Mangel und Ausgebildete Kräfte werden immer seltener. Gastronomie sucht, das ist nicht nur Kellner, Altenpflege wird gesucht, die alten Menschen sind dankbar für Leute die ihnen Helfen.
Es gibt viele Möglichkeiten und Wege, auch mit Angst vor Menschen, das muss man Berücksichtigen und danach Orientieren, mit Schriftlicher Unterstürzung vom Arzt ist es leichter.
Viel Glück. (Im Internet gibt es Organisationen die Helfen können, weiss gerade keine)
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Angst und Job/Bewerbung
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Frozen-Angel Mitglied
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Hallo
@Natsuka Du schreibst, dass man als Bürokauffrau/mann wenig Kundenkontakt hat. Das kann ich so nicht stehen lassen. Man hat sehr wohl Kundenkontakt, am Empfang, am Telefon z.B. und das ist für viele Sozialphobiker sehr schwer bis unmöglich. Ich selbst leide auch an Sozialphobie und telefoniere recht ungern mit fremden Leuten. Was ich auch noch sagen muss ist, dass viele Arbeitgeber, wenn nicht sogar alle, offene und redegewandte Angestellte bevorzugen und es so fast unmöglich ist einen Job zu bekommen. Um es kurz zu machen, ich kann mir nicht vorstellen, zum Teil auch aus eigener Erfahrung, dass man als Sozialphobiker für diesen Job geeignet ist.
Ich will nicht damit sagen, dass ein Sozialphobiker diesen Job weniger gut ausüben kann, im Gegenteil. Mit der Zeit würde sich das wahrscheinlich auch geben aber wer gibt einem die Zeit, die man braucht um sich einzuleben und zu gewöhnen? Niemand. Somit muss man sich wohl mit Jobs zufrieden geben mit relativ wenig Kundenkontakt oder man fängt klein an und steigert sich im Laufe der Zeit.
@makotokino123
Du redest mir von der Seele, ich kenn das nur zu gut. Das Geld wird knapp und man traut sich nicht einen Job zu suchen, weil man Angst hat. Ich stecke momentan in der gleichen Situation und habe absolut keine Kraft mich der Angst zu stellen.
Denke einfach daran, dass du das Geld brauchst und dir schöne Dinge davon kaufen kannst, als Belohnung sozusagen. Versuch es einfach, setz dich an die Kasse und mach einfach. Kümmer dich nicht um die Leute und denk nicht so viel darüber nach was "sie" von dir denken könnten. Die wollen nur einkaufen und sind froh, wenn sie das hinter sich haben.
Viel Glück bei der Arbeitssuche!
LG Frozen Angel
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Myrtus Mitglied
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Ich überlege auch die ganze Zeit was für eine Ausbildung, bin 28 und hab noch nichts wegen meiner Ängste auf die Reihe bekommen, hab Fachabi danach Zivi abgebrochen und seitdem hab ich einen schlecht bezahlten Minijob wo ich kaum was mit Menschen zu tun habe und wenn dann nur flüchtig. Der klassische Abgang meiner Meinung nach, naja ich versuch mich gerade aufzuraffen und eine Ausbildung oder FH Studium in Angriff zu nehmen nur weiss ich nicht was ich schaffen kann, bei der Arbeit jetzt wird es mir schon zu viel meistens auch wenn ich die Leute da nur kurz sehe
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sadie Mitglied
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Hallo Leute, auch ich leide unter dieser Problematik. Brauche dringend einen Job,nicht nur wegen Geld,auch für mein Selbstbewußtsein. Und die Arge tritt mir auch schon auf die Füße. Aber ich hab solche Angst...Bewerbungen in schriftlicher Form kommen meist zurück oder man hört gar nichts mehr. Telefonisch komm ich auch nicht weiter,bräuchte mehr Power,mehr Antrieb,die Angst lähmt mich so,dass ich schwer in Wallung komme. Rutsche auch immer wieder in solch schreckliche Phasen,wo ich nur noch heulen könnt... Ist auch kein Weg,schon klar, aber momentan fehlt mir irgendwie die Kraft,rutsche von einem Extrem ins Andere!
