App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

12417

Mondkatze
Schwüle

Dann fällt das Atmen so schwer

x 3 #2941


P
Dinge, die ich nicht leiden kann? Das ist gerade morgens so viel, dass hundert Seiten nicht reichen. Würde ich das aufschreiben, würde man mich für einen Misanthropen halten.
Da haben wir die erste Sache: Ich bin ein Misanthrop! Ich finde zwar auch an vielen Menschen einige schöne Seiten, fast an jedem, aber eigentlich mag ich bestimmt 90% der mir begegnenden Leute nicht.

- Nicht leiden kann ich es aber vor allem, wenn die Dinge "verfitzt" sind. Mir fällt kein besserer Ausdruck ein; falls ihn jemand nicht kennt: wenn ein Knäuel so verworren und in sich verknotet ist, dass man es nicht mehr aufdröseln kann ... Beispiele: - Ich will am Auto etwas reparieren, komme aber an die Schraube des Bauteils nicht heran, weil der Arbeitsweg für den Schraubenschlüssel zu eng oder zu klein ist. Wie ich das hasse! Das Leben scheint sehr häufig so zu sein.

Ich komme mir oft vor wie jemand ohne den richtigen Werkzeugkasten. Oder Frauen ansprechen. Habe ich bestimmt fünfzig Mal versucht. Ich schätze die Zahl absichtlich niedrig. Wie soll man mit einer Erfolgsquote von unter 5 % klarkommen? Jeder Psychologe rät dir: Konzentriere dich auf die Fälle, in denen es klappt. Ich aber merke mir den Schmerz, die Blamage, die Ablehnung, die ich "hereingereicht" bekomme. Ich finde es "unfair".

Ich sollte viel mehr glückliche Zufälle im Leben haben. Ich finde, ich hätte das verdient - tatsächlich ist es wohl eher umgekehrt, dass meine Krise noch nicht schlimm genug ist, dass ich daraus lerne und mich verändere. Erst, wenn ich selbst "Gutes" tue, kommt "Gutes" auf mich zu. Ich würde gerne mal mit einem Dutzend Frauen auf einer einsamen Insel landen, für drei oder vier Monate. Aber so ein bizarrer Wunsch erfüllt sich nicht einfach.

Ich kann so vieles nicht ab und extrem schnell den Kaffee auf, wie wir in Westfalen sagen ... Wenn Leute mit Haustieren reden, als wären es Menschen. Wenn eine Tür beim Öffnen quietscht. Wenn ich mal wieder meine Fingernägel schneiden MUSS. Wenn ich am Schreibtisch sitze und schon beim Nichtstun schwitze. Auch weil ich den Tee zu heiß getrunken habe. Ich sehne mich nun mal nach heißen Getränken. Warum muss ich immer abwarten, bis der einigermaßen abgekühlt ist?

- Man könnte begeistert sein über z.B. die technische "Kunst", die in einem Handy steckt. Stattdessen bin ich eher von den zu wenigen "Balken" genervt, davon, dass irgendwas damit nicht richtig klappt. Oder das Fenster sich öffnen, die ich definitiv nicht angeklickt habe.

- Wenn ich mal anfange, kann ich nicht mehr aufhören. Wir haben ein Haus gekauft und umgebaut. ALLEIN das. Was mir dabei alles quer kam, reicht für ein Buch. Wie ich schon die Kreditverträge der Sparkasse HASSE. Wie mich der Abteilungsleiter dieser Sparkassenfritzen nervt! "Wir haben ihnen das so dargestellt, dass sich die Zinslast ökonomisch den jeweiligen Gegebenheiten individuell anpasst, und prolongieren bei Bedarf!" Bereits seine Sprache ist eine Zumutung für mich. Oder der Notar, der sich in seinem lukrativen Job langweilt und glaubt, sich seiner Kundschaft mit irgendwelchen Anekdoten aus seinem für mich komplett belanglosen Leben anranzen zu müssen. Dass er aus welchem Grund auch immer dieses Jahr nicht nach Sylt fahren könnte. Oder seine Schwiegertochter zehn Mal besser mit dem Computer umgehen kann als er. Sein Hund ist neulich für zwei Tage weggelaufen. Er glaubt allen Ernstes, mit solchen Storys Sympathiepunkte gewinnen zu können. Ich bin jedesmal kurz davor, ihm zu sagen, kürzen Sie das bitte, kommen Sie zur Sache.

Einmal verteilte er Kugelschreiber mit aufwendiger Gravur. Natürlich mit Firmenaufdruck, neben irgendwelchen bescheuerten Lebensweisheiten. Carpe diem. Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag. Er hielt das für eine gute Idee. Jeder einzelne dieser Stifte hatte bestimmt über zehn Euro gekostet. Das Teil hielt aber nur drei, vier Wochen, dann war die Tinte alle.

Das ist auch etwas, was ich verabscheue: Wenn teure, Beinahe-Luxus-Artikel nicht halten. Für mich ist es eigentlich egal, ob ein T-Shirt 5 oder 50 Euro kostet - bei mir hält es eh nicht lange. Das Shirt wird spätestens nach dem zweiten Waschen krisselig. Und ordentlich in den Schrank gehängt oder gelegt kriege ich es nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand.

- - - Deshalb kaufe ich übrigens ziemlich gerne billige Sachen. Weil auch die teureren ihr Qualitätsversprechen oft brechen. Ich könnte zusammenfassend sagen: die Quellen für meinen Unmut und dafür, dass ich mich selbst stresse, sind unermesslich. So zahlreich wie die Sandkörner am Meer und auch genauso impertinent, wenn man sich auf sie legt und sie überall haften bleiben.

