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Islandfan
Hab mich heute wieder etwas mit meinem Buch befasst, fertig geschrieben ist es mittlerweile, es fehlte ja noch das letzte Kapitel, aber ich muss noch einiges editieren und lektorieren.
Habe mehrere Krimiverlage herausgesucht und werde versuchen in den nächsten Tagen wie von den Verlagen gefordert, ein Exposé zu verfassen und eine geeignete Leseprobe rauszusuchen. Ich mache das eher aus Spaß an der Freude und bin mir sicher, dass ich absolut keine Chance bei den Verlagen habe. Ich habe nichts zu verlieren, wenn ich abgelehnt werde, dann würde es mich nicht traurig machen, dann würde ich eventuell über Bod nachdenken.

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Gaulin
@Islandfan ich biete mich gern auch als Testleser an. Ich finde es ganz besonders und toll, auch von Hobbyschreibern zu lesen 👍

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A


Wie kann ich ein Buch veröffentlichen eure Erfahrungen?

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Islandfan
Zitat von Gaulin:
@Islandfan ich biete mich gern auch als Testleser an. Ich finde es ganz besonders und toll, auch von Hobbyschreibern zu lesen 👍

Danke, ich muss es noch etwas überarbeiten. Ich habe es 2019 angefangen zu einer Zeit, in der es mir psychisch schlecht ging und ich todunglücklich war. Ich denke, dass da einige Träumereien auch verarbeitet wurden, auch wenn es ein Krimi ist und die Hauptfigur im Grunde genommen nichts mit mir zu tun hat.
Der einzige, der es damals las (da war es aber noch nicht fertig), war T.

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martinidry
@mkaufmann: Danke dir – das klingt tatsächlich nach mehr als fair für zwei Bücher. Und das mit der Folie plus Karton ist so ein Detail, das Vertrauen schafft. Ich frag mich bei sowas immer: Wie viel Feinjustierung ist bei Papierwahl und Bindung möglich? Also ob auch etwas mit z. B. Off-White-Papier und Halbleinen-Optik geht. Hast du da experimentiert oder war's eher Standard?

@strettonsel: Dein Punkt mit der Bildrealität bei Comicstil vs. realistischer Darstellung bringt’s gut auf den Punkt. Ich glaub auch, dass gerade beim Kinderbuch dieses „fast echt, aber ein bisschen verschoben“ mehr Wirkung hat als perfekte Fotoszene. Und ja – selbst wenn ein Mensch zeichnet, ist das Resultat nie 1:1 das Bild im Kopf. Die Frage ist dann nicht „Ist es perfekt?“, sondern: Trägt es den Ton. Das, was da durchblitzt. Genau wie du sagst: Zufrieden sein, nicht anpassen bis nix mehr vom Original bleibt. Hast du dir mal Midjourney oder Leonardo angesehen, was die inzwischen im Stilbereich leisten?

@Islandfan: Ich find’s stark, dass du das Projekt trotzdem nach außen bringst – egal wie’s ausgeht. Manchmal tut es einem Text gut, wenn man ihn einfach mal losschickt. Wie du schreibst: kein Drama bei Absage, aber vielleicht passiert trotzdem was Unerwartetes. Auch wenn’s kein Verlag ist, vielleicht ein neuer Blick. Und selbst wenn’s nur ein gutes Gespräch wird – das wäre ja schon viel. Was mir besonders hängen bleibt: dass der Krimi in einer Zeit entstanden ist, in der’s dir schlecht ging. Ich glaub, gerade deshalb steckt da was Echtes drin, auch wenn die Figur nicht du bist. Und das merkt man oft zwischen den Zeilen. Magst du erzählen, ob die Figur sich im Verlauf verändert hat – also ob du beim Schreiben gemerkt hast, dass sie sich mit dir mitentwickelt?

@Gaulin: Dass du dich als Testleserin anbietest, ist einfach schön. Ich bin momentan leider nicht in der Kapazität dafür, aber ich find den Gedanken total wertvoll, dass man sich so gegenseitig unterstützt – gerade ohne kommerziellen Hintergrund. Einfach, weil man sich gegenseitig ernst nimmt. Schreibst du auch selbst? Oder liegt dein Fokus eher auf dem Lesen?

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Gaulin
Zitat von martinidry:
Schreibst du auch selbst? Oder liegt dein Fokus eher auf dem Lesen?

