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Hallo,

heute melde ich mich mal mit einem Thema, das mich sehr beschäftigt. Vielleicht hat der ein oder andere ja wertvolle Tipps oder kann von guten Erfahrungen berichten.
Es geht um einen zweiten Vorstellungstermin meines Mannes. Das erste Gespräch ist wohl gut gelaufen, sodass sich das Unternehmen schneller als erwartet zurückgemeldet hat. Nun geht es darum, nicht nur die Personaler, sondern auch "die da oben" zu überzeugen.
Es geht um eine Stelle als leitender Angestellter, die er jetzt ganz ähnlich auch ausübt, nur halt in einem anderen Unternehmen (weit weg von daheim). Was ihn sehr nervös macht, sind nicht die fachlichen Fragen, sondern die Tatsache, dass er gerne arbeitet und Dinge anpackt, anstatt um den Brei herumzureden. Praktisches Denken und Sachverstand ist aber leider nicht immer wichtiger als das "sich verkaufen". Er hat einiges an erfolgreich abgeschlossenen Projekten vorzuweisen und seit dem Studium einiges an Lehrgängen, Seminaren und Fortbildungen besucht. Von der Warte her ist alles gut. Nur soll er zu dem Termin eine Präsentation vorbereiten, die auf Mitarbeitermotivation abzielt. Die Aufgabe wurden er und auch innerhalb von zwei Sätzen abhaken, weil man als normaler Mensch ohne Personaler-Denkweise nichts hineininterpretieren würde. Was möchten solche Entscheider hören und was denkt ihr, wie viele Konkurrenten bei so etwas im Rennen sind? Beim ersten Gespräch waren wohl noch zwei andere Bewerber dabei. Wenn aber einige "wichtige" Menschen aus verschiedenen Städten für den Termin extra anreisen und wir seit anderthalb Monaten auf ihn warten, macht man sich diese Mühe für mehrere Leute? Wie sind die eure Erfahrungen und habt ihr Tipps, um als pragmatischer Mensch gut anzukommen? Wie sollte man die Aufgabe am besten angesehen?
Viele Grüße

26.03.2018 16:05 • 30.03.2018 #1


9 Antworten ↓


la2la2
Zitat von Persikka04:
Nun geht es darum, nicht nur die Personaler, sondern auch "die da oben" zu überzeugen.

Scheinbar möchte man ihn bewusst etwas unter Druck setzen, indem man ankündigt, dass in der "Hirachie" ganz weit oben stehende anwesend sein werden. Kommt jetzt auf die Firma drauf an, ob man Bewerber bevorzugt, die nach oben aufblicken und sich klein machen oder eher welche, die sich davon nicht irritieren lassen.
Klingt so, als ob dein Mann (zu) große Ehrfurcht vor höheren Chefs hat, wenn er sich so viele Gedanken macht....

Zitat von Persikka04:
Es geht um eine Stelle als leitender Angestellter, die er jetzt ganz ähnlich auch ausübt, nur halt in einem anderen Unternehmen (weit weg von daheim).

Zitat von Persikka04:
Was ihn sehr nervös macht, sind nicht die fachlichen Fragen, sondern die Tatsache, dass er gerne arbeitet und Dinge anpackt, anstatt um den Brei herumzureden. Praktisches Denken und Sachverstand ist aber leider nicht immer wichtiger als das "sich verkaufen".

Es kommt halt auf die Branche drauf an. In der Produktion ist jemand eher gefragt, der schnell und clever die Probleme aus der Welt schafft. Im Dienstleistungsbereich dürften die Leute mit der großen Klappe bessere Chancen haben.....

Zitat von Persikka04:
Nur soll er zu dem Termin eine Präsentation vorbereiten, die auf Mitarbeitermotivation abzielt. Die Aufgabe wurden er und auch innerhalb von zwei Sätzen abhaken, weil man als normaler Mensch ohne Personaler-Denkweise nichts hineininterpretieren würde.

Verstehe nicht ganz, was du damit meinst....
Also dass er nach 30 Sekunden mit seiner Präsentation fertig wäre?

Zitat von Persikka04:
Was möchten solche Entscheider hören und was denkt ihr, wie viele Konkurrenten bei so etwas im Rennen sind?

Wenn er eine "echte Fachkraft" ist und in der Branche allgemein gute Chancen bestehen, dann dürfte es nur wenig Konkurrenz geben. Da es um eine Führungsaufgabe geht, wird man wohl vor allem darauf achten, ob er ein sehr sicheres auftreten hat und sich durchsetzen kann. Also auch unangenehmere Gespräche führen kann und man den Eindruck hat, dass er aktiv Probleme angeht statt sie auszusitzen.

