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Sternchen76
Hey ihr ,wollte einfach mal euch fragen wie ihr mit den tagtäglichen Ängsten euren Alltag schafft .Mir fällt es sehr sehr schwer. Einkaufen die alltäglichen Dinge und am schlimmsten die Arbeit zur Arbeit müssen bereitet mir sehr viel Ängste. Ich habe die sozialen Ängste schon viele Jahre und man steht täglich wie unter Strom, wenn mein Partner dabei ist hab ich kaum Ängste ausser wir fahren wohin zu seiner Familie oder so.Aber ich alleine eigentlich so gut wie bei allem wo ich vor die Tür muss. Bin die Woche krankgeschrieben eine Woche wegen Dauerblutungen die ich laut meiner Frauenärztin wegen dem ganzen Dauerstress hätte.hatte das schon 2 mal jezz das es einfach nicht mehr aufhören will zu bluten hatte deshalb letztes Jahr schon eine Ausschabung .meine Ärztin sagte Stress reduzieren Auslöser wäre nur Stress . Das sagt sich so leicht wie will man das abschaffen geht ja kaum. Wechseljahre wäre noch zu früh. Mir graut es jetz schon wieder vor Montag wo ich wieder hin muss zur Arbeit. Gestern war ich unterwegs krankenmeldungen wegbringen das war Horror. Nahm um mich rum kaum was wahr so verschwommen verzerrt und alles um mich rum kam mir so verdammt schnell vor die ganze Welt. Hatte voll Panik. Mein Freund versteht das halt alles nicht weil er es nicht hat ist Normalo
Naja wie dem auch sei Freunde hab ich auch keine ,wobei ich gern welche hätte. Aber nicht so einfach mit den Ängsten und die meisten haben eben schon ihren Freundeskreis in meinem Alter (42)
Auf der Arbeit auch hat jeder schon seine Leut.und sucht nix mehr.
Habe 2002 angefangen mit Verhaltensterapie war auch schon in einer Reha Klinik 6wochen und immer wieder die Jahre habe ich eine kognitive Verhaltensterapie gemacht die zwar etwas half aber weg ging es nie .glaube wenn man das einmal hat verschwindet es nie mehr. Selbst ein Therapeut sagte mal zu mir man kann es verbessern erträglicher machen aber heilen kann man es nicht .man muss lernen mit zu leben.will jezz evtl wieder eine Therapie machen habe schon einige Jahre keine gemacht und merke es ist ohne schlimmer geworden wieder.ich überlege ob ich mir nur ein reinen Verhaltensterapeuten suche oder ein der sowohl verhaltensterapeut und gleichzeitig psychiater ist .Medikamente will ich eigentlich ungern nehmen nur wenn es nicht mehr anders geht .was macht ihr um euren Alltag zu schaffen und was hat euch geholfen gegen und Terapie mit was habt ihr gute Erfahrungen gemacht?ich finde halt jeder Tag ist irgendwo ein Kampf .Findet ihr nicht ?
Grüße

10.01.2019 08:34 • 23.01.2019 x 1 #1


9 Antworten ↓


Hallo @Sternchen76
geht mir auch so. Jeden Tag schon beim Aufwachen dieses komische Gefühl. Wenn ich allein zu Hause bin, geht es. Ich bekomme schon Herzrasen, wenn ich einen Anruf vom Arzt oder Behörden bekomme. Mit Menschen habe ich wenig zu tun, finde es aber gar nicht schlimm. Gespräche strengen mich so sehr an, dass ich danach total erschöpft bin. Selbst das Einkaufen ist immer wieder eine Herausforderung. Dazu noch die körperlichen Symptome machen es mir nicht leicht. Leider ging es mir durch die Therapie schlechter. Deshalb habe ich sie jetzt erst mal auf Eis gelegt. Ich leide auch schon sehr sehr lang unter diesen Ängsten. Kommt halt immer darauf an, wer wie was erlebt hat und empfindet. Ich tu mich sehr schwer und bin eigentlich etwas ruhiger, wenn ich keiner Konfrontation ausgesetzt bin, die hatte ich jahrelang und es ging mir deshalb leider nicht besser, sondern eher schlechter. Ich bin jetzt sehr müde und erschöpft von diesem ständigen Kampf.