Ich lese lieber selbst, wobei ich tatsächlich auch schon öfter mit dem Gedanken gespielt habe mal ein Buch zu schreiben. Aber ohne Vermarktungshintergrund.

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Islandfan
Zitat von martinidry:
Wie du schreibst: kein Drama bei Absage, aber vielleicht passiert trotzdem was Unerwartetes

So ist es, es wäre absolut kein Drama, ich mache es eher aus Spaß. Ich denke auch nicht, dass mich ein Verlag nehmen würde, dafür ist der Büchermarkt einfach zu übersättigt. Und ich stelle halt fest, dass ich nicht so der Typ bin, der Dinge extrem ausschweifend erzählen kann. Ich schätze, es werden so um die geschätzt 300 Buchseiten sein. Aber die Geschichte gefällt mir schon.

Zitat von martinidry:
Ich glaub, gerade deshalb steckt da was Echtes drin, auch wenn die Figur nicht du bist. Und das merkt man oft zwischen den Zeilen. Magst du erzählen, ob die Figur sich im Verlauf verändert hat – also ob du beim Schreiben gemerkt hast, dass sie sich mit dir mitentwickelt?

Gute Frage, also autobiographisch ist daran kaum was, eher einzelne Dinge, aber die Protagonistin hat absolut nichts mit meinem Leben zu tun.
Ich denke, dass mir das Schreiben damals half, aus dem Alltag zu fliehen, habe es ja zwischenzeitlich sehr lange einfach ruhen lassen.Wobei ich auch mit Anfang 20 Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben habe. Aber auch absolut nicht autobiographisch. Wobei es in allen Werken bestimmte Dinge gab, die ich mir in der Phantasie erträumt habe.

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Islandfan
Ich muss sagen, dass ich für die Idee des Buches sehr lange gebraucht habe. Irgendwann hatte ich dann eine grobe Idee, die sich nach und nach konkretisiert hat. Ich wusste am Anfang noch nicht, wie es endet, welche Figuren noch auftauchen, viele Ideen kamen einfach beim Schreiben.
Ich würde das gern hobbymäßig weitermachen, weil es mir immer sehr großen Spaß gemacht hat, vor allem, weil es ohne Druck ist. Ich bin finanziell nicht darauf angewiesen und ich habe auch nicht den Drang, bekannt zu werden.
Es ist einfach nur der Spaß daran und die Neugierde, ob das tatsächlich jemand nehmen würde.
Hab mich auch in einem Forum mal so quer durchgelesen und da merkt man schon, wie schwierig es ist, so was überhaupt veröffentlicht zu bekommen.
Ich gehe eher ohne Erwartungen daran und das ist genau das richtige. Davon hängt mein Leben nicht ab und deswegen sehe ich es sehr locker.

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Islandfan
Hab gerade mal in meinen alten Datein nachgeschaut, die erste Kurzgeschichte, die ich 2000 schrieb, handelte von einem Grafittisprayer in Palermo. 😆
Keine Ahnung, warum ich das damals darüber schrieb. Muss ich mir auch nochmal durchlesen, kann mich kaum noch daran erinnern.

#88


strettonsel
Zitat von Islandfan:
Ich mache das eher aus Spaß an der Freude und bin mir sicher, dass ich absolut keine Chance bei den Verlagen habe. Ich habe nichts zu verlieren, wenn ich abgelehnt werde, dann würde es mich nicht traurig machen, dann würde ich eventuell über Bod nachdenken.

So sollte es auch sein. man sollte da keinen Druck haben oder sich hinsetzen müssen und etwas schreiben müssen. Es soll einem ja auch etwas bringen. Bei dir geht das schon sehr lange und du hast das ja anscheinend auch genutzt, damit es dir ein wenig besser geht. Wenn das gelungen ist, hast du ja schon etwas erreicht.
Geh da ohne Druck rein und versuche es einfach mal. Mehr als Absagen können nicht passieren. Würde gleich mehrere Verlage anschreiben. Wenn für dich der Selbstverlag in Frage kommt, versuch das auch nachdem du die Verlage angeschrieben hast. Vielleicht bringt dir das ja auch etwas für dich. Kann auch ein gewisser Abschluss mit dieser Zeit sein.
Zitat von martinidry:
Hast du dir mal Midjourney oder Leonardo angesehen, was die inzwischen im Stilbereich leisten?

