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igel
Ich bin schockiert und empfinde tiefe Trauer für die Opfer und ihre Angehörigen. Wer möchte, kann sich hier gerne anschließen.

Igel

04.06.2017 19:16 • 11.06.2017 x 4 #1


32 Antworten ↓


Zitat von igel:
Ich bin schockiert und empfinde tiefe Trauer für die Opfer und ihre Angehörigen. Wer möchte, kann sich hier gerne anschließen.

Trauer wird auf die Dauer nicht reichen.Es bedarf klarer politischer Konsequenzen und unbequemer Einsichten.
Sonst werden wir an diesem Punkt immer wieder stehen.

04.06.2017 20:23 • #2



Trauer wegen London

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igel
Da hast Du allerdings Recht. Ich denke da an einen gesamteuropäischen Geheimdienst, der die Hintermänner ermittelt und ausschaltet. Dass dabei rechtsstaatliche Grundsätze verloren gehen, muss in Kauf genommen werden.

Aber wenn den Hintermännern und Drahtziehern klar wird, dass jeder Mordauftrag für sie ganz persönlich lebensgefährlich werden kann, wird es ruhiger.

04.06.2017 20:32 • #3


Angor
Natürlich ist es schlimm, was da passiert ist, aber es ist nicht nur in London so, überall auf der Welt sterben Menschen.

Ich will ehrlich sein, ich registriere soche Nachrichten, versuche mich aber, mit meinen Emotionen da rauszuhalten.
Es ist so,dass ich auch manchmal gar nicht wissen will, was "da draussen" passiert, und es ist nicht so, dass ich jetzt ein "kalter" Mensch bin, aber ich weiss, dasss ich mich dann in meinen Gefühlen verliere, und mich abzuschotten ist im Moment für mich reiner Selbstschutz.

Wenn man grade anfängt, sich eine innere Stabilität aufzubauen, grade wenn man auch Hypersensibel ist, kann es einen gefühlsmässig ins Wanken bringen, wenn man sich in soche schrecklichen Geschichten "einlässt".

Manchmal will ich auch gar nichts wissen, von Katastrophen, Politik wie das neueste vom Trampel, wenn ich schon höre wie Männe nach den neuesten Nachrichten seine Kommentare bringt wie: Das darf doch nicht wahr sein, und mein Gott, es wird immmer schlimmer, wo soll es noch hingehen, versuche ich mich taub zu stellen.

Ich weiss nicht, ob mich jemand versteht, aber ich muss das alles im Moment nicht haben, vielleicht später, wenn ich mich wieder total sicher fühle und bereit bin, mich auf dieses Chaos da draussen einzulassen, gross helfen oder was andern kann ich bei den Menschen eh nicht, nur im kleinen Rahmen in meinem Umkreis.

Soweit ich helfen kann, sage ich dann sicher nicht nein, aber in erster Linie denke ich an meine Familie. Und auch ein bischen an mich, weil ich dieses Gefühl, total auf der Strecke zu bleiben, unterzugehen und mich total überflüssig zu fühlen, mich zu fragen, was ich eigentlich noch auf dieser Welt soll, nie wieder haben möchte.

Dafür sind auch Nachrichten aus aller Welt, eine schrecklicher wie die andere, im Moment sicher nicht hilfreich, das nur als Erklärung, dass ich in diesen "Beileids-und Mitgefühlsthreads" nichts schreibe und auch nichts schreiben werde.

LG Angor

05.06.2017 04:28 • x 2 #4


Beileids- und Mitgefühlsbekundung...

Ich frage mich, ob das wirklich noch was wird, in diesem Thread.
Ich halte mich aus solchen meist raus und wenn ich doch schreibe, dann weil's mich selbst auch wirklich berührt hat und ich genau das schreiben will. Hier haben wir bisher aber gar keine solche Bekundungen, sondern eher Diskussionsansätze. Das ist nicht verkehrt, im Gegenteil, ich begrüße das, aber es sollte klar sein, wofür der Thread bei so einem sensiblen Thema gedacht ist. Wer seine Anteilnahme ausdrücken will, ist schnell vor den Kopf gestoßen, wenn er in einer politischen Diskussion landet.


