Zitat von Dunkelbunte: Hm... Kinder merken das.
Und wenn man schon krank ein Kind bekommt, ist Offenheit vielleicht besser. Wäre jetzt mein Umgang.
Ich denke auch, dass sie das merken, auf der anderen Seite hätte ich Angst, wenn ich jetzt sage "Mama hat Ängste und Depressionen" und das Kind darüber aufkläre, was das ist, dass es dann heillos überfordert wäre und noch nicht die Reife hätte, das zu verarbeiten. Kommt natürlich auf das Alter an. Unter zehn fände ich es schwierig, über 10 wird es dann einfacher, denke ich. Aber klar, wenn man es der Mutter anmerkt und die dem Kind aber sagt, dass alles in Ordnung wäre, dann merkt es das auch unterbewusst.
Zitat von Dunkelbunte: Meine Mutter war von Anfang an mit der Mutterschaft überfordert und hat sich selbst das Zeigen von Emotionen mir gegenüber verboten. Das war schlimm für mich als Kind. Zu merken, da stimmt was nicht. Aber es gibt keine offene Gesprächskultur und kein zulassen von Emotionen.
Bei uns wurden Emotionen auch nie zugelassen. Ich kann mich daran erinnern, dass ich meine Mutter nur einmal im Wohnzimmer weinen sah, als ich so um die 5 war. Sie meinte zu mir, dass sie nicht weinen würde. Ich habe das gar nicht verstanden. Als ich erwachsen war, erzählte sie mir dann mal, dass sie zu der Zeit über eine Trennung nachgedacht hätte. Ich habe bis auf die Szene nie gemerkt, dass es zwischen ihnen Probleme gab.
Deswegen bin ich auch eher der Freund davon, Emotionen zu zeigen und es einem Kind auch nicht zu verbieten, das ist grausam.
Es ist schwierig, in wieweit man einem Kind von seiner Erkrankung erzählt.