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Wie sich traumatische Erfahrung auswirkt

201821.02




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Sorry, sehe gerade, dass Deine Zitate aus meiner Antwort herausgelöscht wurden...Super. Ich hoffe, Du kannst ggf. trotzdem die einzelnen Punkte in den Zusammenhang bringen.

Meine Antwort auf Deine letzte Nachricht!

Ich weiss ja nicht, woher Du dein Wissen nimmst, aber es gilt z.B. nur für Vertragsärzte der KVen. Habe ich eine reine Privatpraxis, fällt der Arzt NICHT darunter und braucht sich sein Leben lang NICHT weiterbilden!

Habe ich einen KV-Sitz, gibt es KEINE verpflichtenden Fortbildungen! Der Arzt kann diese selber entscheiden. Und erfüllt er diese nicht, wird ihm 10% Erstattung abgezogen. Wie ich finde, zu wenig! Ich weiss nicht, ob Du dich auskennst über die Einkommenssituation von Facharztpraxen in Deutschland? Ich kenne sie relativ genau und sage, natürlich stört das den Arzt, aber nicht so sehr, dass er ein echtes Problem hätte, da der GKV Teil sowieso nur die Praxiskosten deckt und der PKV Anteil sich der Arzt selber auf die Tasche tut.


Ja, wir wissen das vielleicht, aber sie vermitteln ein völlig anderes Bild dem Patienten, was wiederum zu wenig Bewusstsein beim Patienten führt. Ich würde mir mehr verantwortungsvollere Ärzte wünschen, die auch klar zugeben würde, sich mit gewissen Fragestellungen nicht auszukennen und einfach eine Empfehlung geben, anstatt zu Lasten des Pateinten erstmal diverse therapeutische Maßnahmen zu probieren. Der Patient vertraut dem Arzt vollstens in der Annahme, er macht alles richtig. Und genau dieses Bewusstsein stimmt so nicht. Es gibt viele Therapiewege zu einer Diagnose. Welcher der Beste ist, ist u.a. auch von der Erfahrung abhängig und da sind wir wieder beim Assi in der Ambulanz oder beim frisch niedergelassenen Facharzt, der halt eben noch nicht alles gesehen hat in seinem beruflichen Leben. Aber diese Ehrlichkeit würde ich mir wünschen gegenüber den PAtienten, damit dieses z.B. NICHT in einer Lebensperspektive "Tabletten essen bis zum Ende" landen.



Nicht nur die Erfahrung, auch das WISSEN! Ein Radiologe weiss einfach nicht, welche Bandbreite der therapeutischen Möglichkeiten es gibt in der jeweiligen Fachdisziplin. Er ist halt "nur" für die Bilddiagnostik da...außer man heisst Grönemeyer und macht einfach mal ;-)




Äh Hallo? In diese Situation hat er sich aus meiner Sicht SELBST gebracht!

Warum wird genau damit nicht offen umgegangen, insb. gegenüber den Patienten?

Vor allem, wie sieht die Perspektive aus? Genau so, wie mein Beispiel! Ein Hausarzt verschreibt Antidepressiva! OHNE eingehende Diagnostik! Und glaubst Du allen Ernstes, dass das bei Antibiotika anders läuft?!?!? Es ist schön, dass inzw. auch beim allerletzten Hausarzt angekommen ist, dass es einen Unterschied zwischen Viren und Bakterien gibt und was jeweils denn Sinn macht. Sorry, aber diese Spitze konnte ich mir einfach nicht verkneifen.


Ich finde denn Ansatz gar nicht so schlecht, denn er ist der "Verteiler". Ich denke, dass das auch so vom System gewollt ist.

Völlig richtig, aber wäre es nicht selbstverständlich (!) das auch so dem Patienten zu vermitteln! Wo ist der Sinn, psych. Erkrankte in die x-te Verhaltenstherapie zu "zwingen", wenn die davor absolut keinen Erfolg/Verbesserung/Heilung brachten?
Und genau DA kritisiere ich die Schulmedizin stark, denn das bekannte System wird weitergefahren und der Patient im Glauben gelassen, es macht alles Sinn.

