-juli
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Momentan bewegt mich einiges. Ich war eine Zeit lang in der Jugendhilfe und bin die erste Person aus meiner Familie, die den ersten Bildungsweg geht. Und ich bekomme an der Uni so viele Dinge mit, die mir erstmal zeigen, was für Dinge für die meisten Menschen wohl selbstverständlich sind. Und während Span angekündigt hat, den Bafög-Betrag nun doch nicht erhöhen zu wollen, frage ich mich als chronisch kranke Studentin, die des dadurch nicht schafft, neben der Vollzeittätigkeit des Studiums noch arbeiten zu gehen, wo das bitte hinführen soll. Ich weiß auch immer noch nicht, was aus meinem Bafög-Antrag wird. Ich hatte einen Sachbearbeiterwechsel und der neue Mensch hat mein psychotherapeutisches Gutachten, dass die Kontaktaufnahme zu meiner Herkunftsfamilie durch meine PTBS unmöglich ist, verweigert. Es ginge nur ein polizeilicher Beschluss oder ein Dokument von einem Gericht. Und genau das ging damals nicht, weil ich damals nicht darüber sprechen konnte, was passiert war und ich weiß, dass es recht aussichtslos gewesen wäre.
Letztes Semester ging es auch mit genau diesem Dokument bei einer anderen Person. Diese Willkür macht mir zu schaffen. Ich habe eine Anwältin, die da schon dran ist und es sieht gut für mich aus. Aber es war/ist unnötiger Stress. Ich habe glücklicherweise Unterstützung in meinem jetzigen Umfeld. Hätte ich diese Unterstützung nicht gehabt, hätte ich aufgrund dieser Problematik mit dem Bafög-Amt mein Studium abbrechen müssen, da mein Antrag abgelehnt worden wäre, weil ich keine Retraumatisierung in Kauf nehmen werde, nachdem es mir zum ersten Mal seit Ewigkeiten wirklich besser geht. Ein sehr langer Text, aber an manchen Tagen macht es mich etwas schwermütig, dass es eben keine Chancengleichheit gibt. Ich kenne auch einige Leute in meiner Situation, die ihr Studium wegen des Bafög-Amts abbrechen mussten und das kann es doch nicht sein. Da hat man einen Traumstudiengang und möchte es besser als seine Herkunftsfamilie machen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen und es wird immer nur noch komplizierter. Ohne die Unterstützung in meinem Umfeld hätte ich bei der Angelegenheit nicht mal staatliche Hilfe bekommen, weil es mir verweigert wurde. So viel zum Schutz von Personen, die traumatisiert wurden...
Und Stipendien, welche nicht privat sind, haben leider oft ähnlich hohe Hürden, wenn man in die nähere Auswahl kommt.
Letztes Semester ging es auch mit genau diesem Dokument bei einer anderen Person. Diese Willkür macht mir zu schaffen. Ich habe eine Anwältin, die da schon dran ist und es sieht gut für mich aus. Aber es war/ist unnötiger Stress. Ich habe glücklicherweise Unterstützung in meinem jetzigen Umfeld. Hätte ich diese Unterstützung nicht gehabt, hätte ich aufgrund dieser Problematik mit dem Bafög-Amt mein Studium abbrechen müssen, da mein Antrag abgelehnt worden wäre, weil ich keine Retraumatisierung in Kauf nehmen werde, nachdem es mir zum ersten Mal seit Ewigkeiten wirklich besser geht. Ein sehr langer Text, aber an manchen Tagen macht es mich etwas schwermütig, dass es eben keine Chancengleichheit gibt. Ich kenne auch einige Leute in meiner Situation, die ihr Studium wegen des Bafög-Amts abbrechen mussten und das kann es doch nicht sein. Da hat man einen Traumstudiengang und möchte es besser als seine Herkunftsfamilie machen, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen und es wird immer nur noch komplizierter. Ohne die Unterstützung in meinem Umfeld hätte ich bei der Angelegenheit nicht mal staatliche Hilfe bekommen, weil es mir verweigert wurde. So viel zum Schutz von Personen, die traumatisiert wurden...
Und Stipendien, welche nicht privat sind, haben leider oft ähnlich hohe Hürden, wenn man in die nähere Auswahl kommt.
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