Wünsche Euch ( und mir ) Erfolg! sadie
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Maxxis Mitglied
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Hallo Arbeiten und soziale Phobie passt nur bedingt zusammen. Ich war auch 5 Monate ohne Arbeit, und es ist schwer was zu finden, vor allem weil ich lieber allein arbeite. Es gibt dann einfach weniger Probleme. Nach ewig vielen Bewerbungen endlich ein Job, musste ich einfach nehmen, wer weiß wann die nächste Chance kommt.
Seit Ende März bin ich dort. Aaaaber: Sehr viele Menschen um mich drumrum, Hektik und Chaos, harter Umgangston, 60 - 70 Wochenstunden. Also alles nicht besonders gut für eine soziale Phobie, oder doch? Die erste Auswirkunge nach ein paar Wochen Arbeit war die, das der unerträgliche Schmerz der Einsamkeit wie weggeblasen war. Kein Wunder, wenn ich 10 - 12 Stunden täglich unter Menschen bin und zudem auch Kundenkontakte habe. Die zweite Auswirkung machte sich in meinem Privatleben bemerkbar: Die Angst unter Menschen zu sein sank rapide ab, auch reden fällt mir um ein vielfaches leichter. Das lag erstens daran, das auf der Arbeit viel geredet werden muss, also wurden Redehemmungen abgebaut. Zweitens ist die Arbeit körperlich extrem schwer, dadurch wurde mein Körper bis in die letzte Faser beansprucht. Das führte wiederum dazu das ich besser ruhen konnte, und Verspannungen sich auflösten, was zu einer besseren Artikulation führte.
Was im Privaten Bereich Positiv war, funktioniert auf der Arbeit nur bedingt. Denn die eben genannten Vorteile haben alle dort. Auf der Arbeit selbst kämpfe ich nach wie vor mit der Phobie. Um meiner Laune auf die Sprünge zu helfen, meditiere ich vor und nach der Arbeit circa 40min. Die Meditation reduziert Gedanken an die Zukunft auf ein Minimum, verarbeitet belastende Erlebnisse und intensiviert die momentane Präsenz. Leider hält das nur etwa 3 Stunden an. Und zwischendurch meditieren ist nur selten, und dann auch nur für 10 - 15min möglich. Natürlich so, das es niemand mitbekommt, also wenn ich rausfahre zu Kunden.
Die ärgsten Probleme ergeben sich im richtigen Reden auf der Arbeit. Es wird ausgenutzt, das ich offensichtlich Ängste habe mich mittels Kommunikation zur Wehr zu setzen. Gezielt wird die Schuld in meine Richtung geschoben, Widerstand zwecklos. Leute die besser Reden können, nutzen diese Fähigkeit aus, um meine Position zu schwächen und Ihre zu stärken. Teilweise wird mit erstaunlichen Methoden gearbeitet um bloß kein eigenes Versagen auf sich zu nehmen, es möglichst auf andere zu schieben, am besten auf mich. Auch im Bereich der Kundschaft wird ähnlich gehandelt, der eigene Frust wird möglichst woanders abgeladen. Natürlich mache ich auch Fehler, aber so viele sind es auch nicht.
Fazit: Einkommen gut, einige Ängste sind reduziert, ein paar sind stärker geworden und kaum noch Freizeit.
Ich bin bereits kräfig am suchen nach einem Halbtagsjob der weniger belastend ist. Da ich mich neben dem Beruf selbständig mache, brauch ich einfach mehr Zeit.
Ich weiß, wenn das Dilemma mit dem zur Wehr setzen und richtigem reden auf der Arbeit nicht wäre, wäre jeder Job tausendmal erträglicher.
Deswegen mein Aufruf an Leser aus Rhein Main: Lasst es uns lernen, ich habe genug Ideen, wir könnten uns zu diesem Zweck treffen. Wer sich an diesem Punkt weiter entwickeln will, kann mir eine PM schicken.