Arzt und Patient auf AUGENHÖHE wünsche ich mir und erwarte ich!

[/quote]
Absolut, Medikamente sind ein Segen, Antidepressiva auch, Verhaltenstherapie ebenfalls, aber wenn die Ursache woanders liegt und vorgenannte Therapieansätze schlichtweg NICHT helfen, was dann? Fleissig weiter Medis essen? Wohl kaum. Warum also nicht z.B. andere therapeutische Wege gehen und offen sein dafür, insb. deutlich stärker auf die Selbstverantwortung der Patienten setzen!

Auf das Thema antworten


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daham in mein wigwam
307
  22.02.2018 20:53  
im ersten Beitrag von Seite1 wird nur eine Meinung vorgestellt und bis die allgemein übernommen wird.........das dauert

zum Hausarzt, in meinem Fall Ärztin, eine Frau mit Gießkannen Wissen, von möglichst vielen Gebieten schon mal was gehört/gelesen, aber ohne weitere Erfahrung
allein schon die Tatsache, daß sie die dauerhafte Einnahme von Citalopram empfiehlt unter Mißachtung jeglicher Nebenwirkungen - die sie selbst nie erlebt hat -
macht sie unglaubwürdig.............außer Grippe Schutz Impfungen hat die kaum was drauf

Danke1xDanke


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  23.02.2018 00:03  
HeikoEN hat geschrieben:
es gilt z.B. nur für Vertragsärzte der KVen. Habe ich eine reine Privatpraxis, fällt der Arzt NICHT darunter und braucht sich sein Leben lang NICHT weiterbilden!

Jeder Arzt mit Praxis, gleich ob Kassen- oder Privatarzt muss Mitglied der Ärztekammer sein. Diese regelt und überwacht u.a. die Fortbildung.

HeikoEN hat geschrieben:
Habe ich einen KV-Sitz, gibt es KEINE verpflichtenden Fortbildungen! Der Arzt kann diese selber entscheiden. Und erfüllt er diese nicht, wird ihm 10% Erstattung abgezogen. Wie ich finde, zu wenig! Ich weiss nicht, ob Du dich auskennst über die Einkommenssituation von Facharztpraxen in Deutschland? Ich kenne sie relativ genau und sage, natürlich stört das den Arzt, aber nicht so sehr, dass er ein echtes Problem hätte, da der GKV Teil sowieso nur die Praxiskosten deckt und der PKV Anteil sich der Arzt selber auf die Tasche tut.

Kein Weiterbildungsnachweis und die Zulassung und nicht nur die Erstattung steht auf dem Prüfbrett, gleich ob Kassenarzt oder Privatarzt.
Du weißt aber schon, dass bei -10% schnell eine gute 6stellige Summe wegfällt. Und im Durschnitt verdient Herr und Frau Doktor 5-6% am Umsatz der Praxis. -10% Einnahmeverlust bedeutet also, der Doktor kein Geld, zwei-drei Sprechstundenfachkräfte kein Geld. Was sollen die jetzt machen, Singen?

Und was man alles so hört und liest über die Einkommenssituation der Arztpraxen.
Sicher der Doktor aus der Beautyklinik kann sich zwei drei Porsche mehr leisten, als der Allgemeinmediziner, der sich dafür aber anhören muss, was bei Beautydoc alles schiefgelaufen ist.
Der Kassenpatient ist das Brot und die Butter für den Arzt, der Privatpatient der Belag. So in etwa sieht es in 90% der Arztpraxen in Deutschland aus.

