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O

okok
Gast

Hallo @ all,

habe mir gerade Gedanken gemacht, wie eine Welt nur mit sensiblen Menschen, wie wir es sind, aussähe.
Ich denke, sie wäre eine bessere, wenn es auch nur theoretischer Natur ist.
Was meint ihr dazu?

LG

10.10.2013 x 1 #1


69 Antworten ↓
C

Chingachgook
Gast

Bei der Diskussion hier muß ich an einen Zeitungsartikel denken,den ich vor einiger Zeit laß:
Wissenschaftler und Zoologen beschäftigten sich mit der Frage,warum es eigentlich depressive Schimpansen gibt.Diese Veranlagung hat in der Schimpansenhorde nur Nachteile.
Die aggressiven,extrovertierten und emotional stabilen Exemplare setzen sich durch und kommen zur Fortpflanzung.

Warum also ist die Veranlagung für Depression und Ängstlichkeit nicht längst verschwunden?
Welcher Vorteil liegt für die Schimpansenhorde in der Existenz introvertierter,depressiver Mitglieder?

Die Zoologen kamen zu folgendem Schluß:Es liegt für die Schimpansenhorde ein großer Vorteil darin,daß einige von ihnen im Verborgenen leben:wenn eine neue Krankheit übertragen wird.ein neuer Beutegreifer auftaucht oder es zu destruktiven Streitereien unter den ranghohen Tieren kommt.
Für diese Fälle bilden die ängstlichen Tiere eine Art "Ersatzbank",da sie durch ihr vorsichtiges Verhalten weniger Schaden nehmen.Sie könnten im Katastrophenfall,auch genetisch,einspringen.

Mir leuchtet diese Interpretation sehr ein und ich glaube,man braucht nicht viel Fantasie,um sie auf den Menschen zu übertragen.

Einen Haken hat die Sache freilich:Was für die Gruppe oder die Spezies von Vorteil ist,kann für das einzelne Individuum ein Fluch sein und lebenslang nur Frust bedeutet.
Da man vielleicht nur das "Baueropfer" für die Evolution ist.

08.10.2013 14:20 • x 2 #46


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Was wäre die Welt ohne uns?

x 3


M

MitSouKo63
Gast

Eine interessante Diskussion ist das hier,
um auf das <schwach< oder <stark< zu kommen....
da muss man ja nachhaken,denn auch wir Angsthasen waren in dem Sinne nicht immer
<schwach<,
wir standen ja auch mal mitten im Leben,bevor die Krankheit ausgebrochen ist,oder?
Da wäre es doch mal gut zu hinterfragen,WAS uns denn so <schwach< gemacht hat.
Diese sogenannte Leistungsgesellschaft ist meiner Meinung nach für einen großen
Teil dafür verantwortlich,
der enorme Druck zu funktionieren,immer mehr,immer weiter,immer schneller....
Vor 50 Jahren oder so,hat es kaum Angsterkrankungen gegeben,
die Anzahl derer steigt und steigt.
Es gibt natürlich diese Urangst,die uns angeboren ist,aber wieviel Urangst
brauchen wir in der heutigen Zeit eigentlich noch?
(abgesehen von der Verbrechensrate,Morden,etc..)
Meiner meinung nach hat es stark und schwach schon immer gegeben
und es wird auch weiterhin so sein,
das sind Gegenpole,die die Gesellschaft aufrecht erhalten,
man muss nur aufpassen,dass die Waage gerade bleibt!

09.10.2013 09:44 • x 1 #62


Zum Beitrag im Thema ↓


M
Hallo,

es wäre sicherlich eine schwerere Welt. Evtl. würden wir noch in der Steinzeit leben. Sensibel ist eine Sache aber ängstliche eine ganze andere. Menschen müssen auch den Mut haben Entscheidungen zu treffen ohne ständig Rücksicht zu nehmen, zu grübeln oder krank geschrieben zu sein.

#2


O
@ Marc,

da hast du sicherlich recht. Ich bin allerdings der Meinung, daß es nicht so viele ängstliche Menschen gäbe, wären da nicht so viele oberflächliche Ellenbogenmenschen....