- Grundsätzlich bin ich der Meinung: Terror hat nur den Zweck, Angst und Schrecken zu verbreiten. Öffentliche Trauer und Ergriffenheit ist daher Fehl am Platz, sondern man sollte viel mehr demonstrieren, dass so ein feiger Anschlag nichts, aber auch rein gar nichts bewirkt hat, sondern man weiter macht wie bisher.
- Der zwote Gedanke ist natürlich, dass man die Verantwortlichen von weiteren Aktionen abhalten will. Da verstehe ich auch, wenn jemand sagt, dass er Rechtsstaatlichkeit in diesem Zusammenhang nicht so ernst nehmen will. Ob das allerdings der richtige Weg ist... da kann ich keine abschließende Meinung zu abgeben. (Zu dieser Thematik liebe ich den Film "Ausnahmezustand" mit Bruce Willis in meiner persönlichen Hauptrolle.)
- Gedanke drei sind freilich auch immer die Verschwörungstheorien, die mitschwingen. Politisch macht es großen Sinn, solche Anschläge zu faken um bestimmte rechtsstaatliche Errungenschaften zu unterwandern, und es ist noch nicht mal schwierig. Darum versuche ich bei solchen Themen immer, möglichst neutral zu bleiben und möglichst wenig emotional zu reagieren. Es gibt die Dinge die ich tun würde, und die Dinge von denen ich denke, dass sie richtig sind.
- Von "unbequemen Einsichten" halte ich hingegen überhaupt nichts. Wenn ich andere Menschen zu meinem eigenen Vorteil ausbeute, dann weiß ich das selber, es braucht keine Feiglinge, die mich mit Gewalt darauf "hinweisen". Sowas erzeugt in mir eher eine "jetzt erst recht"-Haltung.

05.06.2017 08:58 • x 1 #5


BellaM85
Hi!

Ich finde es auch ganz schrecklich was da und generell auf der Welt passiert

Ich denke auch es wird in Zukunft nicht besser werden sondern eher noch schlimmer!
Und das schlimmste ist wir normal Bürger können noch nicht mal was daran ändern!

LG

05.06.2017 09:18 • #6


Trebur
Igel hat geschrieben.

Zitat von igel:
Da hast Du allerdings Recht. Ich denke da an einen gesamteuropäischen Geheimdienst, der die Hintermänner ermittelt und ausschaltet. Dass dabei rechtsstaatliche Grundsätze verloren gehen, muss in Kauf genommen werden.

Aber wenn den Hintermännern und Drahtziehern klar wird, dass jeder Mordauftrag für sie ganz persönlich lebensgefährlich werden kann, wird es ruhiger.


Wenn das richtig wäre, dann dürfte es in Ländern, in denen es die Todesstrafe gibt, weniger Verbrechen geben, die mit dieser bestraft werden.
Ist das so?
Nein. Sogar im Gegenteil
Strafe hält nicht ab.
Um diesen Fanatismus zu beseitigen, muss an der Ursache gearbeitet werden.
Dazu gehört mehr Gerechtigkeit, Einstellung der Ausbeutung, Stoppen aller Waffenlieferungen, endlich die Bennenung und Verurteilung der wirklichen Unterstützerstaaten und die sofortige Beendigung von Geschäftsbeziehungen zu diesen.
Auch wenn es um Rohstoffe wie Öl geht.

05.06.2017 09:22 • x 4 #7


Zitat von Tymalous:
- Von "unbequemen Einsichten" halte ich hingegen überhaupt nichts. Wenn ich andere Menschen zu meinem eigenen Vorteil ausbeute, dann weiß ich das selber, es braucht keine Feiglinge, die mich mit Gewalt darauf "hinweisen". Sowas erzeugt in mir eher eine "jetzt erst recht"-Haltung.

Kannst Du das mal erläutern?

05.06.2017 09:26 • #8


igel
@trebur: Du denkst weiter und hast damit auch völlig Recht. Aber was Du vorschlägt, wäre nur langfristig wirksam. Angesichts der ständig anwachsenden Zahl der unschuldigen Opfer braucht es aber Maßnahmen, die schneller wirken.

Ein Beispiel. Wenn ein Mörder einen Schulbus mit israelischen Kindern in die Luft jagt, sind er und die Hintermänner nirgendwo auf der Welt mehr sicher. Der israelische Geheimdienst gibt niemals auf in solchen Fällen. Er wird die Täter ermitteln, finden, und ausschalten. Das schreckt schon ab.

05.06.2017 09:40 • #9


Zitat von Trebur:
Um diesen Fanatismus zu beseitigen, muss an der Ursache gearbeitet werden.