10.01.2019 08:59 • x 2 #2



Alltag bewältigen mit sozialer Phobie - wie macht ihr das?

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Sternchen76
Jaa diese Müdigkeit kenne ich auch das erschöpft sein.im Grunde ein täglicher Kampf mit sich selbst. Man macht es sich selbst schwer im Leben aber kann es nicht abstellen. Arbeitest du auch und wenn ja wie hälst Du es aus ?

10.01.2019 10:31 • #3


Manu000
Hallo Sternchen76
Deine Beschreibungen fand ich total interessant . Selber leide ich nicht unter einer Sozialphobie aber mein Partner . Persönlich hab ich auch diffizile Geht aber in einer anderen Richtung . Kenne mein Partner seit ein halben Jahr , was aber sehr bewegend war . Er lernte Leute kennen wenn er bereit war , genoss oft die frische Luft mit Begleitung . Jetzt hat er ein paar Baustellen vor sich und er fing ein Kokon aufzubauen ( bildlich beschrieben ) . Ich musste damit auch erst klar kommen , doch ich möchte es etwas verstehen . So verstehen um sich darin reinzuversetzen . Ängste sind da sehr unterschiedlich auch Reaktionen wenn was von außen kommt .
Das dein Partner es nicht versteht , kann ich gut verstehen . Aber man kann auch ohne es zu verstehen darauf eingehen . Wenn die Person es kann natürlich .
Manche Eigenschaften die mein Partner zur Zeit hat , würde ich als Ablehnung Desinteresse sehen also das Ende einer Bekanntschaft .
Doch das ist nicht so da es auch Zeichen gibt wo man merkt das er die Nähe geniest bis zu einem gewissen Moment .
Das du dein Freund hast und sonst keine finde ich sehr schade . Egal wie es einem geht , man braucht doch jemanden der ein Ohr hat und vielleicht ne Idee .
Die richtige Person da zu treffen ist bestimmt nicht einfach , aber nicht aufgeben denn hier bist du schon mal nicht alleine
Stress ist für ein Körper so anstrengend was man selber nicht so denkt .
Es muss Mega anstrengend sein , gesund zu werden und auch gleich gegen Ängste zu kämpfen . Ich kenne schon Ängste aber gehe damit anders um .
Diese Erschöpfung und Müdigkeit kenne ich wenn meine Depressionen Mich regieren . Mein umfällt akzeptiert es und auch wenn sie es nicht verstehen . Doch es war ein langer Weg dort hin . Aber Hochachtung an allen die nicht aufgeben um etwas mehr Lebensqualität Zu erarbeiten .

10.01.2019 11:15 • #4


Zitat von Sternchen76:
Jaa diese Müdigkeit kenne ich auch das erschöpft sein.im Grunde ein täglicher Kampf mit sich selbst. Man macht es sich selbst schwer im Leben aber kann es nicht abstellen. Arbeitest du auch und wenn ja wie hälst Du es aus ?


Nein, ich bin in voller EMR, arbeiten würde ich gar nicht schaffen mit den täglichen Symptomen und dazu noch der Schwindel seit einem Jahr (dazu bin ich immer noch in Behandlung beim Neurologen), geschweige denn die Konzentration.

