Zitat von martinidry: Beim Lesen deiner Beiträge hatte ich ständig das Gefühl von Weite. Kein Druck, kein Ziel, nur Neugier – das ist fast schon luxuriös.
Ist auch so, ich habe ja kein Ziel, was das betrifft. Ich schreibe aus Spaß, will ja nicht bekannt werden. Ich werde es irgendwann aus Spaß an der Freude und auch aus Neugier an Verlage schicken.Klar, würde ich mich freuen, wenn die das nähmen, was ich aber nicht glaube. Ich wäre aber nicht traurig, wenn es nicht so wäre, davon hängt ja nicht mein Lebensunterhalt ab.
Zitat von martinidry: Dass Figuren beim Schreiben einfach auftauchen und sich entwickeln, ohne dass man das Ende kennt, klingt für mich nach echtem Erzählen.
Das war bei dem Krimi tatsächlich so. Ich hatte eine grobe Idee, ein kleines Gerüst, aber alles andere kam beim Schreiben. Ich habe mich da echt in einer Parallelwelt aufgehalten, wenn ich geschrieben habe.
Zitat von martinidry: Und diese alte Kurzgeschichte aus Palermo … ich mag den Gedanken, dass Texte manchmal wie Zeitkapseln sind. Hast du beim Wiederlesen alter Sachen schon mal gedacht: Das war jemand anderes – und trotzdem ich?
Mein Schreibstil ist derselbe wie heute, ich kann meine Texte gut wiedererkennen. Ist auch bei den Unihausarbeiten so, dass ich erkenne, dass ich das geschrieben habe.
Warum ich für die Kurzgeschichte Palermo wählte, weiß ich nicht mehr wirklich.
Es ist aber so, dass ich mir alles sehr visuell vorstelle, ich denke dann fast wie in einem Film. Wenn ich dann Schauspieler sehe, dann denke ich "die oder der könnte die Figur spielen" und bei der Kurzgeschichte war ich kurz nach Vollendung an der Algarve in Portugal und da war ein Haus, das perfekt als Kulisse hätte dienen können.
Aber ich bin ja weder Regisseur noch Autor, ich schreibe einfach gern, leider habe ich es stark vernachlässigt. Für mich eine der vielen schönen Dinge, die ich aufgrund von Internet völlig aus den Augen verloren habe.