Die Ursachen liegen keineswegs nur in den von Dir genannten Gründen,sondern vor allem in einem Wahn einer Religion,die keine historisch-kritische Methode kennt und keine Aufklärung hinter sich hat.
Die Errungenschaften des säkularen Staates,der die Religion am kurzen Zügel hält,wird von diesen Fanatikern verachtet.
Die Freiheit unserer westlichen Welt,die Freiheit der Kunst der Literatur,die Meinugsfreiheit insgesamt und die Gleichberechtigung von Mann und Frau wird als Provokation empfunden.

Ungebremster Zuzug von Migranten führt zur Bildung von Parallelgesellschaften,die den perfekten Nährboden für Radikalisierungen bieten und Rückzugsräume von Terroristen darstellen.

Letztlich ist das altbekannt.Das trotzdem wenig unternommen wird,läßt núr den Schluß zu,daß der Schutz der eigenen Bevölkerung nicht oberste Priorität hat............

05.06.2017 10:02 • x 5 #10


Zitat von Chingachgook:
Kannst Du das mal erläutern?


Welcher Aspekt ist unverständlich?

05.06.2017 10:08 • #11


[quote="Tymalous"]Welcher Aspekt ist unverständlich?[/quot

Ist nicht mehr wichtig.......

05.06.2017 10:12 • #12


Trebur
Zitat von igel:
@trebur: Du denkst weiter und hast damit auch völlig Recht. Aber was Du vorschlägt, wäre nur langfristig wirksam. Angesichts der ständig anwachsenden Zahl der unschuldigen Opfer braucht es aber Maßnahmen, die schneller wirken.

Ein Beispiel. Wenn ein Mörder einen Schulbus mit israelischen Kindern in die Luft jagt, sind er und die Hintermänner nirgendwo auf der Welt mehr sicher. Der israelische Geheimdienst gibt niemals auf in solchen Fällen. Er wird die Täter ermitteln, finden, und ausschalten. Das schreckt schon ab.


Es gibt keine kurzfristige Lösung.
Und dein Beispiel zeigt doch, dass es nicht stimmt, was du erwartest. Ja der Mossad sucht die Hintermänner von Attentaten und bestraft sie.
Gibt es deshalb keine Bombenanschläge mehr auf Israelis?
Gewalt erzeugt Gegengewalt und Rachegedanken.
Der IS in seiner "Stärke" ist doch erst als Antwort auf Gewalt (Krieg) entstanden. Er lässt sich nun aber durch Krieg (Gegengewalt) nicht mehr beseitigen.
Jeder Tote in diesem Krieg, den auch wir mit führen, erzeugt neue Terroristen, die ihre Rachegedanken und -taten zu uns bringen.

Auch wenn mein vorgeschlagener Weg lange und steinig ist, ist er der einzige der zum Ziel führt.
Kurzfristige und einfache Lösungen vorzuspiegeln und zu versprechen ist (sorry) Popolismus.

05.06.2017 10:14 • x 1 #13


Trebur
@ Chingachcook.
Wer glaubt, hier ging es um Religion, ist dem IS schon in die Falle aufgegangen.
Es ist richtig, dass dem Islam etwas wie unser Zeitalter der Aufklärung fehlt. Nur das ist in unserem Konflikt sekundär.
Und deiner unterschwelligen Behauptung, es ging hier um Islam gegen Christentum, vermag ich nicht zu folgen.
Übrigens auch nicht, weil die Opfer der Fanatisten zigfach mehr Mosleme sind als Christen.
Mit dem was du schreibst, befeuerst du das Anliegen dieser Verbrecher.
Sie wollen doch, dass wir Misstrauen gegen Fremde aufbauen.
Sie wollen doch, dass der Oxident sich untereinander streitet.
Sie wollen doch, dass der Nationalismus wieder hoffähig wird.
Sie wollen doch, Erdogan, Tramp, Wilders, Le Penn und Gauland.
Was sie nicht wollen, ist eine offene, freie und demokratische Gesellschaft.

05.06.2017 10:34 • #14


stuttgarter10
Zitat von Trebur:

Es gibt keine kurzfristige Lösung.
Und dein Beispiel zeigt doch, dass es nicht stimmt, was du erwartest. Ja der Mossad sucht die Hintermänner von Attentaten und bestraft sie.
Gibt es deshalb keine Bombenanschläge mehr auf Israelis?
Gewalt erzeugt Gegengewalt und Rachegedanken.
Der IS in seiner "Stärke" ist doch erst als Antwort auf Gewalt (Krieg) entstanden. Er lässt sich nun aber durch Krieg (Gegengewalt) nicht mehr beseitigen.
Jeder Tote in diesem Krieg, den auch wir mit führen, erzeugt neue Terroristen, die ihre Rachegedanken und -taten zu uns bringen.