#3


A
....vielleicht würden die Menschen dann mehr Rücksicht aufeinander nehmen und die "Ellenbogengesellschaft" würde zurück gehen.

Die Gesellschaft würde vielleicht nicht mehr nach dem Motto: "Friss oder strib" leben.

Grüßle,
Nancy Smile

#4


N
Die Gesellschaft hat aber immer schon nach dem " friss oder stirb " Prinzip gelebt nur so funktioniert Evolution.

Ich glaube wenn jeder nur vorsichtig und darauf bedacht wäre Risiken zu vermeiden gäbe es auch keinen Fortschritt. Wer sind denn diejenigen die den " Fortschritt " bringen eben Männer und Frauen die bereit sind Risiken einzugehen die Fehler machen u d trotzdem nicht aufgeben, die sich gegen den Mainstream stellen und teilweise auch ihr eigenes Leben in den Ring werfen weil sie von sich und ihren Entdeckungen überzeugt sind. Wo wären wir wenn die Wright Brüder nicht an sich geglaubt hätten oder Robert Koch, Marie Curie etc.?

#5


P
da gebe ich nico73 recht.

Evolutionstechnisch überleben die starken und nur die bringen die Geschichte weiter.
Viele waren bereit für ihre Überzeugung zu sterben und zu kämpfen. Das geht nicht mit Schwäche und Angst, viel Zweifel an allem.
Ohne diese könnten die Schwachen kaum überleben, sind auf deren Hilfe angewiesen, umgekehrt könnten die Starken auch ohne
Schwache leben.

#6


S
...

Guten Morgen Omok,

ein tolles Thema....

Wir würden uns bestimmt gut verstehen.... Freunde knuddeln

Nicht so auf uns und unseren Gefühlen herumtrampeln...

Es könnte Alle Jubel Trubel Heiterkeit sein...

Aber :

Nach einer Zeit würden wir und nach was anderem Sehen....

Dem Jetzt und Hier !

Die Weltgeschichte zeigte, das es weiter gehen muss und die Durchsetzungsfähigen Überleben....

LG
Das Schikencrossiant

#7


M
ja nico, so sehe ich das auch. Man mag zwar ein Gutmensch sein, wenn man dies in Frage stellt aber die Realität ist nun mal eine andere. So selbstkritisch muss man schon sein.

LG

#8


K
Huiii, der Thread geht jetzt aber sehr in die Richtung "Wir sind eine Last für die Welt, ohne uns wären die anderen besser dran... jeder, der das anders sieht, dem fehlt der Realitätssinn"... bin ich jetzt die einzige, der solche Spekulationen ungesund vorkommen?
Ich seh's auch nicht so. Wäre die Menschheit ohne Angst, wär sie schon ausgestorben. Wink Und ich habe mit Sicherheit schon das Leben von Leuten bereichert und weigere mich, mich als Last zu sehen. Das bin ich nicht mehr oder weniger, als andere Menschen auch.

Also ehrlich mal, ich halt den Thread für ganz schön gefährlich für Leute mit geringem Selbstwertgefühl und depressive Tendenzen...

P.S. Kann mir mal einer sagen, warum "H u i" ge-beep-t wird? Das ist doch echt unnötig

#9


P
Du wolltest aber Meinungen und nun hast du sie. Auch wenn sie dir nicht gefallen manchmal.
Sicher ist Angst auch überlebenswichtig. Aber wir reden ja hier von Ängsten die völlig überzogen und ungerechfertigt sind.
Das merken ja Leute mit Angst und Pamik selbst und wären sie liebend gerne los.
Also wozu bitte sollen die gut sein? Eine Bereicherung kann ich da auch nicht erkennen.

Die ganze Familie leidet darunter, zerbricht sogar daran. So realistisch sollte man schon sein, schönreden hilft da auch keinem.
Ein depressiver Mensch ist ein kranker Mensch (wie jede andere körperliche Krankheit) verlangt das von der Umwelt Rücksicht
und Hilfe. Ich sage nicht , dass er für die Umwelt nur Last ist, er macht ja weit mehr aus als seine Erkrankung.
Besser wäre aber doch ohne Krankheit zu sein, oder?

