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201729.10




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Hallo ihr Lieben,

nach 4 Wochen Tagesklinik und 3 Wochen stationär habe ich nun seit wenigen Tagen alles beenden können.
Eine angrenzende Psychotherapie kann ich aufgrund Auflagen erst in 4 Wochen erst nehmen.
Ich fühle mich sehr komisch und sehr einsam, die ersten Tage in meiner eigenen Wohnung.
So ohne Perspektive und ohne Planung. Auch ein Tagesplan oder überhaupt eine Planung fällt mir sehr schwer.
Habe gestern Abend noch ein Termin gehabt wo ich paar nette Leute getroffen habe, für den Moment fand ich
es sehr schön als dann wieder daheim war es eine fast unerträgliche Spannung die bis jetzt anhält. Ich bin leider aktuell
nicht im Beruf und mir fällt es unheimlich schwer wo einzusteigen, mich überhaupt zu kümmern und dann anschließend
dies wahrzunehmen.

Kennt das von euch jemand? Vielleicht hat jemand auch so eine Situation durchgestanden kann mir da ein paar
gute Tipps geben.

Alex

Auf das Thema antworten


1623
51
Bremen
842
  29.10.2017 19:36  
alexwi29 hat geschrieben:
dann wieder daheim war es eine fast unerträgliche Spannung die bis jetzt anhält.


Ich würde mir da medikamentös helfen lassenmit einem Antidepressivum,z.B. Amitriptylin.
Damit Du aus der Hochspannung mal rauskommst denn die kann einen sehr lähmen.

Wenn Du entspannter bist,kommt die Motivation wieder aktiver am Leben teilzunehmen von ganz alleine wieder und die Therapie wird dann noch ihr übriges tun.
Du kannst Dir halt auch klarmachen,dass es jetzt nur eine Übergangssituation ist,in der Du viel alleine bist,das wird ja langfristig nicht so bleiben.

Hast Du Pläne für später ,was Du arbeiten möchtest?

Und eine Selbsthilfegruppe kann es einem sehr erleichtern neue soziale Kontakte zu knüpfen.
Vor allem mit Leuten,die einen verstehen.





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  30.10.2017 22:58  
Hallo Flame,
danke für deinen schönen Beitrag,
ich habe in der Tagesklinik schon Medikamente angeboten bekommen aber leider abgelehnt
weil ich eine Hypochondrie habe und dafür nicht bereit bin. Habe dies schon mehrmals für paar Wochen
gehabt, jetzt war es halt leider intensiver. Aber es ist tatsächlich so dass ich über Tabletten nachdenke,
mir wurde auch das Lyrica empfohlen um halt runter zu kommen oder auch Seroquel. Habe beide schon ausgepackt
gehabt aber nicht genommen. Seitdem geht es halt hoch und runter aber vielleicht muss ich einfach mal wieder alleine sein
um wieder in mein altes Leben zu kommen, ich war schon immer selbstständig und würde das gern auch weitermachen
aber du hast auch im Punkt recht dass man Motivation brauch aber durch Blockaden und Einsamkeit sehr schwierig.
Kennst du das Gefühl auch also warst du selbst mal in einer Tagesklinik?
LG



1623
51
Bremen
842
  31.10.2017 09:14  
Ja klar kenn ich das Gefühl,ich bin überdies auch eher der Typ Einzelgänger,der sich schwertut,rauszugehen.
Ich war auch in der Tagesklinik,erst vollstationär,dann Akuttagesklinik und schliesslich Tagesklinik.
Bei mir war es umgekehrt,ich habe drum betteln müssen ,Medikamente zu bekommen aber sie haben sich lange dagegen gesträubt.
Es war für mich ein Horrortrip,an den ich am liebsten nicht mehr denken möchte denn ich war in der Hölle.

Und das Problem haben ja die meisten,dass man sich dann erstmal sehr alleine fühlt,zumal vorher die Tagesstruktur ja vorgegeben war in der TK und man dort auch immer unter Menschen war.
Die erste Zeit ist deshalb komisch,ich kann Dir nur raten,so schnell wie möglich wieder aktiv zu werden,zuhause gübelt man und grübelt man und wühlt sich damit nur wieder runter.

Und nimm ruhig die Medikamente zur Hilfe.
Ich würde Dir allerdings statt Seroquel und/oder Lyrica zu Amitriptylin raten.
Das ist ein trizyklisches Antidepressivum,das den Vorteil hat,dass es sofort wirkt und Du kaum Nebenwirkungen hast also die mühsame Einschleichphase einem erspart bleibt.Zudem macht es auch nicht abhängig.Es macht nur einen guten Appetit. :)


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