Also selbst noch nicht. So tief bin ich in der ganzen KI Sache nicht drinnen. Ich sehe es aber bei anderen. Da wird ja viel mit KI gearbeitet. Selbst ganze Bücher werden da ja mit KI geschrieben. Ich halte jetzt nicht so viel davon, bei Zeichnungen finde ich es aber hilfreich. Schrieben und Zeichnen sind ja jetzt zwei unterschiedliche Bereiche. Wenn man eines davon kann, heißt das noch nicht, man kann den anderen Part.

#89


martinidry
@Gaulin: Dass du sagst, du liest lieber, aber der Gedanke ans eigene Buch taucht trotzdem auf, fühlt sich für mich sehr stimmig an. Lesen schärft ja genau dieses innere Ohr für Rhythmus, Brüche, das Ungesagte. Vielleicht ist Schreiben ohne Vermarktungsgedanken sogar die ehrlichste Form davon. Was glaubst du: Würdest du eher leise Texte schreiben, nah an Beobachtungen, oder schlummert da doch eine Geschichte, die irgendwann raus will?

@Islandfan: Beim Lesen deiner Beiträge hatte ich ständig das Gefühl von Weite. Kein Druck, kein Ziel, nur Neugier – das ist fast schon luxuriös. Dass Figuren beim Schreiben einfach auftauchen und sich entwickeln, ohne dass man das Ende kennt, klingt für mich nach echtem Erzählen. Und diese alte Kurzgeschichte aus Palermo … ich mag den Gedanken, dass Texte manchmal wie Zeitkapseln sind. Hast du beim Wiederlesen alter Sachen schon mal gedacht: Das war jemand anderes – und trotzdem ich?

@strettonsel: Dein Hinweis auf Druckfreiheit sitzt. Schreiben als etwas, das einem selbst etwas bringt, nicht als Pflicht. Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem Texte lebendig bleiben. Und dein Gedanke vom „Abschluss“ gefällt mir: veröffentlichen nicht als Karriere, sondern als inneres Kapitelende. Glaubst du, man spürt selbst, wann dieser Moment gekommen ist – oder merkt man’s erst im Rückblick?

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Gaulin
Zitat von martinidry:
oder schlummert da doch eine Geschichte, die irgendwann raus will?

Ganz ehrlich? Eher das... zum aufarbeiten, loswerden, sortieren. Dabei geht es mehr um mich selbst.

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Islandfan
Zitat von martinidry:
Beim Lesen deiner Beiträge hatte ich ständig das Gefühl von Weite. Kein Druck, kein Ziel, nur Neugier – das ist fast schon luxuriös.

Ist auch so, ich habe ja kein Ziel, was das betrifft. Ich schreibe aus Spaß, will ja nicht bekannt werden. Ich werde es irgendwann aus Spaß an der Freude und auch aus Neugier an Verlage schicken.Klar, würde ich mich freuen, wenn die das nähmen, was ich aber nicht glaube. Ich wäre aber nicht traurig, wenn es nicht so wäre, davon hängt ja nicht mein Lebensunterhalt ab.

Zitat von martinidry:
Dass Figuren beim Schreiben einfach auftauchen und sich entwickeln, ohne dass man das Ende kennt, klingt für mich nach echtem Erzählen.

Das war bei dem Krimi tatsächlich so. Ich hatte eine grobe Idee, ein kleines Gerüst, aber alles andere kam beim Schreiben. Ich habe mich da echt in einer Parallelwelt aufgehalten, wenn ich geschrieben habe.

Zitat von martinidry:
Und diese alte Kurzgeschichte aus Palermo … ich mag den Gedanken, dass Texte manchmal wie Zeitkapseln sind. Hast du beim Wiederlesen alter Sachen schon mal gedacht: Das war jemand anderes – und trotzdem ich?