#10


O
Zitat von Katatro-Fee:
Huiii, der Thread geht jetzt aber sehr in die Richtung "Wir sind eine Last für die Welt, ohne uns wären die anderen besser dran... jeder, der das anders sieht, dem fehlt der Realitätssinn"... bin ich jetzt die einzige, der solche Spekulationen ungesund vorkommen?
Ich seh's auch nicht so. Wäre die Menschheit ohne Angst, wär sie schon ausgestorben. Wink Und ich habe mit Sicherheit schon das Leben von Leuten bereichert und weigere mich, mich als Last zu sehen. Das bin ich nicht mehr oder weniger, als andere Menschen auch.

Also ehrlich mal, ich halt den Thread für ganz schön gefährlich für Leute mit geringem Selbstwertgefühl und depressive Tendenzen...

P.S. Kann mir mal einer sagen, warum "H u i" ge-beep-t wird? Das ist doch echt unnötig


Also ich wollte mit diesem Beitrag Denkprozesse anstrengen. Ich sehe das nicht als gefährlich an. Das hier verschiedene Meinungen aufeinander prallen ist normal und gewollt.

#11


O
Zitat von nico_73:
Die Gesellschaft hat aber immer schon nach dem " friss oder stirb " Prinzip gelebt nur so funktioniert Evolution.

Ich glaube wenn jeder nur vorsichtig und darauf bedacht wäre Risiken zu vermeiden gäbe es auch keinen Fortschritt. Wer sind denn diejenigen die den " Fortschritt " bringen eben Männer und Frauen die bereit sind Risiken einzugehen die Fehler machen u d trotzdem nicht aufgeben, die sich gegen den Mainstream stellen und teilweise auch ihr eigenes Leben in den Ring werfen weil sie von sich und ihren Entdeckungen überzeugt sind. Wo wären wir wenn die Wright Brüder nicht an sich geglaubt hätten oder Robert Koch, Marie Curie etc.?


Das heißt aber nicht, daß ängstliche Menschen nicht in der Lage sind, etwas zu bewegen, und : Wer allzu risikovoll agiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn er mal ganz tief fällt. Sad
Ob und wie Evolution funktioniert, mag mal dahingestellt sein, zumal der Mensch gegenüber dem Tier Intellekt besitzt. Ich für meine Person nehme noch lange nichts an, was mir "vorgeworfen" wird.
Oftmals ist es so, daß bei näherer Betrachtung der vorsichtigere Mensch den besseren Weg wählt. Smile

#12


R
Ohne die Ängstlichen hätte der "Mutige" nicht soviel Macht und ohne "Mutige" der Ängstliche nicht so viel Angst.

Wir brauchen uns gegenseitig um herauszufinden, wie und wer wir sein wollen und wie wir dahin kommen können.

x 1 #13


O
Zitat von primavera:
da gebe ich nico73 recht.

Evolutionstechnisch überleben die starken und nur die bringen die Geschichte weiter.
Viele waren bereit für ihre Überzeugung zu sterben und zu kämpfen. Das geht nicht mit Schwäche und Angst, viel Zweifel an allem.
Ohne diese könnten die Schwachen kaum überleben, sind auf deren Hilfe angewiesen, umgekehrt könnten die Starken auch ohne
Schwache leben.


Hallo,
vllt. sollte der Begriff Schwäche in sensibel getauscht werden. Meine Wortwahl war da schon wohl überlegt.

ES GIBT KEINE SCHWACHEN MENSCHEN!

#14


R
Zitat von okok:
ES GIBT KEINE SCHWACHEN MENSCHEN!


Und es gibt keine starken Menschen!

Wir sind wie wir sind. Jeder in seiner eigenen Gefühlswelt.

#15


N
@okok

Was du meinem Beitrag unterstellt steht weder IN noch ZWISCHEN den Zeilen geschrieben.

Erklär mir doch bitte mal warum du von meinem Beitrag so " angestochen" bist.

