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...ich hab' ja immer so meine Bedenken. wenn es auf social media um Literatur und Bücher geht, gleitet das schnell in die sg. Bahnhofs- oder wie man früher sagte, Trivialliteratur, in der Art "Das Geheimnis der Hebamme"

ab. Schön, dass hier einer mit zwei Büchern einen Anfang gemacht hat, deren/dessen Empfehlung ich unterstreichen kann. Den Erich Fromm gibt es gar für Lesefaule auf YT als Hörbuch. Von Tolle habe ich nicht alles gelesen, in jedem Fall finde ich ihn aber durchaus zum Thema Lebensfragen mit seinem philosophisch-praktischen Denkansatz sehr interessant, vor allem gut lesbar und leicht verständlich.
Mit einer eigenen Empfehlung möchte ich den Faden weiterknüpfen:
Michail Ossorgin "Eine Straße in Moskau" - erschienen in der exquisiten "Anderen Bibliothek - Nr. 368" zum leider exquisiten Preis von 42,- Euro
Es ist sicher einer der besten Romane, die ich jemals gelesen habe. Zu Recht durchweg von der Kritik gefeiert. Mit einer ungeheuren Sprachgewalt und Verdichtung knüpft der Autor mühelos an die großen russischen Romanciers des 19. Jh an. Wer sich momentan stimmungsmäßig nicht so gut fühlt, sollte aber nicht unbedingt jetzt zu diesem Werk greifen. Es führt in ebenso kreativer, wie kompromisloser Gewalt unser "Menschsein" mit all seinen Abgründen, der eigenen Ausweglosigkeit, des immerwährenden Leidens vor ....Raskolnikow läßt grüßen