HeikoEN hat geschrieben:
würde mir mehr verantwortungsvollere Ärzte wünschen, die auch klar zugeben würde, sich mit gewissen Fragestellungen nicht auszukennen und einfach eine Empfehlung geben, anstatt zu Lasten des Pateinten erstmal diverse therapeutische Maßnahmen zu probieren. Aber diese Ehrlichkeit würde ich mir wünschen gegenüber den PAtienten, damit dieses z.B. NICHT in einer Lebensperspektive "Tabletten essen bis zum Ende" landen.

Die, die ich kenne sind aber eben verantwortliche Ärzte. Mir kann man natürlich vorwerfen, ich suche mir meine Freunde genau aus.
Der Arzt ist nicht der Halbgott in Weiß, sondern der Partner im Gesundheitsbereich. Das gilt umso mehr für alte und ältere Patienten, Patienten mit chronischen Erkrankungen und natürlich auch psychische Erkrankungen.
Mein Lebensmotto ist es: Wer lange leben möchte, darf nicht früh sterben. Und dafür muss man einiges auf sich nehmen. Und manchmal ist es auch das Tablettenessen bis zum Ende. Hypertoniker und Diabetiker kennen das.

Medikamente sind kein Teufelszeug. Die einen stellen es her, weil sie Geld damit verdienen, die anderen nehmen sie, weil sie sich davon Besserung versprechen. Wenn der Eine also sein Geld bekommt, der Andere sich besser fühlt, dann ist doch gut.


HeikoEN hat geschrieben:
Ein Hausarzt verschreibt Antidepressiva! OHNE eingehende Diagnostik! Und glaubst Du allen Ernstes, dass das bei Antibiotika anders läuft?!?!? Es ist schön, dass inzw. auch beim allerletzten Hausarzt angekommen ist, dass es einen Unterschied zwischen Viren und Bakterien gibt und was jeweils denn Sinn macht. Sorry, aber diese Spitze konnte ich mir einfach nicht verkneifen

Und hier liegst du vollkommen daneben. (sry für die klaren Worte). Der Hausarzt verschreibt dir AD auf eigene Kasse, soll heißen, der bekommt das relativ schnell nicht mehr honoriert, also keine Kohle dafür. Der Grund warum er es tut; Eigentlich müsstest du jedes Mal zu deinem Psychiater, der dir das AD wieder verschreibt. So ist das von der Politik/System vorgeschrieben. Nun ist dein Hausarzt vermutlich auch nicht blöd. Der weiß, dass er in deiner Nähe wohnt, der Psychiater am anderen Ende der Stadt oder überhaupt in der Stadt, falls man auf einem Dorf wohnt. Beim Psychiater durchaus auch mal 2-3 Monate ins Land gehen können, bevor du da einen Termin bekommst und du vermutlich genau das Zeitfenster verpasst, wann du deinen Psychiater anrufen kannst; Mittwoch zwischen 16.03Uhr und 16.07Uhr, und wehe da telefoniert schon einer.
Also verschreibt er fleißig weiter. Der wechselt das Medikament nicht, weil er eben kein Facharzt ist. Er weis nur, wie das geschrieben wird und vielleicht ein wenig drumherum. Alles andere muss er nachlesen. Der wird dir auch nicht raten, es abzusetzen, es sei denn, er kennt sich mittlerweile gut damit aus.
Soll aber nicht bedeuten, er kennt sich grundsätzlich damit nicht aus. Wirkstoffkunde und Wechselwirkungen sind schon ein wichtiger Bestandteil in der Medizinischen Ausbildung.

HeikoEN hat geschrieben:
Ich finde denn Ansatz gar nicht so schlecht, denn er ist der "Verteiler". Ich denke, dass das auch so vom System gewollt ist.

Genau das ist es. Qualität und Personenkenntnis ersetzt durch Management und Wirtschaftlichkeit. Wenn du das als Patient auch gut findest, dann ist das ja doch auf dem richtigen Weg.

HeikoEN hat geschrieben:
Wo ist der Sinn, psych. Erkrankte in die x-te Verhaltenstherapie zu "zwingen", wenn die davor absolut keinen Erfolg/Verbesserung/Heilung brachten?
Und genau DA kritisiere ich die Schulmedizin stark, denn das bekannte System wird weitergefahren und der Patient im Glauben gelassen, es macht alles Sinn.

