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Hallo zusammen,

bin durch zufall hier auf dieses forum gestoßen, und habe mich schon durch einige threads durchgelesen. wobei ich mich dann besser fühlte, da es doch vielen menschen ählnich geht wie mir und ich nicht allein bin. und auch deren erfolgsstorys die mich ein wenig aufgemuntert haben, das auch es irgendwann mal schaffen werde.

ich bin 26, und bin extrem schüchtern, und durch das kommen auch noch depressionen hinzu. es beeinträchtigt mein leben immer mehr und mehr. und das macht mich einfach depressiv, wütend. ich habe angst andre menschen zu kontaktieren, vor ihnen zu reden. wenn ich zb bei der arbeit in der pause bin, und ein oder zwei kollegen sind da, dann ist es nicht schwer einige sätze mit ihnen zu reden. aber sobald noch mehr leute dazu kommen, dann kommt vonmir gar nichts mehr. ich trau mich nichts mehr zu sagen, aber auch mein schweigen find ich dann zum kotzen. ich fange dann an mich so richtig unwohl zu fühlen, so unwohl das ich dann wortlos die runde verlasse.

ich hab schon früher eher zu den ruhigeren gehört, was mich inzwischen auch gar nicht so stört. ich habe akzeptiert, das wenn ich jemand neues kennenlern, das ich anfangs nicht oder kaum was rede sondern meine zeit brauch um aufzutauen. leider braucht die auftauzeit oft viiiiel zu lange. die leute die mich kennen, die wissen das ich auch ganz anders sein kann.
ich trau mich einfach nciht aus mir rauszukommen, ich fühle mich oft wie wennn ich in mir selber gefangen wäre.
will nichts falsches machen, sagen, hab dann angst das ich mich blamiere, oder das ich ausgelacht werde. habe gemerkt das wenn mehrere leute um mich rum sind, das es dann extrem wird.
wenn dann einigermasen vertrauen da ist, dann trau ich mich trotzdem nichts zu sagen, aus angst von anderen dann blöde sprüche zu hören wie: "oh, sie kann ja auch reden" etc. und deswegen lass ich es.
denn solche sprüche mußt ich mir schon oft anhören, ob ich taubstumm sei oder ob ich auch reden kann usw.

ich weiß das das alles auch mit wenig oder gar fehlendem selbstbewußtsein, selbstwertgefühl zu tun hat. aber ich weiß nicht wie ich zu dem kommen soll??
durch dieses problem, hab ich schwierigkeiten einen partner zu finden, eben menschen zu kontaktieren, es behindert mich halt überall im leben.
ich gehe zum therapeuten, schon fast ein jahr bin ich da, aber so wirklich konnt der mir auch nicht helfen. habe auch antidepressiva genommen, und am überlegen wieder damit anzufangen, da es mir da doch ein wenig beser ging. ich bin einfach nur hilflos.

würde mich auf antworten, ratschläge freuen.
LG
Lady_M

21.09.2008 13:55 • 30.10.2008 #1


13 Antworten ↓


HI

Also zuerst mal willkommen im Forum ^^ bin zwar auch erst neu dazugekommen aber was solls

Ich denke viele hier und ich zähle mich mal dazu können gut nachvollziehen wie es dir geht. Gerade das Stillschweigen ist doch sehr nerfig da man entweder nicht weis was man sagen soll oder Angst hat das man was falsches sagt oder der andere es flasch auffasst.

Ich habe festegstellt das wenn man so sachen hört wie "Stummer Fisch" dann sollte man da nichtmehr hinhören. Ich hab es zu oft im Leben gehört und Worte allein können und dürfen uns nicht verletzen und meistens kommt sowas ja eher von Menschen die uns ja garnicht wirklich kennen. Und wenn sowas mal von Freunden kommt dann sollte man versuchen es als schwerz zu sehen. Wenn es aber zuviel wird dann ist es wohl kaum ein guter Freund oder eine gute Freundin.

Das es dich nichtmehr so stört das du zu den ruigen gehörst ist doch schon super

Therapie habe ich auch gemacht aber wieder aufgegeben die gute Frau war mehr als unfähig und hat garnichts zu stande gebracht und hat meines achtens selbst ein an der Klatsche Das Gefühl von Hilflosigkeit kenn ich leider nur zu gut. Man ist alleine und wenn man mal jemanden braucht der einem wie auch immer bissal Aufmuntern oder Helfen soll ist keiner da. Das Gefühl selbst nichts auf die Reihe zu bringen.