Auch wenn mein vorgeschlagener Weg lange und steinig ist, ist er der einzige der zum Ziel führt.
Kurzfristige und einfache Lösungen vorzuspiegeln und zu versprechen ist (sorry) Popolismus.

Populismus, nicht Popolismus! Was du hier schreibst ist linker Populismus.

05.06.2017 10:35 • x 5 #15


alfred
Zitat von igel:
Ich bin schockiert und empfinde tiefe Trauer für die Opfer und ihre Angehörigen. Wer möchte, kann sich hier gerne anschließen.

Igel
#
Ich schließe mich an und bin auch traurig....
Ich trauere auch für die vielen Menschen die im Mittelmeer ertrunken sind.
Mein Mitgefühl hört der Vätern und Müttern.
Brüder und Schwestern.
Onkeln und Tanten.
Auch den Angehörigen der Opfer terroristischer Gewalt.


Ich find auch das man das nicht hier diskutietren sollte sondern einfach mal so hinnehmen.
Die Diskussionen darüber kann man an anderer Stelle führen.

05.06.2017 10:43 • x 3 #16


Trebur
Zitat von stuttgarter10:
Populismus, nicht Popolismus! Was du hier schreibst ist linker Populismus.


Wenn du es dann politisch sehen willst, tue es.
1.
Sicher kann man sich mal vertippen und auch die Rechtschreibhinweise übersehen.
2.
Wenn das links ist, bin ich gerne links. Es zeigt mir dann auch, dass das rechte Gedankengut mit seinem Kapitalismus, das uns hierher gebracht hat, nicht hilft.
Ja dann gehe ich noch ein Schritt weiter und sage, dass der Kapitalismus und Nationallismus den Krieg in sich hat, wie Wolken den Regen.

05.06.2017 11:17 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Veritas
1. Fast alles am Thema vorbei
2. Wird der Thread eh dichtgemacht (Pilotik unso)
3. Popolismus muss Ich mir merken, stehe eh auf Popos.

05.06.2017 11:24 • x 2 #18


Zitat von Trebur:
Ja dann gehe ich noch ein Schritt weiter und sage, dass der Kapitalismus und Nationallismus den Krieg in sich hat, wie Wolken den Regen.


Naja,dass der Kommunismus den Krieg auch in sich hat,haben wir ebenfalls gesehen.
Der Nationalstaat hat viele soziale Errungenschaften erst möglich gemacht.Ein festes Staatsgefüge in gesicherten Grenzen,feste Regeln für alle und eine weitgehende Übereinstimmung in wesentlichen Wertfragen machen ein solidarisches Gemeinwesen überhaupt erst möglich.
Die von den Linken beschwore "Vielfalt" führt letztlich zu einer Entsolidarisierung,weil Menschen ín der Regel nicht bereit sind zu teilen oder sich zu engangieren,wenn sie die andere Seite nicht verstehen oder akzeptieren.
(Dass die Linken dabei nicht vom Menschen ausgehen,wie er ist sondern davon,wie es sein sollte,ist ein altes Dilemma)

Kriege werden nicht in erster Linie aus nationalistischen Gründen geführt,sondern meist auf der Grundlage von Ideologien und Religionen.Das war beim 30 jährigen Krieg so und ist heute nicht anders.

Natürlich spielen auch wirtschaftliche Interesse eine Rolle,aber die sind eher international als national.Im Gegenteil,der Nationalstaat mit seinen Regeln und Eigenheiten ist den international handelnden Konzernen doch eher ein Dorn im Auge.

05.06.2017 11:50 • x 1 #19


Bitte nicht wahllos (Kampf)Begriffe durcheinander werfen und mit einander vermischen obwohl sie überhaupt nichts mit einander zu tun haben. (Kapitalismus, Kommunismus, Nationalismus, links, rechts)

Bitte auch nicht behaupten, die Bekenntnis zur Vielfalt sei eine Sache für "Links" oder die Linken würden Menschen so sehen wie sie "sein sollten" statt richtiger Weise wie sie "ihrer Meinung nach sein sollten". Im Grunde würde jedes System funktionieren, wenn sich die Menschen alle einig wären, dass sie dieses System wollen. Es ist aber nicht wünschenswert, dass die Menschen so wären, dass ein kommunistisches System funktioniert.

05.06.2017 13:22 • #20



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