Da gibt es genügend Gründe!
Der Bedauernswerteste zuerst:
- Es gibt halt vermutlich zur Zeit nichts Besseres, also nachgewiesen Besseres. Wunderdoktor und Heiler können das durchaus auch wegtanzen.
Die anderen währen Erfahrungswerte aus ein paar Jahrzehnte ohne fundierte psychiatrische Kenntnisse
- Manchmal merkt der Patient das nicht sofort. Ich habe schon viele Patienten sagen hören, dass es vier/fünf Jahre später "irgendwie Klick gemacht habe und das hätte es nicht, wenn ich damals nicht hier und dort gewesen wäre und was habe ich damals geflucht".
- Dann geht es manchmal auch nicht um Besserung oder Heilung, sondern um das Stabilisierung.
- Manchmal ist der Arzt überzeugt von dem Konzept, der Patient aber nicht.
Jetzt kannst du dir aus der Liste aussuchen. Ich garantiere, es ist nie nur der Letzte.

HeikoEN hat geschrieben:
Arzt und Patient auf AUGENHÖHE wünsche ich mir und erwarte ich!

Schwer zu machen. Der eine ist Krank und braucht Hilfe, der andere hat das Wissen und die Möglichkeit zu helfen. Es ist wirklich schwer und von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
HeikoEN hat geschrieben:
Warum also nicht z.B. andere therapeutische Wege gehen und offen sein dafür, insb. deutlich stärker auf die Selbstverantwortung der Patienten setzen!

Aber genau dahin bewegt sich "die Schulmedizin" gerade eben hin. Verstärkt wird auf Autosuggestion gesetzt. Dazu nimmt man jahrelange Erfolge mit Placebos. Man schaut mehr auf das Umfeld, Ernährung, Verhalten.
Es gibt bspw. eine Studie aus Kanada, Neuseeland, Deutschland und Australien, die einen Zusammenhang zwischen Angststörungen und Ernährungsverhalten untersuchen.
Das würden die nicht machen, wenn sie da keinen Anfangsverdacht haben.





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  23.02.2018 08:59  
der kleine prinz hat geschrieben:
Jeder Arzt mit Praxis, gleich ob Kassen- oder Privatarzt muss Mitglied der Ärztekammer sein. Diese regelt und überwacht u.a. die Fortbildung.

Wir drehen uns im Kreis. Die Tatsache alleine, dass er Mitglied der Ärztekammer ist und sein muss, ändert doch NICHTS an der Tatsache, dass es KEINE Vorschriften darüber gibt, WIE er seine Punkte sammelt. Es ist schön, dass Du die Ärzte versuchst zu verteidigen, ich bin der Meinung, dass das jedenfalls zu wenig ist, wenn man die Inhalte nicht bewertet und nur über Punkte abbildet.

der kleine prinz hat geschrieben:
Kein Weiterbildungsnachweis und die Zulassung und nicht nur die Erstattung steht auf dem Prüfbrett, gleich ob Kassenarzt oder Privatarzt.
Du weißt aber schon, dass bei -10% schnell eine gute 6stellige Summe wegfällt. Und im Durschnitt verdient Herr und Frau Doktor 5-6% am Umsatz der Praxis. -10% Einnahmeverlust bedeutet also, der Doktor kein Geld, zwei-drei Sprechstundenfachkräfte kein Geld. Was sollen die jetzt machen, Singen?