Hast du schonmal versucht dich mit anderen denen es genauso geht wie dir zu treffen? In jeder größeren Stadt gibt es doch solche treffen

LG Fox

21.09.2008 14:13 • #2



Angst sich zu öffnen?!

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Hallo!
Ich kann Dich gut verstehen! Mir geht es ähnlich! Ich finde es allerdings in der Pause auf der Arbeit viel erdrückender, wenn ich nur mit einer Kollegin allein bin, denn dann hängt viel mehr von mir ab, als wenn noch jemand dabei ist, dann besteht evtl ein Gespräch und man kann sich einklinken. Ich habe auch Schwierigkeiten, jemandem beim Gespräch in die Augen zu sehen, dann werde ich total unsicher und hab das Gefühl, ich würde schielen oder so. Manchmal denk ich auch, ich kann nicht mehr richtig atmen. Reflektiere auch viel zu oft mein Verhalten und denke dann, ich hätte etwas nicht sagen sollen oder was anderes. Bin total verunsichert bei sozialen Kontakten, das nervt mich total!

21.09.2008 20:49 • #3


Hallo

erst ma danke für eure antworten. oft frage ich mich warum muß gerade ich dieses problem haben, das mir das leben schwer macht?! aber wenn ich mich in diesem forum so durchlese, dann macht mir das wieder hoffnung das ich das einigermasen in den griff kriege.
eigentlich denk ich mir immer, wenn ich was gesagt hab und das passt jemanden nicht oder derjenige lacht mich sogar aus, dann ist das sein pech, denn nobody is perfect. und wem ich nicht passe oder was ich jetzt rede, ja und? dann hör halt net hin usw. usf. Tja, nur leider das auch in die praxis umzusetzen, das ist schwer. alles leichter gesagt als getan.

21.09.2008 20:57 • #4


Ja sagen wie es eigendlich sein sollte und wie man sich verhalten sollte ist leicht

21.09.2008 21:55 • #5


Hallo Lady M und ihr anderen,

ich bin neu in diesem Forum.
Ja, ich kenne das auch, dass ich kein Wort heraus bringe, wenn mehrere Leute um mich herum sind. Ich bin nun 43 Jahre alt und momentan habe ich das Gefühl es wird immer schlimmer.
Ich werde auch immer misstrauischer, was fremde Leute angeht.
Dabei würde ich gerne neue Leute kennen lernen, aber irgendwie packe ich es nicht.

Bei mir im Büro z.B. haben alle außer mir und die Sekretärin studiert. Wenn wir dann mal zusammen stehen oder sitzen, sage ich fast nichts, weil ich immer denke, ich könnte ja etwas Dummes sagen.
Vielleicht denken die anderen auch, ich sei oberflächlich, dabei bin ich das nicht.

Ich weiß nur selbst nicht, wie ich mich selbst einschätzen soll. Ob ich intelligent bin oder eher nicht. Ich halte mich selbst auch nicht für so sonderlich interessant. Was soll ich schon erzählen, was die anderen interessiert?

So ein einfaches Gespräch bekomme ich schon hin, mit der Nachbarin oder einer Verkäuferin oder so, aber irgendwie entstehen keine Freundschaften daraus.

Schön, dass es dieses Forum gibt. Vielleicht kann ich hier etwas lernen und es tut auf alle Fälle gut, sich auszutauschen.

Gruß
Birgit

22.09.2008 16:19 • #6


oh mann...
ihr sprecht mir alle aus der Seele, mir geht es echt ähnlich
ich weiß nie, was ich sagen soll und wenn ich dann was sage, ist es den Leuten wahrscheinlich zu leise, weil die nämlich meistens nicht darauf antworten!
Und wenn ich mich mit einigen Leuten unterhalte, bleibt es meist nur beim "Small talk" und was engeres wird da nicht! Also wie mein Vorvorvorgänger es beschrieben hat, tja so geht es mir auch.
Die Leute sagen mir, dass ich voll schüchtern bin, obwohl ich im Vergleich zu einigen Jahren vorher weniger gesprochen hab, ich seh schon ne Verbesserung, trotzdem geht es immer noch als "du redest viel zu wenig" durch.
Eine Frage: Kann man sich eigentlich irgendwie ändern, sodass man ein ganz offener Mensch wird?
Also, von ganz schüchtern zu total offen?
aber wie stellt man das an??

