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Hallo ich habe seit 4 Jahren eine Panikstörung. Habe Koch gelernt, nach dem ersten Ausbildungsjahr konnte ich nicht mehr richtig mit anderen Essen. Das war schwierig weil ich jeden Tag mit meiner Ausbildungsgruppe essen musste. Essen mit einer Gabel geht noch aber Suppe essen ist sehr schwierig. Weil ich schon Tage davor gedacht habe (Wieder Suppe) und ich von morgen bis Abends dann dran denken musste. Wenn ich Suppe esse zittern meine Hände und der Kopf extrem. Das war sehr auffällig und wurde oft ausgelacht. War dann bei einer Neurologin, bekam dann ein Jahr lang Citalpam was sehr gut geholfen hat bis die Ausbildung zu Ende war. Aber jetzt bin ich in einem Verein wo ich vier mal in der Woche da sein muss und wenn mich jemand anschaut fang ich an zu zittern und werde oft eingeladen und dann gibt es wieder Suppe Deswegen hab ich wieder von morgens bis abends unruhe und hab den ganzen Tag eine Angst die ich nicht wegkriege. Eigentlich will ich mich mit den Leuten treffen aber habe ich wieder Angst. Nehme zur Zeit lasea zur beruhigung, ich was das ich keine Angst haben brauch aber ich schaffe das nicht mit dem zittern. eine Therapie bekomme ich auch nicht die sind alle Ausgebucht und ich habe mich 2 jahre lang der Angst täglich gestellt aber das hat auch nicht geholfen

02.01.2022 18:36 • 03.01.2022 #1


3 Antworten ↓


Rick
Hallo Peter9,

herzlich willkommen im Forum und alles Gute für das neue Jahr.

Weißt du, woher das Zittern rührt? Liegt das an einer sozialen Angst?

LG
Rick

02.01.2022 20:26 • #2



Angst mit anderen zu Essen/Zittern

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Laut Ärzte und Neurologe Ja, ich hatte auch schon mehrmals hyperventiliert.

02.01.2022 21:05 • #3


Hallo lieber Peter9,
kann es sein, dass du zu oft Dinge tust, die du eigentlich gar nicht tun willst? Nur aus Höflichkeit tust oder wegen Gruppenzwangs? Ich finde, Suppe ist gerade dafür eins der besten Bilder! Es gab früher ein Buch, das heute zurecht verpönt ist, mit dem Titel Der Struwelpeter. Darin lautete eine der (üblen) Erziehungsgeschichten Die Geschichte vom Suppen-Kaspar. Dieses Buch gehörte noch zur sogenannten schwarzen Pädagogik, die Kinder mit Strafen, Prügeln und Angstmachen zu angepassten Menschen erziehen wollte. Der Suppen-Kaspar will nicht mehr angepasst sein und schreit:

Ich esse keine Suppe! Nein!
Ich esse meine Suppe nicht!
Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!

In der Geschichte wird das als etwas Schlechtes dargestellt, der Junge nimmt ab, wird immer dünner und stirbt. Ich persönlich mag überhaupt keine Suppen und die Leute, die mir ihre tollen Suppen aufdrängen wollen, können sie selber essen oder sich über den Kopf gießen. Ich mag sie wirklich nicht und will damit nicht belästigt werden. Man muss nicht alles mitmachen, was andere aufzwingen wollen. Wenn man freiwillig und gerne mit anderen zusammen ist und isst, dann freut man sich, fühlt sich wohl und hat keine Angst. Ich kann dann sogar auch einmal eine Suppe genießen, heute.
Vielleicht regen dich meine Zeilen an und du findest deinen Weg. Es geht darum, dass du deine eigene Freiheit lebst und der Chef deines Lebens bist. Dass dir eine Ärztin gleich ein Medikament gegeben hat, finde ich typisch in unserer Gesellschaft, in der man sich gar nicht mehr die Mühe macht, den anderen zu verstehen sondern versucht, ihn schnell (Zeitmangel) zu behandeln und ein Kreuzchen auf dem Abrechnungsbogen (Geld verdienen, je mehr desto besser) zu machen.
Ganz liebe Grüße
und ich wünsche dir,
dass die innere Ruhe und Sicherheit wieder kommt

03.01.2022 16:24 • #4




Dr. Reinhard Pichler