6-stellige Summe? Hallo? In welchem Bundesland denn? Über das Quartal gesehen, die Facharztpraxis musst Du mir zeigen :-)

Die Schwankungen sind relativ stark ausgeprägt, je nachdem in welchem Bundesland (NRW und Hessen sind da z.B. krasse Gegensätze!) man schaut und natürlich können die 5-6% am Umsatz so nicht stehen bleiben, entscheidender ist der Anteil der PKV Patienten und der kann duchaus enorm schwanken!
Und ich habe ja nicht geschrieben, dass es ihm NICHT wehtun würde, aber es verhindert auch ein weitermachen nicht! Natürlich packen die KVen die Ärzte dort, wo es weh tut, am Geld. Wo auch sonst. Aber so lange Inhalt und Art nicht definiert sind, wie sich so ein Arzt weiterbilden sollte, ist alles andere für mich äußere Makulatur.

der kleine prinz hat geschrieben:
Und was man alles so hört und liest über die Einkommenssituation der Arztpraxen.
Sicher der Doktor aus der Beautyklinik kann sich zwei drei Porsche mehr leisten, als der Allgemeinmediziner, der sich dafür aber anhören muss, was bei Beautydoc alles schiefgelaufen ist.
Der Kassenpatient ist das Brot und die Butter für den Arzt, der Privatpatient der Belag. So in etwa sieht es in 90% der Arztpraxen in Deutschland aus.

Nichts anderes habe ich geschrieben.

der kleine prinz hat geschrieben:
Die, die ich kenne sind aber eben verantwortliche Ärzte. Mir kann man natürlich vorwerfen, ich suche mir meine Freunde genau aus.
Der Arzt ist nicht der Halbgott in Weiß, sondern der Partner im Gesundheitsbereich. Das gilt umso mehr für alte und ältere Patienten, Patienten mit chronischen Erkrankungen und natürlich auch psychische Erkrankungen.
Mein Lebensmotto ist es: Wer lange leben möchte, darf nicht früh sterben. Und dafür muss man einiges auf sich nehmen. Und manchmal ist es auch das Tablettenessen bis zum Ende. Hypertoniker und Diabetiker kennen das.

Medikamente sind kein Teufelszeug. Die einen stellen es her, weil sie Geld damit verdienen, die anderen nehmen sie, weil sie sich davon Besserung versprechen. Wenn der Eine also sein Geld bekommt, der Andere sich besser fühlt, dann ist doch gut.

Lass uns nicht abschweifen. Es geht insb. um psych. Erkrankungen, der Grund warum wir hier sind und das gute Beispiel Antibiotika, mit dem offensichtlich einige viele hier mehr oder weniger gute Erfahrungen haben.

der kleine prinz hat geschrieben:
Und hier liegst du vollkommen daneben. (sry für die klaren Worte). Der Hausarzt verschreibt dir AD auf eigene Kasse, soll heißen, der bekommt das relativ schnell nicht mehr honoriert, also keine Kohle dafür. Der Grund warum er es tut; Eigentlich müsstest du jedes Mal zu deinem Psychiater, der dir das AD wieder verschreibt. So ist das von der Politik/System vorgeschrieben. Nun ist dein Hausarzt vermutlich auch nicht blöd. Der weiß, dass er in deiner Nähe wohnt, der Psychiater am anderen Ende der Stadt oder überhaupt in der Stadt, falls man auf einem Dorf wohnt. Beim Psychiater durchaus auch mal 2-3 Monate ins Land gehen können, bevor du da einen Termin bekommst und du vermutlich genau das Zeitfenster verpasst, wann du deinen Psychiater anrufen kannst; Mittwoch zwischen 16.03Uhr und 16.07Uhr, und wehe da telefoniert schon einer.

Sorry für meine klaren Worte, aber das stimmt so nicht. Mein Hausarzt verschreibt mir auf Privatrezept Medikamente, wofür er sein Budget nichtmal ansatzweise antasten muss.