24.09.2008 21:46 • #7


Hallo Lilli,

von ganz schüchtern zu ganz offen?

Ich glaube, das kommt darauf an, mit wem man redet. Es gehört für mich viel Vertrauen dazu, zu jemanden ganz offen zu sein.

Momentan bin ich nur zu meinem Mann ganz offen und auch das habe ich erst einmal lernen müssen. Ich bin Konfliktscheu und denke bei Konflikten immer, jetzt ist alles aus. Ich habe lernen müssen, zu diskutieren, zu streiten, ohne Angst zu haben, der Gegenüber wendet sich von mir ab. Wie gesagt, mit meinem Mann geht das, aber ansonsten gehe ich Konflikten lieber aus dem Weg.

Mit anderen Menschen bin ich nie ganz offen. Ich rede auch mit niemanden über meine Krankheit, meine Depression, meine Ängste. Nur wenige wissen überhaupt davon.

Wenn man ganz offen ist, dann ist es einem vermutlich egal, was die anderen von einem halten. Dann ist das Selbstbewusstsein so groß, das nichts es erschüttern kann.

Birgit

24.09.2008 22:29 • #8


Tust du denn etwas gegen deine Depression? Ich meine, helfen diejenigen, die das wissen, in irgendeiner Weise? Wie lange hast du die denn schon?

25.09.2008 20:00 • #9


Hallo Lilli,

an Weihnachten 2005 bin ich in eine psychosomatische Klinik gegangen. Ich war völlig fertig. Burn out und Depression.
Ich hatte davor immer wieder mal depressive Phasen, das würde ich nun im Nachhinein so sagen. Auch nach der Geburt meines Sohnes (das erst von drei Kindern) 1991 hatte ich eine postnatale Depression. Damals wurde das nicht richtig ernst genommen und es ging auch mehr oder weniger von alleine weg.
1997 trennte ich mich von meinem ersten Mann (nach 10 Jahren Ehe) und ließ die beiden Kinder bei ihm. Das hatte verschiedene Gründe.
Ich denke aber, das war dann, obwohl dann erst einmal eine ganz gute Zeit folgte, der Beginn der Misere. Die Trennung von den Kindern war schwer zu verkraften, auch wenn ich das mehr oder weniger auch so gewollt hatte, aus Vernunftsgründen und auch aus Angst, es allein mit zwei Kindern nicht zu schaffen. Dazu kam ja, dass ich von vielen Menschen als Rabenmutter angesehen wurde, eben weil die Kinder beim Vater und nicht bei mir wohnten.
Ich denke aber, der Grundstock für meine Depression und meine Ängste liegt in meiner Kindheit und das will ich mit Hilfe einer Therapie aufarbeiten. Ich warte gerade auf einen Platz. eine Therapeutin habe ich schon gefunden.

Mein Mann ist schon sehr rücksichtsvoll, aber manchmal auch sehr ungeduldig. Wenn es mir mal nicht so gut geht, dann löchert er mich immer mit Fragen und drängt mich, zum Arzt zu gehen. Ich denke aber, solche Auf und Abs sind eben normal und damit muss ich leben.
Meine Kinder wissen von der Krankheit, sie wissen ja, dass ich in der Klinik war und sie bekommen mit, dass ich immer noch Tabletten nehme.
Es ist schwer, mit Kindern darüber zu reden, das Schwerste überhaupt.

Meine Mutter hat völlig bescheuert auf meine Krankheit reagiert. Sie meint, mein Mann sei schuld daran. Ich habe den Kontakt zu ihr abgebrochen.

Meine Geschwister sind mehr oder weniger selbst krank. (Depression, Ängste) Eben auch ein Indiz dafür, dass bei uns in der Familie irgendetwas schief gelaufen ist. Wir sind vier Geschwister und wir alle habe Probleme mit dem Alk.. Ich trinke gar nichts mehr, es ist besser so.

Die Familie meines Mannes hat ja auch mitbekommen, dass ich in der Klinik war, aber ich persönlich habe noch mit niemanden darüber geredet. Mich fragt auch keiner, wie es mir geht.

Im Büro weiß es niemand. Die Arbeitsstelle habe ich angenommen, nachdem ich in der Klinik war. (Nach einer Verhaltenstherapie).