Zitat von Persikka04:
Wie sind die eure Erfahrungen und habt ihr Tipps, um als pragmatischer Mensch gut anzukommen? Wie sollte man die Aufgabe am besten angesehen?

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass man irgendwelche unerwarteten Überraschungen vorbereitet hat, um die Flexibilität zu überprüfen. Kann also durchaus sein, dass man nach den Einzelpräsentationen z.B. alle Kandidaten noch eine Gruppendiskussion mit vorgegebenen Rollen durchführen lässt, oder irgendwas anderes, bei dem man sehen kann, wie er sich in extremen Stresssituation in Diskussionen/Gesprächen verhält.

26.03.2018 18:21 • x 1 #2



Zweites Vorstellungsgespräch - Tipps und Ratschläge?

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Zitat von la2la2:
Klingt so, als ob dein Mann (zu) große Ehrfurcht vor höheren Chefs hat, wenn er sich so viele Gedanken macht....


Nein, das eher nicht. Es ist halt nur so, dass er noch nie jemandem in den Allerwertesten gekrochen ist und das auch nicht vor hat. Er hat Spaß an seinem Beruf und redet mit seinen Mitarbeitern auch wie mit jedem anderen normalen Mensch.

Zitat von la2la2:
Es kommt halt auf die Branche drauf an. In der Produktion ist jemand eher gefragt, der schnell und clever die Probleme aus der Welt schafft. Im Dienstleistungsbereich dürften die Leute mit der großen Klappe bessere Chancen haben.....


Es ist die Produktion. Er ist Naturwissenschaftler, keine Labertasche mit Diplom

Zitat von la2la2:
Also dass er nach 30 Sekunden mit seiner Präsentation fertig wäre?


Genau. Mit der Handytipperei ist das ein komischer Satz geworden... Es ist halt irgendwie selbsterklärend und bedarf eigentlich keiner weiteren Aussage als: "Wird so gemacht".

Zitat von la2la2:
Wenn er eine "echte Fachkraft" ist und in der Branche allgemein gute Chancen bestehen, dann dürfte es nur wenig Konkurrenz geben. Da es um eine Führungsaufgabe geht, wird man wohl vor allem darauf achten, ob er ein sehr sicheres auftreten hat und sich durchsetzen kann. Also auch unangenehmere Gespräche führen kann und man den Eindruck hat, dass er aktiv Probleme angeht statt sie auszusitzen.


Na wir hoffen das Beste. Bis jetzt ist sowohl von kollegialer als auch von Seiten der Vorgesetzten alles gut.

26.03.2018 20:26 • #3


Er muss warten. Schlechtes Zeichen beim zweiten Gespräch, denn wer möchte schon ehrlich Absagen ins Gesicht verteilen?

29.03.2018 13:53 • #4


la2la2
Waren die Konkurrenten denn am gleichen Tag da?
Wenn nicht, hat das noch nichts zu bedeuten und die warten vielleicht erstmal ab, ob es noch "bessere" Kandidaten gibt.....

29.03.2018 13:57 • #5


Keine Ahnung, man erfährt ja nichts. Aber man weiß ja eigentlich was das klassische "wir melden uns" bedeutet.

29.03.2018 14:41 • #6


Ara
Zitat von Persikka04:
Nur soll er zu dem Termin eine Präsentation vorbereiten, die auf Mitarbeitermotivation abzielt.

Zitat von Persikka04:
Es ist halt irgendwie selbsterklärend und bedarf eigentlich keiner weiteren Aussage als: "Wird so gemacht".


ehm, "wird so gemacht" ist das Einzige was ihm zum Thema Mitarbeitermotivation einfällt? Ernsthaft? Wie soll das seine Mitarbeiter denn motivieren?

29.03.2018 19:27 • #7


@Ara
Das war nicht die Antwort darauf wie er das machen will, sondern darauf bezogen, dass die Aufgabenstellung selbsterklärend war. Natürlich hat er im Vorfeld ein paar Minuten themenbezogen darüber gesprochen.

29.03.2018 20:38 • #8


Ara
und dass er nach 30s mit der Präsentation fertig wäre bezog sich auf die Vorbereitung derselben oder wie? Und mit im Vorfeld meinst du beim 1. Gespräch? Naja, egal, alles zu verworren, und im Endeffekt kann man es eh nicht beurteilen wenn man nicht dabei war.

29.03.2018 22:26 • #9


Äh nein. Es handelte sich schlichtweg um eine Aufgabenstellung, die man mit normalem Menschenverstand und -kenntnis innerhalb kürzester Zeit abgehandelt hätte. Allerdings spielt beides im oberen Management leider keine große Rolle, sodass man als jemand, der auf Kollegialität und Pragmatismus setzt, viel Rederei um nichts machen muss.

29.03.2018 23:16 • #10



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