Und nach Deiner Erklärung würde er also ein beliebiges Antidepressiva verschreiben in der Annahme, mir damit erstmal helfen zu wollen, OHNE (!) mit mir klar darüber zu sprechen?
HALLO?
Geht es denn noch?
Und genau das meine ich mit Augenhöhe und die ist bei Deinem eigenen Beispiel ja schon nicht gegeben.

der kleine prinz hat geschrieben:
Also verschreibt er fleißig weiter. Der wechselt das Medikament nicht, weil er eben kein Facharzt ist. Er weis nur, wie das geschrieben wird und vielleicht ein wenig drumherum. Alles andere muss er nachlesen. Der wird dir auch nicht raten, es abzusetzen, es sei denn, er kennt sich mittlerweile gut damit aus.
Soll aber nicht bedeuten, er kennt sich grundsätzlich damit nicht aus. Wirkstoffkunde und Wechselwirkungen sind schon ein wichtiger Bestandteil in der Medizinischen Ausbildung.

Ähm Sorry, aber diese Verfahrensweise ist schlicht fahrlässig insb. wenn der Patient darüber keine Kenntnis hat.

der kleine prinz hat geschrieben:
Da gibt es genügend Gründe!
Der Bedauernswerteste zuerst:
- Es gibt halt vermutlich zur Zeit nichts Besseres, also nachgewiesen Besseres. Wunderdoktor und Heiler können das durchaus auch wegtanzen.
Die anderen währen Erfahrungswerte aus ein paar Jahrzehnte ohne fundierte psychiatrische Kenntnisse
- Manchmal merkt der Patient das nicht sofort. Ich habe schon viele Patienten sagen hören, dass es vier/fünf Jahre später "irgendwie Klick gemacht habe und das hätte es nicht, wenn ich damals nicht hier und dort gewesen wäre und was habe ich damals geflucht".
- Dann geht es manchmal auch nicht um Besserung oder Heilung, sondern um das Stabilisierung.
- Manchmal ist der Arzt überzeugt von dem Konzept, der Patient aber nicht.
Jetzt kannst du dir aus der Liste aussuchen. Ich garantiere, es ist nie nur der Letzte.

Sorry, aber auch hier wieder kann das doch nicht OHNE komplettes "ins Boot holen" des Patienten passieren, oder?
Auf welche Stufe stellt sich der Arzt damit? Entscheider über Gott und Leben? Lächerlich.

der kleine prinz hat geschrieben:
Schwer zu machen. Der eine ist Krank und braucht Hilfe, der andere hat das Wissen und die Möglichkeit zu helfen. Es ist wirklich schwer und von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Zumindest wäre es ein Versucht wert, den Patienten mit ins Boot zu holen und ein verantwortungsbewusster Arzt, sollte genau das tun, was aber nicht passiert.

der kleine prinz hat geschrieben:
Aber genau dahin bewegt sich "die Schulmedizin" gerade eben hin. Verstärkt wird auf Autosuggestion gesetzt. Dazu nimmt man jahrelange Erfolge mit Placebos. Man schaut mehr auf das Umfeld, Ernährung, Verhalten.
Es gibt bspw. eine Studie aus Kanada, Neuseeland, Deutschland und Australien, die einen Zusammenhang zwischen Angststörungen und Ernährungsverhalten untersuchen.
Das würden die nicht machen, wenn sie da keinen Anfangsverdacht haben.

In Deutschland würden die das nicht machen, wenn es keine Pharmafirma gäbe, die das ansatzweise bezahlen würde.

Danke1xDanke


569
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daham in mein wigwam
307
  23.02.2018 09:38  
der kleine Prinz zeichnet hier ein Idealbild vom Arztberuf auf............schön wenn es wirklich so wäre, eigene Erfahrungen weisen in eine ganz andere Richtung

Zitat 1
Manchmal ist der Arzt überzeugt von dem Konzept, der Patient aber nicht.

ich nehme nochmal das Citalopram, dort sind alle Nebenwirkungen angeführt, die ich schon mal hatte oder noch habe...........allein das ist für mich Grund genug
das Zeug zu meiden......................mittlerweile habe ich gelesen, daß Cita die kognitiven Fähigkeiten massiv herabsetzt :shock:
und dieser Verlust ist Bestandteil von fortgeschrittener Demenz !
was wiederum etlichen Ärzten piepegal ist, Empfehlungen die schlicht einen Dreck wert sind :evil: tragen dazu bei