Eigentlich habe ich nur meinen Mann als Stütze und ich glaube für ihn ist das manchmal ganz schön hart. Darum habe ich auch oft ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht so funktioniere. Aber das gehört ja wohl zur Depression dazu.

Birgit

26.09.2008 17:31 • #10


hi an alle!
bin hier ganz neu und habe die beiträge gelesen.
mir ergeht es ebenso.
in meinen gedanken stelle ich mir manchmal vor, dass sich mein schweigen auflöst und ich vor allem zu meinem partner offen reden kann. das funktioniert nur wenn ich alleine bin. kaum ist er anwesend, ist mein mund wieder verschlossen. es ist zum mäusemelken.javascript:emoticon(':cry:')
nun versuche ich einen termin bei einer psychologin zu kriegen.
muss noch dazu sagen, dass mein vater Alk. war (verstorben) und wir in der familie keinen konflikt lösten. es wurde alles verschwiegen und verdrängt.
ich wünsche euch allen, dass ihr es schafft.
ich habe einen tollen leitsatz, kann nur nicht damit umgehen. vielleicht lerne ich es ja noch...javascript:emoticon(':oops:')

02.10.2008 20:46 • #11


Es kommt immer drauf an wer es ist, wo es ist und hin und wieder evtl. auch auf den Alk.. Ich habe die Erfahrung gemacht das um so mehr ich getrunken habe um so offener kann ich auf andere zugehene (ist vielleicht unter Alk. immer so?).

Ansonsten gibt es ein paar Leute die ich an zwei Händen abzählen kann auf die ich offen zugehen kann, allerdings auch nicht zu 100% in jeder Situation.

Heute ist es so das es einen Menschen gibt dem ich wohl mein Leben in die Hand geben würde & 100% vertraue in jeder Situation, der Mensch der diese "schwierigen" Phasen neue Leute kennen zu lernen mit mir versucht zu meistern & die ersten Schritte bei so was geht (wenn möglich).

Es gibt noch einen weiteren Menschen, allerdings hat das Vertrauen dort arg gelitten und ich zur meisten Zeit nicht mehr das Gefühl habe noch einen Platz in ihrem Leben zu haben.

Allen anderen Menschen trete ich eher reserviert gegenüber, meist bin ich dann recht still. Kenne ich diese Menschen wird das still sein eher zur "Hyperaktivität" - allerdings weiss keiner dieser letzten beschriebenden Menschen irgendwas über mich & meine Vergangenheit. Manche würden es wohl dann die Freunde nennen mit denen man "feiern" geht.

29.10.2008 18:18 • #12


Hallo Chaosstern !

Dieselbe Erfahrung habe ich in meiner Jugendzeit mit Alk. auch gemacht. Bei mir ist das zu einer bösen Falle geworden. Nach etwa 8 Jahren war ich Alk., hatte mein Leben zerstört, und musste eine Therapie machen.
Das war 1985, seit dem ist Alk. keine Kontakt-Droge mehr für mich und absolutes Tabu.

Liebe Grüsse,

Helpness

29.10.2008 19:15 • #13


Hallo Helpness,

das heisst nicht das ich ständig trinke.
Ich habe fast vier Jahre lang überhaubt nichts getrunken, weil ich mit verantwortlich war für zwei Kleinkinder. Vor gut einem Jahr hat sich die Situation verändert und ich bin mehr oder minder aus dieser Verantwortung "raus".

Es gab kurz danach eine Zeit in der ich Abends regelmässig getrunken habe aber nie so das ich betrunken war. Mittlerweile ist es ein gesundes Mass, ich trinke nur noch wenn ich z.B. Abends feiern gehe, nicht an allen Orten, aber an gewissen Orten dann wohl auch mehr als genug.

In meinem Fall würde ich es auch nicht "Kontakt Dro." nennen, ich trinke nicht um Kontakte zu schliessen oder änliches. Auch wenn ich zugeben muss das ich es auf manch Feier übertreibe um einen Moment lang alles zu vergessen; allerdings besteht kein Grund zur Sorge - ich kenne meine Grenzen und würde das was ich mir nach meiner Vergangenheit mühsam aufgebaut habe nicht riskieren.

Ich denke du kannst sehr stolz auf dich sein, nicht viele schaffen es eine Therapie durchzustehen und trocken zu bleiben.

Liebe Grüsse aus Düsseldorf...

30.10.2008 10:37 • #14



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