Doch natürlich gibt es " schwache" Menschen sei es in körperlicher oder
mentaler Hinsicht, so wie auch jeder Mensch individuelle Stärken und Schwächen in sich vereint.
Allerdings ist es, aus meiner Sicht ein Fehler " stark oder schwach " mit gut oder schlecht bzw. besser und schlechter zu verwechseln bzw. dies gleichzusetzen.

#16


P
Zitat von okok:
Zitat von primavera:
da gebe ich nico73 recht.

Evolutionstechnisch überleben die starken und nur die bringen die Geschichte weiter.
Viele waren bereit für ihre Überzeugung zu sterben und zu kämpfen. Das geht nicht mit Schwäche und Angst, viel Zweifel an allem.
Ohne diese könnten die Schwachen kaum überleben, sind auf deren Hilfe angewiesen, umgekehrt könnten die Starken auch ohne
Schwache leben.


Hallo,
vllt. sollte der Begriff Schwäche in sensibel getauscht werden. Meine Wortwahl war da schon wohl überlegt.

ES GIBT KEINE SCHWACHEN MENSCHEN!


Ja, wenn du Schwäche in sensibel tauscht ist das ein anderes Bild.

Sensibel bedeutet ja nicht gleichzeitig schwach zu sein.
Aber reden wir hier nicht aneinander vorbei?

#17

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K
Zitat von primavera:
Du wolltest aber Meinungen und nun hast du sie. Auch wenn sie dir nicht gefallen manchmal.
Sicher ist Angst auch überlebenswichtig. Aber wir reden ja hier von Ängsten die völlig überzogen und ungerechfertigt sind.
Das merken ja Leute mit Angst und Pamik selbst und wären sie liebend gerne los.
Also wozu bitte sollen die gut sein? Eine Bereicherung kann ich da auch nicht erkennen.

Die ganze Familie leidet darunter, zerbricht sogar daran. So realistisch sollte man schon sein, schönreden hilft da auch keinem.
Ein depressiver Mensch ist ein kranker Mensch (wie jede andere körperliche Krankheit) verlangt das von der Umwelt Rücksicht
und Hilfe. Ich sage nicht , dass er für die Umwelt nur Last ist, er macht ja weit mehr aus als seine Erkrankung.
Besser wäre aber doch ohne Krankheit zu sein, oder?



Ich hab den Thread doch nicht eröffnet Laughing Kann man nicht sowas wie ne Trigger-Warnung in den Titel packen? Fänd ich ganz hilfreich Wink

#18


O
Zitat von nico_73:
@okok

Was du meinem Beitrag unterstellt steht weder IN noch ZWISCHEN den Zeilen geschrieben.

Erklär mir doch bitte mal warum du von meinem Beitrag so " angestochen" bist.

Doch natürlich gibt es " schwache" Menschen sei es in körperlicher oder
mentaler Hinsicht, so wie auch jeder Mensch individuelle Stärken und Schwächen in sich vereint.
Allerdings ist es, aus meiner Sicht ein Fehler " stark oder schwach " mit gut oder schlecht bzw. besser und schlechter zu verwechseln bzw. dies gleichzusetzen.


Hallo,
nein, ich bin in keinster Weise von deinem Beitrag angestochen. Ich finde es ja gut, daß dazu etwas geschrieben wird. Ich habe nun mal gelernt, daß Wort Schwäche in der Psychologie nicht zu verwenden. Darum ging es....

#19


Juris
Sehe ich das falsch oder hängt die Evolutionstheorie hier? Sollte es so sein, dass die "Stärkeren" (nicht ängstlich, psychisch und physisch fit) für den Fortschritt verantwortlich sind, so stellt sich für mich natürlich die Frage, warum es immer noch "schwache" Menschen gibt? (um einfach mal bei diesen Bezeichnungen zu bleiben)

Hätten sich diese im Laufe der Evolution nicht ausmendeln müssen, sodass es nur noch f i t t e Menschen gibt? Was bezweckt die Natur damit, indem sie immer wieder sensible Menschen generiert?

#20


A


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