Zitat 2
Dann geht es manchmal auch nicht um Besserung oder Heilung, sondern um das Stabilisierung...............

sieht im Einzelfall so aus, daß ein Fach-Idiot vom Rang eines Neurologen den Patienten verhöhnt mit der bekloppten These, daß sich Beschwerden verflüchtigen,
wenn für genügend Ablenkung gesorgt werde

Danke1xDanke




1462
51
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  23.02.2018 11:22  
Ich finde, es geht nicht darum, Ärzte pauschal zu "bashen", das wird man sowieso nicht können als Patient. Was man aber kann ist, Betroffene einfach zu empfehlen, den Kopf bei der Sache NICHT auszuschalten und auch Fachmann in eigener Sache zu werden. Es spricht nichts dagegen, durchaus auch punktuell MEHR Wissen über seine eigene Erkrankung aufzubauen, als der Arzt, der ja ein unzählige Krankheitssymptome und Therapie abdecken muss. Das wiederum führt dazu, dass man ggf. auf Augenhöhe mit dem Arzt über Alternativen diskutieren kann und ihm nicht "blind" ausgeliefert ist, weil erschwerend dazu kommt, dass das "System Arzt" in Deutschland einfach suboptimal ist.

Als GKV Patient hat der Arzt einfach nicht die Zeit, länger als 2-5 Minuten über einen Patienten nachzudenken. Sicher gibt es Ausnahmen, nur als Versuchskaninchen für einen unerfahrenen Arzt herzuhalten, kann es nicht sein, weil wie Weichei auch schon schreibt, Nebenwirkungen kann der rein vom Wissen her nicht auf dem Schirm haben...erst recht nicht, wie Stoffe individuell wirken und den Patienten engmaschig monitoren, um Nebenwirkungen früh genug zu bemerken und ggf. therapeutisch umzuschwenken, ist im ambulanten Bereich einfach nicht machbar, insb. nicht unter den o.g. systemischen Zwängen!

Somit MUSS man wirklich selber mitdenken und den Arzt eigentlich "nur" nutzen für sich um ggf. Differentialdiagnostik zu betreiben. Klar, ist ebenfalls als GKV Patient in Deutschland nahezu unmöglich, da man auf einen Facharzttermin zw. 3-6 Monate wartet...wie will man da vorwärts kommen. Das aber wiederum macht die Verantwortung des Hausarztes umso klarer und es ist sicher NICHT damit getan, IRGENDWAS, was irgendwie passen könnte, zu verschreiben ohne den Patienten mit einzubeziehen in die Entscheidung(en).

Genau diese Verantwortung wünsche ich mir, sowohl vom Patienten, als auch insb. vom Arzt!

Danke1xDanke


569
5
daham in mein wigwam
307
  01.03.2018 11:16  
ist das Thema schon wieder durch ?....schade drum denn etliche Fragen bleiben offen
allein schon die Behauptung, daß ein Arzt nur 3 - 5% an seiner Praxis verdient ist lä-
cherlich, das reicht noch nicht mal für ein Fahrrad mit E-Antrieb
demnach müßte vor den Zahlen entweder eine 1 stehen oder dahinter eine Null, was
wesentlich wahrscheinlicher wäre bzgl der Leasingraten für einen Porsche

auch die Behauptung ein Arzt habe dies oder das nicht auf seinem Bildschirm, wenn er
was verschreibt, kann so nicht stehen bleiben
wie lange dauert es wohl bis er das aufruft was er gerade verschreibt?
Wollen wir mal eine Stoppuhr daneben stellen - kann mir nicht vorstellen, daß das länger
als 5 Minuten braucht um zu erkennen was ein Patient gemäß Allergiepaß meiden soll

ich wette mal der Doktor könnte schon, aber er will nicht

Danke1xDanke

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