- Ich verabscheue übrigens auch die Architektur in fast allen Innenstädten. Gerade Nord- und Westdeutschland. Süddeutschland hat sehr häufig schönere Innenstädte, vom Krieg weniger betroffen, auch die Landschaften sind im Süden oft schön, nur ist einem die Gegend dann durch die einheimische, prollig-bäuerische Bevölkerung vergällt. Sorry, dieses Vorurteil musste ich anscheinend loswerden.
Holland, Amsterdam, da fand ich vieles schön und sehenswert. Eine Altstadt, die mir angenehm gewesen wäre, wenn sie nicht von so vielen Touris (wie ich einer bin) überlaufen gewesen wäre. Die Grachten, die Bäume, die Fahrräder, das Licht! Alles sehr schön. Aber ich finde garantiert immer etwas, was das Potenzial hat, meine Laune zu trüben.

Die Kunst ist es, die nervigen Dinge nicht zu sehr an sich herankommen zu lassen.
- Auch so ein Punkt: Ich schaffe das nicht. Oder nicht oft genug. Ich muss mir die Welt häufig schön "reden". Warum zur Hölle ist sie es nicht mit viel weniger Aufwand, sozusagen von allein?

Sorry für die Beitragslänge. Ich kann auch positiver sein. Und nein, das fällt mir nicht immer schwer, manchmal allerdings schon.

x 1 #2942


A


Was könnt ihr nicht leiden?

x 3


Windy
Trübe Birne

x 4 #2943


M
Zitat von Windy:
Trübe Birne

Fühle mit, geht mir auch heute so 🙈 Wetterlage ? 🤔

x 4 #2944


Windy
@Mahala

Wahrscheinlich der Wetterumschwung, bei uns hats heute Nacht durchgehend geregnet, was an und für sich ja richtig gut ist. Mein Kopf reagiert aber leider stark auf atmosphärische Bewegungen und Veränderungen. Da du auch so ein Sensibelchen bist, kann ich mir das bei dir auch gut vorstellen. 😉

x 3 #2945


Tänzerin82
Intoleranz
Fehlende Diplomatie

x 4 #2946


M
@Windy danke dir, irgendwie beruhigt mich das zu lesen, dass es "nur" vom Wetter
kommen könnte.

x 3 #2947


Julychka
Dieses Sonntagsgefühl...überhaupt der Sonntag. Ich muss die Woche noch nicht mal arbeiten gehen weil ich Urlaub habe und morgen steht ein schöner Shoppingtag bevor. Trotzdem ist dieses unwohl Gefühl wie jeden Sonntag da. 😅

x 6 #2948


Tänzerin82
Das kenne ich auch so gut, ich fühle mich sonntags oft so leer.

x 1 #2949


Paniker83
Sorge und Angst vor bevorstehenden Dingen.

x 1 #2950


J
Ich mag Sonntage auch nicht so. Kann nicht mal sagen warum aber das war schon immer so. zwinkern

x 6 #2951


Tänzerin82
Zitat von Paniker83:
Sorge und Angst vor bevorstehenden Dingen.

Oh ja, so fühle ich mich auch oft, so besorgt um anstehende Dinge verbunden mit der Frage, wie wohl alles ablaufen wird...

x 2 #2952


Paniker83
Zitat von Tänzerin82:
Oh ja, so fühle ich mich auch oft, so besorgt um anstehende Dinge verbunden mit der Frage, wie wohl alles ablaufen wird...

Und vor allem was dabei raus kommt.😔

x 2 #2953


Tänzerin82
Ja, das auch. Ich habe dann auch immer Angst vor Denk- und Handlungsblockaden, die dann womöglich so schlimm werden, dass ich komplett handlungsunfähig und wie gelähmt bin.

x 1 #2954


Paniker83
Da ich eher eine hypochondrische Angststörung habe, sind es bei mir eher kommende Untersuchungen und deren Diagnosen.

x 1 #2955


Tänzerin82
Okay, ich verstehe. Bei mir ist es die Angst vor der "sich selbst erfüllenden Prophezeiung" bzw die Frage, ob da vielleicht doch was dran ist, was meine Mutter mir an Komplexen und fehlenden Fähigkeiten eingeredet hat. Als ich 12 war, hat meine Mutter gesagt, ich würde niemals lebensfähig sein. Das war jetzt nicht gerade förderlich für ein gesundes Selbstvertrauen...

x 1 #2956


Tänzerin82
Angst vor kommenden Untersuchungen kann ich allerdings auch sehr gut verstehen, einfach weil es so unangenehm ist und die ebenfalls unangenehme Art von vielen Ärzten dann auch noch dazu kommt, ebenso die fehlende Empathie beim Mitteilen der Diagnose... grusel... 😱

x 1 #2957

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Tänzerin82
Den Kontakt zu meiner Mutter - und meinem Stiefvater - habe ich vor einiger Zeit minimiert und bin dabei, den Kontakt ganz abzubrechen. (Dazu gibt es im Panik-Forum einen Thread über die Träume von der Mutter. Ich kann es gerade nur andeuten, weil mir die Traumata ganz tief im Körper stecken; das hat auch meine Psychologin festgestellt).

#2958


Tänzerin82
Es tut mir gut, dass ich mich hier aufgehoben und verstanden fühle, sodass ich auch mal ganz offen etwas über mich schreibe und es mir gleichzeitig auch von der Seele schreiben kann ☺👍😘🍀

x 4 #2959


M
Wenn mir jemand lang und breit was von gesunder Ernährung und generell etwas
von gesunder Lebensführung erklären möchte, sich aber dabei eine Zig. nach
der anderen anzündet. Rolling Eyes

x 4 #2960


A


x 4


Pfeil rechts



App im Playstore