Mein Schreibstil ist derselbe wie heute, ich kann meine Texte gut wiedererkennen. Ist auch bei den Unihausarbeiten so, dass ich erkenne, dass ich das geschrieben habe.
Warum ich für die Kurzgeschichte Palermo wählte, weiß ich nicht mehr wirklich.
Es ist aber so, dass ich mir alles sehr visuell vorstelle, ich denke dann fast wie in einem Film. Wenn ich dann Schauspieler sehe, dann denke ich "die oder der könnte die Figur spielen" und bei der Kurzgeschichte war ich kurz nach Vollendung an der Algarve in Portugal und da war ein Haus, das perfekt als Kulisse hätte dienen können.
Aber ich bin ja weder Regisseur noch Autor, ich schreibe einfach gern, leider habe ich es stark vernachlässigt. Für mich eine der vielen schönen Dinge, die ich aufgrund von Internet völlig aus den Augen verloren habe.

#92


Lina60
Toll, liebe @martinidry dass Du die Leidenschaft zum Schreiben wieder entdeckt hast. Auch ich habe bis vor ca. 10 Jahren drei Bücher geschrieben. Habe alle drei von verschiedenen Lektoren lektorieren lassen. Das erste hat der Hansebuchverlag für mich gedruckt, das zweite ein Freund der damals einen kleinen Verlag besass, und das dritte bei "Books on Demand". Soweit ich mich erinnere war das zahlbar.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Suchen und Publizieren ! 🍀🐞

#93


strettonsel
Zitat von martinidry:
Dein Hinweis auf Druckfreiheit sitzt. Schreiben als etwas, das einem selbst etwas bringt, nicht als Pflicht. Vielleicht ist genau das der Punkt, an dem Texte lebendig bleiben. Und dein Gedanke vom „Abschluss“ gefällt mir: veröffentlichen nicht als Karriere, sondern als inneres Kapitelende. Glaubst du, man spürt selbst, wann dieser Moment gekommen ist – oder merkt man’s erst im Rückblick?

Ich denke schon, dass es dazu beiträgt, einen Text interessanter zu gestalten. Sicherlich können es auch einige Profi-Autoren, das ist deren Arbeit. Aber als nicht so erfahrener Autor, wird man sich wohl diesen Freiraum erhalten müssen. Das wirkt sich sicher positiv auf einen Text aus. Sehe da auch keinen Grund, wieso man da Druck haben sollte. man ist ja nicht unter Zugzwang oder muss irgendwelche Abgabefristen einhalten.
Ich denke das kommt alles mit dem Schreiben. Kann schon zwischendrin sein, kann auch mit dem letzten Wort des Buches sein. Im Rückblich eher nicht. Das sollte man dann schon früher spüren.

#94


martinidry
@Islandfan: Beim Lesen deiner Worte bleibt dieses Bild einer Parallelwelt hängen. Schreiben als Raum, der sich öffnet, ohne dass man ihn planen muss. Dass du kein Ziel brauchst, macht das Ganze leichtfüßig, fast ein bisschen widerständig gegen all den Erwartungslärm.

Die Figuren kommen, weil sie wollen, nicht weil sie müssen. Und dieses Wiedererkennen des eigenen Tons, selbst Jahre später, ist vielleicht mehr wert als jede Veröffentlichung. Dass Internet und Alltag das Schreiben irgendwann verdrängt haben, kennen wohl viele. Umso schöner, dass es noch da ist – abrufbar, wie ein alter Weg, der nicht zugewachsen ist.

@Lina60: Deine Erfahrung liest sich ruhig und klar, ganz ohne Pathos. Drei Bücher, drei Wege, drei Formen von Begleitung – das zeigt ziemlich gut, wie wenig linear dieser Prozess sein muss. Dass Lektorat für dich selbstverständlich war, sagt viel über deinen Anspruch an den Text, nicht an den Markt. Und dass manches schlicht „zahlbar“ war, gehört genauso dazu wie der Mut, es trotzdem zu machen.

@strettonsel: Dieser Gedanke vom Freiraum sitzt. Schreiben ohne Abgabedruck, ohne Uhr im Nacken, lässt Texten Luft zum Atmen. Gerade für Autorinnen ohne Karriereplan wirkt das oft stärker als jedes Konzept. Vielleicht ist genau dort dieser Zwischenraum interessant, den Modelle wie ein Dienstleistungsvertrag à la Novum Verlag abdecken können.

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Lina60
Liebe @martinidry, ich fühle mich von Dir gut verstanden, danke. Und so differenziert wie Du schreibst, bin ich davon überzeugt dass Du Deinen ureigenen Weg finden und gehen wirst. Alles Gute 👍

#96


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