10.01.2019 12:51 • #5


Schlaflose
Zitat von Sternchen76:
Hey ihr ,wollte einfach mal euch fragen wie ihr mit den tagtäglichen Ängsten euren Alltag schafft


Soziale Phobie hat verschiedene Arten und Ausprägungen. Mir macht es überhaupt nichts aus unter Menschen zu sein, mein Problem liegt darin, mit Menschen in Kontakt zu treten, mich mit Fremden zu unterhalten, vor Menschen zu reden, im Mittelpunkt zu stehen, aufzufallen u.ä. In den 20 Jahren, als ich als Lehrerin gearbeitet habe, war das die Hölle und hat mich krank gemacht. Nach mehreren Zusammenbrüchen habe ich den Beruf aufgegeben und arbeite in der Verwaltung und habe nur noch wenig mit Menschen zu tun. Mit meinen engsten Kollegen komme ich sehr gut aus. Sie sind für mich wie Familie.

10.01.2019 18:07 • #6


Hallo
Was ich festgestellt habe ist wenn ich alleine einkaufen gehen muss da habe ich Angst davor das vermeide ich wenn es geht. Da habe ich immer Angst komisch angeschaut zu werden usw... aber wenn jemand dabei ist gelingt es mir irgendwie besser. Vielleicht weil ich dann nicht alleine bin?
In der Arbeit fällt es mir auch oft schwer mit den Kollegen wo ich enger zusammen arbeite ist es nicht so schlimm aber bei den Kollegen mit denen ich nicht so viel zu tun habe schon. Telefonieren mit fremden Menschen ist auch nicht so mein Fall. Mit einer Therapie bin ich jetzt gerade noch ganz am Anfang und hoffe das es mir etwas bringen wird. Ich habe mich auch schon so oft gefragt ob man eine soziale phobie heilen kann oder ob da immer noch was übrig bleiben wird?
Ganz wichtig dabei ist denke ich das vertrauensverhältnis zum Therapeuten sonst wird das nix hab da selber schon die Erfahrung gemacht.
Das was ich mich auch oft Frage ist ob man es mit der Zeit lernen kann in einem Beruf zu arbeiten wo man viel mit fremden Menschen zu tun hat ? In der ausbildung ging es mir so es wurde zwar mit der zeit etwas besser aber so wirklich gut war es nie, vielleicht lag es auch daran das ich deswegen oft von meiner Chefin Kritik bekommen habe - dabei habe ich mich so sehr angestrengt! Und war dann umso mehr enttäuscht über die Kritik. Damals wusste ich das aber noch nicht das ich an einer sozialen Angst leide. Ich dachte immer das ist nur Schüchtern und wird schon mit der Zeit besser werden je öfter man das macht.
Es klingt komisch jetzt wo ich weiß wo die Angst her kommt kann ich wenigstens ein bisschen besser damit umgehen und habe nicht mehr so große Schuldgefühle.

17.01.2019 01:44 • #7


Schlaflose
Zitat von Katzenfan:
Da habe ich immer Angst komisch angeschaut zu werden usw... aber wenn jemand dabei ist gelingt es mir irgendwie besser. Vielleicht weil ich dann nicht alleine bin?


Das ging mir früher als Teenager so, weil ich Übergewicht hatte und tatsächlich oft angeschaut oder hinterhergeschaut wurde und auch Bemerkungen gemacht wurden, weil es damals klaum übergewichtige Kinder und Jugendliche gab. Heutzutage würde ich überhaupt nicht auffallen mit den 70kg, die ich bei 1,58m hatte. Aber wenn jemand dabei war, habe ich mich auch immer sicher gefühlt.

17.01.2019 13:18 • #8


Sternchen76

22.01.2019 21:45 • #9


Schlaflose
Dann erhöhe doch einfach, auch wenn die Hausärztin etwas anderes sagt. Mir haben die Ärzte, sowohl Hausarzt als auch Psychiater bei jedem Medikament, das ich probiert habe, gesagt, ich soll selbst mit der Dosis experimentieren, um herauszufinden, welche am besten ist. Wenn man innerhalb der erlaubten Höchstdösis am Tag bleibt, ist das kein Problem.

23.01.2019 06:13 • x 1 #10



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