Hi Kyra,
die Ursachen für Einschlaf- und Durchschlafstörungen sind wohl so zahlreich wie die Menschen, die darunter leiden. Ich hatte auch derlei Probleme und habe nahezu sämtliche Nahrungsergänzungsmittel durch, die angeblich Melatonin enthalten oder die Produktion fördern. Die Theorie, dass sich bei einem niedrigen Serotoninlevel auch nur wenig Melatonin bilden kann und deshalb der Schlaf leidet, fand ich als Serotonin-Downleveler sehr einleuchtend und motivierend... Hat aber leider nicht funktioniert.
Ich habe vor längerer Zeit meinen Alk. und Kaffeekonsum nach und nach eingestellt. Nach den üblichen "Entzugs-Schlafproblemen" (ca. 6 Wochen in meinem Fall) stellte sich langsam eine deutlich bessere Durchschlafsituation ein. Nach ca. 6 Monaten klappte es auch besser mit dem Einschlafen.
Dazu kommt, dass ich im Zuge der Alk. nach und nach deutlich ausgeglichener wurde. Logisch: Denn wenn man keine Suchtverlagerung veranstaltet, werden lang anstehende Probleme bewusst und können dann auch angegangen werden. Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen... Das hat aber schon a bisserl gedauert!
Meditieren tue ich seit ca. 15 Jahren - das ist gar nicht mehr wegzudenken. Aber wohl nicht für jede/n geeignet.
Ich habe immer mindestens 2 Bücher "mit im Bett": Einen Roman und ein Sachbuch - je nachdem, ob ich eher mein Gefühl oder meinen Intellekt bedienen will. Meistens muss ich nach 30 Minuten das Licht löschen, sonst fällt mir das Buch aus der Hand.
Und was ich schon seit langem mache: Sobald das Licht dunkel ist, stelle ich mir irgendeine Situatiuon vor, die ich aktuell erfreulich fände. D. h. ich lasse meiner Fantasie freien Lauf und begebe mich quasi auf eine reine Wahrnehmungsreise. Die kann völlig unterschiedliche Inhalte haben, Hauptsache, sie wirkt realistisch und kann mich fesseln (im positiven Sinn). Ich habe gelesen, dass der Übergang in den Schlaf beginnt, sobald der Geist die Bewusstheit loslässt. Und das macht er in meinem Fall dann irgendwann.
Falls es irgendwie möglich ist, kannst Du (falls nötig) mal testweise getrennte Schlafzimmer probieren. Das wirkt bei manchen Menschen Wunder. Dies dem Partner zu vermitteln, ist allerdings ein anderes Thema.
Und ja, unbedingt nicht in die Suchtfalle tappen! Alk. zum Einschlafen ist eindeutig Missbrauch und führt - je nach individueller Situation - oft und z. T. sehr schnell in die Abhängigkeit. Da wieder rauszukommen, ist oft sauschwierig...
Wenn Du sagst, die SD sei richtig eingestellt, dann gehe ich davon aus, dass Du SD-Hormone nimmst? Hast Du Dich über das Thema Schilddrüse aus Deiner Sicht ausreichend informiert? Ich kann hier sämtliche Bücher von Dr. Berndt Rieger sehr empfehlen.